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Über dieses Buch

Ob Diesel-Skandal oder Panama-Papers – immer wieder umgehen große Unternehmen oder führende Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft das Gesetz. Und immer wieder staunt die Öffentlichkeit, warum das so oft kaum spürbare Konsequenzen für die Beteiligten hat. Jochen Theurer erklärt anhand aktueller Fälle, wann und warum der Rechtsstaat an seine Grenzen stößt: Warum entscheiden Richter nicht immer nur nach Recht und Gesetz?
Warum helfen Rechtsanwälte auch den bösen Buben?
Warum gibt es Gesetzeslücken?
Warum haben es Menschen mit Geld leichter vor Gericht?
Warum wird nicht jeder Gesetzesverstoß bestraft?
Warum hört der Kampf ums Recht nie auf?
Spannend, unterhaltsam und informativ beantwortet der frühere Insider diese Fragen und gibt dem Leser wertvolle Einsichten in den operativen Alltag des Rechtswesens. Das Buch schließt mit nützlichen Tipps zum Umgang mit Anwälten und Richtern.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Schmerzensgeld für einen Mörder? – Recht ist relativ

Zusammenfassung
Theoretisch bilden die Gesetze ein einheitliches und logisch zusammenhängendes System. Bei korrekter Anwendung der Gesetze kommen deshalb alle Juristen in ein und demselben Fall zum gleichen Ergebnis. Praktisch kann man nie wirklich sicher sein, wie ein Richter entscheiden wird. Denn fast in jedem Fall lassen sich mehrere, zum Teil auch völlig gegensätzliche Ergebnisse juristisch korrekt begründen.
Jochen Theurer

Kapitel 2. Alternative Fakten im Recht – Was ist Wahrheit?

Zusammenfassung
Theoretisch stellt ein Gericht fest, was genau passiert ist. Im Prozess kommt die Wahrheit ans Licht und am Ende der Beweisaufnahme sind sich alle beteiligten Juristen einig. Praktisch sind die Beweismittel fast immer widersprüchlich und man kann zum Teil auch völlig gegensätzliche Sachverhaltsvarianten juristisch korrekt begründen. Ein Richter kann daher nie sicher wissen, wie es wirklich war.
Jochen Theurer

Kapitel 3. Entscheidend ist, wer entscheidet – Richter sind auch nur Menschen

Zusammenfassung
Theoretisch entscheiden Richter ihre Fälle ausschließlich nach Recht und Gesetz. Andere Gesichtspunkte spielen keine Rolle. Praktisch lassen Richter bei ihren Entscheidungen immer wieder subjektive Motive einfließen. Wer das geschickt ausnutzt, kann auch mit schwachen juristischen Argumenten gewinnen.
Jochen Theurer

Kapitel 4. Oh wie schön ist Panama – Rechtsanwälte in Aktion

Zusammenfassung
Theoretisch kämpfen Rechtsanwälte für Recht und Gerechtigkeit. Sie verhelfen den Witwen und Waisen zum Sieg gegen übermächtige Gegner. Mit guten Argumenten gewinnen sie jeden Prozess. Praktisch geht es manchen Rechtsanwälten in erster Linie ums Geld. Sie nutzen gesetzliche Regeln, um sich oder ihren Mandanten Vorteile zu verschaffen, gelegentlich sogar unlautere. Und je mehr Geld ein Mandant hat, desto besser sind seine Chancen vor Gericht. Ob ein Rechtsanwalt gewinnt, hängt aber immer vom jeweiligen Richter ab.
Jochen Theurer

Kapitel 5. Warum befolgen wir Gesetze? – Das Wunder des Rechts

Zusammenfassung
Theoretisch beruhen in einer Demokratie alle Gesetze auf dem Willen des Volkes. Wir befolgen die Gesetze deshalb freiwillig. Praktisch halten sich die meisten Menschen entweder unbewusst an die Gesetze oder aus Angst, bestraft zu werden. Im Einzelfall kann es deshalb vernünftig sein, bewusst zu überlegen und ein Gesetz auch mal zu übertreten.
Jochen Theurer

