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Über dieses Buch

Bettina Beyer untersucht einen viel diskutierten Posten der Bilanz – den Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill). Die Autorin greift für die Studie auf die gesamte anglo-amerikanische Bilanztheorie – von ihren Anfängen um 1900 bis in die Neuzeit, – sowie auf die Regulation durch CAP, APB, FASB, IASC und IASB zurück. Sie bezieht die Ergebnisse der bedeutendsten empirischen Untersuchungen zum Goodwill ein, insbesondere aus den Bereichen der Wertrelevanzstudien, Event Studies, behavioristische Studien, sowie IOS-Studien.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Problemstellung

Die Bilanzierung des Goodwills gehört zu einem der

ältesten und umstrittensten

Rechnungslegungsgebiete überhaupt. Schon

Canning

(1929) stellte fest:

„Accountants, writers on accounting, economists, engineers, and the courts, have all tried their hands at defining goodwill, at discussing its nature, and at proposing means of valuing it. The most striking characteristic of this immense amount of writing is the number and variety of disagreements reached.”

Bettina Beyer

2. Das bedingt-normative Rechnungslegungssystem der IFRS

Würde keine

Unsicherheit

über die Zukunft bestehen, wären bereits im Zeitpunkt der unternehmerischen Entscheidung alle zukünftigen Ein- und Auszahlungen bekannt und sicher. Der Entscheidungsmehrwert könnte als Gewinn der Periode in Höhe der risikolos diskontierten zukünftigen Zahlungen erfasst werden (ökonomischer Gewinn). Die Vermögenswerte könnten zum Barwert der zukünftigen Zahlungen erfasst werden (ökonomischer Wert). Unter Unsicherheit kann die zukünftige Zahlungswirkung einer Entscheidung nur geschätzt werden. Die Rechnungslegung kann daher weder den ökonomischen Gewinn noch den ökonomischen Wert des Vermögens bestimmen.

Bettina Beyer

3. Der Charakter des erworbenen Goodwills

Der Goodwill eines Unternehmens kann als Differenz zwischen dem Wert des Gesamtunternehmens und dem Zeitwert des Nettovermögens definiert werden. Dieser Goodwill wird im Folgenden

materieller Goodwill

genannt.

Bettina Beyer

4. Ansatz des erworbenen Goodwills

Nach der Einheitstheorie (Kapitel 2.4) soll der Konzernabschluss die beherrschten Ressourcen des Konzerns vollständig aufzeigen. Wenn der Goodwill ein vom Konzern beherrschter Vermögenswert ist, so ist der Goodwill folglich vollständig anzusetzen. Diese Ansatzbegründung wird in dieser Arbeit als

Control

-Modell

bezeichnet.

Bettina Beyer

5. Bewertung des erworbenen Goodwills

In Abhängigkeit der vorgestellten Ansatzbegründungen folgt eine unterschiedliche Bewertung des erworbenen Goodwills. Dies wird in diesem Kapitel überblicksmäßig dargestellt. Verschiedene Einzelaspekte davon werden in den nachfolgenden Kapiteln gesondert diskutiert und mit der Bilanzierung des Goodwills nach IFRS verglichen.

Bettina Beyer

6. Thesenförmige Zusammenfassung

(1) Diese Arbeit untersucht die

Bilanzierung des Goodwills

nach IFRS unter Einbeziehung von empirischen Erkenntnissen. Die Ausführungen konzentrieren sich auf Ansatz, Erst- und Folgebewertung. Ausweisfragen werden ausgeklammert. Die Behandlung von negativen Unterschiedsbeträgen (

lucky buy

) wird nicht betrachtet.

(2) Die IFRS werden als

bedingt-normatives System

aufgefasst (Kapitel 2.2.2). Die Informationsfunktion wird in der Operationalisierung des Rahmenkonzepts (2010) als Axiom der IFRS akzeptiert. In deduktiver Weise wird versucht, auf eine geeignete Bilanzierung des Goodwills zu schließen. Bilanzierungsregelungen lassen sich angesichts von Unsicherheit und unvollständigen Informationen nicht rein deduktiv ableiten (Kapitel 2.2.3). Daher wurden empirische Ergebnisse in die Überlegungen einbezogen. Auch das IASB begründet einige Bilanzierungsregelungen zum Goodwill durch empirische Studien.

Bettina Beyer

Backmatter

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