Die Flutkatastrophe 2021
Vom Wiederaufbau zur Klimaresilienz
- Open Access
- 2026
- Open Access
- Buch
- Herausgegeben von
- Jörn Birkmann
- Elena-Maria Klopries
- Holger Schüttrumpf
- Alessa Trüdinger
- Stefanie Stenger-Wolf
- Buchreihe
- Sustainable Development Goals (SDG) – Umsetzung in Praxis, Lehre und Entscheidungsprozessen
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
In das Open-Access-Buch Klimaanpassung, Hochwasser und Resilienz gehen Ergebnisse und Erfahrungen aus dem gleichnamigen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekt KAHR (KlimaAnpassung, Hochwasser und Resilienz) ein. Insgesamt waren 13 Verbundpartner aus Forschung und Praxis sowie zahlreichen verschiedenen Disziplinen an den wissenschaftlichen Arbeiten beteiligt. Das Buch behandelt die weitreichenden Auswirkungen der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 in Deutschland, insbesondere in den Regionen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Es beleuchtet die physischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen des Ereignisses, das zu massiven Schäden an Infrastruktur, Wohngebäuden und kritischen Infrastrukturen führte. Die Autorinnen und Autoren analysieren die Herausforderungen im Rahmen des (Wieder-)Aufbaus und betonen die Notwendigkeit eines integrierten Hochwasserrisikomanagements, das technische, natürliche und soziale Aspekte berücksichtigt.
Ein zentrales Anliegen des Buches ist es, aus den Erfahrungen der Katastrophe zu lernen und resilientere Strukturen für zukünftige Hochwasserereignisse zu schaffen. Dazu werden verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der einzugsgebietsweiten natürlichen und technischen Retention sowie Infrastrukturanpassung, privater Vorsorge und Anpassungen in der Raumplanung vorgestellt.
Darüber hinaus wird die Rolle der Wissenschaft hervorgehoben, um evidenzbasierte Entscheidungen zu treffen und den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis zu fördern. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch den sozialen Aspekten des Wiederaufbaus in benachteiligten Quartieren, wo die Vulnerabilität der Bevölkerung durch soziale Ungleichheiten verstärkt wird.
Das Buch bietet konkrete Empfehlungen für politische Entscheidungsträger:innen, Planer:innen und Praktiker:innen im Bereich des Hochwassermanagements sowie für betroffene Bürger:innen. Es schließt mit einem Ausblick auf zukünftige Herausforderungen im Kontext des Klimawandels und plädiert für eine stärkere Integration von Risikokommunikation in alle Phasen des Hochwassermanagements – von der Vorsorge über die Bewältigung bis hin zur Nachsorge.
Inhaltsverzeichnis
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1. Book Summary
- Open Access
PDF-Version jetzt herunterladenDas Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse und Empfehlungen des KAHR-Projekts zusammen, das die vom Hochwasser 2021 betroffenen Regionen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen über drei Jahre wissenschaftlich begleitete. Im Mittelpunkt stehen die Analyse von Schadensmustern, die Rolle von Brücken und kritischen Infrastrukturen sowie soziale Vulnerabilitäten. Ein besonderer Fokus liegt auf der klimaresilienten und hochwasserangepassten Wiederherstellung und Neugestaltung der betroffenen Gebiete. Das Projekt entwickelte zehn wissenschaftliche Empfehlungen, die konkrete Maßnahmen für die Rekonstruktion enthalten – von der Anpassung von Brückenstandards über die Neudefinition von Schutzzielen für sensible Infrastrukturen bis hin zu interkommunalen Kooperationsstrategien. Besonders hervorzuheben sind die praktischen Auswirkungen: So führte die wissenschaftliche Begleitung etwa zur Entscheidung, die Levana-Schule in Ahrweiler an einen hochwassersicheren Standort zu verlegen, oder zur Festlegung höherer Schutzstandards für kritische Infrastrukturen wie Wasserversorgungsanlagen. Zudem werden die Herausforderungen und Grenzen der Umsetzung diskutiert, etwa bei der Anpassung rechtlicher Rahmenbedingungen oder der Finanzierung von Rekonstruktionsmaßnahmen. Das Kapitel zeigt, wie wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in politische Entscheidungen und Planungsprozesse einflossen und welche langfristigen Effekte daraus resultieren. Es bietet damit wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung von Hochwasserschutz und Klimafolgenanpassung in Deutschland.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungThe research project KAHR (KlimaAnpassung, Hochwasser und Resilienz, transl.: ClimateAdaptation, Flood and Resilience) scientifically accompanied communities and regions affected by the flood disaster of July 2021 in Rhineland‐Palatinate (RP) and North Rhine‐Westphalia (NRW) for three years during their reconstruction efforts. The accompanying research, along with its findings and recommendations, is based on work related to various research subjects, questions, and requirements that have evolved throughout the project. Research activities all address the overarching question of flood‐ and climate‐resilient reconstruction and new construction. This encompasses everything from capturing and analyzing damage patterns to examining the role of bridges, as well as aspects of social vulnerability and critical and sensitive infrastructures. Within the framework of the research project, solutions relating to various Sustainable Development Goals (SDGs) were discussed and developed. Notably, this includes goals related to health and well‐being, strengthening industry, innovation, and infrastructure, reducing inequalities, as well as promoting sustainable cities and communities. The different chapters of this volume thus also illustrate the range of investigations and scientific consultations conducted by 13 partners in the consortium. -
2. Einführung
- Open Access
PDF-Version jetzt herunterladenNach der Flutkatastrophe 2021 in NRW und Rheinland-Pfalz mit über 180 Todesopfern und Schäden von über 30 Milliarden Euro wurde deutlich, dass der reine Wiederaufbau nicht ausreicht, um zukünftige Extremereignisse zu bewältigen. Das Kapitel beleuchtet die zentralen Herausforderungen des Wiederaufbaus und zeigt auf, wie wissenschaftliche Begleitforschung – wie im BMBF-geförderten KAHR-Projekt – dazu beiträgt, betroffene Regionen resilienter zu gestalten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Notwendigkeit, Hochwasservorsorge und räumliche Planung an die Folgen des Klimawandels anzupassen, etwa durch risikobasierte Ansätze und die Überarbeitung von Gefahrenkarten. Zudem werden konkrete Maßnahmen wie der Schutz kritischer Infrastrukturen oder die Verlagerung von Schulen aus Gefahrenbereichen diskutiert, die bereits umgesetzt wurden. Die wissenschaftliche Kommunikation spielt dabei eine zentrale Rolle, um Lehren aus der Katastrophe zu ziehen und Handlungsempfehlungen für Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit abzuleiten. Besonders relevant sind die interdisziplinären Strategien, die Wasserwirtschaft, Raumplanung und Sozialwissenschaften verbinden, sowie die praxisnahen Empfehlungen, die aus der engen Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren resultieren.KI-Generiert
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AbstractDas Hochwasser im Juli 2021 in Nordrhein‐Westfalen und Rheinland‐Pfalz führte zu über 180 Todesfällen und Schäden von über 30 Mrd. €. In der Folge wurde die Notwendigkeit einer intensiven wissenschaftlichen Begleitung im Wiederaufbau und Hochwasserrisikomanagement erkannt, um betroffene Regionen resilienter zu gestalten. Das KAHR‐Projekt, gefördert vom BMBF, unterstützt den Wiederaufbau mit Empfehlungen zur Klimaanpassung und risikobasierten Raumplanung. Es zielt darauf ab, konkrete Maßnahmen für einen klimaresilienten Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten zu entwickeln. Die Kommunikation spielt hierbei eine zentrale Rolle, um Lehren aus dem Hochwasser zu ziehen und die Öffentlichkeit sowie Fachgemeinschaften für Hochwasservorsorge und Klimaresilienz zu sensibilisieren. Durch vielfältige Kommunikationsformate konnten wichtige Veränderungen angestoßen werden, die u. a. den Schutz kritischer Infrastrukturen und die Anpassung an zukünftige Extremereignisse betreffen. -
3. Das Hochwasser von Mitte Juli 2021
- Open Access
