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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Die Idee der „Lebensversicherung‟

Zusammenfassung
Versicherungen basieren auf einem sehr einfachen und sehr alten Prinzip — der gegenseitigen Unterstützung im Notfall. Was im täglichen Leben heute leider oft zu kurz kommt, ist für Versicherungsprodukte eine elementare Grundvoraussetzung: Im Fall eines negativen Ereignisses leistet eine große Gruppe von Menschen einem einzelnen oder relativ wenigen Betroffenen finanzielle Hilfe. Die Grundzüge dieser heute noch aktuellen Idee gehen mehrere Jahrtausende zurück.
Robert Wolff

2. Aufgaben und Bedeutung der Lebensversicherung in Deutschland heute

Zusammenfassung
Die Lebensversicherung erfreut sich in Deutschland einer sehr großen Verbreitung. Über 90 Millionen Verträge existieren aktuell, d. h. jeder Deutsche hat im Durchschnitt sogar mehr als einen. Es handelt sich tatsächlich um den Klassiker der Altersvorsorge. Im Lauf der Jahrzehnte haben die Lebensversicherungsprodukte viele Veränderungen vollzogen.
Robert Wolff

3. Warum an privater Vorsorge kein Weg vorbeiführt

Zusammenfassung
Lebensversicherungen decken im Wesentlichen immer eines oder mehrere der „Ereignisse‟ Langlebigkeit, Tod oder Verlust der Arbeitskraft bzw. schwere Erkrankung ab. Auch wenn es im ersten Moment merkwürdig erscheint — auch ein sehr langes Leben ist ein finanzielles Risiko. Die hoffentlich vorhandenen Ersparnisse oder die getroffenen Vorsorgemaßnahmen müssen für einen umso längeren Zeitraum ausreichen, je älter man wird. Bestimmte Spar- oder Vorsorgeformen kommen dabei schnell an ihre Grenzen. Die Lebensversicherung ist die einzige Vorsorgeform, die tatsächlich eine „lebenslange‟ Vorsorge ermöglicht oder eben eine nach dem Ende des Lebens.
Robert Wolff

4. Überblick: Was leisten die verschiedenen Formen der Lebensversicherung?

Zusammenfassung
Das Jahr 1994 markiert einen entscheidenden Wendepunkt für die Lebensversicherung in Deutschland. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Versicherungsprodukte marktweit relativ einheitlich gestaltet. Dies lag vor allem an der aufsichtsrechtlichen Pflicht zur Vorabgenehmigung der Versicherungsbedingungen und der Kalkulation. Um einen europäischen Binnenmarkt zu schaffen, wurden diese Vorschriften im Rahmen der sogenannten Deregulierung 1994 weitgehend aufgehoben. Die Versicherer erhielten deutlich größere Gestaltungsspielräume für ihre Produktgestaltung.
Robert Wolff

5. Versorgung im Alter — Rentenversicherungen im Detail

Zusammenfassung
Als Hauptleistung ist bei diesen Produkten grundsätzlich eine — meist lebenslange — Rente, d. h. eine regelmäßig wiederkehrende Zahlung vorgesehen. Das ist von Vorteil, falls der Kunde eine echte lebenslange Altersvorsorge wünscht.
Robert Wolff

6. Im Detail: Vorsorge für den Todesfall

Zusammenfassung
Im Gegensatz zu Rentenversicherungen, bei denen es vor allem um die Absicherung des eigenen Ruhestands geht, werden Produkte zur Hinterbliebenenabsicherung (manchmal auch einfach als „Lebensversicherungen‟ bezeichnet) zur finanziellen Sicherung anderer Personen abgeschlossen.
Robert Wolff

7. Im Detail: die „Kombilösung‟ Kapital-Lebensversicherung

Zusammenfassung
Die Kapital-Lebensversicherung (KLV) verbindet die beiden Versorgungsziele Alters- und Hinterbliebenenversorgung miteinander. Das Produkt bietet also die Möglichkeit, gleichzeitig zu sparen und vorzusorgen. Es leistet im Todesfall oder spätestens zu einem bestimmten Zeitpunkt — dem Vertragsende oder Ablauftermin.
Robert Wolff

8. Im Detail: Vorsorge für den Verlust der Arbeitskraft

Zusammenfassung
Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung geht es anders als bei den übrigen Formen der Lebensversicherung nicht um „Leben oder Tod‟; zumindest nicht im versicherungstechnischen Sinn. Basis sind also nicht die Lebensrisiken Erleben oder Todesfall, sondern die Absicherung von bestimmten Fähigkeiten, in diesem Fall der eigenen Arbeitskraft. Leistungen werden — stark vereinfacht formuliert — dann erbracht, wenn (und solange) der Kunde nicht mehr dazu in der Lage ist, seinen bisherigen Beruf weiter auszuüben.
Robert Wolff

9. Im Detail: Vorsorge für den Fall schwerer Krankheit oder für den Pflegefall

Zusammenfassung
Diese Produkte stammen ursprünglich aus dem angelsächsischen Raum bzw. aus den USA und sind dort noch immer weit verbreitet. Dread-Disease-Produkte erbringen eine Versicherungsleistung bei Eintritt einer bestimmten Diagnose bzw. Krankheit (z. B. Krebs, Multiple Sklerose, Parkinson) oder eines bestimmten Ereignisses (Herzinfarkt, Schlaganfall). Ob der Versicherte weiter arbeiten kann oder nicht, spielt keine Rolle. Die Anzahl der versicherten Krankheiten unterscheidet sich zwischen den verschiedenen Anbietern deutlich.
Robert Wolff

