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Über dieses Buch

Immer mehr Unternehmen verfolgen die Strategie, Kunden in ihre Innovationsentwicklung aktiv zu integrieren, um Kundenbedürfnisse adäquat umsetzen zu können. Ulrich Bretschneider untersucht Ideen-Communities als Methode der Kundenintegration. Er führt zunächst eine Fallstudienuntersuchung zur Erfassung grundlegender Gegebenheiten von Ideen-Communities durch. Darauf aufbauend beantwortet er verschiedene Detailfragen. Beispielsweise zeitg er, welche Motive und Persönlichkeitsmerkmale von Kunden die Ideenqualität sowie die Kundenbereitschaft zur Ideenabgabe beeinflussen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Viele empirische Untersuchungen liefern den Beleg dafür, dass Kunden beziehungsweise Produktanwender in der Lage sind, Innovationsideen zu entwickeln und diese sogar in funktionsfähige Prototypen zu übersetzen (Shah 2000). Von Kunden und Anwendern geht also ein gewisses Innovationspotenzial aus, welches aus den Produkterfahrungen sowie dem Produktwissen, dass die Kunden durch die Nutzung oder Anwendung eines Produktes gewinnen, resultiert. Dieses Innovationspotenzial von Kunden haben Unternehmen erkannt, weshalb diese mehr und mehr dazu über gehen, mit Kunden gemeinschaftlich Innovationen zu generieren. Dabei kommt es zu einer systematischen Integration von Kundenaktivitäten und Kundenwissen in den Innovationsprozess von Unternehmen (Reichwald/Piller 2009). Kunden werden dabei in die unterschiedlichen Phasen des Innovationsprozesses und in unterschiedlicher Form integriert.
Ulrich Bretschneider

2. Grundlagen

Zusammenfassung
Im Folgenden werden einige Begriffe und Strukturierungsansätze im Zusammenhang mit dem Begriff Innovation in einem für die vorliegende Arbeit relevanten Ausmaß vorgestellt.
Ulrich Bretschneider

3. Ideen-Communities

Zusammenfassung
Wie dargelegt, stellen Ideen-Communities zur Kundenintegration in den Innovationsprozess von Unternehmen ein aus wissenschaftlicher Perspektive bislang nicht erfasstes Phänomen dar. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, sich diesem realexistierenden Praxisphänomen zunächst im Rahmen einer Exploration zu nähern. Das daraus gewonnene Grundlagenverständnis wird die Basis für die Beantwortung der weiteren Forschungsfragen darstellen. So können anhand dieser Erkenntnisse konkrete Untersuchungshypothesen, die den Rahmen für die weiteren quantitativen Untersuchungen bieten, aufgestellt werden.
Ulrich Bretschneider

4. Die Ideenqualität

Zusammenfassung
Der Begriff „Idee“ stammt von dem altgriechischen Begriff „eidos“ ab, der mit dem Verb „sehen“ übersetzt wird. Der Begriff „Idee“ bezeichnete ursprünglich eine geistige Vorstellung (Ries 2007, 38). Diese ursprüngliche Bedeutung des Begriffs stammt aus der antiken Philosophie. So wurde der Begriff „Idee“ beispielsweise als Zentralbegriff von Platon verwandt, der über das Verhältnis der Einzeldinge der Sinnenwelt (Abbild) zu ihren Ideen (Urbild) nachdachte (Menkhaus 2003).
Ulrich Bretschneider

5. Motive der Teilnehmer an virtuellen Ideen-Communities

Zusammenfassung
In der Motivationspsychologie wird zwischen den Begriffen Motiv und Motivation unterschieden (von Rosenstiel 2003, 225). Bei Motiven handelt es sich um zeitlich relativ stabile, unterschiedlich intensiv ausgebildete und inhaltlich spezifische, psychische Disposition eines Menschen (Heckhausen 1989; von Rosenstiel 2003). Diese Disposition beschreibt, wie wichtig einer Person eine bestimmte Art von Zielen ist. Motive sind zum Teil angeboren. Sie können aber auch im Zuge des Sozialisationsprozesses eines Menschen zu einer individuellen Motivmenge heranreifen. Diese Motivmenge bildet ein kognitives und wertgerichtetes Teilsystem einer Person (Heckhausen 1989; Nerdinger 1995; von Rosenstiel 1975).
Ulrich Bretschneider

6. Der Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen auf die Ideenabgabe

Zusammenfassung
Wie im Rahmen der obigen Fallstudienuntersuchung festgestellt, können in Ideen-Communities sowohl solche Mitglieder beobachtet werden, die eine oder sogar mehrere Ideen einreichen, aber auch solche Mitglieder, die gar keine Idee einreichen. Eine erklärte Zielgröße im Rahmen des Betriebes von Ideen-Communities ist es für Unternehmen aber, Ideen von möglichst vielen Kunden sammeln zu können, um so letztendlich auf ein breites Kundenwissen zurückgreifen zu können. Daher stellt sich die Frage, was die Ideengeber von den Nicht-Ideengebern unterscheidet. Zur Untersuchung der Frage, was die Ideengeber in Bezug auf die Ideenabgabe beeinflusst, lassen sich Erkenntnisse aus der Kreativitätsforschung heranziehen. So gilt in der Kreativitätsforschung die Erkenntnis, dass das Entwickeln von Ideen von bestimmten Persönlichkeitsfaktoren eines Menschen abhängt (Amabile 1996, 113). Menschen beispielsweise ausgeprägtem aufgabenbezogenen Wissen, welches in der Kreativitätsforschung als „domain-relevant skills“ bezeichnet wird, sind eher bereit, Ideen zu entwickeln. Diese Korrelationserkenntnisse lassen sich auf den Untersuchungskontext übertragen. So stellt sich die Frage, ob beispielsweise das Ausmaß des Produktwissens oder der Produkterfahrung einen Einflussfaktor für die Bereitschaft der Kunden zur Abgabe einer Idee darstellt. Darüber hinaus spielen womöglich weitere Persönlichkeitsmerkmale eine Rolle.
Ulrich Bretschneider

7. Zusammenfassung der Ergebnisse und Implikationen für Forschung und Praxis

Zusammenfassung
Im Rahmen der obigen Fallstudien stand das Phänomen „Ideen-Community“ als solches im Fokus der Untersuchung. So galt es, die wesentlichen Charakteristika von Ideen-Communities zunächst herauszuarbeiten, die so gewonnenen Erkenntnisse sodann anhand etablierter, theoretischer Wissensbestände aus der Innovationsforschung und der Forschung auf dem Gebiet der „Virtuellen Communities“ zu interpretieren sowie in diese einzuordnen. So kann als Ergebnis aus diesem Untersuchungsprozess zusammenfassend festgehalten werden, dass eine Ideen-Community ein von einem Unternehmen eingesetztes Instrument zur aktiven Integration von Kunden in die frühen Phasen des Innovationsentwicklungsprozesses im Sinne des Open-Innovation-Paradigmas darstellt. Eine detaillierte Ergebnisbeschreibung liefert der in Kapitel 3.2 thematisierte Definitionsansatz zum Phänomen „Ideen-Community
Ulrich Bretschneider

Backmatter

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