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Über dieses Buch

Zweifellos würde sich die Medien- und Kommunikationswissenschaft ohne das Instrument der Befragung schwer tun. Diese Erhebungsform ist aus dem Methodenkanon des Fachbereiches nicht wegzudenken. Doch Studie­ rende des Faches haben es nicht leicht, Antworten auf ihre speziellen Me­ thodenfragen zu finden - zumindest liegen solche bisher nicht in Buchform vor. Diese Lücke möchten wir mit dem vorliegenden Buch schließen. Es ist zum einen gedacht als Einführung in die standardisierte Befragung. Bevor­ zugt geht es um solche Themenbereiche, die in der Medien- und Kommuni­ kationswissenschaft behandelt werden: Fragen zu Mediennutzung und Me­ dienbewertung, zu Wirkungen oder Bereichen wie Einstellungen von Kommunikatoren oder Konsum- und Freizeitverhalten. Zum anderen soll es als praktische Anleitung für studentische Forschungsarbeiten dienen. Dazu haben wir die vorliegende Methodenforschung systematisiert und gebün­ delt, um auf diese Erkenntnisse aufzubauen. Für viele dieser Bereiche ist die Befragung das einzig sinnvolle Instrument. Obwohl es bereits einen riesigen Korpus empirischer Forschung gibt, ist die Medien- und Kommu­ nikationswissenschaft von einer Batterie standardisierter und validierter Instrumente weit entfernt -Fragen werden immer wieder neu erfunden. Um dies zu vereinfachen und Fehlerquellen zu reduzieren, arbeiten wir das bisher Bekannte auf und geben praktische Hilfestellung bei der Formulie­ rung des eigenen Fragebogens. Das ist das erste Ziel dieses Buches. Das Buch ist in erster Linie ein Lehrbuch für Studierende der Medien­ und Kommunikationswissenschaft. Natürlich hoffen wir, dass auch andere interessierte Leser und Leserinnen ihre Fragen beantwortet finden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Die standardisierte Befragung als wissenschaftlich-empirische Methode

Zusammenfassung
In diesem ersten Kapitel legen wir die Grundlagen für die Auseinandersetzung mit der standardisierten Befragung. Wir stellen zunächst den Forschungsprozess als Ganzes dar und die Position, die die Befragung in diesem Rahmen einnimmt. Anschließend machen wir uns Gedanken über die Güte medienwissenschaftlicher Befragungen und darüber, wie man eine solche Studie durchführt und wie man die Befragten dafür rekrutiert.
Wiebke Möhring, Daniela Schlütz

2. Das Interview als soziale Situation

Zusammenfassung
Die soziale Situation des Interviews ist es, die die persönliche Befragung am stärksten von anderen Datenerhebungsverfahren unterscheidet. In diesem Kapitel wird geschildert, welche Mechanismen in dieser kommunikativen Situation entstehen können und welchen Einflüssen die standardisierte Befragung ausgesetzt ist. Traditionellerweise wird bei der methodischen Erforschung von Einflussfaktoren in dieser Situation unterschieden in fra-gebogen-, interviewer- und befragtenzentrierte Ansätze. Dieser Unterscheidung schließen wir uns insofern an, als dass wir die Situation einmal im Hinblick auf den Interviewer und einmal in Bezug auf den Befragten betrachten. Dennoch soll vorangestellt werden, dass die meisten Variablen Effekte hervorrufen, die erst in der Interaktion von Befragtem und Interviewer entstehen bzw. zur Wirkung kommen. Und wir weisen darauf hin, dass auch in den Befragungssituationen ohne Interviewer, etwa in einer schriftlichen oder computeradministrierten Befragung, Elemente der sozialen Situation zur Geltung kommen können wie Effekte der sozialen Erwünschtheit oder die Entwicklung formaler Antwortstile des Befragten.
Wiebke Möhring, Daniela Schlütz

3. Die Formulierung des Fragebogens

Zusammenfassung
In diesem Kapitel geht es darum, wie man einen „guten” Fragebogen formuliert, wie man möglichst reliable und valide Fragen stellt. Mit anderen Worten: Wie man die richtige Frage stellt, um eine verwertbare Antwort zu bekommen. Wir befassen uns zunächst mit den Kriterien sinnvoller Formulierung und wenden uns dann den unterschiedlichen Arten von Fragen zu, ihren Vor- und Nachteilen sowie Einsatzmöglichkeiten. Dabei spielen neben der Frage natürlich auch die Antwortvorgaben eine große Rolle sowie die Anordnung der Fragen im Fragebogen insgesamt.
Wiebke Möhring, Daniela Schlütz

4. Modi der Befragung

Zusammenfassung
In den vorherigen Kapiteln wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass es für die Auswahl der Fragenformulierung, der Fragenpräsentation, der Fragenbogenlänge, aber auch der Auswahl der zu befragenden Personen eine wichtige Rolle spielt, in welchem Modus die Befragung durchgeführt werden soll. Diesen Befragungsmodi widmen sich die folgenden Abschnitte.
Eine Befragung kann auf drei verschiedene Arten stattfinden: als persönliche, telefonische oder schriftliche Befragung. Innerhalb dieser einzelnen Befragungsarten gibt es jeweils verschiedene Varianten, insbesondere durch den zunehmenden Einsatz von Computern. Da mittlerweile auch das Internet als Befragungsort immer mehr genutzt wird, wird der Online-Befragung — einer Variante der schriftlichen Befragung — ebenfalls ein eigenes Kapitel eingeräumt.
Wiebke Möhring, Daniela Schlütz

5. Varianten der Befragung

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden wir einige Befragungsvarianten vorstellen, die in der Medien- und Kommunikationsforschung eingesetzt werden. Wir werden einen Überblick geben über die Omnibusbefragung, erklären, was eine Panelbefragung ist, kurz die Möglichkeiten und den Aufbau einer Delphi-Befragung erläutern sowie die Besonderheiten einer Tagebuchstudie und die „Experience Sampling Method” vorstellen.
Wiebke Möhring, Daniela Schlütz

6. Durchführung der Befragung

Zusammenfassung
In den vorangegangenen Kapiteln haben wir uns damit beschäftigt, welche Arbeitsschritte nötig sind, um einen guten Fragebogen zu entwerfen und welche Arten von Befragungen es gibt. Wenn alle Entscheidungen hinsichtlich der Untersuchungsanlage getroffen sind, dann geht es an die letzten Schritte der Konzeption.
Die letzten Arbeitsschritte im Rahmen einer Befragung betreffen einmal die Überarbeitung des Fragebogens unter Gesichtspunkten der grafischen Gestaltung, den wichtigen Schritt des Pretests und alle Fragen der Feldorganisation. Darunter versteht man Auswahl, Einsatz, Schulung und Kontrolle der Interviewer. An die Feldphase schließt sich dann die Weiterverarbeitung der Daten an: Vercodung, Eingabe und Kontrolle.
Wiebke Möhring, Daniela Schlütz

Backmatter

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