10. Kalkulation — Wie funktionieren die Tarife im Inneren?

Zusammenfassung
Jeder Versicherer muss ermitteln, welcher Versicherungsbeitrag für einen bestimmten Versicherungsschutz erforderlich ist. Dazu bedient man sich der Versicherungsmathematik, die sich als eigenständiger Zweig der Mathematik etabliert hat. Sie beschäftigt sich unter anderem mit dem Zufall, mit Eintrittswahrscheinlichkeiten und mit Auf- und Abzinsungsvorgängen.
Robert Wolff

11. Grundformen der Kapitalanlage und der Garantie

Zusammenfassung
Es gibt verschiedene Konstruktionsarten von (kapitalbildenden) Lebens- und Rentenversicherungen. Inzwischen verschwimmen diese Grenzen zusehends, teilweise wegen des größeren Wettbewerbs am Markt, teilweise wegen sich ändernder Rahmenbedingungen in rechtlicher und wirtschaftlicher Hinsicht.
Robert Wolff

12. Überschussbeteiligung

Zusammenfassung
Mit der Überschussbeteiligung sollen die Kunden an den erwirtschafteten Erträgen der Lebensversicherungsunternehmen beteiligt werden. Sie ist ein typischer, charakteristischer Bestandteil der Lebensversicherungsprodukte in Deutschland und hat wesentlichen Einfluss auf die Beitragshöhe oder die Höhe der fälligen Leistungen.
Robert Wolff

13. Details zum Vertrag

Zusammenfassung
Ausgangspunkt für einen Vertragsabschluss ist ein Antrag auf Abschluss eines Lebensversicherungsvertrags. Dieser Antrag erfüllt viele Funktionen und enthält zahlreiche Informationen und Daten:
  • Daten zur versicherten Person und Versicherungsnehmer (Name, Adresse.)
  • Angaben zum Vermittler, die für die Auszahlung der Provision wichtig sind
  • Angaben zum gewünschten Versicherungsschutz (Tarif, Versicherungssumme, Laufzeit, Beginn, Beitrag, Zusatzversicherungen, Dynamik)
  • Angaben zur Einschätzung des versicherten Risikos
  • Alter, ggf. Beruf und Einkommen des Versicherten
  • Gesundheitszustand und möglicherweise gefährliche Hobbys
  • Angaben zu bereits bestehendem Versicherungsschutz (BU, Pflege etc.)
  • Höhe des Beitrags und die gewünschte Zahlweise
  • Angaben zum Bezugsrecht
  • verschiedene rechtliche Erklärungen des Kunden
  • Einwilligung zum Einzug des Beitrags (SEPA-Lastschriftmandat)
  • Angaben nach dem Geldwäschegesetz
  • Besondere Angaben, falls Steuerpflicht im Ausland besteht (sogenannte FATCA- bzw. CRS-Abkommen)
  • Einwilligung der Datennutzung zu Werbezwecken
  • Bestätigung, die vorvertraglichen Vertragsinformationen erhalten zu haben
  • Erklärung zum Datenschutz
  • Einwilligung zur Verwendung von Gesundheitsdaten (Weitergabe an Gutachter, Rückversicherer, andere Konzerngesellschaften, selbstständige Vermittler etc.)
  • Schweigepflichtsentbindung für die Leistungsprüfung
  • Unterschrift für die Antragstellung
  • Der Versicherer erteilt verschiedene rechtliche Hinweise
  • Hinweis auf die Folgen einer Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht
  • Widerrufsbelehrung nach § 8 VVG
  • Mitteilung nach § 19 Abs. 5 VVG (Folgen der Verletzung vorvertraglicher Anzeigepflicht)
  • Bestätigung über vorläufigen Versicherungsschutz
  • Informationen zum Datenschutz
Robert Wolff

14. Der Vertrieb — Wie kommt die Lebensversicherung zum Kunden?

Zusammenfassung
Der Vertrieb war schon immer eine zentrale Funktion in Versicherungsunternehmen. Dienstleistungen sind ohnehin oft vertriebslastig, schon weil der Kunde sie zunächst nicht sehen oder erleben kann. Er muss sich damit beschäftigen oder sich beraten lassen, damit er den Wert einer solchen Leistung erkennen kann.
Robert Wolff

15. Rahmenbedingungen und aktuelle Marktsituation

Zusammenfassung
Seit Jahren wird für die Lebensversicherungsbranche eine drastische Konsolidierungswelle vorausgesagt. Ganz so rasant ist dies bisher nicht eingetreten, die Anbieterzahlen gehen aber langsam zurück. Ende 2014 waren 87 Lebensversicherer in Deutschland tätig. Im Jahr 2000 waren es noch 119 (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., 2015, S. 12).
Robert Wolff

16. Ausblick: Zukunft der Lebensversicherung

Zusammenfassung
Wohin geht die Reise in der Lebensversicherung? Vieles hängt davon ab, wie sich die Zinssituation entwickeln wird. Geht man davon aus, dass es hier vorerst keine wesentlichen Änderungen geben wird, stehen die Unternehmen vor einer entscheidenden Zeitenwende.
Robert Wolff

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