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Die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung von öffentlichen personenbezogenen Daten aus dem Internet

Web-Monitoring gemäß der Datenschutz-Grundverordnung

  • 2025
  • Buch

Über dieses Buch

Das Internet hat sich als integraler Bestandteil des Alltags vieler Menschen etabliert. Seine Nutzung beschränkt sich dabei nicht auf den bloßen Konsum von Informationen, sondern umfasst zunehmend auch die Erstellung und Bereitstellung eigener Inhalte. Diese richten sich oftmals nicht an einen vorab bestimmten Personenkreis, sondern werden frei abrufbar zur Verfügung gestellt. Infolgedessen nimmt die Zahl öffentlicher Daten, die nicht selten auch personenbezogen sind, täglich zu. In ihrer Gesamtheit beinhalten die öffentlichen Daten eine kaum überschaubare Menge an Informationen, die allerdings im Wege einer zielgerichteten automatisierten Auswertung extrahiert werden können. Die Potenziale dieser Möglichkeit der Informationsgewinnung wurden bereits durch verschiedenste Akteure erkannt, die schon seit einiger Zeit solche Verfahren zu ihren individuellen Zwecken einsetzen. In der Praxis ist eine derartige Verarbeitung einfach zu bewerkstelligen, allerdings stellt sich insbesondere aus datenschutzrechtlicher Sicht die Frage, wann sie auch als rechtmäßig angesehen werden kann. Vor diesem Hintergrund fokussiert das Buch die Bedeutung der Öffentlichkeit von Daten für das Datenschutzrecht und untersucht, unter welchen Voraussetzungen ihre automatisierte Verarbeitung datenschutzkonform vorgenommen werden kann.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. ABSCHNITT 1 EINLEITUNG

    1. Frontmatter

    2. Kapitel 1. Motivation

      Carolin Gilga
      Der Fachbeitrag beleuchtet die zunehmende Bedeutung öffentlicher personenbezogener Daten im Internet und die damit verbundenen rechtlichen Herausforderungen. Mit dem explosionsartigen Wachstum nutzergenerierter Inhalte und der zunehmenden Verfügbarkeit personenbezogener Daten entsteht ein komplexes Feld, das sowohl wirtschaftliche als auch zwischenmenschliche Motive anspricht. Die Verarbeitung dieser Daten mittels Web-Monitoring wirft erhebliche datenschutzrechtliche Fragen auf, die in der bisherigen Literatur nur unzureichend behandelt wurden. Der Beitrag analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen der Verarbeitung öffentlicher Daten, insbesondere unter Berücksichtigung der DSGVO. Dabei wird die Anwendbarkeit der DSGVO auf Monitoring-Prozesse begründet und die grundrechtlichen Vorgaben sowie die datenschutzrechtlichen Erlaubnistatbestände eingehend untersucht. Der Autor leitet allgemeine Kriterien zur Bewertung der Rechtmäßigkeit von Monitoring-gestützten Datenverarbeitungen ab und bietet Handlungsempfehlungen für eine rechtmäßige Umsetzung. Abschließend gibt der Beitrag einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung öffentlicher Daten und der Instrumente zu ihrer Nutzbarmachung.
  3. ABSCHNITT 2 GRUNDLEGENDES

    1. Frontmatter

    2. Kapitel 2. Web-Monitoring

      Carolin Gilga
      Der Fachbeitrag untersucht das Web-Monitoring als zentrale Technologie zur systematischen Erfassung und Auswertung öffentlicher Daten im Internet. Er beleuchtet die rechtlichen und technischen Grundlagen sowie die verschiedenen Automatisierungsgrade des Monitorings, von manuellen bis zu vollautomatisierten Verfahren. Der Text geht detailliert auf die Prozessschritte des Web-Monitorings ein, darunter Zieldefinition, Datenakquise, Datenauswertung und Ergebnispräsentation. Dabei werden verschiedene Methoden wie Data-Mining, Text-Mining und Web-Mining sowie deren Anwendungen im Kontext des Monitorings erläutert. Der Beitrag diskutiert auch die Abgrenzung des Web-Monitorings zu anderen Verfahren wie Web-Suchmaschinen und Web-Analytics. Besonders hervorzuheben sind die vielfältigen Anwendungsfelder des Web-Monitorings, sowohl für öffentliche Stellen wie Behörden und Sicherheitsbehörden als auch für nichtöffentliche Stellen wie Unternehmen. Der Text zeigt auf, wie das Web-Monitoring zur Krisenfrüherkennung, Wettbewerbsbeobachtung, Markt- und Meinungsforschung sowie im Personalwesen eingesetzt werden kann. Abschließend werden die Grenzen und Herausforderungen des Web-Monitorings thematisiert, insbesondere die Validität der gewonnenen Daten und die technischen Herausforderungen bei der Auswertung natürlichsprachiger Texte. Der Beitrag bietet eine umfassende und kritische Analyse des Web-Monitorings und dessen Potenziale sowie Grenzen.
    3. Kapitel 3. Umgang mit Privatsphäre im Internet

