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2024 | Buch

Die empirische Ermittlung der Marktrisikoprämie

Eine internationale Auswertung auf der Basis historischer Zeitreihen ab 1870

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Über dieses Buch

Diese breit angelegte Studie zur empirischen Berechnung der Marktrisikoprämie zeichnet sich durch ihr methodisch konsistentes Vorgehen, den weit zurückreichenden Beobachtungszeitraum sowie die internationale Abdeckung aus. Zur Ermittlung der Performance der sicheren Anlagealternative kommen durchgehend langlaufenden Staatsanleihen zum Einsatz, um den Laufzeitfehler gegenüber Aktien als riskante Anlage zu minimieren. Die weiteren Parameter des CAPM sowie die Mittelwertbildung werden mit dem Ziel diskutiert, eine möglichst hohe Äquivalenz zwischen riskanter und sicherer Anlagealternative zu erreichen.

Der Beobachtungszeitraum reicht bis 1870 zurück. Die untersuchten Kapitalmärkte umfassen Deutschland, die Schweiz, Österreich, die USA, das UK, Frankreich und Japan. Dies erlaubt eine internationale Einordnung der erzielten Ergebnisse mit Überrenditen zwischen 0 % und 4 % und mündet in einer Empfehlung zur Verwendung einer Marktrisikoprämie in Höhe von 2 % bis 3 %.

Die vorliegende Arbeit ist insbesondere vor dem Hintergrund des in Deutschland vorherrschenden Bewertungsstandards IDW S1 zu sehen. Dessen Inkonsistenzen bei der Ermittlung der Kapitalkosten werden hier diskutiert und Lösungsvorschläge aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Einleitung
Zusammenfassung
Die Marktrisikoprämie ist eine der am häufigsten untersuchten und weiterhin kontrovers diskutierten Größen in den Wirtschaftswissenschaften. Sie bildet eine entscheidende Stellschraube bei der Unternehmensbewertung sowie der Vermögensallokation zwischen riskanten und nicht riskanten Vermögenswerten und ist von weitreichender praktischer Relevanz. Die Marktrisikoprämie als theoretisches Konzept beruht auf der Risikoaversion der Marktteilnehmer und ist in den beobachteten Marktpreisen enthalten, ohne selbst direkt beobachtbar zu sein.
Thomas Tartler
Kapitel 2. Literaturüberblick
Zusammenfassung
Im Schrifttum existieren unterschiedliche Herangehensweisen, um die Marktrisikoprämie zu bestimmen. Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die am weitesten verbreiteten Verfahren in der Literatur, um die Ergebnisse und die Vorgehensweise der vorliegenden Arbeit besser einordnen zu können. Zu diesen Verfahren zählen die historische oder empirische Schätzung der Marktrisikoprämie, auf Umfragen basierende Schätzungen, theoretisch abgeleitete Nachfragemodelle und schließlich Angebotsmodelle sowie die implizite Schätzung der Risikoprämie.
Thomas Tartler
Kapitel 3. Theoretische Grundlagen und Diskussion der Parameter zur Messung der historischen Marktrisikoprämie
Zusammenfassung
Das Ziel dieser Arbeit liegt in der konsistenten Ableitung der Marktrisikoprämie für die Unternehmensbewertung und für die langfristige Vermögensallokation aus historischen Zeitreihen. In diesem Kapitel werden die Spezifikationen für die Messung der beiden interdependenten Parameter Basiszins und Marktrisikoprämie aus einer ex ante und ex post Sicht diskutiert. Zunächst muss definiert werden, welche Anlagealternativen miteinander zu vergleichen sind.
Thomas Tartler
Kapitel 4. Aufbau der empirischen Untersuchung
Zusammenfassung
Die Marktrisikoprämie gibt innerhalb des CAPM an, welche Überrendite Investoren ex ante als Kompensation für das nicht diversifizierbare Marktrisiko erwarten. Da diese Größe nicht beobachtbar ist, wird sie vorliegend mithilfe von ex post Beobachtungen geschätzt. Es wird unterstellt, dass Anleger auf lange Sicht ihre Erwartungen mit den realisierten Ergebnissen abgleichen und nicht dauerhaft enttäuscht oder positiv überrascht werden.
Thomas Tartler
Kapitel 5. Empirische Ergebnisse
Zusammenfassung
Der empirische Teil dieser Arbeit besteht aus der konsistenten Ermittlung der Marktrisikoprämie aus historischen Zeitreihen für sieben Kapitalmärkte über bis zu 147 Jahre. Hierzu wird ein Index von Staatsanleihen mit unendlicher Laufzeit oder hilfsweise der längsten Restlaufzeit gebildet, der eine zu einem typisierten Investitionsobjekt äquivalente Laufzeit aufweist.
Thomas Tartler
Kapitel 6. Zusammenfassung und Ausblick
Zusammenfassung
Das zentrale Ziel dieser Arbeit ist es, die Marktrisikoprämie aus historischen Datenreihen konsistent zu messen. Damit soll insbesondere den Inkonsistenzen bei der Unternehmensbewertung nach dem in Deutschland vorherrschenden Standard IDW S1 mit einem Lösungsvorschlag begegnet werden. Ein internationaler Vergleich erlaubt eine Einordnung der Ergebnisse des deutschen Kapitalmarkts.
Thomas Tartler
Backmatter
Metadaten
Titel
Die empirische Ermittlung der Marktrisikoprämie
verfasst von
Thomas Tartler
Copyright-Jahr
2024
Electronic ISBN
978-3-658-44791-5
Print ISBN
978-3-658-44790-8
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-44791-5

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