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Über dieses Buch

Die Beitragsautoren diskutieren ein breites Spektrum betriebs- und volkswirtschaftlich relevanter Aspekte der Service-Ökonomie. Untersucht werden die Integration von Kunden in den Prozess der Leistungserstellung sowie die Wirkungen der Informatisierung auf den Arbeitsmarkt, das Arbeitsnehmerwohlbefinden und das Arbeitsrecht. Mehrere Beiträge diskutieren zentrale Aspekte der Service-Ökonomie mit Blick auf Modernisierungsprozesse der öffentlichen Verwaltung, wie etwa das Konzept der Smart City. Die fortschreitende Digitalisierung von Verwaltungsprozessen kann zu effektiveren Verwaltungsabläufen führen, Impulse für die regionale Tourismuswirtschaft geben und für Bürger Annehmlichkeiten schaffen. Den Abschluss bildet eine Analyse von Kryptowährungen hinsichtlich grundlegender Geldfunktionen.

Die Herausgeber

Prof. Dr. Christian Arnold ist Inhaber der Professur für Betriebswirtschaftslehre an der HWTK in Baden-Baden.

Prof. Dr. Dr. Hermann Knödler ist Inhaber der Professur für Volkswirtschaftslehre und allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der HWTK in Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Grundlegende Aspekte

Frontmatter

Zu den Herausforderungen der Informatisierung der Service-Ökonomie aus einzelwirtschaftlicher Sicht

Zusammenfassung
Die fortschreitende Durchsetzung von Informationstechnologien ist eines der zentralen Themen der Gegenwart und der absehbaren Zukunft. Es kann daher wenig überraschen, dass sowohl die theoretischen, als auch die praktischen Diskurse kontinuierlich neue Begrifflichkeiten produzieren, die aber letztendlich allesamt auf ein und dasselbe Phänomen verweisen; nämlich auf die bereits vor vier Dekaden von Nora und Minc (1978) attestierte Informatisierung und damit auf die zunehmende Durchdringung sämtlicher Gesellschaftsbereiche mit Informationstechnologien.
Christian Arnold, Jörg Lindenmeier, Martin Reckenfelderbäumer, Hannah-Maria Hodges

Gesamtwirtschaftliche und theoriebezogene Herausforderungen der informatisierten Service-Ökonomie

Zusammenfassung
Wenn von einer „informatisierten Service-Ökonomie“ die Rede ist, dann greift diese Bezeichnung im Kern auf zwei Begriffe zurück, die den Ökonomen durchaus vertraut sind, nämlich „Informationen“ und „Dienstleistungen“. In der traditionellen wirtschaftswissenschaftlichen Theorie sind den Informationen und den Dienstleistungen mehr oder weniger feste Rollen zugewiesen.
Hermann Knödler

Digitalisierung der Arbeitswelt – Auswirkungen auf die Beschäftigung und arbeitsrechtliche Herausforderungen

Zusammenfassung
Der digitale Wandel ist ein derzeit viel beachtetes Phänomen. Die Bundesregierung hat ihm ihre Digitale Agenda gewidmet, um in verschiedenen Handlungsfeldern – darunter digitale Wirtschaft und digitales Arbeiten – mitgestaltend zu wirken. Spezifisch zum Thema Arbeiten 4.0 sind ein Grün- und ein Weißbuch entstanden (BMAS 2015b, 2017), um den mit der Digitalisierung verbundenen Veränderungen der Arbeitswelt (digitale Transformation) gerecht zu werden. Auch weitere Akteure, wie beispielsweise der Deutsche Juristentag (2016: 12-16), der Deutsche Gewerkschaftsbund (2016) oder die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (2017), haben sich mit den Neuerungen durch die Digitalisierung im Arbeitsleben auseinandergesetzt und Position bezogen.
Sarah Henneberger-Sudjana, Fred Henneberger

Privatwirtschaftliche Akteure und einzelwirtschaftliche Perspektive

Frontmatter

Ausprägungen der Digitalisierung im Arbeitsumfeld und deren Auswirkungen auf das Mitarbeiterwohlbefinden

Zusammenfassung
Die Art und Weise, wie Produkte oder Dienstleistungen gestaltet, produziert und konsumiert werden, verändert sich mit rasanter Geschwindigkeit (Larivière et al. 2017). Für jegliche Industrien stellt die so genannte digitale Transformation eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts dar (Roland Berger/BDI 2015). Die Bundesregierung Deutschland sieht die digitale Transformation nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für Wissenschaft, Gesellschaft und Politik als zentrale Gestaltungsaufgabe.
Mareike Falter, Bettina Bürkin, Karsten Hadwich

Social Attribution of Value – the Case of Electronic Engagement Platforms

Zusammenfassung
In literature and especially in Service-Dominant (S-D) logic, value is seen as being “uniquely and phenomenologically determined by the beneficiary” (Vargo/Lusch 2016: 8). However, to evaluate the value of the experiences made, the beneficiaries need a reference to which such experiences can be related. According to goal theory, value is dependent on the goals of a beneficiary as it stems from the contribution of things, processes, or behaviors to an individual’s goal achievement in use situations (Bagozzi 1997; Barsalou 1991; Gutman 1982; Peterman 1997).
Michael Kleinaltenkamp, Helge Löbler, Benedikt Eßer, Nick Fennert

Service Geschäftsmodelle für das industrielle Internet der Dinge

Zusammenfassung
Informatisierung bietet einen Quantensprung für den Einstieg ins industrielle Servicegeschäft. Datennetze schaffen eine dauerhafte physische Echtzeitverbindung zu Industrieanlagen, Maschinen, Gebäuden und andere Kapitalgütern. Mit Hilfe von Sensoren erhalten Dienstleister Echtzeitinformationen über Zustand und Performance der Anlagen, und können mit Hilfe verknüpfter Aktuatoren die Anlagen steuern, warten und reparieren (Ehret/Wirtz 2017; Geisberger/Broy 2015; Rifkin 2014).
Michael Ehret, Jochen Wirtz

“Good enough customers”: impact of role clarity in self-service technologies

Zusammenfassung
In 2002 Bateson posed the provocative question of “Are your customers good enough for your business?” (Bateson 2002). Due to increasing customer participation levels, this question appears more pertinent today than it was in 2002; moreover, the quality of customer participation is of greater significance in relation to self-service technologies (SSTs). This paper addresses this question by investigating the role of customers in using self-service options.
Zsófia Kenesei

Ästhetik, Digitalisierung und Konsum: mehr Umsatz durch Genuinität?

Zusammenfassung
Sowohl in der tagespolitischen Debatte als auch in der wissenschaftlichen Diskussion weisen die sogenannten „Megatrends“ Globalisierung und Digitalisierung interessante Gemeinsamkeiten auf. Zu den zahlreichen Facetten der Digitalisierung rechnen außer den ökonomischen Aspekten i.e.S. auch Fragestellungen, die über einzelne Fachdisziplinen hinausgehen, beispielsweise technische, rechtliche, gesellschaftliche, kulturelle und politische Implikationen. Insofern haben Globalisierung und Digitalisierung etwas gemeinsam: (1) Es handelt sich in beiden Fällen um Phänomene, die über einzelne wissenschaftliche Fachdisziplinen hinausreichen und (2) deren möglicherweise bedrohlichen Folgen für den Einzelnen unmittelbar spürbar sind und daher meist kritisch eingeschätzt werden. Wenn im Prozess der Globalisierung die Gefahr von Arbeitsplatzverlusten in den westlichen Industrieländern durch Billiglohnkonkurrenz eine nicht unwesentliche Rolle spielte (Knödler 1998: 48f.), so spiegelt sich dies im Prozess der Digitalisierung – quasi als Analogon – hinsichtlich der Vernichtung von Arbeitsplätzen durch digitalisierte Produktions-, Vertriebs-, Verwaltungs- und Beschaffungsprozesse wider.
Hermann Knödler, Swantje Martach

Kundenseitige Präferenz für Basistechnologien ‚smarter‘ Produkte: eine Untersuchung am Beispiel von ‚Smart Lighting‘-Systemen

