Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Obwohl die Matrixstruktur in den vergangenen Jahren in der Unternehmenspraxis eine Renaissance erfahren hat, liegen so gut wie keine aktuellen Abhandlungen über ihren Einsatz vor. Wenig bekannt ist insbesondere, für welche Unternehmen (bei welcher Unternehmensstrategie) die Matrixstruktur am besten geeignet ist und welche Managementinstrumente helfen, den Einsatz dieser Organisationsstruktur gelingen zu lassen. Das vorliegende Buch stellt hierauf bezogene Erkenntnisse bereit, die im Rahmen eines mehrjährigen Forschungsprojekts gewonnen wurden. Als Informationsbasis dienten unter anderem 46 Interviews mit Top Managern von 18 Unternehmen, welche die Matrixstruktur nutzen.

Unter anderem werden folgende Aspekte behandelt:

Warum benötigen immer mehr Unternehmen die Matrix als organisatorische Grundstruktur und wann ist sie geeignet?Wie häufig und bei welchen Themen kommt es zwischen den beteiligten Managern in der Matrix zu Konflikten?Welche Methoden der Konfliktlösung sind geeignet?Was sind die wichtigsten Aufgaben von Two-boss-Managern und welches Fähigkeitsprofil sollten sie haben?Welche Bedeutung haben hochrangige Meetings im Zusammenhang mit der Matrixstruktur?Welche Erfolgsfaktoren (Managementinstrumente) unterstützen den Erfolg der Matrixstruktur?

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird der Gegenstandsbereich des vorliegenden forschungsbasierten, sich sowohl an Praktiker wie Wissenschaftler richtenden Buches dargelegt. Behandelt wird der Einsatz der Matrixstruktur als organisatorische Grundstruktur in großen, komplexen Unternehmen. Es wird aufgezeigt, was in dem Buch unter einer Matrixstruktur verstanden wird. Weiterhin werden die zwei Kernthesen des Buches präsentiert: Erstens sollte die Matrixstruktur von jenen Unternehmen eingesetzt werden, deren Handlungsbedingungen (insbesondere deren Strategie) dies wirklich erfordert. Und zweitens ist der Einsatz der Matrixstruktur durch eine angemessene Nutzung passender Managementinstrumente („Erfolgsfaktoren“) zu flankieren. Außerdem werden im ersten Kapitel die Motivation des Forschungsprojekts und dessen Vorgehensweise erläutert.
Joachim Wolf

2. Warum immer mehr Unternehmen die Matrix als organisatorische Grundstruktur benötigen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird erläutert, warum die Matrixstruktur für immer mehr Unternehmen geeignet ist. Es wird aufgezeigt, dass dies an den zunehmend multiperspektivischen und komplexen Strategien der Unternehmen liegt. Unter anderem ist die Nutzung der Matrixstruktur in der zunehmenden Bedeutung von Synergiepotenzialen, der häufiger werdenden Einsatz von mehrfach nutzbaren Werken und Anlagen sowie der erhöhten Wichtigkeit von Key Accounts begründet. Die Top-Manager müssen deshalb Entscheidungen treffen, die auf den Wert des Gesamtunternehmens und nicht nur auf dessen Teileinheiten ausgerichtet sind. Hierzu ist eine starke informationelle Verzahnung der Teileinheiten des Unternehmens erforderlich, wie dies die Matrixstruktur unterstützt.
Joachim Wolf

3. Die funktionale, produktbezogene und regionale Dimension innerhalb der Matrixstruktur: Gründe für deren Einrichtung und Einflussgrößen ihres relativen Gewichts im Entscheidungsprozess

Zusammenfassung
Im diesem Kapitel wird aufgezeigt, unter welchen Bedingungen die Einrichtung einer funktionalen, einer produktbezogenen oder einer regionalen Dimension in einer Matrixstruktur angezeigt ist. Diese Matrixdimensionen sind bei unterschiedlichen Bedingungen erforderlich. Weiterhin wird dargelegt, bei welchen Angelegenheiten die funktionale, die produktbezogene und die regionale Dimension im Entscheidungsprozess ein besonderes Gewicht aufweisen sollten.
Joachim Wolf

