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Über dieses Buch

Digitale Medien halten verstärkt Einzug in traditionelles Lehren und Lernen und zugleich werden digitale Formate sozialer und kommunikativer. Die Digitalisierung bezieht sich nicht nur auf das Lehren und Lernen. Bei den Überlegungen zur Digitalisierung in der Weiterbildung ist der gesamte Bildungsprozess mit all seinen Ebenen vom gesellschaftlichen und institutionellen Kontext über die Programme und Angebote bis hin zum Personal und den Teilnehmenden einzubeziehen. Deshalb orientieren sich Erich Schäfer und Antje Ebersbach an einem Mehrebenenmodell der Digitalisierung. Der Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie im Sinne einer organisationssensiblen Herangehensweise kommt eine zentrale Bedeutung zu. Ob sich die mit der Digitalisierung verbundenen Erwartungen verwirklichen lassen, hängt von den einzuschlagenden Mediatisierungspfaden ab.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Angesichts einer sich beschleunigenden Digitalisierung vollziehen sich in der Weiterbildung disruptive Umbrüche. Von den tiefgreifenden gesellschaftlichen Transformationen sind Arbeiten und Lernen zentr al betroffen. Weiterbildung beschreibt sowohl das Lernen auf individueller, gruppenbezogener und organisationaler Ebene als auch das System der institutionalisierten Erwachsenen- und Weiterbildung.
Erich Schäfer, Antje Ebersbach

Kapitel 2. Kontinuierliche Selbsterneuerung als Herausforderung einer Kultur der Digitalität

Zusammenfassung
Die zentrale Herausforderung einer Kultur der Digitalität ist die Komplexitätszunahme. Die Weiterbildungseinrichtungen stehen vor der Aufgabe, das Lifelong Learning verstärkt auf ihre eigene Organisation im Sinne der lernenden Organisation anzuwenden. Wird Organisationsentwicklung als kontinuierliche Selbsterneuerung verstanden, so ist dies ein Ausdruck dafür, dass alle Mitglieder der Organisation sowohl in dem System als auch an dem System arbeiten.
Erich Schäfer, Antje Ebersbach

Kapitel 3. Lehren und Lernen mit Medien im quartären Bildungssektor

Zusammenfassung
Die sogenannte digitale Bildung ist nicht die Digitalisierung der Bildung. Anstatt von digitaler Bildung sollte präziser von digitalen Bildungsinfrastrukturen, Lernen mit digitalen Medien bzw. Lernen über Entwicklungen in der Digitalisierung gesprochen werden. Es lassen sich drei Perspektiven differenzieren: eine technisch-mediale, eine gesellschaftlich-kulturelle sowie eine anwendungs- und interaktionsbezogene.
Erich Schäfer, Antje Ebersbach

Kapitel 4. Neues Lernen in der VUKA-Welt – der gesellschaftliche Kontext

Zusammenfassung
Das Lernen findet auf individueller, teambezogener und organisationaler Ebene statt. Dabei beschreibt es spiralförmig sich vollziehende Transformationsprozesse, deren Gelingen entscheidend von der jeweiligen Lernkultur abhängt. Neues Lernen zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass Lernen und Arbeiten enger miteinander verknüpft sind.
Erich Schäfer, Antje Ebersbach

Kapitel 5. Vom Emergency-Remote-Modus zur Digitalisierungsstrategie – der institutionelle und organisationale Kontext

Zusammenfassung
Hinsichtlich des Einsatzes digitaler Bildungsmedien ist die Situation in der deutschen Weiterbildungslandschaft äußerst disparat. Die Zukunft gehört Learning Ecosystemen. Diese bestehen aus dem dynamischen Zusammenspiel unterschiedlicher Aspekte; hierzu gehören die kulturellen, sozialen und technischen Subsysteme, der physische und virtuelle Raum sowie Purpose, Vision und Strategie, Inhalte, Formate, Rollen, Stakeholder sowie Learning-Analytics.
Erich Schäfer, Antje Ebersbach

Kapitel 6. Zwischen Analogem und Digitalem – Programmplanung und Angebotsgestaltung

Zusammenfassung
Bei der Programmplanung gilt es zu berücksichtigen, dass das Lernen der Menschen immer individueller, informeller, flexibler sowie zeit- und ortsunabhängiger wird. Die Angebotsgestaltung kann sich hierauf einstellen, indem sie das je spezifische Zusammenspiel von Lernzielen, Lernsettings sowie der räumlichen, zeitlichen und sozialen Lernorganisation berücksichtigt. Die Zukunft gehört hybriden Lehr-Lern-Arrangements.
Erich Schäfer, Antje Ebersbach

Kapitel 7. Haltungen und Rollenanforderungen – Weiterbildungspersonal

Zusammenfassung
Die Nutzung digitaler Medien durch das Weiterbildungspersonal hängt stark von deren Einstellungen und medialen Erfahrungen ab. Die Rollen der pädagogischen Mitarbeiter*innen ändern sich; Lehrende werden zu Mentor*innen, Berater*innen und Coaches, Lernvideo-Gestalter*innen, Kulturentwickler*innen, Lerndesigner*innen ud agilen Lernbegleiter*innen. Das Rollenhandeln lässt sich anhand sachlicher, sozialer und zeitlicher Polaritäten unterscheiden.
Erich Schäfer, Antje Ebersbach

Kapitel 8. Nachhaltigkeit der digitalen Transformation bei den Weiterbildungsanbietern

Zusammenfassung
Damit die Nachhaltigkeit der digitalen Transformation bei den Weiterbildungsanbietern gewährleistet werden kann, bedarf es bestimmter Voraussetzungen und Bedingungen; diese erstrecken sich auf fünf Ebenen: die Bestandssicherung und Kontinuität, die Erarbeitung einer Digitalisierungsstrategie, die Entwicklung der kulturellen, sozialen und technischen Subsysteme, die Etablierung von Experimentierfeldern sowie die externe und interne Vernetzung.
Erich Schäfer, Antje Ebersbach

Kapitel 9. Fazit und Ausblick

Zusammenfassung
Die Digitalisierung in der Weiterbildung ist ein gestaltbarer Entwicklungsprozess. Die damit verbundenen Herausforderungen sind mit einem individuellen Qualifizierungsbedarf, einem institutionellen Anpassungsbedarf und einem gesellschaftlichen Regulierungsbedarf verbunden. Welche Digitalisierungsstrategien entwickelt werden, hängt von den gesellschaftlichen Kontexten ab. Antworten auf die mittel- und langfristigen Perspektiven liefern Ergebnisse der Szenario-Technik.
Erich Schäfer, Antje Ebersbach

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