Zusammenfassung
Angetrieben durch den technologischen Fortschritt u.a. im Bereich der Transponder- und Sensortechnologien rücken die sogenannten ‚intelligenten und vernetzten‘ bzw. ‚smarten‘ Systeme verstärkt in den Fokus der Wissenschaft, Politik und allgemeinen Öffentlichkeit. Diese Entwicklung wird insbesondere auch durch diesteigende Bedeutung des Internets der Dinge, d.h. der Digitalisierung und Vernetzung der physischen Umwelt, reflektiert (Bullinger/Hompel 2007). In vielen Bereichen des Alltagslebens wie bei sportlichen Aktivitäten (‚Wearables‘ zur Aufzeichnung der Laufgeschwindigkeit und -strecke beim Jogging), im Einzelhandel (RFID-Chips zum Tracking von Produkten) oder auch in Wohnhäusern und Wohnungen (‚Smart Home‘-Technologien) werden bereits zum heutigen Zeitpunkt unterschiedlichste Objekte bzw. Geräte vernetzt und bspw.
Jana Juric, Hannah-Maria Hodges, Jörg Lindenmeier, Timon Renz

The effects of perceived convenience and psychological reactance on resistance at different levels of signalized autonomous e-service provisioning

Zusammenfassung
The increasing penetration of society by information technologies was already noted four decades ago by Nora and Minc (1978) and was identified with the concept of computerization. An end to this development is not in sight; instead we presently appear to be in a transitional phase, which can be characterized by a lasting change in the human-computer relationship. Mattern (2003, 2007), for example, predicts the comprehensive implementation of smart, adaptive, self-interlinking, and interactive information technologies capable of taking over unobtrusive tasks and providing service ubiquitously.
Christian Arnold

Öffentliche Akteure und gesamtwirtschaftliche Perspektive

Frontmatter

Generationenaufgabe „Digitalisierung im öffentlichen Sektor“

Zusammenfassung
Der Einsatz von Rechnern zur Datenverarbeitung in der öffentlichen Verwaltung besitzt eine lange Tradition. Bereits 1890 wurden in den USA Lochkartenmaschinen zur Aufbereitung der Volkszählung eingesetzt, um die statistischen Auswertung der Zensusdaten zu erleichtern und zu beschleunigen. Die erste elektronische Datenverarbeitungsanlage in der öffentlichen Verwaltung in Deutschland wurde 1956 bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte in Berlin aufgestellt.
Jörn von Lucke

Die Digitale Transformation als Disruption der öffentlichen Verwaltung

Zusammenfassung
E-Government haben wir als Bürger und Einwohner wenig nachgefragt und wenig angeboten bekommen. Die rechtlichen, organisatorischen und technischen Grundlagen für ein e-Government oder gar ein Smart Government sind noch nicht vollständig geschaffen. Dies attestieren Fromm et al. (2015: 3) in ihrer Studie mit den Worten: „Viel Gutes – oft Gleiches – wird an vielen Stellen erdacht und mit großem finanziellem Aufwand umgesetzt.
Birgit Schenk, Antje Dietrich

Wirksames E-Government in Deutschland: Dienstleistungsmarketing als Chance?

Zusammenfassung
Deutsche Verwaltungen können bisher nur einzelne E-Government-Erfolge vorweisen. Die Nutzungsbereitschaft der Bürger von E-Government-Anwendungen ist gering. Die ebenenübergreifende IT-Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen wird durch komplizierte Entscheidungsstrukturen gebremst.
Elmar Hinz

Dienstleistungssysteme im Smart City Kontext: Herausforderungen, Anwendungsfälle und Lösungskonzepte

Zusammenfassung
Im Zuge der Digitalisierung wird die Bürgerpartizipation als Chance zur angestrebten Steigerung der Beteiligungsreichweite gesehen, wodurch Kommunen vor immer größeren Herausforderungen und infrastrukturellen Veränderungen stehen (Meier/Portmann 2016). Dabei bietet die Digitalisierung des Alltags und der Wandel hin zu einer Zivilgesellschaft mit einem starken Bedürfnis nach Dialog, Selbstverwirklichung und Kooperation erhebliche, bislang ungenutzte Potenziale, um die Gestaltung der Städte zu nachhaltigen, wandlungsfähigen und lebenswerten Räumen voranzutreiben.
Matthias Simon Billert, Mahei Manhai Li, Jan Martin Persch, Christoph Peters, Jan Marco Leimeister