PDF-Version jetzt herunterladenDas Kapitel beleuchtet die komplexen Zusammenhänge hinter der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Zunächst wird die meteorologische Ausgangslage analysiert: Das stationäre Tiefdruckgebiet „Bernd“ führte zu extremen Niederschlagsmengen, die durch gesättigte Böden und topografische Besonderheiten wie enge Flusstäler verstärkt wurden. Besonders betroffen waren die Flussgebiete der Ahr, Erft und Inde, wo die Wassermassen mit hoher Geschwindigkeit zu katastrophalen Überflutungen führten. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Chronologie der Warnungen: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab bereits frühzeitig Hinweise auf das extreme Ereignis, doch die Weiterleitung und Umsetzung der Warnungen an Behörden und Bevölkerung gestaltete sich problematisch. Viele Betroffene erhielten keine oder zu späte Warnungen, was die Evakuierung erschwerte. Zudem werden die Grenzen der Hochwasservorhersage thematisiert: Hydrologische Modelle und Pegelmessstationen versagten teilweise aufgrund der extremen Dynamik des Ereignisses, was zu ungenauen Prognosen und verzögerten Reaktionen führte. Abschließend zieht das Kapitel Lehren aus der Katastrophe und diskutiert notwendige Anpassungen in der Warninfrastruktur. Dazu gehören der Ausbau von Messstationen, die Verbesserung der Datenübertragung und eine engere Verzahnung meteorologischer und hydrologischer Vorhersagen. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung klarer Zuständigkeiten und adressatengerechter Kommunikation, um künftige Extremereignisse besser bewältigen zu können. Wer sich für die Ursachen, Abläufe und systemischen Schwächen des Hochwassers 2021 interessiert, findet hier eine fundierte Analyse mit konkreten Handlungsempfehlungen.KI-Generiert
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AbstractDas Hochwasser im Juli 2021 in Deutschland, insbesondere in Nordrhein‐Westfalen und Rheinland‐Pfalz, zählt zu den schwersten Flutkatastrophen der letzten Jahrzehnte. Das Tiefdruckgebiet „Bernd“ verursachte extreme Regenmengen von bis zu 200 l∕m2 in wenigen Tagen. Besonders betroffen waren das Ahrtal und enge Flusstäler, wo die Wassermassen durch steile Hänge und Bebauung kanalisiert wurden, was zu enormer Geschwindigkeit und Schäden führte. Bereits ab dem 10. Juli warnte der Deutsche Wetterdienst vor der außergewöhnlichen Wetterlage. Dennoch zeigten sich Schwächen in der Verknüpfung meteorologischer und hydrologischer Warnsysteme sowie in der Kommunikation mit Behörden und Bevölkerung. Viele Menschen wurden unzureichend informiert, was schnelle Reaktionen erschwerte. Das Ereignis überstieg die Kapazitäten bestehender Schutzsysteme und unterstreicht die Dringlichkeit einer umfassenden Überarbeitung der Warnstrukturen, um auf zukünftige Extremereignisse besser vorbereitet zu sein. -
4. Hochwasserbemessung, Extremszenarien und Klimawandel am Beispiel des Ahrtals
- Open Access
PDF-Version jetzt herunterladenDas Kapitel stellt innovative Ansätze zur Hochwassermodellierung vor, die am Beispiel des Ahrtals entwickelt und getestet wurden. Im Fokus stehen dabei die Analyse des Juli-Hochwassers 2021, die Abschätzung seiner Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die Frage, wie sich Extremereignisse durch den Klimawandel zukünftig entwickeln könnten. Ein zentrales Ergebnis ist, dass bereits eine minimale Verschiebung des Regenfeldes nach Osten die Abflussspitzen in einigen Zuflüssen um bis zu 160 % erhöht hätte – ein Szenario, das die tatsächlichen Schäden noch deutlich übertroffen hätte. Die Autoren zeigen, wie durch den Einsatz eines Wettergenerators und hydrologischer Modelle extrem seltene Hochwasserereignisse simuliert werden können, um verlässlichere Bemessungsgrundlagen für Schutzmaßnahmen und Gefahrenkarten zu schaffen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Kontrafaktualen, die hypothetische, aber meteorologisch plausible Extremereignisse darstellen und so die Planungssicherheit erhöhen. Zudem werden Klimawandelprojektionen für verschiedene Szenarien analysiert, die zeigen, dass in drei von vier Fällen moderate Zunahmen der Extremniederschläge und Hochwasserabflüsse zu erwarten sind – im Worst-Case-Szenario jedoch besorgniserregende Steigerungen um bis zu 43 % beim 100-jährlichen Abfluss. Die Modelle bieten damit eine solide Grundlage für die Bemessung von Hochwasserschutzmaßnahmen, Risikoanalysen und ein verbessertes Katastrophenmanagement. Besonders wertvoll ist die Kombination aus Langzeitsimulationen, hydrodynamischen Überflutungsmodellen und Klimaprojektionen, die eine bisher einzigartige Tiefe und Praxisrelevanz für die Hochwasservorsorge bietet.KI-Generiert
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AbstractLassen sich Ereignisse wie das Hochwasser im Juli 2021 im Voraus zuverlässig abschätzen? Hätte es schlimmer kommen können? Müssen wir aufgrund des Klimawandels mit noch größeren Ereignissen rechnen? Um solche Fragen zu beantworten, werden Modelle benötigt, die Extremereignisse realitätsnah beschreiben. Am Beispiel der Ahr werden innovative Ansätze zur Hochwassermodellierung vorgestellt. Die Modelle zeigen, dass schon eine leichte Verschiebung des Regenfeldes nach Osten die Abflussspitzen in einigen Zuflüssen der Ahr um bis zu 160 % erhöht hätte. Aufgrund des Klimawandels ist künftig mit höheren Extremniederschlägen und Hochwassern zu rechnen. Für drei der vier betrachteten Szenarien fallen diese Zunahmen moderat aus. Im Worst‐Case‐Szenario sind die Zunahmen jedoch besorgniserregend, z. B. mit einer Zunahme des 100‐jährlichen Abflusses um 43 % am Pegel Altenahr. Die Modelle sind eine wichtige Grundlage für die Bemessung von Schutzmaßnahmen und für ein verbessertes Katastrophenmanagement. -
5. Bevölkerungsbefragungen und Experteninterviews in stark betroffenen Gebieten koordinieren
- Open Access
PDF-Version jetzt herunterladenDas Kapitel analysiert die Rolle von Bevölkerungsbefragungen und Experteninterviews als zentrale Instrumente für ein integriertes Hochwasserrisikomanagement in Deutschland. Es wird aufgezeigt, wie sich der Umgang mit Hochwasserrisiken seit den 1990er-Jahren von rein technischen Schutzmaßnahmen hin zu ganzheitlichen Risikomanagementstrategien gewandelt hat. Der Fokus liegt dabei auf der Bedeutung von Daten zu Risikowahrnehmung, Eigenvorsorge, mentaler Gesundheit und Wiederaufbauprozessen, die durch gezielte Erhebungen gewonnen werden. Anhand des KAHR-Projekts nach dem Hochwasser 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen werden konkrete Befragungsdesigns und Interviewmethoden vorgestellt, die eine breite Palette an Themen abdecken – von finanziellen Schäden über psychische Belastungen bis hin zu Akzeptanzfragen bei Schutzmaßnahmen. Besonders hervorgehoben wird die Notwendigkeit einer koordinierten Durchführung dieser Erhebungen, um die Belastung der Betroffenen zu begrenzen und Doppelbefragungen zu vermeiden. Das Kapitel diskutiert zudem Herausforderungen wie die Repräsentativität von Stichproben, die Rolle von Projektbüros als Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Praxis sowie die Bedeutung von Ethikkommissionen und Datenschutzstandards. Abschließend werden Empfehlungen für ein evidenzbasiertes Hochwasserrisikomanagement abgeleitet, darunter die Öffnung von Registerdaten für die Forschung und die Standardisierung von Befragungsmethoden. Ein zentrales Fazit ist, dass nur durch eine systematische und ethisch verantwortungsvolle Datenerhebung langfristig wirksame Strategien für den Umgang mit Hochwasserrisiken entwickelt werden können.KI-Generiert
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AbstractBevölkerungsbefragungen und Experteninterviews liefern wichtige Informationen für das integrierte Hochwasserrisikomanagement. Gleichzeitig können diese Datenerhebungen eine zusätzliche Belastung für betroffene Bürgerinnen und Bürger sowie Einrichtungen darstellen. Dieses Kapitel fasst die Erfahrungen des KAHR‐Projekts zusammen und leitet Empfehlungen für die Datenerhebung in stark von Extremereignissen betroffenen Regionen ab. -
6. Aufnahme nur kurzfristig erfassbarer Geländebefunde nach Hochwasserereignissen
