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Über dieses Buch

Dieses Handbuch adressiert häufig anzutreffende Defizite und Probleme bei der Digitalisierung der Automobilindustrie und entwickelt einen methodisch fundierten und praxiserprobten Leitfaden zur agilen Umsetzung. Im Mittelpunkt steht der Wandel vom fahrzeugfokussierten hin zu einem mobilitätsorientierten Geschäftsmodell. Ausgehend von den Treibern des digitalen Wandels werden vier Digitalisierungsfelder definiert und eine Roadmap zu deren Transformation vorgestellt. Der Weg hin zur automatischen hoch effizienten Abwicklung von schlanken, integrierten Geschäftsprozessen wird ebenso erörtert wie die Beherrschung der massiven Veränderung von Vertriebs-, Aftersales- und Marketingstrukturen mit der Neugestaltung von Kundenbeziehungen. Die umfassende Veränderung der Unternehmenskultur sowie eine agile und effiziente Informationstechnologie werden als kritische Erfolgsfaktoren im Detail behandelt. Ausgewählte Praxisbeispiele für innovative Digitalisierungsprojekte vermitteln zusätzliche Ideen und Impulse.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Das Thema „digitale Transformation“ begründet die fundamentale Veränderung privater und geschäftlicher Abläufe, getrieben durch die exponentiell gestiegene Leistungsfähigkeit der Informationstechnologie. Für die Automobilindustrie als eine der Schlüsselbranchen Deutschlands ergibt sich daraus eine existentielle Herausforderung sowohl für die strategische Ausrichtung auf neue Mobilitätsservices anstelle von Fahrzeugbesitz als auch für neue Wege des Vertriebs. Dazu kommen außerdem hocheffiziente Geschäftsprozesse wie beispielsweise die Industrie 4.0-basierte Produktion, die kurz umrissen werden. Abschließend folgt die Erläuterung der wesentlichen Elemente, die zu einer erfolgreichen Transformation der Automobilindustrie führen und die Struktur des Buches bestimmen.
Uwe Winkelhake

2. Informationstechnologie als Digitalisierungstreiber

Getrieben durch die extreme Zunahme der Leistungsfähigkeit der Informationstechnologie (IT) rollt die Digitalisierungswelle unaufhaltsam und immer schneller weiter auf uns zu. Als Synonym für die andauernde massive Leistungssteigerung in der IT steht seit Jahren das sogenannte Mooresche Gesetz, das bereits vor über 50 Jahren eine Verdoppelung der Leistungsfähigkeit integrierter Schaltkreise innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten beschrieb. Bei unveränderter Basistechnologie wäre das Gesetz längst nicht mehr gültig. Aufgrund von Technologiesprüngen besteht der Grundsatz des exponentiellen Wachstums der Leistungsfähigkeit jedoch weiterhin. Es gibt scheinbar keine technologischen Grenzen und es ist nur eine Frage der Zeit, wann die menschliche Intelligenz durch „Maschinenintelligenz“ überholt wird und der Zeitpunkt der sogenannten Singularität erreicht wird.
Uwe Winkelhake

3. „Digital Lifestyle“ – Zukünftige Mitarbeiter und Kunden

Die Digitalisierung wird umfassend in die Gesellschaft und Unternehmen eindringen und dort Abläufe und Organisationen massiv verändern. Mehr und mehr Kunden und alle heutigen Berufseinsteiger der Unternehmen gehören der Generation der sogenannten Digital Natives an. Daneben arbeiten in den Unternehmen sogenannte Digital Immigrants, die oft erst im Erwachsenenalter lange nach ihrer Ausbildung oder dem Studium den Umgang mit den neuen Technologien erlernt haben. Das Kapitel erläutert, welchen Erwartungshaltungen die Natives als Auto-Kunden haben und auch wie sie als Mitarbeiter in den Unternehmen agieren und welche neuen Arbeitsformen sich daraus entwickeln, wie beispielsweise Sharing, Crowdsourcing, Open Innovation und auch Wikinomic. Unternehmen sollten Maßnahmen aufsetzen, um diese Modelle zu nutzen und so die Digitalisierungsbestrebungen unter Einbezug sowohl der Digital Natives als auch der Digital Immigrants zum Erfolg zu führen.
Uwe Winkelhake

