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Über dieses Buch

Am Fallbeispiel einer Verteiler-LKW-Tätigkeit wird eine Computersimulation als arbeitswissenschaftliches Instrumentarium zur Beurteilung von Belastungen und Beanspruchungen bei der Fahrzeugführung vorgestellt. Hierzu werden Merkmale der Arbeitsumgebung in Form von Stressoren dargestellt, während die personalen Bedingungen durch Schlüsselqualifikationen abgebildet werden, wodurch die Aufdeckung von Wirkungszusammenhängen ermöglicht wird. Für verschiedene Versuchsbedingungen können unterschiedliche Ausprägungen der Schlüsselqualifikationen nachgewiesen werden. Anhand einer vergleichenden Untersuchung der unterschiedlichen Wirkung von Schalt- bzw. Automatikgetriebe auf den Fahrer wird die Eignung der beschriebenen Simulation demonstriert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Bedeutung des LKW’s im binnenländischen Güterverkehr hat sich in Abhängigkeit vom Einsatzbereich (Nah- oder Fernverkehr) und von der jeweiligen Transportaufgabe in unterschiedlicher Weise entwickkelt. Während der LKW im Fernverkehr in direkter Konkurrenz zu anderen Transportsystemen (Eisenbahn, Binnenschiffahrt usw.) steht und dort derzeit etwa einen Anteil von 40% bezüglich des Transportaufkommens befördert, werden im Güternahverkehr die Transporte mit LKW nahezu ohne konkurrierende Alternativen geleistet (N.N. 1985, S. 1).
Franz-Josef Gaksch

2. Definition des Begriffs „Verteilerverkehr“ und Beschreibung der Ausgangssituation

Zusammenfassung
Aufgrund der Vielschichtigkeit seiner Verkehrsfunktion kann man nicht vom typischen Verteilerverkehr sprechen. Im Gegensatz zum Werknahverkehr ist der Begriff Verteilerverkehr weder verkehrsrechtlich relevant, noch ist er verkehrsrechtlich definiert.
Franz-Josef Gaksch

3. Zielsetzung und Abgrenzung zu bereits durchgeführten Untersuchungen

Zusammenfassung
Die Analyse von Beanspruchungsprozessen bei Kraftfahrern war bereits Gegenstand einer Reihe von Untersuchungen (siehe z.B.: Hoyos, Kastner 1985; Zeier o. Jahr). Dabei zeigte sich teilweise, daß sog. “Allzweckinstrumente” aufgrund der relativ langen Entwicklungszeit und der andererseits turbulenten Entwicklung im Bereich der Meß- apparaturen zu wenig brauchbaren Ergebnissen führen können.
Franz-Josef Gaksch

4. Methodische Vorüberlegungen

Zusammenfassung
Wie bereits dargestellt, sind die Interaktionsmöglichkeiten im Gesamtsystem “Fahrer-Fahrzeug-Umwelt”, insbesondere im Verteilerverkehr mit seinen vielfältigen Zusatzaufgaben neben der Fahrzeugführung, außerordentlich komplex. Es wird daher nicht der Versuch unternommen, ein universell anwendbares, d.h. alle Teiltätigkeiten erfassendes Verfahren zu entwickeln. Es erscheint vielmehr sinnvoll, die Gesamttätigkeit eines Verteiler-LKW-Fahrers in verschiedene Teiltätigkeiten aufzuteilen und dann auf jede dieser Teiltätigkeiten eine geeignete Methode zur Beanspruchungsermittlung anzuwenden. Die Ermittlung der Teiltätigkeiten erfolgt auf der Basis einer breit angelegten Ist-Zustandsanalyse in Form von Beobachtungsinterviews. Dabei wird u.a. sowohl die Häufigkeit als auch die Dauer von Teiltätigkeiten zeitgenau erfaßt. Neben diesen objektiven Daten werden auch subjektive Daten erfaßt, die Aufschluß darüber geben, wie belastend bestimmte Situationen bzw. Tätigkeiten von den Fahrern selbst empfunden werden. Dadurch soll sichergestellt werden, daß z.B. geplante technische Veränderungen des Fahrzeugs auf eine breite Akzeptanz bei den Betroffenen (Fahrern) stoßen. Im Anschluß an die Datenaufnahme wird auf der Basis der erhobenen Daten in Expertengesprächen die weitere Vorgehensweise festgelegt.
Franz-Josef Gaksch

5. Einbettung der Simulation in ein handlungstheoretisch begründetes Konzept

Zusammenfassung
Ein wesentliches Merkmal der Handlungsregulationstheorie ist die Verbindung von konkretem Tun und Denken. Das zeigt sich u.a. dadurch, daβ die früher getrennten Theoriestränge Sensumotorik-Forschung bzw. Denkpsychologie in einem Konzept zusammengefaßt wurden, welches auf der Grundlage des Begriffes “Handeln” die Ausführung und die Planung von Aktivitäten beinhaltet (Leitner, Volpert, Greiner, Weber, Hennes 1987, S. 9). Unter “Handeln” ist in diesem Zusammenhang “… zielgerichtetes Verhalten, wobei das Ziel und die Bemühung, es zu erreichen, bewußt sind”, zu verstehen (Volpert 1987, S. 6).
Franz-Josef Gaksch

6. Entwicklung eines Simulationsmodells

Zusammenfassung
Wie bereits in Kapitel 3 ausgeführt, wurde in der Vergangenheit bereits eine Vielzahl von Untersuchungen durchgeführt, die sich mit der bei der Fahrzeugführung auftretenden Belastung und Beanspruchung des Fahrers befaßten. Ziel all dieser Untersuchungen war letztendlich die Erforschung der komplexen Wirkungsmechanismen zwischen Fahrer-Fahrzeug-Umwelt. Die Vorgehensweise zur Zielerreichung gestaltete sich dabei äußerst unterschiedlich und die Ergebnisse waren oft nur mit Einschränkungen umsetzbar. Darüberhinaus waren die Untersuchungen oft mit großem Aufwand für die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung verbunden. Umfassende Untersuchungen mit mehreren Meßbereichen führten zu einer Unmenge von Daten, die einer systematischen Auswertung nur noch schwer zugänglich war, da sie einen erheblichen Aufbereitungsaufwand erforderlich machten.
Franz-Josef Gaksch

7. Ergebnisse der durchgeführten Untersuchung

Zusammenfassung
Da die Simulation aus den beiden Aufgabenblöcken “Planen” und “Fahren” besteht, wird für diese beiden Teilbereiche auch eine getrennte Auswertung durchgeführt.
Franz-Josef Gaksch

8. Interpretation der Ergebnisse

Zusammenfassung
Der Tabelle 7.3 auf Seite 117 sowie den Abbildungen 7.6 und 7.7 (Seite 118 bzw. 121) ist zu entnehmen, daß mit der Veränderung der jeweils wirksamen Stressoren eine deutliche Zu- bzw. Abnahme des Schwierigkeitsgrades einhergeht, was sich letztendlich in der Höhe der erreichten mittleren Testrohwerte niederschlägt. Da die Simulationsgrundaufgabe in allen Fällen identisch ist und nur die unabhängigen Variablen (Stressoren) variiert werden, können diese unterschiedlichen Testergebnisse auf die Wirkung der Stressoren zurückgeführt werden.
Franz-Josef Gaksch

9. Darstellung von Anwendungsfällen des Simulationsmodells

Zusammenfassung
Mit Hilfe der Computersimulation sollen Gestaltungs- bzw. Anordnungsvarianten von Anzeigen und/oder Warnleuchten überprüft bzw. miteinander verglichen werden. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wo diese anzuordnen sind, um einerseits im Bedarfsfall unmittelbar erkennbar zu sein, andererseits jedoch die Erfüllung der Hauptaufgabe nicht zu sehr zu behindern.
Franz-Josef Gaksch

10. Fallbeispiel: Beurteilung der unterschiedlichen Beanspruchung beim Fahren mit Schalt- bzw. Automatikgetriebe

Zusammenfassung
Das Fahren eines Kraftfahrzeuges stellt eine komplexe Tätigkeit für den Fahrzeugführer dar, an der viele informationsaufnehmende und -verarbeitende Prozesse des Individuums beteiligt sind. Innerhalb von Fahrer-Fahrzeug-Umwelt-Systemen muß dabei vom Fahrer eine ständige Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit geleistet werden, um die Informationsflut, die ihm vom Fahrzeug und aus der Umwelt entgegenströmt, adäquat zu bewältigen. Dies “stellt ihn ständig vor die Aufgabe, zur richtigen Zeit irrelevante Informationen auszuklammern und relevante auszuwählen und zu verarbeiten” (Färber 1987). Belastungen im Sinne von Regulationsbehinderungen und Regulationsüberforderungen erschweren zusätzlich diese komplexe Handlungsregulation. Hier sei nur auf Erschwerungen und Unterbrechungen durch unterschiedliche Verkehrsverhältnisse verwiesen, wie sie im innerstädtischen Bereich, in dem sich ein Großteil des Verteiler-LKW-Verkehrs abspielt, auf der Tagesordnung stehen.
Franz-Josef Gaksch

11. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Am Fallbeispiel einer Verteiler-LKW-Tätigkeit wird eine Computersimulation als arbeitswissenschaftliches Instrumentarium zur Beurteilung von Belastungen und Beanspruchungen bei der Fahrzeugführung vorgestellt.
Franz-Josef Gaksch

Backmatter

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