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Über dieses Buch

Der Begriff der Banksteuerung oder der Gesamtbanksteuerung lehnt sich stark an den Begriff der Unternehmensführung an. Auch Banken oder Finanzdienstleister, die einer Aufsicht der Bundeanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterliegen, sind Unternehmen. Als solche haben sie eine Strategie, die sie unter Berücksichtigung der für sie geltenden Regelungen und Vorschriften umsetzen möchten. Die regulatorischen Anforderungen an Banken und Finanzdienstleister weichen allerdings stark von Vorgaben anderer Branchen ab, insbesondere wurden die quantitativen wie auch die qualitativen Anforderungen nach der Bankenkrise der Nullerjahre weiter erhöht. Alleine schon diese Vorgaben machen die Banksteuerung zu einem immer wieder neuen und spannenden Aufgabengebiet, bei dem sich die Rahmenbedingungen und die Zielrichtungen laufend ändern. Dabei muss eine Bank als Unternehmen versuchen, für ihre Zielrichtung und ihre Möglichkeiten die optimale Strategie zu finden und diese auch entsprechend umzusetzen. Je nach Definition ist die Banksteuerung eher angelehnt an das Prinzip der Unternehmenssteuerung, was Banken und Institute damit mit anderen Unternehmen gleichsetzt, die Gesamtbanksteuerung hingegen die Betrachtung und Optimierung der spezifischen Geschäfte des Finanzbereichs in einem Unternehmen. Die neue Banksteuerung hingegen ist ein holistischer Ansatz zur Optimierung der Erfüllung der Anforderungen an eine Bank oder einen Finanzdienstleister unter Berücksichtigung der weiteren Entwicklung in deren Umwelt.Dieses Buch zeigt die Gründe auf, wieso es für Banken in der heutigen technisierten, arbeitsteiligen Welt schwierig ist, Strategien zu finden und umzusetzen. Ich werde aber auch eine mögliche Vorgehensweise vorstellen, die auf neue technische Möglichkeiten im Markt abstellt. Zwar kann es keine standardisierte Lösung für alle Branchenteilnehmer geben, jedoch können an vielen Stellen die gleichen Unzulänglichkeiten auftreten. Die heutige Unternehmenssteuerung braucht ein tiefes Verständnis für die Produkte, die Prozesse und die Risiken, darf allerdings den menschlichen Faktor nie außer Acht lassen. Ziel dieses Buches ist es, für mehr Verständnis zu sorgen, einen holistischen Ansatz vorzustellen und aufzuzeigen, wo Schwachstellen in der aktuellen Vorgehensweise sind oder waren. Die Bankenkrise nach 2007 hat viele feste Säulen in der Methodik, der Regulatorik und im Selbstverständnis der Banken für immer verändert. Banksteuerung ist heute sehr viel stärker durch Vorgaben und Limitierungen eingeschränkt. Sie ist zudem internationaler geworden, weil weltweit in den relevanten Märkten viele neue Regelungen gelten. Alle Anforderungen wollen berücksichtigt werden, und diese ändern sich immer weiter. Das heißt, dass auch in diesem Buch manche Aspekte nicht mehr aktuell sein werden. Der grundlegende Kreislauf aber, die Möglichkeiten darin und die Mitspieler am Markt werden sich in den nächsten Jahren weniger verändern, als man annehmen könnte, wenn man die Presse verfolgt. Mehrjahrespläne von Banken sollten das berücksichtigen, indem sie das bereits Denkbare aufgreifen, seine direkte oder indirekte Relevanz für das eigene Tun bewerten, um es dann mit zu berücksichtigen oder zu verwerfen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Warum dieses Buch relevant ist

Zusammenfassung
Der Begriff der Banksteuerung oder der Gesamtbanksteuerung lehnt sich stark an den Begriff der Unternehmensführung an. Auch Banken oder Finanzdienstleister, die einer Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterliegen, sind Unternehmen. Als solche haben sie eine Strategie, die sie unter Berücksichtigung der für sie geltenden Regelungen und Vorschriften umsetzen möchten. Die regulatorischen Anforderungen an Banken und Finanzdienstleister weichen allerdings stark von Vorgaben anderer Branchen ab, insbesondere wurden die quantitativen wie auch die qualitativen Anforderungen nach der Bankenkrise der Nullerjahre weiter erhöht. Alleine schon diese Vorgaben machen die Banksteuerung zu einem immer wieder neuen und spannenden Aufgabengebiet, bei dem sich die Rahmenbedingungen und die Zielrichtungen laufend ändern. Dabei muss eine Bank als Unternehmen versuchen, für ihre Zielrichtung und ihre Möglichkeiten die optimale Strategie zu finden und diese auch entsprechend umzusetzen. Je nach Definition ist die Banksteuerung eher angelehnt an das Prinzip der Unternehmenssteuerung, was Banken und Institute damit mit anderen Unternehmen gleichsetzt, die Gesamtbanksteuerung hingegen die Betrachtung und Optimierung der spezifischen Geschäfte des Finanzbereichs in einem Unternehmen. Die neue Banksteuerung hingegen ist ein holistischer Ansatz zur Optimierung der Erfüllung der Anforderungen an eine Bank oder einen Finanzdienstleister unter Berücksichtigung der weiteren Entwicklung in deren Umwelt.
Holger Biernat