4. Technologien für Digitalisierungslösungen

In diesem Kapitel werden Technologien und innovative Lösungsansätze vorgestellt, die heute oder in absehbarer Zeit für Digitalisierungsprojekte in der Automobilindustrie zur Verfügung stehen. Diese betreffen die Informations-Technologie wie z. B. Cloud-Angebote, mobile Anwendungen, Big Data und Cognitive Computing, aber auch die Produktionstechnik mit Robotik, Drohnen, Nanotechnologie und 3D-Druck, kleine elektronische am Körper tragbare Geräte bis hin zu spielerischen Formen der Projektarbeit, der sogenannten Gamification. Das Kapitel erläutert die wesentlichen Entwicklungen mit dem Ziel, die praxisrelevanten Einsatzmöglichkeiten und Nutzenpotentiale dieser Lösungen zu verstehen, um ihre Relevanz für aktuelle und kurzfristig anstehende Projekte für die digitale Transformation einschätzen zu können.
Uwe Winkelhake

5. Vision digitalisierte Automobilindustrie 2030

Neue Rahmenbedingungen und mit der Digitalisierung einhergehende Möglichkeiten motivieren neue Wettbewerber auch aus anderen Branchen, aggressiv auf den Automobilmarkt zu drängen. Für die etablierten Automobilunternehmen ist es daher überlebenswichtig, die erforderlichen Änderungen mit einer umfassenden Digitalisierungsstrategie und -roadmap anzugehen. Ausgangspunkt ist eine Analyse der zukünftigen Erwartungen des Marktes und der Kunden sowie eine kurze Bewertung der aktuellen Strategien ausgewählter Hersteller. Dem wird eine Vision gegenübergestellt, wie sich die Automobilindustrie entwickeln und mit der Umsetzung von Digitalisierungsinitiativen im Jahr 2030 aussehen könnte. Elektroautos, autonomes Fahren in flexiblen Mobilitätsangeboten und auch Connected Services im vollständigen Abgleich zwischen Fahrzeugen und Smartphones werden ebenso behandelt wie eine vollständig veränderte Kundenerfahrung im Vertrieb und Service und die Effizienzsteigerung von Geschäftsprozessen durch Automatisierung beispielsweise in der Entwicklung, der Produktion und im Verwaltungsbereich.
Uwe Winkelhake

6. Roadmap einer nachhaltigen Digitalisierung

Digitalisierungsinitiativen setzen als Querschnittsthema beim Geschäftsmodell eines Unternehmens an und beeinflussen alle wesentlichen Geschäftsprozesse. Insofern ist eine umfassende Digitalisierungs-Roadmap nicht isoliert zu etablieren, sondern als integraler Bestandteil eines langfristigen unternehmensweiten strategischen Planungsprozesses zu entwickeln. Hierzu wird ein ganzheitliches Framework zur Strukturierung der digitalen Transformation entwickelt, das vier Fokusbereiche und zwei Querschnittsthemen umfasst. Für jedes Fokusthema werden in diesem Kapitel die erforderlichen Schritte zur Umsetzung vertieft. Beispielsweise wird ein Lösungskonzept für eine Integrationsplattform als Basis für Connected Services und neue digitale Produkte vorgestellt und der Lösungsansatz auch für innerbetriebliche Plattformen für Finanz-, Einkauf und Personalservices weiterentwickelt. Prototypfreie Entwicklung und Industrie 4.0 sind weitere Schwerpunktthemen, die strukturiert anzugehen sind.
Uwe Winkelhake

