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Über dieses Buch

Wie sehen die nächsten Entwicklungsstufen in Journalismus und Medien aus? Die wichtigsten Tendenzen skizziert dieser Sammelband. Er liefert Analysen zu Trends wie Big Data und Digitalisierung, Vorschläge und Modelle für den mobilen Journalismus, die Zuschauerinteraktion und –partizipation. Zum Stichwort Fake News gibt er Ratschläge zur Verifikation und stellt praktische Lösungsansätze vor. Schließlich liefert er Praxisbeispiele und einen Ausblick zur Sicherung der Qualität im Journalismus.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Öffentlichkeitswandel und digitale Revolution

Frontmatter

Kapitel 1. Ein Plädoyer für mehr Empathie im Netz

Fünf technische Errungenschaften prägen das 21. Jahrhundert: Digitalisierung, Vernetzung, Bandbreite und Geschwindigkeit, Automation, Künstliche Intelligenz. In seiner Keynote spannt Richard Gutjahr den Bogen von der Frühen Neuzeit bis in die Zukunft.
Richard Gutjahr, Constanze Farda

Kapitel 2. Der neue Strukturwandel der Öffentlichkeit und die German Angst

Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Ängste und Spaltungstendenzen, die zum Aufstieg der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) geführt haben bzw. mit ihm einhergehen, fragt dieser Beitrag nach der Bedeutung des Medienwandels innerhalb dieses Komplexes. Er zeichnet den aktuellen Strukturwandel der Öffentlichkeit nach, dessen Beginn auf Mitte der 1980er Jahre datiert wird und der durch Metaprozesse wie Digitalisierung, Globalisierung, Individualisierung und Ökonomisierung eine über Jahrzehnte stabile, klassische nationale Medienlandschaft transformiert hat. Es wird gezeigt, dass einige der Ängste, die im Bundestagswahljahr 2017 die deutsche Bevölkerung umgetrieben haben, mit dem Medienwandel hin zu einer Ära globalisierter digitaler Netzwerkmedien in mindestens indirektem Zusammenhang stehen, etwa Terrorismus und Spannungen durch Zuzug von Ausländern.
Uwe Krüger

Kapitel 3. Transmedialer Wandel und die German Angst

Die Angst ist keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Der Beitrag zieht Parallelen zwischen den Umbrüchen und dem Medienwandel des 16. Jahrhunderts zum heutigen transmedialen Wandel. Er stellt die aktuellen Herausforderungen an den Journalismus dar und zeigt mögliche Auswege auf.
Paul-Josef Raue

Kapitel 4. Journalismus, Big Data, Algorithmen

Digitale Praktiken im modernen Journalismus
„Big Data“ ist ein Oberbegriff für Anwendungen und Technologien geworden, die uns erlauben bedeutungstragende Strukturen aus riesigen, unübersichtlichen Datenmengen zu gewinnen. Viele geeignete Verfahren, Datenstrukturen und Algorithmen stehen als Open-Source-Software einem breiten Anwenderkreis zur Verfügung. Unter ökonomischen und qualitativen Gesichtspunkten ist der Einsatz von rechnergestützten Prozessen im Journalismus mit wesentlichen Wettbewerbsvorteilen verbunden. Der Beitrag zeigt grundlegende Verarbeitungskonzepte anhand des Yahoo News Annotated Comments Corpus.
Andreas Niekler

Fernsehen: Mobil und interaktiv

Frontmatter

Kapitel 5. Das NextNewsLab des NDR: Smartphones als Produktionsmittel

Beim „mobile reporting“ geht es nicht darum, klassische und qualitativ sehr bewährte und geschätzte Produktionsprozesse zu ersetzen. Vielmehr erweitert das Smartphone die journalistischen Möglichkeiten. Das NDR-NextNewsLab experimentiert mit Smartphones und beschreibt Arbeitsweise, Zubehör sowie Vor- und Nachteile mobilen Arbeitens. Dabei überzeugen Workflow und Schnelligkeit.
Benjamin Unger