Neue Ansätze der Bürgerbeteiligung bei der Lösung regionaler Problemlagen: Einsatzszenario eines sozio-technischen Assistenzsystems

Zusammenfassung
Bürgerbeteiligung ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern die Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen und Entscheidungen in unterschiedlichen Formen und auf verschiedenen politischen Ebenen. Bürgerbeteiligungsverfahren haben sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt. Neben klassischen Bürgerbeteiligungsverfahren, die unter anderem auch in Verwaltungsverfahrensgesetzen oder dem Baurecht gesetzlich verankert und obligatorisch sind, können auch eine Vielzahl von modernen fakultativen partizipativen Verfahren eingesetzt werden (dazu ausführlich Nanz/Fritsche, 2012).
Dana Mietzner, Ralf Vandenhouten, Frank Hartmann, Christian Schultz

Effektive Nutzung von Elementen klassischer Lehrdidaktik im Fernstudium durch Digitalisierung unter besonderer Berücksichtigung des Lehrenden-Lernenden-Verhältnisses

Zusammenfassung
Trotz des Einsatzes digitaler Instrumente assoziieren viele potentielle Interessenten mit Fernstudienangeboten eher negative Vorstellungen: „Fernstudium – das ist mir zu anonym. Ich möchte persönlichen Kontakt mit meinem Dozenten haben.“ Oder: „Fernunterricht kommt für mich nicht infrage. Ich brauche den Dialog und den Austausch. Ich kann nicht stur nach einem Skript lernen.“ Dies sind nur zwei Vorbehalte, die immer wieder gegenüber Fernunterricht bzw.
Raimund Gründler

Bildung 4.0 für Wirtschaft 4.0

Zusammenfassung
Die Digitalisierung ist der globale Megatrend, der in allen Bereichen zugleich wesentlicher Treiber für Veränderungen ist. Diese Veränderungsdynamik erleben wir global wie lokal; sie betrifft die persönliche Lebensführung ebenso wie berufliche Perspektiven, das gesellschaftliche Miteinander ebenso wie die Entwicklung unseres demokratischen Gemeinwesens. Spätestens seit den Präsidentschaftswahlen in den USA ist uns bewusst, dass durch Millionen von Bots, eine Flut von organisierten Fake News und Shitstorms das Vertrauen in die digitalen Medien sowie das Vertrauen in die veröffentlichte Meinung – beides wichtige Grundlagen für unser Zusammenleben – in Frage gestellt sind.
Wolfgang Schuster

Digitalization, Servitization and ‘leapfrogging’ – the case of mobile financial services in East Africa

Zusammenfassung
Digitalization is the new ‘mega-trend’ of technological development. After mechanisation, electrification and computerisation, digitalization is seen as the force that ushers in the age of ‘industry 4.0’. However, across industries, digitalization has been having effects of quite different gravity.
Oliver Schmidt

Digitalisierung, Sozialkapital und Transformationsprozesse in Belarus, Lettland und der Ukraine

Zusammenfassung
Mit dem wirtschaftlichen und politischen Niedergang der ehemals sozialistischen Zentralverwaltungswirtschaften im sowjetischen Machtbereich gegen Ende der 1980er Jahre verband sich die Hoffnung der dortigen Bevölkerungen, durch demokratische und wirtschaftliche Reformen die Wohlstands- und Demokratielücke zu den westlichen Industrieländern schließen zu können. Eine bessere weltwirtschaftliche Integration dieser Volkswirtschaften versprach zunächst die Teilhabe an den ökonomischen Vorteilen der Globalisierung. Diese Hoffnungen wurden nur zum Teil erfüllt.
Hans-Georg Wieck, Denis Friedrich, Hermann Knödler

Kryptowährungen im Wettbewerb zu staatlichen Währungen und Gold

Zusammenfassung
Die auf der Blockchain-Technologie basierenden Kryptowährungen scheinen, eine völlig neue Wettbewerbssituation im Bereich des Geldwesens zu schaffen. Motivation für diesen Buchbeitrag ist, dass Potenzial von Kryptowährungen als Teil der informatisierten Service-Ökonomie gesamtgesellschaftlich zu bewerten.
Robert Bosch, Kai Baumann, Binjamin Sancar, Florian Brand, Ralph Bärligea, Sebastian Bickerle

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