7. Unternehmenskultur und Organisation

Das Thema der Kulturanpassung sowie das Erzeugen einer Start-Up-Mentalität gekennzeichnet durch Agilität und Entrepreneurship als zwingende Voraussetzung für eine erfolgreiche und durch Digitalisierung getriebene Transformation sind Gegenstände dieses Kapitel. Dazu werden neue Methoden zum Innovations- und Projektmanagement wie beispielsweise Scrum und Design Thinking vorgestellt und Organisationsvorschläge unter dem Aspekt der Digitalisierung erläutert. Der IT Anwendungsbereich sollte aus der IT-Organisation gelöst und in die Fachbereiche migriert werden, um der Bedeutung der IT als strategischem Kernelement der Automobilindustrie Rechnung zu tragen und Schwung für den digitalen Wandel zu gewinnen. Die Rolle des Chief Digital Officer wird ebenso behandelt wie zeitgemäße Aspekte der Personalarbeit mit neuen Wegen des Hirings und der Karriereentwicklung sowie ein angemessenes Change Management für eine erfolgreiche digitale Transformation.
Uwe Winkelhake

8. Informationstechnologie als Enabler der Digitalisierung

Der Informationstechnologie als Unternehmensfunktion ist nicht nur als Berater und Unterstützer aller Fachbereiche bei der Transition gefragt, sondern muss auch die bestehende technische IT- Umgebung kosteneffizient und sicher betreiben sowie sich selbst umfassend weiterentwickeln. Diese Herausforderung erfordert eine „two speed IT“, die als Arbeitsgrundlage eine ganzheitliche IT-Strategie in Anlehnung an die Digitalisierungs-Roadmap nutzt und dabei auch eine Methode zur Bewertung des Nutzenaspekts der IT für die geschäftlichen Abläufe etabliert. Ein „software defined environment“, also die vollständige Flexibilisierung der IT-Infrastruktur, ist die Basis für zeitgemäße microservice-basierte Apps unter Verwendung von Open Source Lösungen und auch für Data Lake Projekte. Die Finanzierung kann über erfolgreiche Rechenzentrumskonsolidierung, Anwendungsharmonisierung und Standardisierungen in der Serviceerbringung erreicht werden. Hierbei wird demThem Sicherheit sowohl für die Business IT als auch für die Shop Floor- und Fahrzeug-IT eine hohe Priorität zugeschrieben, jedoch ohne zum Hemmschuh für neue Initiativen wie beispielsweise eine API-Vermarktung zu werden.
Uwe Winkelhake

9. Beispiele innovativer Digitalisierungs-Projekte

In der Industrie besteht eine große Unsicherheit, wie das Thema Digitalisierung anzugehen ist. Die vorangegangenen Kapitel haben dazu die Grundlagen gelegt und das Thema strukturiert. Zur Motivation und Veranschaulichung zeigt dieses Kapitel für die in Kap. 6 entwickelten Tragsäulen der Digitalisierung innovative und erfolgreiche Praxisbeispiele nicht nur aus der Automobilindustrie. Der Minibus „Olli“ ist ein Beispiel für Crowdsourcing, 3D-Druck und kognitive Lösungen als Basis für autonomes Fahren. Vorbeugende Wartung, Transparenz in der Zulieferkette und eLearning am Montageplatz sind Lösungen aus dem Bereich Industrie 4.0 und lernende Konfiguratoren und Fahrzeugverkauf über das Internet verändern die Kundenerfahrung im Vertrieb. Weiterhin wird ein Beispiel erläutert, zusätzlichen Umsatz durch Vermarktung von Daten und durch die Vermittlung von Serviceleistungen an Fahrer zu generieren.
Uwe Winkelhake

10. Auto-Mobilität 2040

Die Ausführungen dieses Kapitels werfen einen Blick in das Jahr 2040 und wagen anhand einiger Beispiele eine Vision, wie sich die Umwelt, die IT, sowie Autoindustrie und Mobilität entwickeln könnten. Dieser Ausblick wird untermauert durch ein fiktives „day in a live scenario“ eine Freiberuflers, der im „liquid work force“ Modell arbeitet. Der futuristische Ausblick soll für die mit Hochdruck anlaufende digitale Transformation zusätzliche Ideen geben und besonders die Attitüde und den Mut stärken, innovativ und agil in kurzen Schritten voranzugehen. Nur in dieser Angehensweise besteht die Chance, dass die Goliaths bzw. die etablierten Hersteller sich weiter gegen die Davids bzw. die neuen Herausforderer durchsetzen.
Uwe Winkelhake

Backmatter

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