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Über dieses Buch

Im Mittelpunkt des Bandes steht die zukünftige Organisation der Journalismusproduktion. Christopher Buschow untersucht Neugründungen und Start-ups, die mitunter innovativer und zukunftsorientierter arbeiten können als Presseverlage und ihre Redaktionen. Der Autor zeigt auf Grundlage empirischer Fallstudienforschung, was es bedeutet, in neugegründeten Medienorganisationen ‚Journalismus zu produzieren‘ und ‚Medien zu managen‘. Ziel des Bandes ist es, die Untersuchung von Entrepreneurship und Unternehmertum in den Medien als einen instruktiven Zugang zur derzeitigen Neuordnung des Journalismus zu profilieren.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung: Den Möglichkeitsraum einer neuen Ordnung des Journalismus entfalten

Zusammenfassung
Die Entwicklung digitaler Netzwerkmedien hat den Möglichkeitsraum, Journalismus zu praktizieren, maßgeblich verändert, auf neue Art und Weise geöffnet und zugleich beschränkt (vgl. Winter, 2006a). Ihre Entwicklung ist – wie Carsten Winter (2003a, S. 62) betont – „eine Chance, sich bestehender Möglichkeiten der Erforschung von Kommunikation kritisch zu vergewissern“. Doch können wir diesen neuen Möglichkeitsraum im etablierten Rahmen der gegenwärtigen Journalismusforschung entfalten? Ich vertrete die Auffassung, dass uns die traditionellen Perspektiven, mit denen wir ‚Journalismus’ erfasst haben, weder in die Lage versetzen, seine zunehmend prekäre Situation zu überblicken, noch Möglichkeiten ihrer Veränderung vorzuschlagen: Wir stellen Fragen aus einem prädigitalen Zeitalter, während Netzwerkmedien unseren Alltag und unsere Gesellschaft transformieren.
Christopher Buschow

Chapter 2. Entwicklung eines theoretischen Bezugsrahmens

Zusammenfassung
Alle Beobachtungen sind ‚theorieimprägniert‘. Wäre keine Theorie vorhanden, flösse – in Anlehnung an Luhmann (1991b [1970], S. 255) – ein unendlich komplexer Strom unstrukturierten Handelns in die wissenschaftlichen Beobachtungsinstrumente. Gesucht wird daher ein grundlegender, theoretischer Bezugsrahmen, der diese Studie anleiten kann. Wie muss dieser geformt sein, um den Untersuchungszielen (Kapitel 1.1) und der wissenschaftstheoretischen Position (Kapitel 1.2) gerecht zu werden? Der Bezugsrahmen soll die thematischen Fragestellungen der Studie bearbeiten können, d.h. die empirische Beobachtung einer Praxis des Journalismus sowohl auf dem Skalierungsniveau der individuellen Akteure, der Organisation als auch der Gesellschaft insgesamt ermöglichen, inklusive des Zusammenspiels dieser nur analytisch differenzierten Ebenen.
Christopher Buschow

Chapter 3. Bestimmung der Grundbegriffe und Entwicklung einer Forschungsstrategie

Zusammenfassung
Dieses Kapitel entfaltet die zentralen Begrifflichkeiten dieser Studie, die sich aus ihrer Forschungsfrage ergeben, im Kontext des soeben vorgeschlagenen theoretischen Bezugsrahmens. Zunächst wird Journalismus aus einer praxistheoretischen Perspektive definiert (Kapitel 3.1). Sodann zeige ich, was in dieser Studie unter dem Schlüsselbegriff der Organisation verstanden werden soll (Kapitel 3.2). Das Kapitel schließt mit der Entwicklung einer Forschungsstrategie im Lichte dieser Definitionen, mit welcher die untersuchungsleitende Frage beantwortet werden soll (vgl. Kapitel 3.3).
Christopher Buschow

Chapter 4. Herleitung einer Vergleichsfolie: Die Praxis des Journalismus und ihr Wandel

Zusammenfassung
Dieses Kapitel beschreibt die gegenwärtige Praxis des Journalismus und Voraussetzungen sowie Bedingungen ihres Wandels. Dazu beginne ich mit einer kurzen Untersuchung des sogenannten industriellen Produktionsmodus des Journalismus und seiner typischen Organisationsform Presseverlag, welche einen spezifischen Artikulationszusammenhang der Momente/Kontexte der Produktion und Allokation sowie Organisation von Wahrnehmung und Nutzung medialer Kommunikation unter den Bedingungen von Sekundär- bzw. Druckmedien bilden. Durch die Rekonstruktion dieses Zusammenhangs wird eine Vergleichsfolie entwickelt, an welche spätere Beobachtungen typischer Handlungsmuster in neugegründeten Organisationen angelegt werden können (Kapitel 4.1).
Christopher Buschow

Chapter 5. Neugegründete Organisationen im Journalismus

Zusammenfassung
Dieses Kapitel steht im Zeichen einer ersten, tentativen Annährung an den Forschungsgegenstand. Im Folgenden wird es, im Lichte der Vorannahmen aus Kapitel 3 und 4, darum gehen, den Untersuchungsfokus auf neugegründete Medienorganisationen, ihre Genese, ihre soziale Praktiken und deren Effekte zu verengen (Kapitel 5.1). Zu diesem Zweck wird zunächst eine konzeptuelle Eingrenzung solcher Neugründungen vorgenommen, von denen prinzipiell besonders große Wirkkraft in der Restrukturation des Journalismus erwartet wird (Kapitel 5.2).
Christopher Buschow

Chapter 6. Methodisches Vorgehen

Zusammenfassung
Diese sozialwissenschaftliche Studie will Erkenntnisse mittels empirischer Forschung gewinnen. Im Folgenden reflektiere ich zunächst das methodologische Selbstverständnis, das knapp aus konstruktivistischer Epistemologie und strukturationstheoretischer Ontologie hergeleitet wird (Kapitel 6.1). Unter Bezugnahme auf das Erkenntnisinteresse und die Ziele der Studie wird die Entscheidung für ein qualitatives Forschungsvorgehen argumentiert.
Christopher Buschow

Chapter 7. Empirische Erkenntnisse

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die empirischen Befunde der durchgeführten Studie in einer Gesamtschau präsentiert und unter Rückbezug auf den Theorieteil interpretiert. In der Darstellung sind Rekonstruktion und Interpretation eng verzahnt, da soziale Praktiken überhaupt erst auf Grundlage von Dateninterpretation erfasst werden können.
Christopher Buschow

Chapter 8. Fazit: Wie weiter mit Journalismus und Journalismusforschung?

Zusammenfassung
Diese Studie ist mit dem Ziel angetreten, zu beschreiben und zu verstehen, wie Journalismus in einem veränderten Handlungsrahmen – neugegründeten Organisationen – praktiziert wird. Diese empirische Rekonstruktion abseits traditioneller Untersuchungskontexte und in Abkehr von etablierten Theorieperspektiven sollte möglichst offen und explorativ nachzeichnen, was Journalismus unter den Bedingungen digitaler Netzwerkmedien charakterisiert. Mit diesem Vorgehen war der Anspruch verbunden, die derzeitige Sicht auf die scheinbar „unlösbare“ Problemsituation des Journalismus durch die Änderung des theoretischen Bezugsrahmens und des empirischen Gegenstandes zu überwinden (vgl. Kapitel 1).
Christopher Buschow

Backmatter

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