4. Konflikt in der Matrixstruktur

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird das Ausmaß des zwischen den Matrixmanagern und dem Two-boss-Manager typischerweise bestehenden Konflikts aufgezeigt und erläutert. Erstaunlicherweise scheinen nach unseren Forschungen Konflikte in matrixstrukturierten Unternehmen ein weitaus geringeres Ausmaß aufzuweisen als gemeinhin vermutet. Auch wird dargelegt, bei welchen Themen Konflikte relativ wahrscheinlich sind. Außerdem werden Mechanismen (z. B. eingehende Diskussion sowie Eskalation) zur Lösung bzw. Handhabung von Konflikten behandelt. Schließlich wird die Einsatzhäufigkeit dieser Mechanismen in der Praxis beschrieben.
Joachim Wolf

5. Reichweite der Matrix

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird die Frage behandelt, ob alle Funktionsbereiche, alle Produktbereiche bzw. alle regionenbezogenen Einheiten des Unternehmens in die Matrixstruktur einbezogen werden sollen oder ob eine Auswahl getroffen werden soll („Selektive Matrixbildung“). Auch wird geklärt, ob das Doppelunterstellungssystem ausschließlich zwischen der zweiten und der dritten Hierarchieebene des Unternehmens bestehen oder ob es auch auf darunterliegenden Hierarchieebenen zur Anwendung gelangen soll („Micro-Matrixing“).
Joachim Wolf

6. Aufgaben, Interaktionsmuster und Fähigkeitsprofil des Two-boss-Managers

Zusammenfassung
In diesem Kapitel geht es um die Aufgaben und Interaktionsmuster sowie das Fähigkeitsprofil des Two-boss-Managers. Der vorrangige Arbeitsinhalt des Two-boss-Managers scheint darin zu bestehen, die Interaktionsbeziehungen im Matrixdreieck und damit die Matrix selbst zu steuern sowie die getroffenen Entscheidungen hierarchieabwärts umzusetzen. Auch werden Fähigkeiten aufgezeigt, über die ein Two-boss-Manager typischerweise verfügen sollte.
Joachim Wolf

7. Regelmäßige hochrangige Meetings im Umfeld des Matrixdreiecks

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird die große Bedeutung hochrangiger Meetings für das Gelingen der Matrix begründet. Hochrangige Meetings sind nicht zuletzt deshalb erforderlich, weil in matrixstrukturierten Unternehmen typischerweise stark ausgeprägte funktionsbereichs-, produktbereichs- und regionenübergreifende Interdependenzen vorliegen. Verschiedene Arten derartiger Meetings werden besprochen.
Joachim Wolf

8. Erfolgsfaktoren, welche die Anwendung der Matrixstruktur gelingen lassen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden Managementinstrumente besprochen, welche helfen, im Matrixkontext ein hohes Maß an ökonomischer und sozialer Effizienz zu erreichen („Erfolgsfaktoren“). Dargelegt wird eine größere Zahl personenorientierter und technokratischer Erfolgsfaktoren. Zu den wichtigen technokratischen Erfolgsfaktoren gehört die Befolgung von Regeln, wie dies im Zuge der Entwicklung der regelbasierten Matrix vorgeschlagen worden ist.
Joachim Wolf

9. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
Im abschließenden Kapitel werden die in den vorausgehenden Kapiteln dargelegten Ergebnisse zusammengefasst. Überdies wird die Frage behandelt, ob die Bedeutung der Matrixstruktur in der Zukunft eher zu- oder abnehmen wird. Bezüglich der Beantwortung dieser Frage besteht ein weitgehender Konsens zwischen Wissenschaft und Praxis.
Joachim Wolf

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

    Bildnachweise