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Über dieses Buch

Birgit Schmidt beschäftigt sich in diesem Buch mit den monetären Folgen, die ein Flughafen – hier der Flughafen Wien – seinem Umfeld auferlegt. Der Fokus liegt auf den Preisminderungen für Wohnimmobilien, den Gesundheitskosten und der Zahlungsbereitschaft zur Vermeidung von Fluglärm. Die hierzu verwendeten ökonomischen Verfahren werden ausführlich erläutert und die Autorin zeigt in einer Gegenüberstellung, wie diese externen Kosten aus Sicht der Bevölkerung und aus Sicht des Verursachers unterschiedlich taxiert werden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung, Überblick und allgemeine Grundlagen

Zusammenfassung
Der Luftverkehr ist eine der Grundlagen des heutigen Lebensstandards, des Handels, der Arbeitsteilung, der Mobilität und des Kulturaustausches. Allerdings fordert dies auch seinen Preis: In einigen Gegenden hat die Lärmbelastung unterschiedlicher Verkehrstypen die Grenze des Zumutbaren erreicht und die Umwelt leidet unter den Emissionen. Fluglärm ist zwar nicht die am meisten verbreitete Verkehrslärmart, dringt aber durch seine speziellen Eigenschaften tief in das Leben der Betroffenen ein.
Birgit Schmidt

Kapitel 2. Der Flughafen Wien

Zusammenfassung
Der Flughafen Wien ist der größte österreichische Flughafen, verwaltet von der Flughafen Wien AG (FWAG), und wird von 74 Flugunternehmen angeflogen. Der Flughafen liegt ca. 20 km vom Stadtzentrum Wiens entfernt und ist mit der Flughafenschnellbahn S 7, dem City Airport Train CAT sowie über die Autobahn A 4 und die Bundesstraße B 9 erreichbar. Seit Ende 2014 verfügt der Flughafen Wien über einen Fernbahnhof der ÖBB, wodurch die Erreichbarkeit auch mit anderen als Regionalzügen erleichtert wurde.
Birgit Schmidt

Kapitel 3. Auswirkung des Fluglärms auf Preise von Wohnimmobilien

Zusammenfassung
Zu Flughäfen in zahlreichen Ländern wurde der Einfluss des Fluglärms auf Immobilienpreise in deren Umfeld erhoben und publiziert, für Gemeinden im Umland des Wiener Flughafens war eine zeitnahe, marktpreisbasierte Untersuchung dieser Auswirkungen nicht auffindbar. Durch die hier vorliegende Untersuchung kann ein Schritt zum Schluss dieser Lücke in Bezug auf Wohnimmobilien (EFH, RH/DH, unbebaute Grundstücke mit Widmung zum Wohngebiet) vorgenommen werden.
Birgit Schmidt

Kapitel 4. Bewertung fluglärminduzierter Gesundheitskosten

Zusammenfassung
Ein vermuteter Zusammenhang von Fluglärm und Störungen des Wohlbefindens besteht schon seit den Anfängen mehr oder minder regelmäßiger Luftfahrt. Dies zeigt die um 1927 geäußerte Bitte von Landwirten an die Piloten einer damals jungen Fluggesellschaft um Umfliegen der Agrarflächen, da dortige Beerenpflücker aufgrund fluglärmbedingten Unwohlseins ihrer Arbeit offenbar zeitweise nicht nachkommen konnten.
Birgit Schmidt

Kapitel 5. Schätzung externer Kosten aus unterschiedlichen Sichtweisen

Zusammenfassung
Externe Kosten sind negative Effekte, die monetär bewertet, von anderen als dem Verursacher getragen und von diesem üblicherweise nicht internalisiert werden. Bei Fluglärmbelästigung bzw. -belastung versteht man unter den „Anderen“ zunächst die direkt betroffene Bevölkerung, in weiterer Folge auch die nicht betroffene Bevölkerung, die zur Deckung der Folgen der Schäden über z. B. Sozialversicherungsbeiträge indirekt beiträgt (Kapitel 4.2.3).
Birgit Schmidt

Kapitel 6. Experimentelle Untersuchung

Zahlungsbereitschaft zur Reduktion von Fluglärmereignissen
Zusammenfassung
Ein weiterer Ansatz zur Bewertung des Ausmaßes der Belästigung durch Fluglärm ist die Erhebung der Bereitschaft zur Zahlung eines Beitrages, um beispielsweise die Luftverkehrsgeräusche zu verringern und um so die Lebensqualität in betroffenen Gebieten zu heben. Diese Zahlungsbereitschaft zur Reduktion von Verkehrslärm wurde, wie noch dargestellt wird, bereits hinreichend untersucht. Die dahinter liegende Grundannahme ist, dass Menschen bereit sind zu zahlen, um eine Verbesserung eines Umweltzustandes oder die Verhinderung einer Verschlechterung zu erreichen, wobei häufig öffentliche Güter betroffen sind, die keinen eigenen Markt haben und aufgrund ihres Wesens (z. B. Umweltgüte und -qualität, Ruhe, gute Luft, Wertschätzung von Erholungseinrichtungen, Vermeidung von Katastrophen etc.) nicht einzeln gehandelt werden können.
Birgit Schmidt

Kapitel 7. Schlussfolgerung und Epilog

Zusammenfassung
Am Ende einer Abhandlung von nur kleinen Bereichen eines äußerst komplexen und kontrovers diskutierten Themas wie der Lärmproblematik rund um den Flughafen Wien sollte ein Resümee gezogen werden können, das beschreibt, welche Effekte durch Fluglärm in der betroffenen Region auftreten. Dass diese Effekte sich in den hier untersuchten Bereichen negativ darstellen, ist kein lokales Spezifikum des Flughafens Wien und auch keine wesentlich überraschende Erkenntnis. Das hauptsächliche Interesse lag letztlich nur auf deren ökonomischer Bewertung.
Birgit Schmidt

Backmatter

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