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PDF-Version jetzt herunterladenDer Fachbeitrag thematisiert die systematische Erfassung kurzlebiger Geländedaten nach Hochwasserereignissen, um deren Ursachen und Folgen zu analysieren. Im Mittelpunkt stehen Methoden zur Rekonstruktion des hydraulischen Abflussgeschehens, darunter die Auswertung von Flutmarken, Vegetationsspuren und Treibgutablagerungen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Identifikation und Beprobung von Schadstoffquellen, insbesondere in urbanen Gebieten, wo Heizöltanks, Industriechemikalien und Abwasserkanäle freigesetzt werden. Die Autoren erläutern detailliert, wie Sedimentproben und Wasseranalysen Aufschluss über Schadstoffverteilungen geben und welche Rolle historische Hochwassermarken für die Validierung von Simulationsmodellen spielen. Praktische Empfehlungen zur zeitnahen Datenerfassung – etwa durch Drohnenbefliegungen oder gezielte Begehungen – werden durch Fallbeispiele aus dem Hochwasser 2021 an Ahr, Inde und Erft illustriert. Besonders relevant ist die Diskussion über die Kurzlebigkeit der Daten, die durch Witterungseinflüsse oder Aufräumarbeiten schnell verloren gehen können, sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen zur Sicherstellung vergleichbarer Ergebnisse. Abschließend wird betont, wie die erhobenen Daten Grundlage für zukünftige Hochwasservorsorge und Modellkalibrierungen bilden, um die Resilienz gegenüber extremen Ereignissen zu stärken.KI-Generiert
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AbstractIm Anschluss an ein Hochwasser ist die zeitige Erfassung von Geländebefunden entscheidend, denn diese interdisziplinären Daten helfen, Ursachen von Schäden in anthropogen genutzten Überschwemmungsgebieten zu verstehen und Schadstoffausbreitungen zu identifizieren. Da Schadstoffe oft sedimentgebunden transportiert werden, liefern Flutsedimente Informationen über eine Kontamination überschwemmter Flächen. Die Rekonstruktion des hydraulischen Abflussgeschehens, insbesondere nach Pegelausfällen, erfolgt durch die Analyse von Flutmarken, welche Informationen über Ausbreitung und Tiefe der Überschwemmung bieten. Videomaterial von der Flut kann zudem wichtige Informationen über Fließgeschwindigkeiten liefern. Die Kurzlebigkeit der Felddaten aufgrund von Witterung und Aufräumarbeiten stellt eine Herausforderung dar. Daher müssen Daten zeitnah erfasst werden. Die gesammelten Daten zum Hochwasser im Juli 2021 bilden die Grundlage für Modellkalibrierungen und weitere Forschungsarbeiten zur Verbesserung der Hochwasservorsorge in Deutschland und Europa. -
7. Gebäudeschäden
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PDF-Version jetzt herunterladenNach dem verheerenden Hochwasser 2021 im Ahrtal wurden rund 7.200 private Wohngebäude systematisch auf strukturelle Schäden untersucht. Das Kapitel zeigt, wie Luftbildanalysen und Befragungen kombiniert wurden, um Schadensbilder wie Überflutung, Kontamination, Anprallschäden und Unterspülungen zu klassifizieren. Dabei wird die standardisierte Schadensklassifikation nach Maiwald und Schwarz (D1 bis D6) angewendet, die von leichten kosmetischen Schäden bis zur vollständigen Zerstörung reicht. Besonders auffällig ist der Zusammenhang zwischen Gebäudeposition und Schadensgrad: Gebäude in direkter Gewässernähe weisen deutlich schwerwiegendere Schäden auf als weiter entfernte Objekte. Dies liegt an der ungebremsten Wucht der Flutwelle und dem erhöhten Risiko von Anprall- und Unterspülungsschäden. Die Studie quantifiziert zudem die finanziellen Folgen der Schäden, die sich im Untersuchungsgebiet auf 1,2 bis 2,3 Milliarden Euro belaufen. Vier verschiedene Modellansätze wurden genutzt, um die Kosten zu schätzen – mit nur geringen Abweichungen zwischen den Ergebnissen. Die Methode ermöglicht eine schnelle und flächendeckende Schadensbewertung, die sowohl für den Wiederaufbau als auch für zukünftige Vorsorgemaßnahmen genutzt werden kann. Ein zentrales Ergebnis ist die Empfehlung, besonders gefährdete Gebäude in Gewässernähe durch bauliche Maßnahmen zu schützen. Die Kombination aus Fernerkundung und Befragungsdaten bietet dabei eine robuste Grundlage für Risikoanalysen und Entscheidungsprozesse in Verwaltung und Versicherungswirtschaft.KI-Generiert
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AbstractDie durch die Flut im Ahrtal 2021 entstandenen Schäden an Wohngebäuden wurden systematisch erfasst und ausgewertet. Zu diesem Zweck wurden sowohl Luftbild‐ als auch Umfragedaten analysiert. Für die großflächige Auswertung wurde ein teilautomatisiertes Verfahren entwickelt. Dafür wurde die einheitliche Schadensklassifikation nach Maiwald und Schwarz (2019) herangezogen. Erhebungen vor Ort identifizierten Durchfeuchtung, Kontamination, Anprall und Unterspülung als die häufigsten Schadensbilder. Die Auswertung ergab, dass die geringsten Schadensgrade am häufigsten auftraten. Mit zunehmendem Schadensausmaß nahm die Häufigkeit ab, wobei die gravierendsten Schäden am häufigsten in unmittelbarer Gewässernähe auftraten. Die verwendeten Modelle zur Simulation der finanziellen Schäden wiesen lediglich geringe Abweichungen untereinander auf. Die Untersuchungen zeigen die Bedeutung dieser Daten für die Aufarbeitung von Flutereignissen sowie die Vorbereitung für einen besseren Schutz vor diesen. -
8. Wirtschaftliche Auswirkungen: eine Unternehmensbefragung gewährt detaillierte Einblicke
- Open Access
PDF-Version jetzt herunterladenDas Kapitel beleuchtet die vielfältigen wirtschaftlichen Folgen des Hochwassers im Juli 2021 für Unternehmen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Im Fokus stehen dabei nicht nur die direkten Sachschäden an Gebäuden, Betriebseinrichtungen und Waren, sondern auch die indirekten Auswirkungen wie Betriebsunterbrechungen, Lieferkettenstörungen und Kundenverluste. Basierend auf einer repräsentativen Telefonbefragung von 431 geschädigten Unternehmen werden die Schäden nach Wirtschaftssektoren und Betriebsgrößen differenziert analysiert. Besonders betroffen waren das produzierende Gewerbe und der Handel, während Dienstleistungsunternehmen vergleichsweise geringere Schäden verzeichneten. Die Auswertung zeigt, dass die Höhe der direkten Schäden maßgeblich von Faktoren wie Wassertiefe, Fließgeschwindigkeit und der Größe des Betriebsgeländes abhängt. Für die Dauer von Betriebsunterbrechungen und -einschränkungen spielen hingegen Frühwarnzeiten, Notfallpläne und die erfolgreiche Umsetzung von Vorsorgemaßnahmen eine entscheidende Rolle. Ein zentrales Ergebnis ist, dass versicherte Unternehmen nicht nur höhere Schadenskompensationen erhielten, sondern auch deutlich zufriedener mit der Abwicklung der Schadensregulierung waren. Zudem wird deutlich, dass Eigenvorsorge – etwa durch Notfallpläne oder Versicherungen – selbst bei extremen Hochwasserereignissen Schäden mindern und die Rückkehr zum Normalbetrieb beschleunigen kann. Das Kapitel schließt mit konkreten Handlungsempfehlungen für Unternehmen, um zukünftige Hochwasserrisiken besser zu managen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber solchen Extremereignissen zu stärken.KI-Generiert
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AbstractHochwasserereignisse können die Wirtschaft auf vielfältige Weise schädigen und beinträchtigen. Auf Basis einer Telefonbefragung von 431 geschädigten Unternehmen aus Nordrhein‐Westfalen und Rheinland‐Pfalz werden Hochwasserauswirkungen in Betrieben aus verschiedenen Wirtschaftssektoren aufgezeigt und Einflussfaktoren auf die Schadenshöhe und Dauern von Betriebsunterbrechungen und -einschränkungen für das Hochwasser im Juli 2021 ermittelt. Abschließend werden der Wiederaufbau und die Schadenskompensation von versicherten und nicht‐versicherten Unternehmen verglichen. Insgesamt zeigt sich, dass Eigenvorsorge auch bei einem extremen Hochwasser Auswirkungen lindern oder den Wiederaufbau erleichtern kann. Unter den befragten Unternehmen bleibt nur ein sehr kleiner Anteil von weniger als 5 % nach dem Hochwasserereignis gänzlich passiv beim Umgang mit diesem Risiko. -
9. Die Auswirkungen des Hochwassers 2021 auf die mentale Gesundheit der Betroffenen
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PDF-Version jetzt herunterladenDas Kapitel untersucht die psychischen Auswirkungen des verheerenden Hochwassers im Juli 2021 auf die Betroffenen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Im Fokus stehen dabei die Häufigkeit von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) und anderen psychischen Symptomen, die sich ein Jahr und anderthalb Jahre nach dem Ereignis zeigen. Die Daten basieren auf groß angelegten Befragungen in besonders betroffenen Regionen wie dem Landkreis Ahrweiler und der Eifel, aber auch in weniger stark geschädigten Gebieten. Es wird deutlich, dass die PTBS-Raten mit 16 bis 28 % deutlich über dem deutschen Durchschnitt liegen und damit die Schwere des Traumas widerspiegeln. Neben der reinen Prävalenz werden auch die zeitliche Entwicklung der Symptome sowie regionale Unterschiede analysiert. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Identifikation von Risikofaktoren, die das Auftreten von PTBS begünstigen. Dazu gehören nicht nur persönliche Merkmale wie das Geschlecht oder Vorerkrankungen, sondern auch konkrete Erfahrungen während des Hochwassers – etwa Verletzungen oder die Unsicherheit über den Verbleib von Angehörigen. Besonders relevant sind zudem die Herausforderungen im Wiederaufbauprozess, die sich als zusätzliche Belastung erweisen: Finanzielle Verluste, bürokratische Hürden und das Gefühl, allein gelassen zu werden, verstärken die psychische Belastung. Das Kapitel schließt mit konkreten Handlungsempfehlungen für die psychosoziale Versorgung, darunter die Einrichtung niedrigschwelliger Beratungsangebote und die gezielte Unterstützung vulnerabler Gruppen. Ein Praxisbeispiel aus dem Ahrtal zeigt, wie solche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden können. Für Fachkräfte aus Psychologie, Sozialarbeit und Risikomanagement bietet der Beitrag wertvolle Erkenntnisse, um die mentale Gesundheit von Hochwasseropfern besser zu verstehen und gezielt zu fördern – ein Thema, das angesichts zunehmender Extremwetterereignisse immer relevanter wird.KI-Generiert
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AbstractDas Erleben eines Hochwassers kann die Psyche der Betroffenen erheblich belasten. In Deutschland fehlen jedoch bislang umfassende Daten dazu. Um zu verstehen, inwieweit das Hochwasser 2021 die Betroffenen belastet hat, wurden diese ein und anderthalb Jahre nach dem Ereignis befragt. Mit Hilfe einer kurzen Screening‐Skala wurden Anzeichen für eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ermittelt, die deutlich höhere Prävalenzen zeigte als die Gesamtbevölkerung. Zudem konnten Einflussfaktoren für PTBS identifiziert werden: Geschlecht, Verletzungen oder schwere Erkrankungen aufgrund des Ereignisses und die Unsicherheit über den Verbleib der Familie. Auch das Gefühl, bei der Bewältigung der Auswirkungen allein gelassen zu werden sowie die Angst vor erneuten negativen Folgen einer Überschwemmung waren bedeutend. Die Ergebnisse zeigen, dass schwere Hochwasser zusätzliche medizinische Versorgungsbedarfe schaffen, die im integrierten Hochwasserrisikomanagement berücksichtigt werden sollten. -
10. Auswirkungen von Brücken auf das Abflussgeschehen 2021
- Open Access
PDF-Version jetzt herunterladenDas Kapitel untersucht die Auswirkungen des Hochwassers 2021 auf Brücken in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen und analysiert, wie diese Bauwerke das Abflussgeschehen beeinflussten. Zunächst werden die Schäden an Brücken entlang der Flüsse Ahr, Inde, Vicht und Erft klassifiziert – von leichten Verwitterungsschäden bis zum vollständigen Abriss. Besonders betroffen waren dicht besiedelte Gebiete, wo flachgegründete Brücken durch hohe Wassermassen zerstört wurden. Anschließend zeigt die Analyse, wie Brücken als Abflusshindernisse wirken: Sie reduzieren den Abflussquerschnitt, führen zu Aufstauungen und erhöhen die Fließgeschwindigkeiten, was Erosionsprozesse und Kolkbildungen begünstigt. Ein zentraler Fokus liegt auf der Rolle von Treibgut, das durch Verklausung der Brückenöffnungen den Wasserstand zusätzlich erhöht und die Stabilität der Bauwerke gefährdet. Anhand numerischer Modellierungen mit der Software HydroAS werden die Auswirkungen von Brücken auf das Hochwassergeschehen quantifiziert – etwa durch Aufstauungen von bis zu 1,16 Metern oder sogar drei Metern in engen Tälern wie Altenahr. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Brückenabriss und Schwallwellen das Schadensausmaß weiter steigern können. Abschließend werden konkrete Empfehlungen für den Wiederaufbau abgeleitet: Dazu zählen die Vergrößerung des Abflussquerschnitts, die Anpassung der Pfeilergeometrie, der Einsatz von klappbaren Geländern sowie der gezielte Treibgutrückhalt. Zudem wird betont, wie wichtig es ist, Brückenstandorte in Hochwassergefahrenkarten zu berücksichtigen, um Rettungskräfte und Anwohner besser zu schützen. Das Kapitel bietet damit eine fundierte Grundlage für die Planung hochwasserresistenter Brücken in Risikogebieten.KI-Generiert
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AbstractDas Hochwasser 2021 in Nordrhein‐Westfalen und Rheinland‐Pfalz führte zum Verlust vieler Brücken und der Verkehrsinfrastruktur. Die Bauwerke beeinflussten das Abflussgeschehen erheblich, insbesondere in dicht bebauten Tälern, wo hohe Abflüsse und Wasserstände in engen Flussquerschnitten zu einem Aufstau führten. Neben Um‐ und Überströmen der Brücken kam es zu erhöhten Lasten auf die Bauwerke. Erosionsprozesse gefährdeten die Standsicherheit, während die Ansammlung von Treibgut die Situation verschärfte, was zu unerwartet hohen Wasserständen und dem Abriss von Bauwerken führte. Der Abriss verstärkte Schwallwellen, die das Schadensausmaß erhöhten. Für zukünftige Brückenplanungen sollten daher die vielfältigen Lasten bei Hochwasser berücksichtigt werden. Eine Vergrößerung des Abflussquerschnitts sowie der Rückhalt von Treibgut an kritischen Standorten sind wichtig. Zudem sollten Brückenbauwerke sowie deren Verklausung in Hochwassergefahrenkarten Beachtung finden. -
11. Wirkanalyse und Umsetzungsbewertung einzugsgebietsweiter Retentionspotenziale für die Ahr
- Open Access
PDF-Version jetzt herunterladenDas Kapitel beleuchtet die dringende Notwendigkeit, Hochwasserschutz im Ahr-Einzugsgebiet durch gezielte Retentionsmaßnahmen zu verbessern, nachdem das Extremhochwasser 2021 verheerende Schäden verursacht hat. Zunächst wird das Rückhalteziel von 25 bis 33 Millionen Kubikmeter Wasser definiert, das benötigt wird, um ein Ereignis wie 2021 auf ein HQ 100 zu reduzieren. Anschließend werden die Potenziale natürlicher Maßnahmen wie Landnutzungsanpassungen, Auwaldaufforstungen und Laufverlängerungen von Fließgewässern analysiert – etwa 10 Millionen Kubikmeter könnten durch optimierte Bewirtschaftung von Wäldern und landwirtschaftlichen Flächen zurückgehalten werden. Technische Lösungen wie Hochwasserrückhaltebecken werden ebenfalls untersucht, wobei ein theoretisches Volumen von bis zu einer Milliarde Kubikmeter identifiziert wurde, das jedoch aufgrund von Flächenverfügbarkeit und Umweltschutzauflagen nur begrenzt nutzbar ist. Besonders detailliert wird die Raumempfindlichkeitsanalyse für potenzielle Standorte von Rückhaltebecken dargestellt, die Konflikte mit Naturschutzgebieten, Siedlungsbereichen und Infrastruktur aufzeigt. Die Ergebnisse unterstreichen, dass nur eine Kombination aus natürlichen und technischen Maßnahmen langfristig wirksamen Schutz bieten kann, wobei frühzeitige Flächensicherung und interdisziplinäre Planung entscheidend sind. Für Praktiker bietet das Kapitel damit eine fundierte Grundlage, um Prioritäten in der Hochwasservorsorge zu setzen und konkrete Maßnahmen umzusetzen.KI-Generiert
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AbstractIm KAHR‐Projekt wurde eine Analyse zur Retention im Ahr‐Einzugsgebiet durchgeführt, um das Rückhaltepotenzial bei Hochwasserereignissen wie im Juli 2021 zu bestimmen. Ein Ziel von 25–33 Mio. m3 Rückhaltevolumen wurde festgelegt, obwohl aufgrund der räumlichen Variabilität von Niederschlägen eigentlich ein Vielfaches nötig wäre. Erste Untersuchungen zeigten, dass durch Landnutzungsanpassungen bis zu 10 Mio. m3 zurückgehalten werden können, wobei weitere Maßnahmen wie Auwaldaufforstungen den Abfluss zusätzlich verlangsamen. Technische Lösungen wie Hochwasserrückhaltebecken sind jedoch essenziell und bieten ein grob abgeschätztes theoretisches Potenzial von bis zu 1000 Mio. m3. Hindernisse für die Umsetzung sind vor allem Flächenverfügbarkeit und konkurrierende Nutzungen. Die frühzeitige Flächensicherung wird als entscheidend für eine effektive Hochwasservorsorge angesehen. -
12. Hochwasserresilienz an Inde und Vicht
