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Über dieses Buch

Die ländliche Bodenordnung stellt ein wichtiges Instrument zur Bereitstellung und Sicherung der Fläche dar, die für die naturnahe Entwicklung anthropogen veränderter Fließgewässer hin zu eigendynamisch resistenten und resilienten Systemen benötigt wird. In diesem essential geben die Autoren einen Überblick über die Renaturierung und naturnahe Entwicklung von Fließgewässern und die grundlegenden Aspekte der ländlichen Bodenordnung. Die Analyse eines Praxisbeispiels aus Hessen verdeutlicht die Verknüpfung beider Bereiche und ermöglicht so die Entwicklung von Handlungsempfehlungen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Fließgewässer wurden in den letzten Jahrhunderten und bis in die 1980er Jahre durch Maßnahmen im Bereich des Wasserbaus und der Flurbereinigung begradigt, ausgebaut, aufgestaut und eingedeicht. Diese Landschaftskultivierung erfolgte aufgrund politischer Vorgaben zur Sicherstellung der Ernährung durch eine Vergrößerung der landwirtschaftlichen Anbaufläche bzw. zur Nutzung der Wasserkraft
Kim Nobis, Martin Schumann, Boris Lehmann, Hans-Joachim Linke

Kapitel 2. Renaturierung und naturnahe Entwicklung von Fließgewässern

Zusammenfassung
Scherle definiert den Begriff Renaturierung als „die Herstellung oder Entwicklung naturnaher Gewässerzustände bezüglich der Morphologie, Hydrologie und Wasserqualität, die eine Wiederbesiedlung der Gewässer mit einem gewässertypischen Inventar der Flora und Fauna ermöglichen“ (Scherle 1999, S. 1–1). Er weist zudem daraufhin, dass „mit der Renaturierung ein Naturzustand zwar angestrebt aber i.d.R nicht erreicht werden wird, da auch zukünftig eine direkte oder indirekte Nutzung der Gewässer nicht verhindert werden kann und soll“ (Scherle 1999, S. 1–1).
Kim Nobis, Martin Schumann, Boris Lehmann, Hans-Joachim Linke

Kapitel 3. Bodenordnung als wichtiger Bestandteil zur Umsetzung von Maßnahmen im ländlichen Raum

Zusammenfassung
Zur Umsetzung flächenbeanspruchender Maßnahmen und Planungen im ländlichen Raum ist i. d. R. ein Flächenmanagement erforderlich, d. h. die Bereitstellung geeigneter Flächen zu tragfähigen Konditionen in einem integrierten Planungsprozess und im Ausgleich mit den Belangen der bisherigen Nutzer / Eigentümer dieser Flächen.
Kim Nobis, Martin Schumann, Boris Lehmann, Hans-Joachim Linke

Kapitel 4. Praxisbeispiel – Flurbereinigungsverfahren Heusenstamm Bieber

Zusammenfassung
Im nachfolgenden Kapitel werden Maßnahmen zur Umsetzung der Vorgaben der WRRL und deren Unterstützung durch den Einsatz der ländlichen Bodenordnung beispielhaft an der Renaturierung der Bieber und dem vereinfachten Flurbereinigungsverfahren Heusenstamm Bieber (Hessen) erläutert.
Kim Nobis, Martin Schumann, Boris Lehmann, Hans-Joachim Linke

Kapitel 5. Handlungsempfehlungen

Zusammenfassung
Für die Renaturierung und naturnahe Entwicklung von Fließgewässern ist eine Grundvoraussetzung, dass im und am Gewässer ausreichend Raum zur Verfügung steht, da sowohl die Bereitstellung eines Gewässerentwicklungskorridors als auch die Umsetzung wasserbaulicher Maßnahmen Fläche benötigen. Die Flächenverfügbarkeit ist folglich eine zentrale Voraussetzung für die eigendynamische Fließgewässerentwicklung und damit eine wichtige Grundlage für die Erreichung der WRRL-Ziele bis 2027.
Kim Nobis, Martin Schumann, Boris Lehmann, Hans-Joachim Linke

Kapitel 6. Fazit und Ausblick

Zusammenfassung
In der europäischen Wasserrahmenrichtlinie aus dem Jahr 2000 wird u. a. ein guter ökologischer und chemischer Zustand bzw. ein gutes ökologisches und chemisches Potenzial für Oberflächengewässer gefordert.
Kim Nobis, Martin Schumann, Boris Lehmann, Hans-Joachim Linke

Backmatter

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