2. Begriffliche Festlegungen

Zusammenfassung
Dieses Buch bezieht sich auf solche Unternehmen, die der Bankenaufsicht unterliegen und für die daher die deutschen Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) Anwendung finden. Das sind nicht nur Banken, auch solche mit einem speziellen Fokus, sondern auch andere Finanzdienstleister. Die Aufsicht spricht gerne von Instituten. Die Begriffe Finanzdienstleister und Bank sollen daher alle synonym verwendet werden.
Holger Biernat

3. Grundlegende Einordnung des Themas

Zusammenfassung
Banksteuerung folgt einem Regelkreis. Dabei sind verschiedene Besonderheiten von Banken im Vergleich zu anderen Unternehmen zu beachten. Die aktuelle Literatur am Markt bietet verschiedene Lösungen für Teilbereiche der Banksteuerung, viele der gegenwärtigen Bücher greifen die neuen Themen rund um Banking 4.0 noch gar nicht in Gänze auf. So lässt sich die aktuell verfügbare Literatur in verschiedene Gruppen für Teilgebiete zusammenfassen. Andere Literatur, die bei der Deutschen Bibliothek verfügbar ist, stammt aus den Vorjahren, kann also aktuelle Themen noch nicht aufgreifen, die erst danach wirksam geworden sind. Das Kapitel zeigt die aktuellen Problemfelder, denen sich Banken ausgesetzt sehen, als Folge der Krise 2007/2008 und der gegenwärtigen Marktentwicklung im Euro, im Welthandel oder aber der neuen Technik. Danach werden vergangene und aktuelle Skandale vorgestellt aber beispielhaft auch, was die mögliche Ursache bzw. Unzulänglichkeit im Bereich Banksteuerung gewesen sein kann.
Holger Biernat

4. Umfeld moderner Banksteuerung

Zusammenfassung
Die Banksteuerung ist beeinflusst durch externe Faktoren (Regulatorik im Bereich quantitativer und qualitativer, IT, neue Produkte und Risiken der Gegenwart) wie auch interne Risiken. Ein Mittel der systematischen Behandlung kann eine Risk-Map sein, womit all diese externen Faktoren erfasst, und bewertet werden. Bankinterne Risiken können dagegen anhand von Frühwarnindikatoren erkannt und behandelt werden.
Holger Biernat

5. Start und Ziel: das Erstellen der Strategiepapiere

Zusammenfassung
Strategien, formuliert in Strategiepapieren sind kein Selbstzweck, sondern sind die Darstellung der Ziele und Visionen, um diese in der Realwelt umsetzbar zu machen. So abstrakt die Strategie am Ende sein mag, die Strategiefindung selbst ist kein losgelöstes Vorgehen, sondern sie muss verschiedene Nebenbedingungen berücksichtigen. Der Startpunkt ist eine ehrliche Selbstanalyse, die Teil des Strategiezyklus ist mit Elementen wie der Formulierung von Prämissen, der Erstellung, der Kommunikation aber auch der Kontrolle. Unvorhersehbare Entwicklungen können dabei eine Anpassung innerhalb des Jahres notwendig machen. Die Überwachung kann anhand von Kennzahlen erfolgen, so lassen sich neben den regulatorischen Vorgaben auch interne Kennzahlen, Limite und Begrenzungen formulieren. Deren Abgleich gegen die tatsächliche Entwicklung setzt eine entsprechende Möglichkeit der Überwachung voraus, so müssen die Daten dazu entsprechend strukturiert und verlässlich bereitgestellt werden.
Holger Biernat

6. Umsetzung: Ableitung eines Aktionsplans

Zusammenfassung
Die Strategie muss, nachdem sie formuliert wurde, die notwendigen Ressourcen bereitgestellt wurden und sie kommuniziert wurde, umgesetzt werden. Aus der Vorgabe muss ein Aktionsplan, entstehen, der in Projekten umgesetzt wird. Software kann ein Mittel sein, Abweichungen einfacher und verlässlicher erkennbar zu machen.
Holger Biernat

7. Zusammenfassung der Erkenntnisse und Ausblick

Zusammenfassung
Dieses Buch hat versucht, alle wesentlichen Elemente einer Banksteuerung aufzuzeigen, ohne bei den einzelnen Sachverhalten insbesondere in der Technik und im Risikomanagement in die Tiefe zu gehen. Es ging darum, den Weg aufzuzeichnen und einen Bogen zu spannen hin zu den Grundlagen wie Vision, Ziel, Strategie und Umsetzung, weniger darum, in Details zu gehen, die bei den Banken unterschiedlich sind. Außerdem wurden keine Konzepte oder Geschäftsausrichtungen bevorzugt oder kritisiert. Alle haben ihre Chance am Markt, wie sie auch Risiken haben. Banksteuerung bedeutet, die Bank auf ihrem Weg zu begleiten und den Weg freizumachen, um optimale Ergebnisse für alle Stakeholder zu erzielen. Die Umsetzung der Banksteuerung geht dabei Hand in Hand mit den Vorgaben, aber auch den tatsächlichen Möglichkeiten nach der Inventur.
Holger Biernat

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