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Über dieses Buch

Produzierende Unternehmen stehen im globalen Umfeld vor großen Herausforderungen. Mehr und mehr werden sie zu Mitspielern in globalen Supply Chains. Die bisherigen Zielgrößen der Produktion verlieren dabei an Bedeutung und werden zunehmend durch marktorientierte Ziele ersetzt. Die meisten Unternehmen sind auf diese Anforderungen nur unzureichend vorbereitet. Die klassischen Methoden der Produktionsplanung und –steuerung sowie die häufig anzutreffenden Produktionsprozesse und Fertigungsstrukturen ermöglichen es den Unternehmen nur mit größtem Aufwand, in den immer besser vernetzten und schneller getakteten Lieferketten mitzuspielen und kurze Lieferzeiten, hohe Termintreuen, kleine Losgrößen, kurzfristige Abrufe und just-in-time Anlieferungen bei wettbewerbsfähigen Kosten sicherzustellen. Die Autoren zeigen anhand von Praxisbeispielen auf, wie sich durch die sogenannte Short Interval Technology (SIT) systematisch schnelle Regelkreise im Unternehmen aufbauen lassen. Das Ziel ist die Perfekte Produktion mit transparenten, reaktionsschnellen und wirtschaftlichen Prozessen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Anforderungen an die perfekte Produktion

In der Frühphase der Serien- und Massenproduktion hat sich ein Produkt vor allem über die Eigenschaft „Qualität“ definiert. Aus der werkstattorientierten Fertigung war man gewohnt, dass ein Produkt oder der Teil eines Produktes so konstruiert und gefertigt war, dass sich die Frage nach der Lebensdauer zunächst einmal nicht zu stellen lohnte. Die Serienfertigung wurde eingeführt, um Kosten zu sparen. Die Produkte haben damit ihre zweite Eigenschaft erhalten – den Preis. Gestraffte Arbeitsabläufe, gleichzeitiges Fertigen mehrerer Teile und die Aufteilung in einzelne Arbeitsschritte brachten bei der Fertigung erhebliche Kostenvorteile. Solche Teile wurden geplant, die Fertigung in Arbeitsvorgänge aufgeteilt und dann wurde möglichst kontinuierlich produziert. Das Auslasten der Arbeitsplätze, Maschinen und Aggregate war dabei die oberste Maxime. Die teueren Produktionsmittel halfen nur sparen, wenn sie liefen.

Jürgen Kletti, Jochen Schumacher

Kapitel 2. Short Interval Technology (SIT)

Um den in Kap. 1 beschriebenen Anforderungen gerecht zu werden und um weiterhin erfolgreich im Wettbewerb mitspielen zu können, sind die Unternehmen gezwungen, ihre Produktion „perfekt“ zu machen. Mit „perfekt“ ist gemeint, dass die Produktion über die bereits genannten Eigenschaften Transparenz, Reaktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit verfügen sollte. Dies ist nicht trivial. Viel zu oft stehen in den Unternehmen Kostensenkungsmaßnahmen im Vordergrund, die jedoch häufig in die Stückkostenfalle führen (Brauckmann 2002). Durch die Konzentration auf die Kosten stehen Personal-, Material- und Maschinenkosten im Vordergrund, da sie Bestandteil der Kalkulationen sind. Die Potenziale in diesen Bereichen sind jedoch häufig bereits ausgereizt. Wichtige Potenziale im Bereich der Prozessoptimierung bleiben verborgen.

Jürgen Kletti, Jochen Schumacher

Kapitel 3. Die Schwachstellen der klassischen Produktion

Der Mangel an den in Kap. 2 geforderten schnellen Regelkreisen führt in vielen Unternehmen zu Schwachstellen in der Produktion:

Zu starke Konzentration auf Einzelprozesse

Mangelnde Transparenz

Mangelnde Qualität

Mangelnde Effizienz

Überhöhte Bestände

Lange Durchlaufzeiten

Schlechte Termintreue

Jürgen Kletti, Jochen Schumacher

Kapitel 4. Die perfekte Produktion durch Short Interval Technology (SIT)

Das Ziel des Short Interval Ansatzes ist es, die bestehende Produktion eines Unternehmens durch den Aufbau schneller Regelkreise „perfekt“ zu machen, d. h. Transparenz, Reaktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit sicherzustellen (vgl. Kap. 2). Die perfekte Produktion, in der auch die in Kap. 3 genannten Schwachstellen möglichst vermieden werden, lässt sich dabei sicher nicht „über Nacht“ errichten. Dazu sind die gewachsenen Abläufe und Rahmenbedingungen im Unternehmen viel zu fest verankert.

Jürgen Kletti, Jochen Schumacher

Kapitel 5. Praktische Umsetzung

Die vergangenen Kapitel haben aufgezeigt, wie sich durch eine konsequente Umsetzung des SIT-Ansatzes und damit der Bausteine der

Perfekten Produktion

noch erhebliche Wirtschaftlichkeitspotenziale erschließen lassen. Die Schwierigkeit liegt für die Unternehmen nun darin, sich auf diesen Weg zu begeben, die geeigneten Bausteine entlang dieses Weges auszusuchen und systematisch umzusetzen. Das ist in der Praxis nicht immer ganz einfach. Zum einen sind die bestehenden Abläufe im Unternehmen oft seit Jahren vorhanden und damit fest verankert. Zum anderen bietet das Tagesgeschäft auch nicht immer den benötigten Freiraum, um sich mit solchen Verbesserungsprojekten zu beschäftigen. Daraus entstehen oft Widerstände gegen Neues. Um den Weg zur

Perfekten Produktion

dennoch erfolgreich beschreiten zu können, sollen im Folgenden Ratschläge gegeben werden, die sich in der Vergangenheit bewährt haben.

Jürgen Kletti, Jochen Schumacher

Backmatter

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