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Über dieses Buch

​Der Lagebericht soll als eigenständiges Rechnungslegungsinstrument eine wirtschaftliche Gesamtbeurteilung des Unternehmens ermöglichen. Die Berichterstattung befindet sich trotz langjähriger Tradition in Deutschland mehrheitlich auf einem unzureichenden Qualitätsniveau. Martina Mühlbauer untersucht die Berichtsqualität des Teilberichts der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage und konzentriert ihre Studie auf die Unternehmen des TecDAX. Den Qualitätsmaßstab der empirischen Analyse bilden die Anforderungen des Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 15 (DRS 15), welcher der Konkretisierung der gesetzlichen Regelungen dient. Anhand der empirischen Befunde deckt die Autorin die Stärken und Schwächen der untersuchten Lageberichte auf und leitet entsprechende Handlungsempfehlungen ab.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

I. Einleitung

Zusammenfassung
Der Lagebericht stellt einen wesentlichen Bestandteil der Rechenschaftslegung im Rahmen der nach außen gerichteten Informationspflichten eines Unternehmens dar. Als rechtlich und funktional eigenständiges Rechnungslegungsinstrument dient er der Vermittlung ergänzender Informationen, die sich nicht aus Bilanz, GuV und Anhang erkennen lassen. Da der Jahresabschluss aufgrund abbildungsverzerrender Konventionen in den Rechnungslegungsnormen und von Abbildungsspielräumen nur in begrenztem Umfang aussagefähig ist, soll der Lagebericht Entscheidungshilfen für die Adressaten hinsichtlich der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage und der Entwicklung des Unternehmens geben. Der Lagebericht enthält neben der Rechenschaft über vergangene Sachverhalte ebenso Informationen über die Zukunftsaussichten mitsamt der Risiken und Chancen. Der daraus abgeleitete Lageberichtszweck der Informationsvermittlung wird insbesondere dadurch erreicht, dass die Aufstellung des Lageberichts im Gegensatz zum Jahresabschluss unabhängig von den informationshemmend wirkenden Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung erfolgt.
Martina Mühlbauer

II. Theoretische Grundlagen der Lageberichterstattung

Zusammenfassung
Nach § 264 Abs. 1 HGB haben die gesetzlichen Vertreter einer Kapitalgesellschaft den Jahresabschluss um einen Anhang zu erweitern, der mit der Bilanz und der GuV eine Einheit bildet sowie einen Lagebericht aufzustellen.
Martina Mühlbauer

III. Empirische Befunde zur Lageberichtspublizität

Zusammenfassung
Der Lagebericht ist Gegenstand einer Vielzahl von empirischen Untersuchungen, die bis in den Zeitraum der Gültigkeit des AktG 1965 zurückreichen und die Publizitätsqualität vor dem Hintergrund des jeweils zu dieser Zeit gültigen regulatorischen Umfelds entsprechend abbilden. Es existiert eine Reihe von Lageberichtsstudien, die, ausgehend von verschiedenen Zielsetzungen, die Berichtspraxis der Lageberichterstattung untersuchen. Im Folgenden wird eine Auswahl an Lageberichtsstudien vor dem Hintergrund der jeweils verfolgten Zielsetzung und des zugrundegelegten Kategoriensystems dargestellt, sowie die Befunde sowohl in einer Einzeldarstellung als auch in einer Gesamtschau gewürdigt. Der Aufbau richtet sich nach der in Kapitel II.3 erläuterten historischen Entwicklung der Lageberichtsvorschriften. So werden zu jedem historischen Zeitabschnitt, der durch die Reformbewegungen seitens des Gesetzgebers oder Veröffentlichungen des DSR bestimmt wird, die zugehörigen Lageberichtsstudien dargestellt und die Ergebnisse im Zusammenhang mit dem damaligen Stand der Lageberichtsvorschriften betrachtet.
Martina Mühlbauer

IV. Untersuchung der Qualität der Berichterstattung über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Zusammenfassung
Die bisherigen empirischen Befunde zur Lageberichtsqualität zeigen zwar tendenziell, vor allem in Bezug auf vergangenheitsorientierte Informationen, insgesamt eine Verbesserung der Berichtsqualität im Zeitablauf nach Inkrafttreten der letzten tiefgreifenden Reform der Lageberichtsvorschriften durch das BilReG sowie der Veröffentlichung des DRS 15. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse allerdings auch, dass nach wie vor z.T. erhebliche Defizite in der Berichterstattung bestehen. Zum einen betrifft dies vor allem die überwiegend unpräzisen Angaben in den zukunftsorientierten Berichtsteilen, andererseits weisen allerdings auch die vergangenheitsorientierten Angaben teilweise deutliche Mängel auf.
Martina Mühlbauer

V. Schlussbetrachtung

Zusammenfassung
Der Lagebericht dient als eigenständiges Rechnungslegungsinstrument dem Zweck der Informationsvermittlung und soll den Adressaten eine wirtschaftliche Gesamtbeurteilung des Unternehmens in Bezug auf die wirtschaftliche Lage und die künftige Entwicklung ermöglichen, welche durch den Jahresabschluss nur in eingeschränkter Form möglich ist. Die herausragende Bedeutung des Lageberichts als Informationsinstrument ergibt sich insbesondere aufgrund dessen sachlicher und zeitlicher Ergänzungsfunktion, die sich sowohl auf zusätzliche, nicht dem Jahresabschluss zu entnehmende Informationen bezieht als auch prospektive Angaben einschließt. Letztere dienen dazu, die vergangenheitsorientierte Berichterstattung zu einem vollumfänglichen Bild, das Prognosen, Chancen und Risiken miteinschließt, zu vervollständigen. Der Lagebericht soll die reine Darstellung von Jahresabschlussinformationen insofern überwinden, als er auf die Analyse und die Kommentierung relevanter Sachverhalte und Kennzahlen fokussiert.
Martina Mühlbauer

Backmatter

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