Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

21.11.2018 | Originalarbeit

Die Hydrographie und das Ewige Eis: eine (lang) dauernde Beziehung?

Zeitschrift:
Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft
Autor:
HR DI Hans Wiesenegger

Zusammenfassung

Gletscher reagieren mehr oder weniger zeitverzögert auf Veränderungen im Klimasystem. Ihr von vielen Menschen wahrgenommener Rückgang und das Abschmelzen von Gletschereis verdeutlichen aber eindrücklich die Folgen der aktuell weltweit beobachtbaren Erhöhung der Lufttemperatur.
Der allgemeine Auftrag zur Beobachtung der „Gefrierungsverhältnisse und Gletscherschwankungen“ erfolgte bereits 1894, etwa zeitgleich mit der Gründung der internationalen Gletscherkommission und etwa 3 Jahre nach der Gründung des Gletschermessdienstes beim Alpenverein. Die Hydrographie und das „ewige Eis“ stehen seitdem in einer langjährigen Beziehung, an der aber auch zahlreiche andere Institutionen beteiligt sind.
Seit dem Ende der kleinen Eiszeit hat sich die Fläche der rund 900 österreichischen Gletscher von 941 km2 auf 416 km2 verringert und folgt mit dieser Entwicklung einem weltweiten Trend. Auch das gesamte Eisvolumen hat abgenommen – waren es im Jahr 1969 noch 21 km3 so wurden 2016 nur mehr 12,9 ± 3,9 km3 berechnet.
Am Beispiel des Stubacher Sonnblickkees, das bis zum Ende des 21. Jahrhunderts komplett verschwunden sein könnte, werden die langjährigen hydro-glaziologischen Arbeiten des Hydrographischen Dienstes erläutert.
Aber auch beim Hydrographischen Dienst ist aktuell ein Trend zum Rückzug erkennbar, ein Blick auf die Altersstruktur zeigt, dass mehr als die Hälfte der Bediensteten älter als 50 Jahre ist und rund 20 % des Gesamtpersonals in den nächsten 5 Jahren in den Ruhestand übertreten wird, wobei die Personalentwicklung im öffentlichen Dienst aktuell zumeist von Einsparungsgedanken geprägt ist.
Fortbestand und Zukunft der langjährigen Beziehung sind also durchaus ungewiss, wenngleich das ewige Eis der wohl berechenbarere Partner sein dürfte.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Sie möchten Zugang zu diesem Inhalt erhalten? Dann informieren Sie sich jetzt über unsere Produkte:

Springer Professional "Wirtschaft+Technik"

Online-Abonnement

Mit dem Kombi-Abo erhalten Sie vollen Zugriff auf über 1,8 Mio. Dokumente aus mehr als 61.000 Fachbüchern und rund 500 Fachzeitschriften aus folgenden Fachgebieten:

  • Automobil + Motoren
  • Bauwesen + Immobilien
  • Business IT + Informatik
  • Elektrotechnik + Elektronik
  • Energie + Umwelt
  • Finance + Banking
  • Management + Führung
  • Marketing + Vertrieb
  • Maschinenbau + Werkstoffe

Testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.

Springer Professional "Technik"

Online-Abonnement

Mit dem Technik-Abo erhalten Sie Zugriff auf über 1 Mio. Dokumente aus mehr als 40.000 Fachbüchern und 300 Fachzeitschriften aus folgenden Fachgebieten:

  • Automobil + Motoren
  • Bauwesen + Immobilien
  • Business IT + Informatik
  • Elektrotechnik + Elektronik
  • Energie + Umwelt
  • Maschinenbau + Werkstoffe

Testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.

Literatur
Über diesen Artikel

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Systemische Notwendigkeit zur Weiterentwicklung von Hybridnetzen

Die Entwicklung des mitteleuropäischen Energiesystems und insbesondere die Weiterentwicklung der Energieinfrastruktur sind konfrontiert mit einer stetig steigenden Diversität an Herausforderungen, aber auch mit einer zunehmenden Komplexität in den Lösungsoptionen. Vor diesem Hintergrund steht die Weiterentwicklung von Hybridnetzen symbolisch für das ganze sich in einer Umbruchsphase befindliche Energiesystem: denn der Notwendigkeit einer Schaffung und Bildung der Hybridnetze aus systemischer und volkswirtschaftlicher Perspektive steht sozusagen eine Komplexitätsfalle gegenüber, mit der die Branche in der Vergangenheit in dieser Intensität nicht konfrontiert war. Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise