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Über dieses Buch

Dieses Buch zeigt auf, welche Pfade Entwicklungsländer verfolgen können, um ihren Handlungsspielraum zurückzugewinnen und die Lebensbedingungen der Menschen langfristig zu verbessern. Gemäss der dominanten Wirtschaftslehre sind Märkte die zentralen Motoren für Wachstum und Armutsreduktion in Entwicklungsländern. Die bisherige Erfolgsbilanz ist allerdings enttäuschend. Andererseits haben arme Länder, die den Dynamiken des globalen Kapitalismus ausgesetzt sind, kaum eine Chance, alternative Entwicklungsstrategien umzusetzen. Politische Massnahmen für eine gerechtere Einkommensverteilung oder für mehr öffentliche Investitionen laufen Gefahr, von Finanzmärkten und Kapitalflucht abgestraft zu werden. Das Buch betrachtet zentrale ökonomische Grundlagen und entwirft mögliche Entwicklungsstrategien.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Einleitung erklärt einige Beispiele von Kapitalflucht und Auslandsverschuldung ökonomischer Krisen in Entwicklungsländern und legt kurz dar, weshalb diese Krisen massgebliche Entwicklungshindernisse sind.
Basil Oberholzer

Kapitel 2. Ist die Politik auf dem richtigen Weg zur Beseitigung der Armut?

Zusammenfassung
Gemäss verschiedener Statistiken ist die bisherige Armutsbekämpfung ein Erfolg. Ein tieferer Blick in die Daten offenbart jedoch Zweifel an dieser optimistischen Sichtweise. Dies führt zur Frage, ob die dominante Entwicklungsagenda, der Konsens von Washington, in der Lage ist, die Armut wirksam zu bekämpfen. Die zentralen Elemente des Konsens von Washington, Privatisierung von Staatsunternehmen, Handels- und Finanzliberalisierung und restriktive Fiskalpolitik, werden in diesem Kapitel eingeführt.
Basil Oberholzer

Kapitel 3. Wie die dominante Wirtschaftslehre funktioniert

Zusammenfassung
Dieses Kapitel erklärt die Grundannahmen der Mainstream-Ökonomie. Das allgemeine Gleichgewicht, basierend auf der Nutzen- und Profitmaximierung der Marktakteure, sieht für die Geldpolitik und die Staatseingriffe nur eine minimale Rolle vor.
Basil Oberholzer

Kapitel 4. Einige Grundprinzipen für das Verständnis der Makroökonomie

Zusammenfassung
Die Annahmen der neoklassischen Theorie vermögen die Kompexität und die Dynamik einer kapitalistischen Ökonomie nicht abzubilden. Dieses Kapitel führt mit den Begriffen des endogenen Geldes, des Geldkreislaufs, der Ungewissheit, der effektiven Nachfrage und der Profitrate einige zentrale makroökonomische Prinzipien ein, die ein angemessenes Verständnis der ökonomischen Realitäten ermöglichen.
Basil Oberholzer

Kapitel 5. Märkte alleine machen noch keine Entwicklung

Zusammenfassung
Auf der Basis der im vorangegangenen Kapitel eingeführten makroökonomischen Prinzipien wird verständlich, weshalb Märkte alleine nicht in der Lage sind, die tiefen Einkommen und die niedrige Produktivität in Entwicklungsländern zu steigern. Um die Wachstumsbedingungen zu verbessern, braucht es eine aktive Wirtschaftspolitik mit öffentlichen Investitionen. Die Argumente des ökonomischen Mainstreams gegen eine solche Politik sind analytisch wenig fundiert, wie in diesem Kapitel erklärt wird.
Basil Oberholzer

Kapitel 6. Die Entwicklungsländer im globalen Kapitalismus

Zusammenfassung
Die Wirksamkeit einer aktiv intervenierenden Wirtschaftspolitik ist stark eingeschränkt, wenn man die Volkswirtschaft nicht mehr isoliert, sondern im globalen Kontext betrachtet. Die internationalen Handels- und Finanzflüsse verursachen Wechselkursschwankungen, Auslandsverschuldung, Kapitalflucht und Währungskrisen und strafen damit Entwicklungsländer ab, wenn diese Staatseingriffe vornehmen und eine ambitionierte Entwicklungsstrategie verfolgen wollen.
Basil Oberholzer

Kapitel 7. Die Wirtschaftspolitik zurückgewinnen

Zusammenfassung
Die genauere Analyse in diesem Kapitel zeigt, dass die Wechselkursschwankungen und Währungskrisen mit der Struktur des heutigen internationalen Zahlungssystems zusammenhängen. In ökonomischen Debatten kaum beachtet, werden internationale Zahlungen doppelt getätigt. Damit geraten Entwicklungsländer mit einem Leistungsbilanzdefizit in den Teufelskreis von Ressourcenverlust, Währungsabwertung und wachsender Auslandsverschuldung. Eine Reform des Zahlungssystems kann dieses Problem beheben.
Basil Oberholzer

Kapitel 8. Makroökonomische Entwicklungsstrategien

Zusammenfassung
 Dank der im vorangegangenen Kapitel erklärten Reform der internationalen Zahlungen erhält ein Entwicklungsland seinen politischen Spielraum zurück. Es ist nun wieder in der Lage, eine erfolgreiche Entwicklungsstrategie zu entwerfen und eine aktive Wirtschaftspolitik zu betreiben, um mit öffentlichen Investitionen Beschäftigung zu generieren, die Produktivität zu stärken und die Armut zu reduzieren. Leistungsbilanzdefizite führen nicht mehr zu Krisen.
Basil Oberholzer

Kapitel 9. Ewiges Wachstum?

Zusammenfassung
Wachstum ist entscheidend für die Reduktion der Armut in Entwicklungsländern. Ab einem gewissen Lebensstandard nimmt der Nutzen des Wachstums jedoch ab, während die Umwelt durch den steigenden Ressourcenverbrauch immer stärker belastet wird. Dieses Kapitel skizziert eine Perspektive, wie eine Volkswirtschaft langfristig auch ohne Wachstum prosperieren kann.
Basil Oberholzer

Kapitel 10. Neue Perspektiven

Zusammenfassung
Wachstum ist nicht alles und makroökonomische Strategien können nicht jedes Problem in einem Entwicklungsland lösen. Dieses Buch hat jedoch gezeigt, dass sie entscheidende Voraussetzungen sind, damit die Armutsreduktion und eine optimistische Perspektive überhaupt realistisch werden.
Basil Oberholzer
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