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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Problemstellung

Zusammenfassung
Die rechtliche Verselbständigung einer unternehmerischen Betätigung durch die Errichtung einer Kapitalgesellschaft führt zu insgesamt drei Anknüpfungspunkten für eine Besteuerung der erzielten Erfolge. Zunächst unterliegen die auf Ebene der Gesellschaft ermittelten Erfolge der Körperschaftsteuer. Zahlt die Gesellschaft erwirtschaftete Gewinne an ihre Anteilseigner aus, so werden diese Gewinne zu einem Bestandteil des persönlichen Einkommens der Anteilseigner, auf das die Einkommensteuer zu entrichten ist. Gegebenenfalls wird bei der Ermittlung der Einkommensteuer der Anteilseigner die durch die Gesellschaft gezahlte Körperschaftsteuer berücksichtigt. Den dritten Anknüpfungspunkt für die Besteuerung bilden schließlich die Erfolge, die die Anteilseigner bei einer Veräußerung von Anteilen an der Kapitalgesellschaft erzielen.
Thomas Stellpflug

2. Modelle entscheidungsneutraler Investitionsbesteuerung

Zusammenfassung
Die entscheidungsorientierte Analyse von Besteuerungsnormen geht von der einzelwirtschaftlichen Perspektive des Wirtschaftssubjektes aus, das Handlungen beabsichtigt, die Konsequenzen für seine Steuerzahlungen haben.1) Zur Analyse des Steuereinflusses auf ein Entscheidungsproblem werden in einem Entscheidungsmodell zunächst die zur Auswahl stehenden Alternativen des Wirtschaftssubjektes ohne den Einbezug der Besteuerung betrachtet. Anhand eines Kriteriums wird überprüft, in welchem Ausmaß die einzelnen Handlungsmöglichkeiten zum Erreichen des gewünschten Ziels beitragen. Auf der Basis der Zielbeiträge wird eine Rangfolge der Handlungsmöglichkeiten erstellt. In einem zweiten Schritt wird dann versucht, das Entscheidungsmodell unter Beachtung der relevanten Steuernormen zu formulieren. Wiederum wird eine Reihung der Handlungsmöglichkeiten nach ihrem Beitrag zum gewünschten Ziel vorgenommen. Von Entscheidungsneutralität der Besteuerung wird gesprochen, wenn sich die Rangfolge der Handlungsmöglichkeiten durch die Berücksichtigung der Besteuerung nicht ändert.2) In diesem Fall ist eine Berücksichtigung der Besteuerung in den Planungsüberlegungen obsolet. Demgegenüber führt eine Änderung der Rangfolge zur Notwendigkeit, die für die Entscheidung relevanten Besteuerungsnormen in die Entscheidungsfindung einzubeziehen.
Thomas Stellpflug

3. Besteuerung der Investitionen von körperschaftsteuerpflichtigen Unternehmen

Zusammenfassung
Die Modellüberlegungen für die entscheidungsneutrale Investitionsbesteuerung des vorangegangenen Kapitels waren durch den Bezug zum allgemeinen Investitionsbegriff charakterisiert. Von institutionellen Rahmenbedingungen, unter denen die jeweiligen Investitionsentscheidungen fallen, wurde vollständig abstrahiert, so daß das Modell sowohl Finanzinvestitionen als auch realwirtschaftliche Investitionen abbilden kann. Der Begriff der Finanzinvestition bezeichnet idealtypisch Investitionen, bei denen über die Investitionsdauer das Entgelt für die Kapitalüberlassung zufließt und am Investitionshorizont das überlassene Kapital zurückgewährt wird. Realinvestitionen sind idealtypisch dadurch gekennzeichnet, daß Zahlungsmittel in eine andere Form von Vermögen transformiert werden.1) Die Verwendung dieses Vermögens soll zu zukünftigen Zahlungsüberschüssen führen, die das Entgelt für die Kapitalüberlassung und die Rückzahlung der transformierten Zahlungsmittel gewährleisten. Kennzeichen von Realinvestitionen ist somit prinzipiell, daß die Verteilung der Zahlungsüberschüsse auf das Entgelt für die Kapitalüberlassung und den zurückfließenden Anteil der hingegebenen Zahlungsmittel nicht eindeutig möglich ist.
Thomas Stellpflug

4. Bemessungsgrundlagen, Ausschüttungsbemessung und Mindestrenditen

Zusammenfassung
Die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit die Besteuerung das Vorteilhaftigkeitskriterium Kapitalwert, das zur Beurteilung von Investitionsentscheidungen herangezogen wird, so verändert, daß es durch den Steuereinfluß nicht zu einer Änderung der ohne die Berücksichtigung der Besteuerung ermittelten Rangfolgen der analysierten Investitionsprojekte kommt, wurden im zweiten Kapitel herausgearbeitet. Im dritten Kapitel wurde für die Analyse des Einflusses der Körperschaftsbesteuerung auf die Investitionsentscheidung zunächst davon ausgegangen, daß die zuvor ermittelten Voraussetzungen für eine Erfolgsermittlung, die Investitionsentscheidungen nicht beeinflußt, erfüllt sind. Diese Vereinfachung ermöglichte die Berücksichtigung der Kapitalrückzahlung aus dem Investitionsprojekt am Investitionshorizont, so daß aus den zwischenzeitlich anfallenden Zahlungsüberschüssen ausschließlich die Steuerzahlungen und die Entgelte für die Kapitalüberlassung zu bestreiten waren. Es war daher für diese Zeitpunkte nicht notwendig, einen auf die Kapitalrückzahlung entfallenden Anteil zu isolieren. Diese Annahme soll in diesem Kapitel aufgehoben werden, um das Zusammenspiel von Erfolgsermittlung, Körperschafts- und Anteilseignerbesteuerung insgesamt in einen Modellrahmen einzufügen. Das Augenmerk bleibt dabei auf die Ermittlung von Mindestrenditen gerichtet, die angeben, welcher Mindesterfolg aus einem Investitionsprojekt unter Beachtung ausgewählter steuerlicher Vorschriften erzielt werden muß, damit eine Indifferenz zwischen der betrachteten Investition und einer (fortlaufend wiederholten) einperiodigen Kapitalmarktanlage besteht. In einem ersten Schritt soll hierzu das auf der neoklassischen Investitionstheorie1) basierende Modell dargestellt werden, das in einer von King und Fullerton herausgegebenen Studie2) zum Umfang der Besteuerung von Kapitaleinkommen in den USA, Großbritannien, Schweden und Deutschland verwendet wurde. Dieser Ansatz hat eine weite Verbreitung für die Analyse der Wirkungen der Unternehmensbesteuerung gefunden.3) Daran schließt sich in einem zweiten Schritt eine Modifikation dieses Modells an. Sie soll es zum einen ermöglichen, weitere institutionelle Rahmenbedingungen in die Modellierung aufzunehmen und zum anderen versuchen, die theoretischen Grundlagen des Modells auf der Basis der Annahmen zu präzisieren, die mit dem zugrundeliegenden Kapitalwertkalkül verbunden sind. Zum Abschluß des Kapitels soll versucht werden, Besteuerungswirkungen im Zusammenhang mit inframarginalen Investitionen aufzuzeigen.
Thomas Stellpflug

5. Zusammenfassung in Thesen

Ohne Zusammenfassung
Thomas Stellpflug

Backmatter

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