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2020 | OriginalPaper | Buchkapitel

Die große Herausforderung: Messung des „Return on Innovation“

verfasst von : Wolfgang Kleemiss

Erschienen in: Innovationsmanagement der chemischen Industrie im digitalen Zeitalter

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Zusammenfassung

Innovationen sind kein Selbstzweck, sondern sollen mittel- bis langfristig zu wirtschaftlichem Erfolg führen. Aufgrund des zeitlichen Versatzes zwischen der „Invention“ und einer eventuell erfolgreichen wirtschaftlichen Realisierung sowie der nicht gegebenen eineindeutigen Kausalität zwischen beidem, benötigt man für eine aussagekräftige und nachvollziehbare Rentabilitätsmessung von Innovationen klare Konventionen und Begriffsbestimmungen. Als ein mögliches Maß für den „Innovationserfolg“ hat sich in der chemischen Industrie der Umsatz mit Produkten, die nicht älter sind als fünf Jahre (5YIC=5 Year’s Innovation Contribution), und die jährliche Kosteneinsparung durch neue Prozesse (1YIP=1 Year’s Innovation Profit) als pragmatische Basis erwiesen, wobei man auch Umsätze durch neue Dienstleistungen, bzw. Geschäftsmodelle berücksichtigen sollte. Die Ermittlung der „Innovationsrentabilität“ bedeutet im Grunde genommen, dass man den „Innovationserfolg“ dem damit verbundenen Aufwand gegenüberstellt. Eine simple Kenngröße für die jährliche „Innovationsrentabilität“ eines Unternehmens wäre der Quotient aus der Summe des Ergebnisses aus dem 5YIC und den jährlichen Prozesskosteneinsparungen (1YIP) in dem betreffenden Jahr und den Kosten für Forschung & Entwicklung (F&E) in diesem Jahr in Prozent (%). Eine solche Betrachtung wäre allerdings zu kurz gedacht und würde den langen Produktlebenszyklen in der Chemischen Industrie nicht gerecht werden. Es besteht demnach also die Herausforderung, einerseits die von vielen – aber nicht allen – chemischen Firmen verwendete Größe des 5YIC, bzw. 1YIP für Berechnungen des „absoluten Innovationserfolgs“ zu benutzen und andererseits, der längeren Innovationswirkung von Produkten, Prozessen und Dienstleistungen innerhalb der chemischen Industrie Rechnung zu tragen. Eine valide Aussage zur Innovationsrentabilität in der „Top-down Betrachtung“ innerhalb der chemischen Industrie liefert der interne Zinsfuß einer 10-jährigen „Zahlungs-Reihe“, resultierend aus den Differenzen der anteiligen jährlichen 5YIC+1YIP-Ergebnisbeiträge und den entsprechenden F&E-Ausgaben, wobei die nicht zu vernachlässigenden Innovationsbeiträge über das fünfte Jahr hinaus bis zum Jahr 10 durch Extrapolation abgeschätzt werden.

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Literatur
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Metadaten
Titel
Die große Herausforderung: Messung des „Return on Innovation“
verfasst von
Wolfgang Kleemiss
Copyright-Jahr
2020
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-61358-0_5

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