Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Sünje Paasch-Colberg untersucht den Stellenwert medialer Thematisierungseffekte für die Wahlentscheidung und verschränkt kommunikationswissenschaftliche Medienwirkungs- und politikwissenschaftliche Wahlforschung stärker miteinander als bisher. Ansatzpunkte sind der Agenda Setting- und Priming-Ansatz sowie die großen theoretischen Strömungen der Wahlforschung (soziologische Ansätze, sozialpsychologisches Modell, Rational Choice-Perspektive). Ergebnis der theoretischen Arbeit ist ein interdisziplinäres Modell der Wahlentscheidung, das in einer Sekundäranalyse zur Bundestagswahl 2009 empirisch geprüft wird.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung

In den letzten 40 bis 50 Jahren ist in Deutschland (und anderen westlichen Demokratien) ein gesellschaftlicher Wandel zu beobachten, der auch das Wahlverhalten der Menschen betrifft. So gibt es z. B. immer weniger Wählerinnen und Wähler, die sich langfristig einer politischen Partei verbunden fühlen; umgekehrt steigt die Zahl der politisch Unentschlossenen, der Spätentscheider und der Wechselwähler (vgl. Kapitel 3.1.1). Für diese wachsende Gruppe von ungebundenen und unentschlossenen Wahlberechtigten sind daher kurzfristige Faktoren bedeutend, wenn sie ihre Wahlentscheidung treffen.
Sünje Paasch-Colberg

Chapter 2. Mediale Thematisierungseffekte

Dass Medieninhalte ein wichtiger Faktor zur Erklärung von politischen Einstellungen und politischem Verhalten sind bzw. sein können, belegt der internationale Forschungsstand sehr überzeugend. Die politische (Massen)Kommunikation im Wahlkampf stellt einen zentralen Forschungsgegenstand der Kommunikationswissenschaft und insbesondere der Medienwirkung dar; ein „stattlicher Teil der facheigenen Theorieansätze wurde im Rahmen der kommunikationswissenschaftlichen Wahlforschung entwickelt und getestet“ (Quiring 2006: 35). Eine theoretische Perspektive, aus der sich Medienwirkungen im Wahlzusammenhang umfassend untersuchen lassen, stellen der Agenda Setting- und der Priming-Ansatz dar.
Sünje Paasch-Colberg

Chapter 3. Wahlentscheidung und politische Themen

Dem Einfluss von Themen auf die individuelle Wahlentscheidung wird in der empirischen Wahlforschung große Aufmerksamkeit zuteil (vgl. z. B. Schoen/Weins 2005: 226). Wie bereits aufgezeigt, wird dabei mehrheitlich von einem engen Themenbegriff ausgegangen, nach dem Themen als staatliche policies oder politische Sachfragen zu verstehen sind.
Sünje Paasch-Colberg

Chapter 4. Untersuchungsgegenstand: Bundestagswahl 2009

Im empirischen Teil dieser Unteruschung wird das interdisziplinäre Modell empirisch geprüft. Dazu werden mediale Thematisierungsprozesse im Wahlkampf und deren Einflüsse auf individuelle Themenprioritäten der Wähler sowie deren Wahlverhalten am Beispiel der Bundestagswahl 2009 untersucht. In Kapitel 4.1 wird daher zunächst ein Überblick über zentrale Themen und Ereignisse während der zweiten Hälfte der Legislaturperiode 2005-2009 und des Wahlkampfes 2009 gegeben; Basis dieser Abhandlung sind, sofern nicht gesondert ausgewiesen, Artikel und Wochenchroniken der Süddeutschen Zeitung (Deutschlandausgabe, Print) sowie Artikel des Spiegels (Print).
Sünje Paasch-Colberg

Chapter 5. Konzeption und Methode

Das empirische Ziel dieser Untersuchung ist es, Priming-Effekte auf das Wahlverhalten in einem Mehrparteiensystem zu untersuchen. Mit dieser Zielsetzung wurde eine Sekundäranalyse zur Bundestagswahl 2009 durchgeführt; dieses Kapitel widmet sich der Konzeption und Methode dieser Analyse. Ausgehend von dem interdisziplinären Modell der Wahlentscheidung (vgl. Kapitel 3.3) werden in Kapitel 5.1 zunächst konkrete empirische Forschungsfragen und Hypothesen abgeleitet, bevor auf Forschungskontext, Konzeption und Methode der Primärstudien eingegangen wird (Kapitel 5.2 und 5.4).
Sünje Paasch-Colberg

Chapter 6. Agenda Setting

Dieses Kapitel widmet sich Agenda Setting-Effekten im Bundestagswahlkampf 2009. Die Zusammenhänge zwischen Medien- und Publikumsagenda werden aus verschiedenen Perspektiven untersucht und diskutiert. Zunächst wird die Medienagenda im Wahlkampf 2009 beschrieben (vgl. Kapitel 6.1): Die Themenstruktur der politischen Berichterstattung der vier reichweitenstärksten deutschen Fernsehsender wird auf verschiedenen Abstraktionsebenen untersucht; hierbei interessiert v. a. der Vergleich über die Zeit.
Sünje Paasch-Colberg

Chapter 7. Priming

Das folgende Kapitel ist der empirischen Prüfung von Priming-Effekten im Wahlkampf 2009 gewidmet und damit zentral für diese Arbeit. Nachdem bisher Agenda Setting-Effekte auf gesellschaftlicher und individueller Ebene geprüft wurden, geht es nun um direkte und indirekte Medienwirkungen auf die Wahlentscheidung in einem Mehrparteiensystem.
Sünje Paasch-Colberg

Chapter 8. Fazit

Als übergeordnete, forschungsleitende Fragestellung hat sich diese Untersuchung der theoretischen und empirischen Klärung der direkten und indirekten Wirkung medialer Thematisierung auf die individuelle Wahlentscheidung gewidmet. Diese Fragestellung wurde konkret in drei Ziele übersetzt: Um individuelle Thematisierungseffekte zu fassen, hat die Kommunikationswissenschaft mit dem Agenda Setting- und dem Priming-Ansatz etablierte Forschungsstränge hervorgebracht.
Sünje Paasch-Colberg

Backmatter

Weitere Informationen

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Best Practices für Web-Exzellenz im Online-Handel

Erfolgsbeispiele für erfolgreiche Online-Unternehmen gibt es viele. Best Practices für Web-Exzellenz ergeben sich aus der bestmöglichen Umsetzung der Erfolgsfaktoren, die sie auf der anderen Seite aber auch maßgeblich mit bestimmt haben. Lesen Sie hier, was Sie von den Unternehmen lernen können, die zu Recht als "exzellent" bezeichnet werden können.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise