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Die innovative Kommune

Mindset, Konzepte, Ideen und Praxisbeispiele zukunftsorientierter Städte, Gemeinden und Landkreise

  • 2022
  • Buch

Über dieses Buch

Das Buch „Die innovative Kommune“ macht die gelebte Innovationskraft von Gemeinden, Städten und Landkreisen sichtbar. Die Autoren stellen ihr Know-how und ihre Erfahrung, wie im öffentlichen Sektor neue und innovative Wege erfolgreich beschritten werden können, zur Verfügung. Sie präsentieren erprobte Konzepte, mit denen eine erfolgreiche Zukunftsgestaltung in den Städten – und auch in kleineren Gemeinden – gelingt. Zahlreiche Praxisbeispiele zeigen, wie die Umsetzung erfolgte. Es wird deutlich: die innovative Gestaltungskraft der Kommunen ist besser als ihr Image. Kommunen kommt bei der Entwicklung unseres Landes eine bedeutende Rolle zu. Innovationen im Bereich der Daseinsvorsorge, neuer Infrastruktur und des Miteinanders werden zu Treibern einer prosperierenden Wirtschaft und einer dynamischen Gesellschaft. Das, was neu entsteht wird in den Kommunen unmittelbar erlebbar.
Auszug aus dem Inhalt Voraussetzungen, Erfolgsfaktoren und neue Denkanstöße für Innovationen in Kommunen Erprobte Lösungen für eine innovative ZukunftsgestaltungLeitgedanken für eine innovationsfreudige Führungskultur und einer offenen Kommunikation mit den Bürgern sowie gelungener Bürgerbeteiligung Chancen und Risiken von Innovationseinheiten wie z.B. Reallabore und Kooperationen mit Startups in und mit KommunenWie der Design-Thinking-Ansatz erfolgreich in öffentlichen Verwaltungen wirken kannNeue Wege bei der Personalgewinnung und -entwicklung: Public EntrepreneurshipViele weitere Themen und Praxisbeispiele innovativer Projekte aus Kommunen

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Metaebene – Neue Denkanstöße und Ideen -

    1. Frontmatter

    2. Smart City – Sind Europas Städte smart?

      Markus Ferber
      Das Kapitel untersucht die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung von Städten und Gemeinden in Europa. Es beleuchtet, wie Kommunen durch Smart City-Konzepte nachhaltiger und effizienter gestaltet werden können. Ein besonderer Fokus liegt auf den europäischen Förderprogrammen wie dem Green Deal und der Initiative 'European Innovation Partnership on Smart Cities and Communities'. Fallstudien wie die von Wildpoldsried und Augsburg zeigen konkrete Ansätze zur Umsetzung von Smart City-Lösungen. Zudem wird die Bedeutung der Datensicherheit und der Bürgerbeteiligung in der digitalen Transformation hervorgehoben. Das Kapitel schließt mit einem Plädoyer für länderübergreifende Städtepartnerschaften zur Förderung des Erfahrungsaustauschs und der Nachahmung erfolgreicher Projekte.
    3. Von Stein Hardenberg zur Innovationcity – wie Innovationen in Kommunen gelingen können

      Franz-Reinhard Habbel
      Das Kapitel beleuchtet die Entwicklung von Städten seit der Antike und die Rolle der kommunalen Selbstverwaltung in Deutschland. Es wird gezeigt, wie technologische und politische Entwicklungen die Stadtstrukturen beeinflussen und wie Innovationen in Kommunen gelingen können. Ein besonderer Fokus liegt auf der Bedeutung von Bürgerbeteiligung und digitalen Innovationen, wie sie in Projekten wie 'Update Deutschland' und in Stadtlaboren umgesetzt werden. Zudem wird die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Startups als vielversprechender Ansatz zur Förderung von Innovationen hervorgehoben. Der Text bietet eine umfassende Analyse der Herausforderungen und Chancen, die sich durch den Wandel der Lebens- und Arbeitswelt ergeben, und zeigt, wie Kommunen durch Partizipation und digitale Transformation gestärkt werden können.
    4. Sind Frauen die besseren Innovatoren?

      Anke Knopp
      Der Beitrag untersucht die Frage, ob Frauen besser als Innovatoren sind, und stellt fest, dass die Antwort komplexer ist als ein einfaches Ja oder Nein. Es wird die Annahme hinterfragt, dass Männer schlechte Innovatoren sind, und die strukturellen Benachteiligungen von Frauen in traditionellen Strukturen beleuchtet. Besonders hervorgehoben wird die Rolle von Frauen in der Zivilgesellschaft und in Netzwerken, die oft ungenutzt bleiben. Der Fokus liegt auf der Notwendigkeit von Veränderungen in kommunalen Strukturen, um Innovationen zu fördern und eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Der Beitrag betont die Bedeutung von diversen Netzwerken und die Notwendigkeit von Veränderungen in traditionellen Strukturen, um Innovationen zu fördern und eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen.
    5. Begegnungen mit der Zukunft – Wo liegen Innovationspotenziale im öffentlichen Sektor?

      Diane Robers
      Der Beitrag beleuchtet die Bedeutung von Innovationen für Volkswirtschaften und ordnet den Begriff Innovation in den Kontext von Unternehmertum und Wirtschaftswissenschaften ein. Es wird die historische Entwicklung von Innovationssystemen und deren Bedeutung für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliches Wohlbefinden untersucht. Besonderes Augenmerk liegt auf der Rolle des öffentlichen Sektors in der Innovationslandschaft. Der Text analysiert Herausforderungen und Potenziale für Innovationen im öffentlichen Bereich und stellt aktuelle politische Programme und Forschungsergebnisse vor. Zudem wird die Notwendigkeit einer neuen Missionsorientierung und der Digitalisierung im öffentlichen Sektor betont, um zukünftige Herausforderungen zu meistern.
    6. Die Rolle der Hochschulen für den öffentlichen Dienst in Innovationsprozessen von Kommunen und Staat

      Jürgen Stember
      Das Kapitel beleuchtet die zentrale Rolle der Hochschulen für den öffentlichen Dienst (HöD) in Innovationsprozessen von Kommunen und Staat. Mit über 60.000 Studierenden und rund 700 ProfessorInnen spielen diese Hochschulen eine tragende Säule in der Ausbildung von Verwaltungsfachkräften. Die Digitalisierung stellt eine große Herausforderung dar, da die Hochschulen kleinteilig organisiert sind und eine heterogene rechtliche und institutionelle Struktur aufweisen. Dennoch haben sie durch die Bundesarbeitsgemeinschaft „Digitale Lehre“ und die Nutzung der Plattform ILIAS bereits wertvolle Erfahrungen in der Online-Lehre gesammelt. Die Pandemie hat die Digitalisierung beschleunigt und neue Wege der Lehre aufgezeigt, die nun in ein neues Paradigma integriert werden sollen. Innovative Projekte wie das „Kollaborative mediendidaktische Innovations-Center“ und die „virtuelle Behörde“ werden als zukunftsweisende Ansätze vorgestellt, um die Ausbildung und den Wissenstransfer zu modernisieren. Das Kapitel betont die Notwendigkeit einer umfassenden Digitalisierungsstrategie und die Bedeutung der Hochschulen als Innovationstreiber im öffentlichen Dienst.
    7. Eine Bezirksregierung auf Innovationskurs

      Hans-Josef Vogel
      Der Fachtext beleuchtet die Innovationsreise der Bezirksregierung Arnsberg, die sich auf einen kontinuierlichen Prozess der Modernisierung und Digitalisierung konzentriert. Die Bezirksregierung hat das GovLab Arnsberg gegründet, um Innovationen zu pilotieren und zu skalieren. Ein wichtiger Aspekt ist die Erkenntnis, dass Innovationen nur durch ihre Umsetzung im großen Rahmen wirksam werden. Die Digitalisierung der Verwaltung wird als grundlegende Innovation betrachtet, die neue und effizientere öffentliche Dienstleistungen ermöglicht. Beispiele für erfolgreiche Projekte sind die digitale Antragsstellung und Bearbeitung von Fördermitteln sowie die Einführung von digitalen Kollaborationsplattformen. Die Bezirksregierung hat auch erste vollautomatisierte Förderverfahren entwickelt und Online-Konsultationen in Planungs- und Genehmigungsverfahren eingeführt. Diese Maßnahmen zeigen, wie die Digitalisierung die Verwaltung effizienter und transparenter machen kann. Die Herausforderungen und Erfolge der Bezirksregierung Arnsberg bieten wertvolle Einblicke in die Möglichkeiten und Grenzen der Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung.
    8. Smart Cities und Smart Homes – Chancen im New Normal

      Markus Juppe, Diane Robers, Frank Walthes
      Das Kapitel 'Smart Cities und Smart Homes – Chancen im New Normal' untersucht die Entwicklung und Merkmale von Kommunen von ihren mittelalterlichen Ursprüngen bis hin zu den aktuellen Herausforderungen durch die Pandemie. Es beleuchtet die historische Entwicklung der Kommune und deren technologische Treiber, insbesondere die Industrialisierung und die Digitalisierung. Die Digitalisierung wird als zentraler Faktor für die Bewältigung aktueller Herausforderungen wie Umweltverschmutzung und demografischer Wandel hervorgehoben. Besondere Aufmerksamkeit wird den Smart Cities und Smart Homes geschenkt, die als zukunftsweisende Konzepte für nachhaltige und energieeffiziente urbane Räume gelten. Innovative Projekte wie 'Digitale Dörfer' und 'Smart Rural Areas' zeigen, wie digitale Technologien auch ländliche Regionen modernisieren und attraktiver machen können. Der Beitrag betont die Bedeutung der Digitalisierung für die Zukunft von Städten und Gemeinden und hebt hervor, dass die erfolgreiche Umsetzung von Smart-City-Konzepten von Finanzierung und Datenschutz abhängt. Die Pandemie hat die Digitalisierung in Kommunen beschleunigt und neue Projekte angestoßen, die die Lebensqualität und Effizienz in urbanen und ländlichen Räumen verbessern.
  3. Rahmenbedingungen | Rahmenbedingungen für Innovationen in Kommunen

    1. Frontmatter

    2. Vertrauensmanagement in Kommunen zur nachhaltigen Verwaltungsdigitalisierung

      Bettina Distel, Holger Koelmann
      Der Beitrag untersucht das Vertrauensmanagement in Kommunen im Kontext der Verwaltungsdigitalisierung. Durch die Analyse des aktuellen Forschungsstandes zu Vertrauen und Akzeptanz von e-Services wird deutlich, dass Vertrauen eine entscheidende Rolle für die Nutzung digitaler Verwaltungsleistungen spielt. Ein zentrales Instrument zur Identifikation vertrauensrelevanter Aspekte ist die Citizen Journey, die die Interaktionen der Bürger*innen mit e-Services aus verschiedenen Phasen und Schritten heraus betrachtet. Der Beitrag entwickelt ein Konzept zur systematischen Erfassung und Management dieser Aspekte, um das Vertrauen in e-Services und die Verwaltung zu stärken. Dieses Instrument bietet eine fundierte Grundlage für die Entwicklung einer langfristigen Vertrauensmanagement-Strategie, die die Akzeptanz und nachhaltige Nutzung von e-Services fördert.
    3. Kommunale Innovation durch Partizipation – Rahmenbedingungen erfolgreicher Bürgerbeteiligung in Kommunen

      Victoria Hasenkamp
      Das Kapitel untersucht die Bedeutung von Bürgerbeteiligung für kommunale Innovation und stellt heraus, dass Innovationen oft durch den Austausch und die Zusammenarbeit mehrerer Beteiligter entstehen. Die kommunale Verwaltung wird als zentrale Steuerungs- und Gestaltungszentrale betrachtet, die Bürgerbeteiligung als essenziell für die Entwicklung von Zukunftsfragen und Innovationen erachtet. Es werden Gründe für Bürgerbeteiligung aufgeführt, wie die Erfüllung demokratischer Ideale und die Nutzung von Laienwissen. Erfolgsfaktoren für gute Bürgerbeteiligung umfassen eine klare Zielsetzung, adäquate Ressourcen und die fachliche Kompetenz der Prozessgestalter. Besondere Aufmerksamkeit wird der Zusammensetzung und Eigenschaften der Beteiligten geschenkt, wobei zwischen Selbstselektion und Zufallsauswahl unterschieden wird. Weiterhin werden Open-Innovation-Prozesse und Co-Creation als fortgeschrittene Formen der Bürgerbeteiligung vorgestellt, die durch ihre Ergebnisoffenheit und ebenenübergreifende Zusammenarbeit überzeugen. Praktische Beispiele wie das Projekt „UpdateDeutschland“ und der Hackathon #WirvsVirus illustrieren das Potenzial dieser Ansätze. Abschließend wird betont, dass Partizipation und Kommunikation wesentliche Aspekte für erfolgreiche Innovationen in Kommunen sind.
    4. Öffentliche Innovationspraxis – Grundlagen und Rahmenbedingungen

      Sabine Junginger, Caroline Paulick-Thiel
      Das Kapitel 'Öffentliche Innovationspraxis – Grundlagen und Rahmenbedingungen' beleuchtet die Notwendigkeit und Herausforderungen öffentlicher Innovationen, insbesondere in Kommunen. Es betont die Bedeutung einer vorausschauenden und innovativen Organisationskultur, um den komplexen und digitalen Anforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden. Das Kapitel stellt verschiedene Instrumente und Ansätze vor, wie das Innovations-Barometer und den Innovations-Rekorder, die seit 2019 und 2020 im DACH-Bereich getestet werden. Diese Instrumente sollen die Innovationsfähigkeit von Kommunen messen und verbessern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Innovationseinheiten, die als legitimierte Räume für neues Denken und Handeln fungieren. Das Kapitel bietet auch Empfehlungen zur Gestaltung dieser Einheiten und zur Förderung einer innovationsfreundlichen Kultur in Kommunen. Die Autorinnen betonen die Wichtigkeit eines systemischen Aufbaus öffentlicher Innovationsfähigkeit und die Notwendigkeit, innovative Prozesse und Dienstleistungen als Teil eines Innovations-Ökosystems zu verstehen. Das Kapitel schließt mit einem Ausblick auf die Zukunft öffentlicher Innovationen und die Herausforderungen, die noch zu bewältigen sind.
    5. Neue Wege bei der Personalgewinnung und -entwicklung der kommunalen Arbeitgeber als Innovationsmotor: Public Entrepreneurship

      Florian Keppeler
      Das Kapitel beleuchtet die zentralen Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Personalgewinnung und -entwicklung kommunaler Arbeitgeber. Es betont die Bedeutung von Public Entrepreneurship als Treiber für Innovationen im öffentlichen Sektor. Dabei werden drei wesentliche Anforderungen hervorgehoben: Designkompetenz, Umgang mit Daten und Experimentierfreudigkeit sowie die Fähigkeit zur Skalierung von Lösungen. Diese Anforderungen werden im Kontext der kommunalen Arbeitgeber analysiert und es werden konkrete Implikationen für die Personalgewinnung und -entwicklung abgeleitet. Besonders hervorgehoben wird die Notwendigkeit eines Mindset-Wechsels hin zu mehr Offenheit und Experimentierfreudigkeit, um die Innovationsfähigkeit zu steigern. Der Beitrag schließt mit einem Ausblick auf die Bedeutung eines integrierten Personalmanagements und der Notwendigkeit, mehr Public Entrepreneurship zu fördern, um den kommunalen Innovationsmotor zu stärken.
    6. Startup-Ökosysteme als Motoren für Innovationen in Kommunen

      Matthias Liedtke, Reza Asghari
      Das Kapitel untersucht die Rolle von Startup-Ökosystemen als Treiber für Innovationen in Kommunen. Es wird hervorgehoben, dass nicht nur Großstädte, sondern auch Mittel- und Kleinstädte das Potenzial haben, erfolgreiche Technologiestandorte zu werden. Unternehmerische Ökosysteme und regionale Innovationssysteme spielen dabei eine zentrale Rolle. Die räumliche Nähe zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Bildung fördert den Wissensaustausch und die Schaffung von Innovationen. Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind dabei besonders wichtig. Das Kapitel analysiert die verschiedenen Komponenten und Wechselwirkungen innerhalb eines Startup-Ökosystems und betont die Bedeutung der räumlichen Nähe für den Erfolg innovativer Startups. Politische Strategien zur Förderung dieser Ökosysteme werden ebenfalls diskutiert.
    7. „Rapid Design Thinking“ – die kommunale Variante von Design Thinking zur innovativen Problemlösung

      John Meister
      Das Kapitel beleuchtet die Ausgangslage der Kommunen in der VUCA-Welt, die durch Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit geprägt ist. Traditionelle Verwaltungsmethoden stoßen hier an Grenzen. Design Thinking wird als Lösungsansatz vorgestellt, der jedoch in seiner ursprünglichen Form für Kommunen zeit- und ressourcenintensiv ist. Rapid Design Thinking, eine speziell für Kommunen entwickelte Methode, wird als effiziente Alternative präsentiert. Diese Methode ermöglicht es, innovative Ideen schnell und praxisnah umzusetzen, indem sie den Prozess auf fünf Tage verkürzt und die Beteiligung der Kommunen intensiviert. Durch Rapid Design Thinking können Kommunen ihre Innovationsfähigkeit steigern und schnelle, sichtbare Ergebnisse erzielen, die auch die Akzeptanz von Innovationsprojekten fördern.
    8. Innovative Klimakommunikation mit kulturellen Micro-Frames

      Tatiana Muñoz
      Das Kapitel untersucht innovative Ansätze in der Klimakommunikation, insbesondere durch den Einsatz von kulturellen Micro-Frames. Es wird aufgezeigt, dass psychologische Barrieren, wie die 'Dragons of Inaction' nach Robert Gifford, das klimafreundliche Handeln erheblich beeinflussen. Die Autorin entwickelt eine Methode zur systematischen und strategischen Klimakommunikation, die auf kulturellen Merkmalen und Emotionen basiert. Diese Methode wurde in einem Design-Thinking-Prozess entwickelt und anhand eines Beispiels in der Stadt Mainz angewendet. Durch die Integration von Wertangeboten und die Schaffung neuer Narrative wird gezeigt, wie Klimaschutzkommunikation effektiver gestaltet werden kann. Die praktische Umsetzung zeigt, wie durch gezielte Ansprache und emotionale Verbindungen das Bewusstsein und Verhalten der Bürger positiv beeinflusst werden können.
    9. Innovationen und Innovationsmanagement in der kommunalen Wirtschaftsförderung

      Jürgen Stember
      Das Kapitel beleuchtet die Bedeutung von Innovationen und Innovationsmanagement in der kommunalen Wirtschaftsförderung. Es wird untersucht, wie Wirtschaftsförderungen durch innovative Ansätze die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Standorte fördern können. Dabei werden verschiedene Arten von Innovationen, wie Produkt-, Prozess-, soziale und organisatorische Innovationen, sowie Marketing- und Geschäftsmodellinnovationen, erläutert. Besondere Aufmerksamkeit wird den Herausforderungen gewidmet, die Wirtschaftsförderungen bei der Umsetzung innovativer Strategien begegnen. Das Kapitel stellt auch konkrete Beispiele und Projekte vor, die erfolgreich Innovationen in der Wirtschaftsförderung umgesetzt haben. Zudem wird die Bedeutung der Digitalisierung und anderer technologischer Entwicklungen für die Wirtschaftsförderung beleuchtet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Modellierung und Strukturierung von Wirtschaftsförderungsaktivitäten, um diese effektiver und nachhaltiger zu gestalten. Schließlich wird die Rolle der Wirtschaftsförderung in der Bewältigung der COVID-19-Pandemie und die daraus resultierenden Chancen und Herausforderungen diskutiert.
  4. Praxisbeispiele – Laufende und abgeschlossene Projekte -

    1. Frontmatter

    2. Startups als Innovationsmotoren in Kommunen – Ein Einblick in die Innovationslandschaft in Baden-Württemberg

      Ilona Benz
      Der Beitrag untersucht die Rolle von Startups als Innovationsmotoren in Kommunen, insbesondere in Baden-Württemberg. Es werden zahlreiche praktische Beispiele vorgestellt, wie Startups und Kommunen zusammenarbeiten, um Herausforderungen wie Straßenerhaltung, Datenmanagement, Mobilität und Familienangebote zu bewältigen. Die Zusammenarbeit wird als notwendig und vorteilhaft dargestellt, da sie neue Lösungen für komplexe Probleme bietet, die traditionelle Methoden nicht mehr bewältigen können. Der Beitrag betont die Bedeutung von Innovation und Kreativität in der öffentlichen Verwaltung und zeigt, wie solche Partnerschaften zu einem Kulturwandel in den Kommunen beitragen können.
    3. Young Leadership – Führungskultur als Innovationstreiber

      Johannes Henne
      Der Beitrag beleuchtet die Bedeutung junger Führungskräfte in der kommunalen Verwaltung und deren Rolle als Innovationstreiber. Es wird untersucht, wie junge Bürgermeister durch moderne Führungstheorien wie Young Leadership, Positive Leadership und Digital Leadership die Verwaltung modernisieren und die Gemeindeentwicklung vorantreiben können. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung von Innovationen durch eine offene, partizipative und digitale Führungskultur. Am Beispiel der Gemeinde Immenstaad wird gezeigt, wie eine erfolgreiche Innovationsförderung durch die Einbindung von Bürgern, Gemeinderäten und Verwaltungsmitarbeitern gelingen kann. Der Beitrag bietet praktische Ansätze und Strategien für eine zukunftsorientierte Führungskultur in Kommunalpolitik und -verwaltung.
    4. Der Beitrag von Reallaboren zur digitalen Transformation in Kommunen

      Annika Henze-Sakowsky, Jürgen Jasperneite, Jens-Peter Seick
      Der Beitrag untersucht die Rolle von Reallaboren in der digitalen Transformation von Kommunen. Reallabore bieten eine neue Art der Forschungsinfrastruktur, die es ermöglicht, komplexe Herausforderungen zu bewältigen und innovative Lösungen zu entwickeln. Im Fokus stehen die Kooperationsformen der Akteure und das Realexperiment als Kernelement des Reallabors. Die Wissenschaft nimmt dabei eine neue Rolle ein, indem sie aktiv in die Prozesse eingebunden ist und den Gesamtprozess evaluiert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der praktischen Umsetzung am Beispiel des Fraunhofer-Reallabors Lemgo Digital, das zeigt, wie Reallabore als Lernumgebung genutzt werden können, um Wissen zu bündeln und zu teilen. Der Beitrag bietet einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten und Herausforderungen von Reallaboren in der kommunalen Praxis und zeigt, wie sie zur nachhaltigen Entwicklung beitragen können.
    5. Dialogische Bürgerbeteiligung als sinnvolle Ergänzung unserer Demokratie

      Wolfgang Himmel
      Der Beitrag untersucht die Rolle der dialogischen Bürgerbeteiligung als sinnvolle Ergänzung unserer Demokratie. Während formelle Bürgerbeteiligung auf gesetzlich vorgeschriebenen Anhörungen und Gutachten basiert, geht die informelle Bürgerbeteiligung darüber hinaus und fördert einen Trialog zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft. Praktische Beispiele wie das Höhenfreibad in Gottmadingen und die Fußgängerhängebrücke in Rottweil zeigen, wie durch frühzeitige und umfassende Bürgerbeteiligung Projekte akzeptiert und erfolgreich umgesetzt werden können. Diese Ansätze helfen, Vertrauen in die Kommunalpolitik zu stärken und Bürger als Experten ihres eigenen Alltags einzubeziehen. Die Integration von dialogischer, direktdemokratischer und repräsentativer Demokratie kann zu besseren, kostengünstigeren und breiter getragenen Entscheidungen führen. Der Beitrag betont die Bedeutung von Transparenz, Flexibilität und dem Zuhören, um gegenseitige Vorwürfe und Unterstellungen zu vermeiden und eine konstruktive Diskussion zu ermöglichen.
    6. Kommunen als Innovationstreiber – Das Beispiel Sachsen: kommunal. innovativ. sächsisch.

      Matthias Martin
      Das Kapitel 'Kommunen als Innovationstreiber – Das Beispiel Sachsen' beleuchtet die Innovationskraft sächsischer Kommunen und stellt zahlreiche Projekte und Initiativen vor, die die Region als fischelant, also clever und rührig, charakterisieren. Historische Beispiele wie das Porzellan oder die Melitta-Filtertüte zeigen die lange Tradition der Innovation in Sachsen. Aktuelle Herausforderungen wie der demografische Wandel und die Digitalisierung erfordern neue Ansätze und Strategien, um gesellschaftliche Erwartungen zu erfüllen. Projekte wie die 'MIT-MACH-STADT' und das 'Interkommunale Dienstleistungszentrum' werden als Beispiele für erfolgreiche Innovationen in der kommunalen Praxis vorgestellt. Der Text betont die Bedeutung von Führungskräften, Digital-Navigatoren und Digital-Lotsen sowie die Notwendigkeit von Freiräumen und Ressourcen für Innovationen. Die sächsische Verwaltung wird als lernende Organisation beschrieben, die sich kontinuierlich weiterentwickelt und auf äußere und innere Reize reagiert. Besonders hervorgehoben wird die Rolle der Digitalisierung und der Prozessoptimierung in der Verwaltung, die durch Projekte wie die E-Steuerakte und die Kollaborative-Digitale-Stadt-Grund-Karte veranschaulicht wird. Der Fachtext bietet einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Ansätze und Maßnahmen, die sächsische Kommunen ergreifen, um Innovationen zu fördern und umzusetzen.
    7. Der Gegenort. Warum das Silicon Valley kein Vorbild ist – und was wir trotzdem von ihm lernen können

      Christoph Meineke
      Der Beitrag analysiert das Silicon Valley als weltweit führendes Zentrum der Digitalisierung und dessen Einfluss auf globale Gesellschaften. Es wird kritisch hinterfragt, welche Lehren aus dem Erfolg und den Herausforderungen des Tals gezogen werden können. Ein besonderer Fokus liegt auf der subjektiven Perspektive eines Bürgermeisters, der sowohl die positiven als auch negativen Aspekte des Silicon Valley aus erster Hand erlebt hat. Dabei werden Themen wie die Rolle von Big Tech in der Stadtentwicklung, die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Technologie sowie die kulturellen und wirtschaftlichen Dynamiken des Tals beleuchtet. Der Text bietet wertvolle Einblicke in die Chancen und Risiken der Digitalisierung und regt zum Nachdenken über die Übertragbarkeit der Silicon Valley-Prinzipien auf andere Regionen an.
    8. Elemente eines neuen kommunalpolitischen Stils: Dialog, Ko-Produktion und Agilität

      Marian Schreier
      Das Kapitel beschäftigt sich mit den Herausforderungen, denen Kommunen heute gegenüberstehen, wie der Bekämpfung der Klimakrise, der digitalen Transformation und der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Es wird ein neuer kommunalpolitischer Stil vorgestellt, der auf Dialog, Ko-Produktion und Agilität basiert. Dieser Ansatz ermöglicht es Kommunen, komplexe Herausforderungen durch die Einbindung verschiedener Akteure und die Nutzung innovativer Methoden zu bewältigen. Beispiele wie die Entwicklung eines Leitbilds in Tengen und die Gründung einer Genossenschaft zur Sicherung der ärztlichen Versorgung zeigen, wie dieser neue Stil in der Praxis umgesetzt werden kann. Das Kapitel betont die Notwendigkeit, konventionelle Planungs- und Steuerungsinstrumente zu überdenken und durch agile und experimentierfreudige Ansätze zu ersetzen, um den stetigen Veränderungen gerecht zu werden.
    9. Digital im Aufbruch – Gütersloher und Gütersloherinnen gestalten den digitalen Wandel

      Henning Schulz
      Der Beitrag beschreibt den digitalen Wandel in Gütersloh, der durch einen mehrstufigen öffentlichen Beteiligungsprozess initiiert wurde. Ziel war es, gemeinsam mit den Bürgern den digitalen Wandel zu gestalten und Projekte zu entwickeln, die die Lebensqualität und Nachhaltigkeit in der Stadt verbessern. Besonders hervorgehoben werden die Denklabore, in denen Experten und Bürger zusammenarbeiten, um konkrete Lösungen für die Zukunft der Arbeit, Nachhaltigkeit und Mobilität zu entwickeln. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die digitale Agenda, die die Visionen und Ziele der Stadt bündelt und als dynamisches Instrument dient, um den digitalen Wandel kontinuierlich anzupassen. Der Beitrag zeigt, wie Gütersloh durch innovative Ansätze und Bürgerbeteiligung zu einer Smart City wird und welche Herausforderungen und Erfolge dabei eine Rolle spielen.
  5. Learnings – Empfehlungen und Nachbetrachtung aus Theorie und Beratung -

    1. Frontmatter

    2. Sechs Empfehlungen für Innovationseinheiten in Verwaltungen

      Ferdinand Schuster
      Das Kapitel untersucht die Rolle und Bedeutung von Innovationseinheiten in öffentlichen Verwaltungen. Es wird die Entwicklung und Etablierung solcher Einheiten beleuchtet, die als Reaktion auf den zunehmenden Druck zur Innovation im öffentlichen Sektor entstanden sind. Die Autoren analysieren die Herausforderungen, denen diese Einheiten gegenüberstehen, wie die strukturelle Trennung von der Mutterorganisation und die Notwendigkeit, ihre Erfolge zu kommunizieren. Besonders interessant sind die sechs konkreten Empfehlungen zur Optimierung dieser Einheiten, die von der richtigen Nähe zur Mutterorganisation über die Schaffung kleiner interdisziplinärer Teams bis hin zur Wissensweitergabe und Implementierung der entwickelten Lösungen reichen. Diese Empfehlungen bieten praktische Ansätze, um die Effektivität und Nachhaltigkeit von Innovationseinheiten in öffentlichen Verwaltungen zu steigern.
    3. Innovationsmanagement auf kommunaler Ebene – eine Zusammenfassung in 12 Thesen

      Franz-Reinhard Habbel, Diane Robers, Jürgen Stember
      Der Fachtext behandelt das Innovationsmanagement auf kommunaler Ebene und stellt 12 zentrale Thesen zur Förderung von Innovationen vor. Innovationen werden als überlebenswichtig für gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Systeme betrachtet, insbesondere im Kontext sich verändernder Rahmenbedingungen. Der Text analysiert die Bedeutung von Innovationen für Kommunen und diskutiert die spezifischen Herausforderungen und Strategien, die für die Förderung von Innovationen auf kommunaler Ebene relevant sind. Dabei werden verschiedene Aspekte wie die Organisation von Innovationen, die Schaffung einer Innovationskultur und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren beleuchtet. Der Text bietet praktische Ansätze und Strategien, die Kommunen bei der Förderung von Innovationen unterstützen können.
Titel
Die innovative Kommune
Herausgegeben von
Franz-Reinhard Habbel
Prof. Dr. Diane Robers
Prof. Dr. Jürgen Stember
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-35675-0
Print ISBN
978-3-658-35674-3
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-35675-0

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