Kapitel 6. Auf einem Auge blind? – Die überforderte Verwaltung

Zusammenfassung
Theoretisch sind wir gegenüber den Behörden ehrlich, wenn nicht aus Überzeugung, dann jedenfalls aus Angst vor Sanktionen. Im Gegenzug handelt die Verwaltung neutral und ohne Ansehen der Person und ahndet Missachtungen des Gesetzes konsequent. Praktisch sind die Behörden weder willens noch in der Lage, jeden Gesetzesverstoß zu erkennen oder zu verhindern. Wer es darauf anlegt, kann die Verwaltung austricksen oder gezielt beeinflussen und sich dadurch unlautere Vorteile verschaffen.
Jochen Theurer

Kapitel 7. Egoismus oder Gemeinwohl? – Die Motive des Gesetzgebers

Zusammenfassung
Theoretisch handeln die gewählten Politiker zum Wohl des Volkes. Sie setzen den Willen ihrer Wähler in Gesetze um und sorgen so für Sicherheit, Gerechtigkeit und Frieden. Praktisch haben Politiker nicht immer das Wissen und die Kompetenz, um gute Gesetze zu machen. Zudem können sie sich und ihren Unterstützern durch den Erlass von Gesetzen unlautere Vorteile verschaffen.
Jochen Theurer

Kapitel 8. Drohnen über Pakistan – Recht und Gewalt

Zusammenfassung
Theoretisch sorgen die Sicherheitsbehörden dafür, dass alle Gesetze durchgesetzt werden – zur Not auch mit Gewalt. Sie verhindern bevorstehende Straftaten, verhaften Kriminelle und vollstrecken die von einem Gericht verhängten Strafen. Praktisch klappt das nicht immer. Denn manchmal sind die Gesetzesbrecher im entscheidenden Moment schneller oder stärker.
Jochen Theurer

Kapitel 9. Tarnen und täuschen – Die Grenzen des Rechts

Zusammenfassung
Theoretisch ist in einem modernen Rechtsstaat die Gewaltenteilung klar und eindeutig geregelt. Jede der drei Gewalten hat ihre eigenen Aufgaben und Kompetenzen und respektiert die Befugnisse der anderen. Praktisch fordern Vertreter der einen Gewalt immer wieder die Kompetenzen der anderen Beteiligten heraus.
Jochen Theurer

Kapitel 10. Legal oder illegal? – Das Ende des Gesetzes

Zusammenfassung
Theoretisch gilt eine Verfassung so lange, bis das Volk eine neue beschließt. Das Grundgesetz ist eine wehrhafte Demokratie und bietet die notwendigen Werkzeuge, um Verfassungsfeinde in Schach zu halten. Praktisch ist eine legale Revolution immer möglich. Man braucht dazu nur eine Mehrheit im Bundestag und kooperative Richter am Bundesverfassungsgericht.
Jochen Theurer

Kapitel 11. Auf zu neuen Ufern – die 10 besten Strategien, mit Gesetzen umzugehen

Zusammenfassung
Entscheidend ist, wer entscheidet. Dieses Prinzip gilt überall im Recht. Und daran wird sich aufgrund der menschlichen Natur auch nichts ändern. Doch keine Angst. In der Realität ist das Ergebnis eines Rechtsstreits für erfahrene Juristen in vielen Fällen trotzdem relativ sicher vorhersehbar. Denn häufig sind die Umstände so eindeutig, dass es egal ist, welcher konkrete Richter das Urteil fällt. Spannend wird es, wenn die Sache nicht so klar ist. Denn dann wirken sich die subjektiven Motive der Beteiligten tatsächlich aus und können (!) zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Und das können Sie gezielt zu Ihrem Vorteil nutzen.
Jochen Theurer
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