Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Susann Worschech zeigt in diesem Buch, wie die externe Demokratieförderung die Herausbildung der Zivilgesellschaft in der Ukraine vor dem Euromaidan 2013 beeinflusst hat. In ihrer Studie präsentiert die Autorin eine Typologie der Strategien externer Förderung. Über die empirische Analyse hinaus wird durch die Kombination demokratietheoretischer, organisationssoziologischer und relationaler Ansätze sowie qualitativer und netzwerkanalytischer Methoden eine Soziologie der Demokratieförderung entwickelt, die als Modell in der künftigen Forschung zu transnationalen Kooperationen Anwendung finden kann.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Offiziell sprach man im Nachhinein von einem „Missverständnis“, als der Büroleiter der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in der Ukraine im Juni des Jahres 2010 bei der Einreise am Kiewer Flughafen festgenommen wurde. Nur wenige Monate zuvor war Viktor Janukowitsch neuer Präsident der Ukraine geworden, und der Büroleiter der KAS scheute sich nicht, die deutlich eingeschlagene autoritäre Richtung der neuen Regierung öffentlich zu kritisieren. Außerdem arbeitete die KAS weiterhin mit jenen ukrainischen Parteien und politischen Gruppierungen zusammen, die auf europäischer Ebene in der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) Beobachterstatus haben – und sich seit dem Machtwechsel in der Opposition befanden.

Susann Worschech

Kapitel 2. Externe Demokratieförderung: Intentionen, Massnahmen und Akteure

Es wäre unangemessen und sogar falsch, zu behaupten, dass es zu den Themen Zivilgesellschaft, Demokratisierung und externe Demokratieförderung nur wenig Literatur gibt – ganz im Gegenteil. Aber unter dem Brennglas des eingangs skizzierten Untersuchungsinteresses zeigt sich, dass zahlreiche Aspekte dessen, wie, mit welchen Zielen und Wirkungen externe Förderer die Zivilgesellschaft in postsozialistischen Ländern wie der Ukraine unterstützen, als komplexes Spannungsfeld noch nicht erforscht sind. Ein Ausgangspunkt dieser Arbeit ist auch jene wissenschaftliche Unzufriedenheit, die sich einstellt, wenn sich angesichts zahlreicher Studien und Theorien doch das entscheidende Puzzlestück zur Erklärung eines solchen Spannungsfeldes nicht finden lässt.

Susann Worschech

Kapitel 3. Externe Demokratieförderung als Prozess

In der Einleitung habe ich argumentiert, dass in der externen Demokratieförderung und in der darauf bezogenen Forschung zu oft Zivilgesellschaft und Demokratisierung in einen Kausalzusammenhang gesetzt wurden, ohne dass nähere Erkenntnisse über die Funktionsweise zivilgesellschaftlichen Handelns im Demokratisierungsprozess vorlagen. Dieses als Zivilgesellschaftsorthodoxie bezeichnete Phänomen der begrifflichen Gleichsetzung soll in diesem Kapitel dekonstruiert und in seine analytischen Einzelteile zerlegt werden. Deshalb wird im Folgenden entsprechend der Teilfrage 1 (Seite 51) ein theoriebasiertes Modell erarbeitet, welches in der Lage ist, die einzelnen Dimensionen der externen Demokratieförderung – Akteure, Intentionen und Mechanismen – sowie ihre Wechselwirkungen und deren Effekte miteinander in Bezug zu setzen und zu erklären.

Susann Worschech

Kapitel 4. Methodik, Operationalisierung und Empirische Vorgehensweise

Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine explorative Studie, deren Ziel es ist, den Prozess der externen Demokratieförderung und die darauf basierende Herausbildung von Zivilgesellschaft nachzuvollziehen. Dazu wurden in den vorangegangenen Kapiteln der Forschungsstand zusammengefasst sowie die theoretischen Vorüberlegungen dieser Arbeit vorgestellt, präzisiert und im Rahmen eines theoretischen Modells miteinander in Bezug gesetzt. Anhand dieser Leitlinien der Untersuchung sollen die relevanten Akteure im Prozess der externen Demokratieförderung, ihre Strategien der Förderung, Mechanismen der Interaktion und der Strukturierung des sozialen bzw. organisationalen Feldes analysiert werden.

Susann Worschech

Kapitel 5. Die Förderlandschaft in Der Ukraine

Wer sind die externen Demokratieförderer in der Ukraine, welche Maßnahmen setzen sie um, welche politischen oder gesellschaftlichen Ideen versuchen sie mit ihrer Förderung zu realisieren? Worin ähneln und unterscheiden sich die Förderer, und wie gehen zivilgesellschaftliche Akteure mit dem Angebot an Fördermaßnahmen und -zielen um? Dieses Kapitel stellt das breite Spektrum an Programmen, Projekten, Organisationsstrukturen, Zielen und Kooperationen der Demokratieförderung vor. Dafür folgen zunächst ausführliche Porträts der einzelnen Förderer, bevor diese Vielfalt an Vorgehensweisen systematisiert wird. Die Analyse folgt der in Kapitel 4 erstellten Operationalisierung und zielt vor allem auf die Beantwortung der Teilfrage 2 dieser Arbeit (siehe Seite 51) ab.

Susann Worschech

Kapitel 6. Netzwerke Der Demokratieförderung

Wer fördert wen wie? In diesem Kapitel stehen die Beziehungen der Förderer und der Zivilgesellschaft im Mittelpunkt. Dabei ist die Darstellung des ‚Wer fördert wen?’ nur ein Aspekt der Analyse, die deutlich über die bloße Kartierung der Förderer und ihrer Verbindungen hinausgeht. Das Anliegen einer Netzwerkanalyse ist es, aus den Beziehungsmustern heraus soziale Phänomene zu erklären.

Susann Worschech

Kapitel 7. Schlussbetrachtung

Im Jahr 2018 ein Buch über die ukrainische Zivilgesellschaft und ihre Förderung vorzulegen, das den Zeitraum der Jahre 2010 bis 2012 betrachtet, ist nicht ganz unproblematisch. Galt die Ukraine während der Feldforschungsphase selbst noch als ein Land unter vielen, welchem man sich in einer sozialwissenschaftlichen Analyse widmen könnte, so mögen sich angesichts der aktuellen politischen Situation in der Ukraine mit dieser Arbeit Erwartungen verbinden, die nicht erfüllt werden können. Das Ziel dieser Arbeit war es allerdings auch nicht, plötzliche und temporär geraffte Ereignisse wie politische Umbrüche vollumfänglich zu erklären.

Susann Worschech

Backmatter

Weitere Informationen

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Best Practices für Web-Exzellenz im Online-Handel

Erfolgsbeispiele für erfolgreiche Online-Unternehmen gibt es viele. Best Practices für Web-Exzellenz ergeben sich aus der bestmöglichen Umsetzung der Erfolgsfaktoren, die sie auf der anderen Seite aber auch maßgeblich mit bestimmt haben. Lesen Sie hier, was Sie von den Unternehmen lernen können, die zu Recht als "exzellent" bezeichnet werden können.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise