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Über dieses Buch

Der Lockdown hat global gezeigt, was der Brexit bereits andeutete: Eine Rückkehr ins zwanzigste Jahrhundert ist nicht undenkbar. Die Welt hat erfahren, was es bedeutet, wenn international arbeitsteilige Wertschöpfungsketten zerbrechen, Grenzübergänge plötzlich geschlossen werden, die Exekutive durchregiert.
Vor diesem Hintergrund beschreibt das Buch anhand zahlreicher Beispiele die Folgen für individuelle Versorgung, unternehmerische Produktion und zwischenstaatliche Beziehungen. Es verbindet dabei historische, rechtliche, ökonomische und technische Perspektiven.
Teilhabe erfordert Offenheit. Wer in einem grenzüberschreitenden Wirtschaftsraum lebt und arbeitet, muss darüber nicht belehrt werden. Und wer seine eigene Bevölkerung sicher versorgen, die Entwicklungsländer unterstützen oder den Klimawandel bewältigen will, kommt mit bürokratischer Lenkung und geschlossenen Grenzen nicht weit.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Zeitgeist

Zusammenfassung
Man will das schöne Wetter nutzen, schwingt sich aufs Fahrrad, fährt an uralten Grenzsteinen vorbei nach Deutschland, kauft dort italienischen Wein und spanischen Schinken, bezahlt in fremder Währung bei einer Grenzgängerin, die in Frankreich wohnt. Man radelt zurück in die Schweiz, setzt sich an die Hafenmole, unterhält sich mit einem Schiffer aus Rotterdam, dessen belgischer Matrose soeben kanadischen Weizen löscht.
Marcus Matthias Keupp

Zwang

Zusammenfassung
Man sitzt am Rhein und liest: Das Süßwasser werde knapp, bald schon habe man Kriege ums Wasser, Unruhen und Flüchtlingswellen zu erwarten. Auf diesen Schreck möchte man gleich etwas Rheinwasser auf Vorrat trinken. Aber was in Basel möglich ist, verursacht Bauchschmerzen in Rotterdam.
Marcus Matthias Keupp

Zukunft

Zusammenfassung
Der Morgen ist noch frisch und der Waldboden lehmig, als Gyula Horn und Alois Mock bei Sopron aus ihren Limousinen steigen und auf den übermannshohen Stacheldrahtzaun zugehen, der die grüne Grenze zwischen Österreich und Ungarn hermetisch abriegelt. Am 27. Juni 1989 wollen sie umsetzen, was ihre Diplomaten ausgehandelt haben, ein kleines Loch in den Eisernen Vorhang schneiden. Es soll ein symbolischer Akt guter Nachbarschaft sein, nichts weiter. Drahtscheren werden herbeigeschafft.
Marcus Matthias Keupp

Backmatter

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