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PDF-Version jetzt herunterladenDer Fachbeitrag beleuchtet die Folgen des verheerenden Hochwassers im Juli 2021 an den Flüssen Inde und Vicht in Nordrhein-Westfalen, das massive Schäden an Infrastruktur, Wohngebäuden und kritischen öffentlichen Einrichtungen verursachte. Als Reaktion auf die Katastrophe wurde der Masterplan „Hochwasserresiliente Stadt- und Gebietsentwicklung für das Einzugsgebiet von Inde und Vicht“ entwickelt, der in Zusammenarbeit mit dem Wasserverband Eifel-Rur und dem Institut für Wasserbau der RWTH Aachen entstand. Der Plan identifiziert über 200 Maßnahmen, die in drei Hauptkategorien unterteilt sind: technische Lösungen wie Hochwasserrückhaltebecken, natürliche Maßnahmen wie Renaturierungen und Flächenumnutzungen sowie Lenkungsmaßnahmen wie die Anpassung von Brücken und Deichen. Ein zentraler Fokus liegt auf der interdisziplinären Zusammenarbeit, die lokale Expertise der betroffenen Gemeinden einbezieht, um praxisnahe und umsetzbare Vorschläge zu entwickeln. Die Wirksamkeit der Maßnahmen wurde mithilfe hydrologischer und hydraulischer Simulationen analysiert, wobei Hochwasserrückhaltebecken als besonders effektiv identifiziert wurden. Sie reduzieren nicht nur die Überflutungsflächen und schützen Gebäude, sondern senken auch den Maximalabfluss deutlich. Natürliche und lenkende Maßnahmen zeigen dagegen eine lokal begrenzte, aber gezielt einsetzbare Wirkung, insbesondere zum Schutz kritischer Infrastrukturen. Die Ergebnisse der Potenzialanalyse verdeutlichen, dass eine Kombination verschiedener Maßnahmentypen notwendig ist, um sowohl großflächige als auch lokale Schutzwirkungen zu erzielen und die Resilienz der Region nachhaltig zu stärken. Der Beitrag liefert damit nicht nur ein konkretes Fallbeispiel, sondern auch eine Methodik zur Bewertung und Priorisierung von Hochwasserschutzmaßnahmen, die auf andere gefährdete Regionen übertragbar ist.KI-Generiert
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AbstractDer Masterplan „Hochwasserresiliente Stadt‐ und Gebietsentwicklung für das Einzugsgebiet von Inde und Vicht“ wurde entwickelt, um die Menschen im Einzugsgebiet der Flüsse Inde und Vicht nach dem verheerenden Hochwasserereignis von 2021 auf zukünftige außergewöhnliche Hochwasserereignisse vorzubereiten. Ziel des Plans ist es, den Hochwasserschutz langfristig zu erhöhen und die Hochwasserresilienz durch eine Kombination aus technischen, natürlichen und Lenkungsmaßnahmen, aber auch nichtbaulichen Maßnahmen zu stärken. In einer Potenzialanalyse wurden die identifizierten Hochwasserschutzmaßnahmen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit untersucht. Dabei zeigte sich, dass Hochwasserrückhaltebecken das größte Potenzial besitzen, da sie einen weitreichenden Wirkungsbereich haben und somit die Hochwassergefahr im gesamten Einzugsgebiet erheblich reduzieren können. Natürliche und Lenkungsmaßnahmen hingegen entfalten nur eine lokal begrenzte Wirkung und sind daher als ergänzende Maßnahmen zur Erhöhung der Hochwasserresilienz im Einzugsgebiet sinnvoll. -
13. Wie die Bewältigung von Hochwasserereignissen gelingen kann – Optimierungsansätze im operativen Hochwasserschutz
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PDF-Version jetzt herunterladenDas Kapitel beleuchtet die Herausforderungen und Optimierungsmöglichkeiten im operativen Hochwasserschutz, der über die klassische Vorsorge hinausgeht. Im Mittelpunkt stehen drei zentrale Phasen: die operative Hochwasservorsorge, die Bewältigung während eines Ereignisses sowie die Nachsorge im Anschluss. Zunächst wird eine klare Unterscheidung zwischen gewöhnlichen und außergewöhnlichen Hochwasserereignissen eingeführt, die sich an den spezifischen Bewältigungsanforderungen orientiert. Gewöhnliche Ereignisse lassen sich durch Routinemaßnahmen und vorhandene Alarmpläne bewältigen, während außergewöhnliche Ereignisse durch ihre Komplexität, unvorhersehbare Szenarien und hohe Schadenspotenziale gekennzeichnet sind. Für beide Kategorien werden konkrete Handlungsbereiche abgeleitet, darunter die Verbesserung der Hochwasservorhersage durch präzisere Modelle und erweiterte Pegelmessnetze, die detaillierte räumliche Darstellung von Überflutungsflächen sowie die gezielte Weiterbildung von Einsatzkräften. Ein besonderer Fokus liegt auf der operativen Hochwasserbewältigung, die durch moderne Technologien wie Echtzeitdatenübertragung, Drohnen und Entscheidungsunterstützungssysteme optimiert werden kann. Die Nachsorge umfasst die systematische Ereignisanalyse, um aus vergangenen Hochwasserereignissen zu lernen und die Resilienz zu erhöhen. Abschließend wird das Netzwerk H-Kat-Net vorgestellt, das den Austausch von Praxiserfahrungen zwischen Wissenschaft und Einsatzkräften fördert und damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des operativen Hochwasserschutzes leistet.KI-Generiert
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AbstractHochwasserereignisse stellen spezifische Anforderungen an die Bewältigung, die eine klare Abgrenzung erforderlich machen. Daher wird eine Differenzierung zwischen gewöhnlichen und außergewöhnlichen Ereignissen vorgeschlagen. Gewöhnliche Ereignisse können durch Routinemaßnahmen in Alarm‐ und Einsatzplänen bewältigt werden, während außergewöhnliche Ereignisse die Bemessungsgrenzen überschreiten, zu plötzlichem Versagen von Schutzanlagen führen und besondere Maßnahmen erfordern. Eine umfassende Optimierung der Bewältigung umfasst neben der Akutphase auch Vor‐ und Nachsorgemaßnahmen und gliedert sich in neun Handlungsbereiche. Diese umfassen u. a. moderne Technologien, eine detaillierte Beschreibung des Ereignisverlaufs sowie die gezielte Weiterbildung der Akteure. Das Netzwerk H-Kat‐Net zeigt, wie Wissen weitergegeben und Akteure vernetzt werden können, um den Erfahrungsschatz der Einsatzkräfte systematisch aufzubereiten und die Resilienz gegenüber Hochwasserereignissen zu steigern. -
14. Interkommunale Kooperation zur Stärkung des regionalen Hochwasserrisikomanagements
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PDF-Version jetzt herunterladenDas Kapitel beleuchtet die institutionellen Anpassungsprozesse im Hochwasserrisikomanagement (HWRM) nach der Flutkatastrophe 2021 in drei besonders betroffenen Teilregionen: dem Ahr-Einzugsgebiet in Rheinland-Pfalz sowie den Einzugsgebieten von Erft und Inde/Vicht in Nordrhein-Westfalen. Ein zentraler Fokus liegt auf der Entwicklung neuer Governance-Strukturen und interkommunaler Kooperationen, die über administrative Grenzen hinweg wirken. Im Ahrtal wurden beispielsweise ein Gewässerwiederherstellungskonzept (GWK), ein überörtlicher Maßnahmenplan (üMP) und eine Hochwasserpartnerschaft etabliert, um die Hochwasservorsorge zu optimieren. Im Erft-Einzugsgebiet koordiniert der Erftverband die interkommunale Hochwasserschutzkooperation (hwsErft), während im Inde/Vicht-Gebiet ein dynamischer Masterplan mit Bürgerbeteiligung entwickelt wurde. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Integration von Klimafaktoren in die Risikobewertung, da die bisherigen Bemessungsgrundlagen wie HQ 100 durch Extremereignisse wie das Juli-Hochwasser 2021 infrage gestellt werden. Das Kapitel zeigt zudem, wie neue Visualisierungstools wie 3D-Hochwassersimulationen die Risikokommunikation verbessern und die Akzeptanz für Schutzmaßnahmen erhöhen können. Abschließend werden übergreifende Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen für ein zukunftsfähiges, adaptives HWRM abgeleitet, das die Phasen Vorsorge, Bewältigung und Regeneration integrativ betrachtet. Die dargestellten Ansätze und „Lessons Learned“ bieten wertvolle Impulse für die Umsetzung der EU-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie in anderen Regionen.KI-Generiert
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AbstractDer Buchbeitrag thematisiert interkommunale Kooperationen im Hochwasserrisikomanagement (HWRM) nach der Flutkatastrophe 2021. Er untersucht, wie in drei stark betroffenen Regionen (Ahr, Erft, Inde∕Vicht) institutionelle Anpassungen vorgenommen wurden, um die Resilienz gegenüber zukünftigen Hochwasserereignissen zu stärken. Der Fokus liegt auf der Einführung neuer Governance‐Strukturen und Prozessen, um die Hochwasservorsorge über administrative Grenzen hinweg zu verbessern. Es werden Lösungsansätze und Herausforderungen bei der interkommunalen Zusammenarbeit beschrieben. Zentrale Fragen sind: Welche neuen Kooperationsstrukturen wurden etabliert? Welche Maßnahmen und Hürden traten dabei auf? Und welche übergreifenden Erkenntnisse lassen sich ableiten? Der Beitrag regt zur Diskussion über die Weiterentwicklung eines integrativen HWRM an und bietet wertvolle Einblicke für Wissenschaftler:innen, politische Entscheidungsträger:innen sowie Akteur:innen aus der Praxis. -
15. Risikobasierte Raumplanung für den Wiederaufbau
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PDF-Version jetzt herunterladenDer Fachbeitrag beleuchtet die Bedeutung der risikobasierten Raumplanung für den Wiederaufbau nach Hochwasserereignissen und zeigt auf, wie der 2021 in Kraft getretene Bundesraumordnungsplan Hochwasserschutz (BRPH) diesen Paradigmenwechsel in der deutschen Raumplanung vorantreibt. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Differenzierung von Gefährdungskomponenten, der Berücksichtigung von Empfindlichkeit und Schutzwürdigkeit von Nutzungen sowie der Anpassung an sich ändernde Risiken durch den Klimawandel. Der Text erklärt, welche Informationen für eine fundierte Risikobewertung benötigt werden, darunter Daten zu Hochwassergefahren, Vulnerabilität und Unsicherheiten. Zudem werden konkrete raumplanerische Maßnahmen und Instrumente vorgestellt, die auf überörtlicher Ebene durch die Regionalplanung sowie auf kommunaler Ebene durch die Bauleitplanung umgesetzt werden können. Beispiele aus der Praxis, wie die Erstellung von Gefahrenzonenkarten oder die Anwendung des neuen Wiederaufbauparagraphen (§ 246c BauGB), veranschaulichen die Umsetzung. Abschließend wird betont, dass die Raumplanung durch die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen und Vorgehensweisen einen zentralen Beitrag zu einem hochwasserresilienten Wiederaufbau leisten kann.KI-Generiert
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AbstractEines der Ziele des 2021 in Kraft getretenen Bundesraumordnungsplans Hochwasserschutz ist die Einführung des Prinzips der risikobasierten Planung in die deutsche Raumplanung. Risikobasierte Raumplanung stellt einen Paradigmenwechsel bezüglich der raumplanerischen Vorsorge dar, da nicht mehr nur der räumliche Umgriff einer potenziellen Gefährdung zur Grundlage raumplanerischer Entscheidungen herangezogen wird, sondern nach verschiedenen Gefährdungskomponenten und den (geplanten) Nutzungen differenziert wird. Beim Wiederaufbau von Gebieten, die von Naturkatastrophen betroffen sind, kann risikobasierte Raumplanung einen Beitrag zur Risikominderung leisten. Grundsätzlich zeigt sich, dass die Raumplanung mit den bestehenden, aber auch den neuen rechtlichen Rahmenbedingungen und Vorgehensweisen einen bedeutenden, risikobasierten Planungsansatz implementieren und somit einen wichtigen Beitrag zu einem hochwasserresilienten Wiederaufbau leisten kann. -
16. Kritische und sensible Infrastrukturen: „Wieder- versus Neuaufbau“
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PDF-Version jetzt herunterladenDas Kapitel beleuchtet die Herausforderungen und Lösungsansätze für den resilienten Wiederaufbau kritischer und sensibler Infrastrukturen nach Extremereignissen wie der Flutkatastrophe 2021. Zunächst werden die Besonderheiten und Unterschiede zwischen kritischen Infrastrukturen (KRITIS) und sensiblen Infrastrukturen herausgearbeitet, wobei letztere durch ihre Abhängigkeit von vulnerablen Bevölkerungsgruppen definiert sind. Ein zentraler Fokus liegt auf der Identifikation und Priorisierung dieser Infrastrukturen, insbesondere in ländlichen Räumen, wo bundesweite Schwellenwerte oft nicht greifen. Der Text analysiert die Auswirkungen von Kaskadeneffekten, die durch die Vernetzung verschiedener Infrastruktursektoren entstehen, und zeigt auf, wie diese durch partizipative Kritikalitätsanalysen frühzeitig erkannt und unterbrochen werden können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den rechtlichen und planerischen Rahmenbedingungen, etwa dem Raumordnungsgesetz oder dem neuen Klimaanpassungsgesetz, die eine stärkere Berücksichtigung von Extremereignissen wie Starkregen und Sturzfluten fordern. Anhand konkreter Fallbeispiele – der Levana-Schule und der Stromversorgung im Ahrtal – wird illustriert, wie Schutzmaßnahmen wie Standortverlagerungen oder technische Ertüchtigungen umgesetzt werden können. Das Kapitel schließt mit Empfehlungen für die Raumplanung, etwa den Ausschluss besonders schutzwürdiger Infrastrukturen in Risikogebieten oder die Integration von Resilienzkriterien in Bebauungspläne. Leser erfahren, wie sie durch risikobasierte Planung und partizipative Ansätze die Resilienz kritischer und sensibler Infrastrukturen nachhaltig stärken können.KI-Generiert
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AbstractIm Wiederaufbau nach Katastrophen und in der Vorsorge ist es entscheidend, die Resilienz besonders schutzwürdiger Infrastrukturen, die in diesem Kapitel behandelt werden, zu stärken. Dazu muss die Identifikation dieser Infrastrukturen auf regionaler und lokaler Ebene erfolgen. Eine partizipative Kritikalitätsanalyse kann z. B. helfen, Interdependenzen zwischen Infrastrukturen zu erkennen, und Ansatzpunkte zur frühzeitigen Unterbrechung von Kaskaden aufzeigen. Zusätzlich zur Hochwassergefahr müssen auch Starkregen und Sturzfluten berücksichtigt werden. Die Erstellung von Gefahrenkarten hilft, die potenzielle Betroffenheit zu beurteilen. Schutzwürdige Infrastrukturen sollten idealerweise in Risikogebieten, die über das HQ100 hinausgehen oder von extremen Starkregenereignissen betroffen sein könnten, vermieden oder aus diesen Bereichen verlagert werden. Die Raumplanung kann durch risikobasierte Bauleit‐ und Regionalplanung zur Resilienzstärkung beitragen, z. B. durch den Ausschluss bestimmter Nutzungen. -
17. Soziale Infrastrukturen bei Bewältigung und Wiederaufbau nach dem Hochwasser 2021
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PDF-Version jetzt herunterladenDer Fachbeitrag analysiert die zentrale Rolle sozialer Infrastrukturen (SI) beim Wiederaufbau nach der Hochwasserkatastrophe 2021 in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen drei zentrale Themenbereiche: Erstens wird herausgearbeitet, wie SI als gesellschaftliche Resilienzverstärker wirken, indem sie soziale Netzwerke wiederherstellen, flexible Lösungen für Betroffene entwickeln und besonders verwundbare Personengruppen gezielt unterstützen. Zweitens wird gezeigt, dass SI als Schnittstelle zwischen Behörden und Bürger:innen fungieren, Zugänge zu Ressourcen erleichtern und durch ihre Ortskenntnisse Barrieren abbauen – etwa bei der Beantragung von Fördermitteln oder der Vermittlung von Hochwasservorsorgewissen. Drittens wird kritisch diskutiert, warum der soziale Wiederaufbau trotz seiner Bedeutung politisch und finanziell oft unterbewertet wird und welche strukturellen Veränderungen notwendig sind, um SI nachhaltig in Vorsorge- und Anpassungsprozesse einzubinden. Abschließend werden konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet, darunter die langfristige Stärkung von SI, ihre bessere Vorbereitung auf Krisenfälle und die Gewährung eines besonderen Hochwasserschutzes für ihre Einrichtungen. Der Beitrag kombiniert empirische Erkenntnisse aus Interviews in betroffenen Regionen mit theoretischen Modellen urbaner Resilienz und liefert damit praxisnahe Einblicke in ein oft vernachlässigtes, aber entscheidendes Feld des Katastrophenmanagements.KI-Generiert
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AbstractSoziale Infrastrukturen haben während und nach dem Hochwasserereignis 2021 gezeigt, welche wichtige Rolle sie bei der Katastrophenbewältigung und im Wiederaufbau einnehmen. Dieser Beitrag zeigt, wie soziale Infrastrukturen zur Resilienz einer Gesellschaft beitragen. -
18. Post-Katastrophen Wiederaufbau in benachteiligten Quartieren
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PDF-Version jetzt herunterladenDer Fachbeitrag untersucht die Herausforderungen und Chancen des Wiederaufbaus nach der Flutkatastrophe 2021 in zwei benachteiligten Quartieren Nordrhein-Westfalens: Hagen-Eckesey und Stolberg-Ober-/Unterstolberg. Im Mittelpunkt stehen die sozialen und städtebaulichen Rahmenbedingungen, die die Resilienz dieser Quartiere prägen, sowie die strukturellen Schwächen, die durch die Katastrophe offengelegt wurden. Zunächst werden die spezifischen Problemlagen der Quartiere dargestellt – von hoher Armutsquote über Leerstand und Sanierungsstau bis hin zu mangelnder Grünflächeninfrastruktur. Die Autoren analysieren, wie soziale Segregation und ungünstige bauliche Strukturen die Vulnerabilität gegenüber Extremwetterereignissen erhöhen und den Wiederaufbau erschweren. Ein zentraler Fokus liegt auf den Governance-Strukturen: Trotz umfangreicher staatlicher Fördermittel (z.B. der 30-Milliarden-Wiederaufbaufonds) zeigt sich, dass benachteiligte Bevölkerungsgruppen aufgrund von Informationsdefiziten, bürokratischen Hürden und fehlender sozialer Einbindung nur unzureichend von den Hilfsangeboten profitieren. Die Fallstudien verdeutlichen, dass lokale Initiativen wie das Hagener Hochwasserhilfe-Büro oder die Beratungsangebote des Stolberger Quartiersarchitekten entscheidend sind, um den Zugang zu Ressourcen zu ermöglichen. Besonders kritisch wird die ungleiche Verteilung der Wiederaufbaugeschwindigkeiten zwischen Quartieren und sozialen Gruppen bewertet, die zu einer Verstärkung sozialer Ungleichheiten führt. Abschließend werden konkrete Empfehlungen für eine sozial gerechtere und widerstandsfähigere Wiederaufbaupolitik abgeleitet: Dazu zählen aufsuchende Beratungsangebote, mehrsprachige Informationsmaterialien, die Wiederherstellung sozialer Infrastruktur und die gezielte Aufwertung des öffentlichen Raums als Ort der Begegnung und Resilienzstärkung. Der Beitrag liefert damit nicht nur eine fundierte Analyse der aktuellen Situation, sondern auch praxisnahe Ansätze, um benachteiligte Quartiere nach Katastrophen nachhaltig zu stärken – im Sinne des Prinzips 'Build Back Better'.KI-Generiert
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AbstractExtremwetterbedingte Katastrophen sind immer auch im Zusammenhang mit den gesellschaftlich geschaffenen Bedingungen von Vulnerabilität und Resilienz zu verstehen. Während einige Quartiere Katastrophen schnell bewältigen, benötigen andere deutlich mehr Zeit für den Wiederaufbau. Zwei Studien in benachteiligten Quartieren der Städte Hagen und Stolberg, die von der Flutkatastrophe im Juli 2021 betroffen waren, zeigen, dass größere, übergeordnete Wiederaufbausysteme oft nicht ausreichend auf die sozialen Bedingungen benachteiligter Quartiere eingehen. Der Zugang zu Wiederaufbauhilfen hängt stark von den Fähigkeiten der Quartiersbewohner:innen und der institutionellen Einbindung ab, wodurch soziale Ungleichheiten verstärkt werden können. Mobile Beratungsteams und leicht zugängliche Informationen können helfen, diesen Ungleichheiten entgegenzuwirken. Investitionen in den öffentlichen Raum und soziale Infrastrukturen sind essenziell, um die Resilienz der Quartiere zu stärken. -
19. Private Hochwasservorsorge in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nach der Juli-Flut 2021: Was haben Haushalte umgesetzt und welche Bedarfe bestehen
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PDF-Version jetzt herunterladenNach der verheerenden Flutkatastrophe 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz analysiert das Kapitel systematisch, wie Haushalte private Vorsorgemaßnahmen gegen Hochwasser umgesetzt haben und welche Bedarfe bestehen. Im Fokus stehen sechs Kategorien privater Schutzmaßnahmen: Ausweichen, Trockenvorsorge, Nassvorsorge, Verhinderung von Kontamination, Risiko-Transfer und Verhaltensvorsorge. Basierend auf zwei umfangreichen Befragungen mit insgesamt 1.382 Teilnehmenden wird deutlich, dass viele Haushalte grundlegende Maßnahmen wie stationäre Wassersperren oder Öltanksicherungen erst nach der Katastrophe ergriffen haben. Während der Abschluss von Elementarschadenversicherungen mit 53 % die häufigste umgesetzte Maßnahme war, zeigen sich bei baulichen Schutzmaßnahmen wie Heizungsverlagerungen oder Rückstausicherungen deutliche Wissenslücken. Die Studie identifiziert nicht nur den aktuellen Umsetzungsstand, sondern auch die zentralen Herausforderungen: fehlende Informationen, finanzielle Hürden und die Notwendigkeit gezielter Beratung. Besonders relevant ist die Erkenntnis, dass private Vorsorge entscheidend zur gesellschaftlichen Resilienz beiträgt, da großflächige Schutzanlagen allein künftige Extremwetterereignisse nicht abfedern können. Das Kapitel bietet damit eine fundierte Grundlage für Entscheidungsprozesse in der Hochwasservorsorge und zeigt auf, wie gezielte Informations- und Förderprogramme die Umsetzung privater Schutzmaßnahmen beschleunigen können.KI-Generiert
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AbstractDurch private Vorsorgemaßnahmen können Überflutungsschäden reduziert oder gar vermieden werden. Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Stand der privaten Vorsorge sowie über die Kenntnisse und Einstellungen zu privaten Vorsorgemaßnahmen in den vom Hochwasser 2021 betroffenen Gebieten. Es konnten Wissenslücken und spezielle Bedarfe bei den Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümern identifiziert werden, welche durch eine zielgerichtete Kommunikation und Information, basierend auf den spezifischen Bedarfen der Haushalte, geschlossen werden sollten. Um die Implementierung privater Vorsorgemaßnahmen zu fördern, ist es erforderlich, potenziell Betroffene durch geeignete Risikokommunikation über ihre Gefährdung und Anpassungsmöglichkeiten zu informieren. -
20. Kommunikation während des Wiederaufbauprozesses
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PDF-Version jetzt herunterladenNach extremen Überflutungen wie der Sturzflut Bernd 2021 stehen betroffene Haushalte vor komplexen Herausforderungen: hohe finanzielle Schäden, mentale Belastungen, akute Gefahren durch kontaminiertes Wasser oder einsturzgefährdete Gebäude sowie die Notwendigkeit, zukünftige Risiken durch Vorsorgemaßnahmen zu minimieren. Das Kapitel beleuchtet, wie sich das Risikobewusstsein der Betroffenen durch das Erlebte verändert – viele entwickeln ein erhöhtes Problembewusstsein, unterschätzen aber oft die Eintrittswahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse. Basierend auf Befragungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz werden konkrete Bedarfe der Bevölkerung an Kommunikation während des Wiederaufbaus identifiziert: Informationen zum Wiederaufbau, Fördermitteln und vor allem zu privaten Vorsorgemaßnahmen werden als unzureichend wahrgenommen. Besonders wichtig sind dabei persönliche Beratungsangebote, die individuelle Lösungen aufzeigen. Das Kapitel stellt drei innovative Tools vor, mit denen Kommunen niedrigschwellig und kostengünstig mit Betroffenen in Kontakt treten können: einen virtuellen Baukasten für Flyer, das Infomobil des HochwasserKompetenzCentrums sowie den Hochwasser-Pass, der gebäudespezifische Risikobewertungen ermöglicht. Abschließend wird betont, dass eine gelungene Kommunikation während des Wiederaufbaus nicht nur die Resilienz der Betroffenen stärkt, sondern auch die Handlungsfähigkeit der Kommunen selbst unterstützt – insbesondere in Phasen hoher Belastung. Wer wissen möchte, wie Risikokommunikation nach Katastrophen konkret umgesetzt werden kann und welche Fehler es zu vermeiden gilt, findet hier praxisnahe Ansätze und empirisch fundierte Erkenntnisse.KI-Generiert
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AbstractDie Kommunikation mit der Bevölkerung nach einem Hochwasserereignis und während des Wiederaufbauprozesses ist durch besondere Herausforderungen, aber auch Potenziale gekennzeichnet. Herausforderungen sind z. B. die starke Überlastung geschädigter Haushalte und Gemeinden. Potenziale sind z. B. eine erhöhte Risikowahrnehmung der Betroffenen. Mit einem Fokus auf der Frage, wie die Kommunikation im Wiederaufbau gelingen kann, diskutiert dieses Kapitel auf Basis von Befragungsdaten die Besonderheiten des Wiederaufbauprozesses. -
21. Erfahrungen im Wiederaufbau
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PDF-Version jetzt herunterladenDer Fachbeitrag analysiert systematisch die Hürden und Chancen beim Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis, mit besonderem Fokus auf den Wiederaufbau nach Naturkatastrophen wie Hochwasser. Zunächst werden die zentralen Herausforderungen aus drei Perspektiven betrachtet: der Erarbeitung lösungsorientierten Wissens in der Technikgestaltung, der Generierung von Innovationen sowie der Wirkungsbetrachtung gesellschaftlicher Prozesse. Dabei wird deutlich, dass der Transfer nicht erst am Ende eines Projekts beginnt, sondern bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden muss, um praxistaugliche Ergebnisse zu erzielen. Ein zentrales Thema ist die Kombination von wissenschaftlichem und Kontextwissen, um anwendbare Lösungen zu entwickeln – etwa durch die Einbindung lokaler Expertise oder die Anpassung an spezifische Rahmenbedingungen. Besonders relevant ist die Diskussion um implizites Wissen, das oft nicht explizit vermittelt werden kann, aber für die praktische Umsetzung entscheidend ist. Der Beitrag zeigt auf, wie Transferinstrumente wie Leitfäden, Workshops oder interaktive Formate gezielt ausgewählt und gestaltet werden können, um unterschiedliche Zielgruppen – von Politik und Verwaltung bis hin zu Privatpersonen – effektiv zu erreichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Projektbüros als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis, die durch regionale Vernetzung und bedarfsgerechte Aufbereitung von Wissen den Transfer nachhaltig unterstützen. Abschließend wird betont, dass erfolgreiche Transferprozesse iterative Feedbackschleifen erfordern und dass die entwickelten Ansätze auch für andere Regionen oder Krisenszenarien übertragbar sind. Der Text bietet damit nicht nur eine theoretische Fundierung, sondern konkrete Handlungsempfehlungen für alle, die Forschungsergebnisse in die Praxis überführen möchten.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
AbstractDer Transfer in der Wissenschaft erarbeiteter Ergebnisse, die in Form von anwendungsorientierten Lösungen und Produkten nachhaltig in der Praxis Einsatz finden sollen, stellt einen erheblichen Aufwand dar. Im Idealfall werden die Anforderungen an einen erfolgreichen Transfer bereits im Zuge der Projektplanung, spätestens aber bei der Erarbeitung der Ergebnisse, berücksichtigt. Im Kapitel werden Maßgaben für gelungenen Transfer erarbeitet. Anhand praktischer Beispiele wird die große Bedeutung der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis deutlich. Die KAHR‐Projektbüros für Rheinland‐Pfalz und Nordrhein‐Westfalen sind besonders wichtig: Auf Basis ihrer regionalen Expertise bringen sie Vor‐Ort‐Bedarfe in die Projektarbeit ein und unterstützen die Projektpartner bei ihren Transferaktivitäten in die von der Flut 2021 betroffenen Regionen. Die Betrachtungen geben auch Hinweise für den Transfer in weitere, auch noch nicht betroffene Regionen als Vorbereitung auf extreme Naturkatastrophen. -
22. Anwendung wissenschaftlicher Ergebnisse im Aufbau nach der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021
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PDF-Version jetzt herunterladenDas Kapitel beleuchtet, wie wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem KAHR-Projekt den Wiederaufbau im Ahrtal nach der Flutkatastrophe 2021 konkret geprägt haben. Ein zentraler Fokus liegt auf der hochwasserresilienten Planung von Infrastruktur, insbesondere von Brücken, die durch Verklausung die Flutwelle verstärkten. Es werden Empfehlungen für einen neuartigen Brückenbau vorgestellt, der Abflussquerschnitte, Überbauformen und Pfeilerkonstruktionen berücksichtigt, um zukünftige Schäden zu minimieren. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sanierung kritischer und sensibler Infrastrukturen wie Stromversorgung und Schulen. Am Beispiel der Levana-Schule für Kinder mit Behinderungen wird gezeigt, wie wissenschaftliche Stellungnahmen dazu beitrugen, einen Neubau an einem sicheren Standort zu finanzieren – trotz höherer Kosten. Zudem wird die Bedeutung multifunktionaler Sportanlagen diskutiert, die als Retentionsflächen dienen und gleichzeitig den Sportbetrieb ermöglichen. Im Bereich der Hochwasser- und Starkregenvorsorge werden ganzheitliche Strategien vorgestellt, darunter der natürliche Wasserrückhalt in Wäldern und landwirtschaftlichen Flächen sowie technische Maßnahmen wie Rückhaltebecken. Das Kapitel schließt mit der Erkenntnis, dass der Wiederaufbau im Ahrtal als Chance genutzt wird, um ein zukunftsgerichtetes, widerstandsfähiges System zu schaffen, das auch überregional als Modellregion dienen kann.KI-Generiert
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AbstractDie Flutkatastrophe im Ahrtal führte zu massiven Schäden an der Infrastruktur. Der Aufbau wird durch wissenschaftliche Erkenntnisse unterstützt, um resiliente und zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln, die den Schutz vor künftigen Hochwasser‐ und Starkregenereignissen verbessern. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis ist maßgeblich für faktenbasierte Entscheidungen in unterschiedlichen Themengebieten und erhöht die Akzeptanz in der Bevölkerung. Das KAHR‐Projekt konnte Konzepte für eine resiliente Stromversorgung und weitere sensible Infrastrukturen entwickeln. Eine umfassende Hochwasser‐ und Starkregenvorsorge sowie die Verbesserung des natürlichen Wasserrückhalts in der Fläche und des technischen Wasserrückhalts im gesamten Einzugsgebiet sind weitere Themengebiete, die in Zusammenarbeit mit Akteuren vor Ort erarbeitet wurden. Die Erkenntnisse sollen nicht nur lokal, sondern auch als allgemeingültige Ansätze für zukünftige Ereignisse dienen. -
23. Synthese: 10 KAHR-Empfehlungen, Wirkungen der Begleitforschung und offene Forschungsfragen
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PDF-Version jetzt herunterladenDas Kapitel beleuchtet die zentralen Ergebnisse des KAHR-Forschungsprojekts, das nach der Flutkatastrophe 2021 drei Jahre lang wissenschaftlich begleitete, wie betroffene Regionen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen einen hochwasser- und klimaresilienten Wiederaufbau gestalten können. Im Fokus stehen die 10 wissenschaftlichen Empfehlungen des Projekts, die als Leitlinien für den Wiederaufbau dienten und bereits konkrete Wirkungen entfalteten: So führte die wissenschaftliche Begleitung beispielsweise zur Verlagerung der Levana-Schule an einen hochwassersicheren Standort oder zur Anpassung von Brückenstandards, um zukünftige Überflutungen besser zu bewältigen. Zudem werden die Methoden und Herausforderungen der wissenschaftlichen Begleitforschung analysiert, etwa wie Forschungsergebnisse in politische Entscheidungsprozesse einflossen und welche Rolle Medien sowie interdisziplinäre Zusammenarbeit spielten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den langfristigen Wirkungen der Empfehlungen, die nicht nur lokale, sondern auch landes- und bundesweite Auswirkungen hatten, etwa durch die Anpassung von Förderrichtlinien oder die Entwicklung neuer Schutzziele für kritische Infrastrukturen. Abschließend werden offene Forschungsfragen und zukünftige Handlungsbedarfe diskutiert, darunter die Wirksamkeit neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen oder die Planung von Hochwasserrückhaltebecken. Das Kapitel bietet damit einen fundierten Überblick über die Bedeutung wissenschaftlicher Begleitforschung für den Wiederaufbau und zeigt, wie Erkenntnisse aus der Praxis in zukünftige Planungsprozesse einfließen können.KI-Generiert
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AbstractIm Fokus des Kapitels steht die Synthese sowie die Skizzierung zentraler Empfehlungen und Lessons Learned, die im KAHR‐Projekt entwickelt und zur Diskussion gestellt wurden. Dabei bezieht sich das Kapitel insbesondere auf die „10 Empfehlungen für einen klima‐ und hochwasserresilienten Wieder‐ und Neuaufbau“. Anhand zweier Fallbeispiele im Bereich der kritischen und sensiblen Infrastrukturen wird exemplarisch gezeigt, wie die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Empfehlungen aus der Begleitforschung in die Praxis des Wieder‐ und Neuaufbaus nach der Flutkatastrophe eingegangen sind. Zudem werden übergreifende Lessons Learned skizziert, die auch auf verschiedenen Beiträgen der KAHR‐Forschung aufbauen. Inhaltlich zeichnen sich die zahlreichen Forschungsergebnisse durch eine hohe Bandbreite an inter‐ und transdisziplinären Ansätzen aus. Abschließend werden offene Forschungsfragen und zukünftige Forschungsbedarfe skizziert, die sich aus der Forschung und Diskussion mit der Praxis ergeben.
- Titel
- Die Flutkatastrophe 2021
- Herausgegeben von
-
Jörn Birkmann
Elena-Maria Klopries
Holger Schüttrumpf
Alessa Trüdinger
Stefanie Stenger-Wolf
- Copyright-Jahr
- 2026
- Electronic ISBN
- 978-3-658-48688-4
- Print ISBN
- 978-3-658-48687-7
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-48688-4
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