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2022 | Buch

Die perfekte Produktion

Manufacturing Excellence in der Smart Factory

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Über dieses Buch

In dieser völlig überarbeiteten 2. Auflage wurden die neuesten Softwarefunktionalitäten berücksichtigt sowie wichtige Themen, wie Shop Floor Management, Energiemanagement, Projektmanagement, Change Management und Industrie 4.0 ergänzt. Die Autoren zeigen anhand von Praxisbeispielen auf, wie sich durch die sogenannte Short Interval Technology (SIT) systematisch schnelle Regelkreise im Unternehmen aufbauen lassen. Das Ziel ist die Perfekte Produktion mit transparenten, reaktionsschnellen und wirtschaftlichen Prozessen.

Mit den klassischen Methoden der Produktionsplanung und -steuerung sowie den häufig anzutreffenden Produktionsprozesse gelingt es vielen Unternehmen nur noch mit großem Aufwand, in den immer besser vernetzten und schneller getakteten Lieferketten mitzuspielen und kurze Lieferzeiten, hohe Termintreuen, kleine Losgrößen, kurzfristige Abrufe und just-in-time Anlieferungen bei wettbewerbsfähigen Kosten sicherzustellen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Die perfekte Produktion: Wunsch oder Notwendigkeit?
Zusammenfassung
Sicher hat jedes produzierende Unternehmen in irgendeiner Form das Ziel, besser zu werden. Das ist natürlich sehr allgemein formuliert und es muss selbstredend für jedes Unternehmen individuell definiert werden, was wie in welchem Maße verbessert werden kann oder muss. Wenn man jedoch konkret nachfragt, wo Verbesserungen möglich oder z. B. aus Wettbewerbsgründen sogar notwendig sind, bekommt man in vielen Fällen keine präzisen Antworten. Stattdessen werden Vermutungen geäußert oder Annahmen getroffen, für die jedoch oft keine realen Gründe genannt, geschweige denn belastbare Zahlen vorgelegt werden können.
Und hier müssen die Fertigungsunternehmen ansetzen. Durch geeignete Datenerfassungsmaßnahmen muss im ersten Schritt eine verlässliche Datenbasis zu allen relevanten Prozessen und Ressourcen geschaffen werden. Über die damit erreichte Transparenz lassen sich die Schwachstellen nachvollziehbar erkennen und zielgenaue Gegenmaßnahmen können unter Nutzung schneller Regelkreise in kürzester Frist eingeleitet werden.
Jürgen Kletti, Jürgen Rieger
2. Die neuen Anforderungen der Smart Factory
Zusammenfassung
In Kap. 1 wurden bereits einige allgemeine Ausführungen zum wirtschaftlichen Umfeld, zum Status der realen Produktion und zu Strategien gemacht, wie man durch mehr Transparenz und Reaktionsfähigkeit die perfekte Produktion erreichen kann. In Kap. 2 sollen nun zunächst die Anforderungen beschrieben werden, die durch das veränderte Produktionsumfeld und vollkommen neue Randbedingungen entstehen. Dazu zählen u. a. voll flexible Produktionssysteme, die eine heute in vielen Fertigungsbetrieben noch vorherrschende getaktete Produktion ersetzen und starke strukturelle sowie organisatorische Veränderungen zur Folge haben. Abgeleitet davon wird beschrieben, wie die neuen Herausforderungen auf Basis der sog. Digitalisierung der Produktion, die auch durch Begriffe wie Industrie 4.0, Digital Factory oder Smart Factory charakterisiert wird, gemeistert werden können. Innerhalb des vorgestellten 4-Stufenmodells zur Digitalisierung werden die Schritte beschrieben, die auf dem Weg zur Fabrik der Zukunft zu durchlaufen sind.
Jürgen Kletti, Jürgen Rieger
3. Die Schwachstellen in der ProduktionSchwachstellen in der Produktion
Zusammenfassung
In der klassischen Produktion vieler Unternehmen finden sich eine oder mehrere Schwachstellen wie geringe Transparenz, mangelnde Qualität, mangelnde Effizienz, überhöhte Bestände, lange Durchlaufzeiten oder schlechte Termintreue. Durch den häufig unternommen Versuch, diese Schwachstellen technisch bzw. methodisch zu lösen, können schnell weitere Problemfelder wie beispielsweise eine ungenügende Einbeziehung der Mitarbeiter entstehen. Weitere Ursachen für die o. g. Schwachstellen sind neben dem Fehlen schneller Regelkreise oft auch strategische bzw. organisatorische Rahmenbedingungen im Unternehmen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der Produktion haben.
