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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Energie ist der Motor der Welt. Dessen Antrieb und damit Rückgrat der Wirtschaft bleiben auf absehbare Zeit fossile Brennstoffe, da sie sowohl als Energieträger als auch als Rohstoffe bisher kaum ersetzbar sind. Entsprechend ist eine wirkungsvolle Energiepolitik von essenzieller Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung und den Wohlstand eines Landes. Europa ist schon heute eine Importregion für Erdöl und -gas, deren Verbrauch trotz effizienterer Methoden weiter steigt. Gleichzeitig werden die eigenen Fördergebiete in 20 Jahren weitgehend erschöpft sein, sodass die Importabhängigkeit der EU drastisch zunimmt. Zusätzlich zur an sich bereits problematischen Steigerung der Importe steht Europa dabei im Wettbewerb mit den Staaten Süd- und Ostasiens, deren Importbedarf noch wesentlich stärker anwachsen wird.
Antje Nötzold

2. Ausgangslage

Fossile Energieträger waren „keine Erfindung der industriellen Revolution.“ Öl wurde bereits seit der Antike als Heilmittel oder Brennstoff für Lampen eingesetzt und Kohle diente schon im Mittelalter als Heizmaterial für Herdfeuer in Großbritannien und Mitteleuropa. Die breite Anwendung fossiler Energieträger und damit der Übergang zum fossilatomaren Energiesystem erfolgte mit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert und beruhte auf vier Entwicklungsschüben. Zunehmende Holzknappheit bewirkte eine Umstellung auf Steinkohle als Brennstoffe. Mit Einführung der Eisenbahn zu Beginn des 19. Jahrhunderts stand ein entsprechendes Beförderungsmittel zum Kohletransport zur Verfügung, das „den globalen Triumph des neuen Energiesystems“ ermöglichte.
Antje Nötzold

3. Die Energiepolitik der Volksrepublik China

Als bevölkerungsreichstes Land der Erde hat China derzeit rund 1,33 Milliarden Einwohner mit weithin zunehmender Tendenz. Mit einem Staatsgebiet, das mehr als der doppelten EU-Fläche entspricht und ein Fünftel der Weltbevölkerung beheimatet, kann China durchaus als gigantisches Land bezeichnet werden. Daher ist es geradezu zwangsläufig von einer erheblichen Energienachfrage gekennzeichnet, vor allem durch die beispiellose wirtschaftliche Entwicklung seit dem Beginn der Reformperiode 1978.
Antje Nötzold

4. Die Energiepolitik der Europäischen Union

Mit ihren 27 Mitgliedstaaten hat die EU knapp 500 Millionen Einwohner auf einer Fläche von etwas weniger als der Hälfte der Volksrepublik China, was dem siebtgrößten Land der Erde entsprechen würde. Als eines der ersten Zentren industrieller Transformation ist Europa gekennzeichnet durch einen hohen Grad an Bevölkerungsdichte, Urbanisierung und Energieverbrauch. Mit gerade einmal acht Prozent der Weltbevölkerung erzeugt die EU27 rund 30 Prozent des weltweiten BIP, das entsprach 2005 rund 11 Billionen Euro.
Antje Nötzold

5. Handlungsnotwendigkeiten und -optionen der EU

In den beiden vorangegangenen Kapiteln wurden die Energiepolitiken der Volksrepublik China – als vergleichsweise neuer Einkäufer auf den weltweiten Ressourcenmärkten – und der Europäischen Union – als traditionell bedeutende Importregion für Energierohstoffe – dargestellt und hinsichtlich ihrer unterschiedlichen strategischen Ansätze analysiert. Während im Hinblick auf Energieversorgungssicherheit zumeist die Abhängigkeit oder Interdependenz zwischen Konsumenten und Produzenten untersucht wird, legt diese Analyse den Fokus im Folgenden auf die Herausforderungen für die Europäische Union durch die Energiepolitik des neuen Verbrauchers China mit seinem diametralen Ansatz zur Sicherung der Energieversorgung. Zuerst werden dabei die Handlungsnotwendigkeiten problematisiert, indem die Auswirkungen der chinesischen Energiepolitik auf die weltweite Versorgungssicherheit und auf andere Politikbereiche wie Handels-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik aufgezeigt werden.
Antje Nötzold

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