Kapitel 6. Vom Zuschauer zum Teilnehmer – Möglichkeiten partizipativer Formate

Partizipative Formate bieten dem Publikum in lokalen und hyperlokalen Zusammenhängen die Möglichkeit, an journalistischen Beiträgen mitzuwirken oder sie insgesamt zu gestalten. Vorteil für die Redaktionen: Sie bekommen neue thematische Impulse und redaktionelle Zuarbeit, und die Leser- bzw. Zuschauerbindung wird erhöht. Andererseits soll die journalistische Qualität dabei nicht auf der Strecke bleiben. Dieser Beitrag gibt einen Einblick, wie die Fakultät Medien der HTWK Leipzig neue TV-Formate erprobt, um Zuschauerbeiträge in das Programm des Hochschulfernsehens floid einzubinden. Die Auswertung zeigt, welche Rahmenbedingungen erfüllt sein müssen, damit das partizipative Format funktioniert.
Veronika Christmann, Komnen Tadic

Kapitel 7. Kriterien zur Umsetzung interaktiver, fiktionaler AV-Inhalte im Linearen Fernsehen

Der Zuschauer nimmt Einfluss auf das lineare Fernsehprogramm? Ein schwieriges Unterfangen. Diesen Eindruck vermitteln zumindest die ausbleibenden Erfolge bisheriger Experimente mit interaktiven Formaten. Muss sich das lineare Fernsehen hinsichtlich Interaktivität gegenüber Video-on-Demand- und den Bewegtbildangeboten von Onlineplattformen geschlagen geben? Dieser Beitrag ist eine Zusammenstellung ausgewählter Ergebnisse, die in der gleichnamigen Masterarbeit im Studiengang Medienmanagement an der HTWK Leipzig vorgelegt wurden. Anhand von Quellen, Analysen und Experteninterviews wurde ein Kriterienkatalog herausgearbeitet, der Handlungsempfehlungen für die Verwirklichung von interaktiven AV-Formaten im linearen Fernsehen darstellt.
Martin Blum

Kapitel 8. „Möchten Sie gerne eine Einhornpuppe auf der Bühne sehen?“

Studierende der HTWK haben 2017 eine interaktive Fernseh-Show konzipiert und erprobt: Sie stellten Improvisationstheater als innovatives Fernseh-Format über Live-Stream auf die Bühne. Die Zuschauer konnten offline und online interagieren. Das Konzept basiert auf der Unterscheidung von Konflikt, Konkurrenz, Kooperation bei Online-Interaktionen nach Christoph Neuberger und dem zugrundeliegenden Interaktionsbegriff.
Sebastian Gomon, Gabriele Hooffacker

Antworten auf Fake News und Filterblasen

Frontmatter

Kapitel 9. Was Verifikations-Einheiten tun

Der Beitrag klärt den Begriff Fake News und geht im Folgenden darauf ein, welche Fähigkeiten eine journalistische Einheit braucht, die sich mit Fake News, Desinformation und Manipulation im Netz beschäftigt. Des Weiteren gibt der Beitrag Tipps, wie Methoden wie „Social Listening“ dazu führen können, dass Redaktionen ihren eigenen Bias hinterfragen und besser wissen, was die Menschen bewegt. Fazit: Widerlegungen muss man so gestalten, dass sie eindeutig sind und nicht die Legende, das Framing oder die Agenda des Manipulators stützen.
Stefan Primbs

Kapitel 10. Alles Fake? Zwischen Alarmismus und Verharmlosung

Von den frühesten Fakes online über politisch motivierte Falschmeldungen spannt der Beitrag den Bogen zu Aufklärungstools und -plattformen zur Verifikation oder Falsifikation. Im Zentrum der Darstellung steht hoaxmap.org, ein Portal zur Widerlegung von Falschmeldungen über Flüchtlinge. Auf der Basis dieser Einträge wird eine Typologie der Falschmeldungen vorgenommen und eine Einschätzung zu den Motiven der Fälscher geliefert.
Karolin Schwarz

Kapitel 11. Schlüsselkompetenzen für die neue Öffentlichkeit: Medienpädagogische Praxiskonzepte in Sachsen

Das 21. Jahrhundert ist von revolutionären digitalen Veränderungen geprägt. Die Medienwissenschaftler und Medienpädagogen Uta Corsa und Robert Helbig stellen dafür die notwendigen Schlüsselqualifikationen vor. Sie zeigen, wie wichtig soziale Intelligenz, adaptives Denken, interkulturelle Kompetenz, digitales Denken, Medienkompetenz, Transdisziplinarität, Designer-Mentalität, kognitive Balance und Online-Teamfähigkeit für das Gelingen dieses gesellschaftlichen Wandels sind. In den Mittelpunkt stellen sie dabei mediale Kompetenz als soziale Kompetenz. Anhand eines medienpädagogischen Beispiels aus der Arbeit der Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle (SAEK) zeigen sie medienpädagogische Praxiskonzepte für das neue Jahrzehnt. Materialien und Linktipps runden diesen Beitrag zu Schlüsselkompetenzen in der neuen Öffentlichkeit ab.
Uta Corsa, Robert Helbig

Kapitel 12. Ein Europafunk nach dem Vorbild von ARD und ZDF

Um eine europäische Öffentlichkeit jenseits nationaler Filterblasen zu schaffen, schlägt Jakob von Weizsäcker, Europaabgeordneter aus Thüringen, einen öffentlich- rechtlichen Europafunk nach dem Vorbild von ARD und ZDF vor. Bei einer Diskussion mit Jakob von Weizsäcker im Brüsseler Europarlament konnte sich das Organisationsteam der Fachtagung „Die neue Öffentlichkeit“, drei Masterstudierende des Studienganges „Medienmanagement“ der HTWK Leipzig, über die Idee des Europafunks informieren. In diesem Beitrag wird die Idee des Europafunks und ihre Rezeption vorgestellt.
Saskia Riechers

Wie weiter mit dem Qualitätsjournalismus?

Frontmatter

Kapitel 13. Podiumsdiskussion „Die neue Öffentlichkeit – wer definiert Qualität und Wahrheit?“

Dem Thema „Die neue Öffentlichkeit – wer definiert Qualität und Wahrheit?“ widmete sich die abschließende Diskussion der gemeinsamen Fachtagung des Europäischen Instituts für Qualitätsjournalismus und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig zum Thema „Die neue Öffentlichkeit: Wie Bots, Bürger und Big Data den Journalismus verändern.“
Als Experten aus Wissenschaft, Journalismus und Technik diskutierten dazu Prof. Dr. Uwe Kulisch der HTWK Leipzig, Dr. Uwe Krüger der Universität Leipzig, Christine Elmer von Spiegel online, Karolin Schwarz von Hoaxmap, Stefan Primbs vom Bayerischen Rundfunk. Johann-Michael Möller, ehemaliger MDR-Hörfunkdirektor, moderierte dieses Abschlusspanel.
Uta Corsa

Kapitel 14. Der Pudding muss an die Wand

Media Quality Watch – Wie Macher und ihr Publikum einander wieder vertrauen könnten
Das EIQ Europäisches Institut für Qualitätsjournalismus entwickelt in Kooperation mit der HTWK Leipzig eine interaktive Plattform zur Definition und Sicherung von Qualität in den Medien. Unter dem Arbeitstitel Media Quality Watch sollen Verantwortliche in den Medien, begleitet von Wissenschaft und Fachinstitutionen, in die Lage versetzt werden, mit ihren Rezipienten einen nachhaltigen Dialog über Qualitätskriterien in der digitalen Medienwelt zu führen. Diesem Projekt liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die veränderte Medien-Architektur mit zahlreichen neuen Produktionsmöglichkeiten und vielfältigen Verbreitungswegen für Medieninhalte stärker als bisher die Bedürfnisse des Publikums ernst nehmen sollte, ohne allerdings anerkannte Standards aufzugeben. So soll vor allem Vertrauen in die Medien als demokratiebildender Faktor zurückgewonnen werden. Das Projekt wird von der Friede Springer Stiftung finanziell unterstützt und wurde während der gemeinsamen Fachtagung von EIQ und HTWK am 29. September 2017 in Leipzig vorgestellt.
Wolfgang Kenntemich, Andreas Niekler
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