In diesem Kapitel werden auf Basis ausführlicher, prozessbezogener Analysen der Problemfelder und Schwachstellen Verbesserungspotenziale aufgezeigt und Lösungsansätze beschrieben. Ergänzend dazu werden auch die Probleme benannt, die bei der zwingend notwendigen Digitalisierung der Produktion entstehen können. Deutlich gemacht wird außerdem, dass die Potenziale nur vollständig und nachhaltig ausgeschöpft werden können, wenn es den Unternehmen gelingt, die Mitarbeiter aktiv in die Veränderungsprozesse einzubinden und einen funktionierenden Change-Prozess zu etablieren.
Jürgen Kletti, Jürgen Rieger
4. Die Bausteine für die perfekte Produktion
Zusammenfassung
In Kap. 4 geht es vor allem darum, konkrete Schritte zu beschreiben, die Fertigungsunternehmen auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft gehen müssen. Als ideales Hilfsmittel haben sich vier Bausteine bewährt, die dabei helfen, ein Unternehmen schrittweise in Richtung einer perfekten Produktion zu entwickeln:
  • „Wertstrommanagement 4.0“ zur detaillierten Analyse der Ausgangssituation in Bezug auf Informationsflüsse, Planungsabläufe in der Produktion und Unterstützungsfunktionen
  • „Schlanke Wertströme“ mit dem Ziel, offensichtliche Verschwendungen in der Produktion zu eliminieren, die Prozesssicherheit zu erhöhen sowie Bestände und Durchlaufzeiten zu reduzieren
  • „Schlanke Unterstützungsfunktionen“ zur Digitalisierung der Informations- und Planungsabläufe
  • „Nachhaltige Prozessverbesserung“ mit dem Ziel, dass die in den ersten Bausteinen erzielten Verbesserungen nachhaltig genutzt und die Prozesse regelmäßig auf den Prüfstand gestellt werden.
Wesentlich für die erfolgreiche Umsetzung der einzelnen Bausteine der perfekten Produktion ist, dass im Unternehmen die Nutzung moderner Fertigungs-IT schrittweise ausgebaut und eine Lean-Kultur aufgebaut wird.
Jürgen Kletti, Jürgen Rieger
5. Zielorientierte Prozessverbesserung
Zusammenfassung
Das Kap. 5 soll im Wesentlichen aufzeigen, wie sich die Schwachstellen mit den in Kap. 4 beschriebenen Prinzipien einer perfekten Produktion systematisch reduzieren lassen. Extrem wichtig ist dabei, dass nicht die Betrachtung einzelner, z. B. abteilungsbezogener Prozesse im Mittelpunkt steht, sondern in den Unternehmen eine Sichtweise auf den Gesamtprozess kultiviert wird. Dazu muss natürlich zuerst geklärt werden, welche Strategie ein Unternehmen verfolgt und wie der bestmögliche Gesamtprozess dafür aussieht.
Um den, auf jede identifizierte Schwachstelle bezogenen Grad der bereits erreichten Prozessverbesserungen wie z. B. die Effizienzsteigerung an Maschinen und Arbeitsplätzen, die Verbesserung der Termintreue oder die Reduzierung der Durchlaufzeiten jederzeit objektiv bewerten zu können, werden geeignete Kennzahlen vorgestellt. Wie diese wiederum ermittelt und visualisiert werden, wird durch praktische Beispiele auf Basis von MES-Funktionen anschaulich beschrieben. Außerdem werden konkrete Maßnahmen vorgestellt, mit denen die gewünschten Ziele erreicht werden können.
Jürgen Kletti, Jürgen Rieger
6. Erfolgreiche Umsetzung in der Praxis
Zusammenfassung
Die vorangegangenen Kapitel haben gezeigt, wie sich durch die Anwendung der Bausteine der perfekten Produktion und die Fokussierung auf Transparenz und Reaktionsfähigkeit erhebliche Wirtschaftlichkeitspotenziale erschließen lassen. Die Abläufe sind aber oft seit Jahren fest verankert und müssen nun auf dem Weg zur perfekten Produktion verändert werden. Hier liegen in der Praxis die größten Herausforderungen! Zum einen lässt das Tagesgeschäft selten den benötigten Freiraum, um sich mit Veränderungsprozessen zu beschäftigen. Zum anderen sehen sich die Mitarbeiter plötzlich Anforderungen ausgesetzt, die sie so nicht erfüllen können: die Bereitschaft, Prozesse kritisch zu hinterfragen, das Erlernen und Vermitteln neuer Methoden, der Umgang mit Widerständen und Ängsten aufgrund von Neuerungen, die Moderation von Veränderungsprozessen oder das Managen von Teams und Projekten.
Um den Weg zur perfekten Produktion dennoch erfolgreich beschreiten zu können, werden in diesem Kapitel wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung aufgezeigt und wertvolle Tipps als Resultat erfolgreicher Beratungsprojekte gegeben.
Jürgen Kletti, Jürgen Rieger
Backmatter
Metadaten
Titel
Die perfekte Produktion
verfasst von
Jürgen Kletti
Jürgen Rieger
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-39024-2
Print ISBN
978-3-658-39023-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-39024-2

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