      Carolin Gilga
      Der Fachbeitrag beleuchtet die psychologischen Dimensionen der Privatsphäre, die sich in physische, soziale, psychische und informationale Aspekte unterteilen lassen. Diese Dimensionen werden im Kontext der Internetnutzung analysiert, wobei die Besonderheiten digitaler Kommunikation wie Persistenz, Replizierbarkeit und Skalierbarkeit hervorgehoben werden. Der Text untersucht zudem das Nutzerverhalten im Internet, das durch das Privacy-Paradoxon und andere psychologische Phänomene geprägt ist. Theoretische Ansätze wie die Rational-Choice-Theorie und das Impression-Management werden herangezogen, um das widersprüchliche Verhalten der Nutzer zu erklären. Der Beitrag bietet somit eine tiefgehende Analyse der Privatsphäre im digitalen Zeitalter und zeigt auf, wie psychologische Erkenntnisse das Verständnis für das Nutzerverhalten im Internet erweitern können.
    4. Kapitel 4. Öffentliche und nichtöffentliche Daten

      Carolin Gilga
      Der Fachbeitrag beleuchtet die komplexe Thematik der öffentlichen und nichtöffentlichen Daten im Datenschutzrecht. Es wird untersucht, wie der Begriff der öffentlichen Daten rechtlich zu verstehen ist und unter welchen Bedingungen Daten als öffentlich zu klassifizieren sind. Der Text analysiert die Anforderungen an die Verarbeitung öffentlicher personenbezogener Daten und geht auf die rechtlichen Konsequenzen ein, die sich aus der Einordnung als öffentliche oder nichtöffentliche Daten ergeben. Besonders relevant ist die Betrachtung der DSGVO und deren Auswirkungen auf die Verarbeitung personenbezogener Daten. Der Beitrag bietet eine fundierte Grundlage für die rechtliche Einordnung und Bewertung von Daten im digitalen Raum und zeigt auf, welche Herausforderungen und Möglichkeiten sich für Verantwortliche ergeben. Durch die detaillierte Analyse und die praxisnahen Beispiele wird ein tieferes Verständnis für die rechtlichen Rahmenbedingungen und die praktische Umsetzung im Datenschutzrecht vermittelt.
  4. ABSCHNITT 3 GRUNDRECHTLICHER RAHMEN

    1. Frontmatter

    2. Kapitel 5. Grundlegendes zu den Grundrechten

      Carolin Gilga
      Der Fachbeitrag untersucht die grundlegenden Aspekte der Grundrechte im Kontext des Monitorings und deren Auswirkungen auf die Datenverarbeitung. Es wird analysiert, welche Grundrechte beim Einsatz von Monitoring relevant sind und welche Vorgaben sich daraus für die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung ergeben. Ein zentraler Fokus liegt auf dem Zusammenspiel nationaler und europäischer Grundrechte, wobei die rechtlichen Rahmenbedingungen und die aktuelle Rechtsprechung detailliert dargestellt werden. Der Beitrag beleuchtet auch die Auswirkungen der Grundrechte auf Privatrechtsverhältnisse und die mittelbare Drittwirkung. Durch die umfassende Analyse bietet der Text wertvolle Einblicke in die rechtlichen Herausforderungen und Anforderungen des Monitorings im Kontext der Grundrechte.
    3. Kapitel 6. Grundrechtlicher Rahmen des Web-Monitorings

      Carolin Gilga
      Der Fachbeitrag untersucht den verfassungsrechtlichen Rahmen des Web-Monitorings und seine Auswirkungen auf Grundrechte. Er analysiert die Bedeutung der Menschenwürde, der informationellen Selbstbestimmung und des Gleichheitsgrundsatzes im Kontext der Datenverarbeitung. Der Text beleuchtet die rechtlichen Herausforderungen und praktischen Implikationen des Monitorings und bietet eine fundierte Einordnung der verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen. Durch die detaillierte Analyse der Grundrechte und ihrer Auswirkungen auf die Datenverarbeitung liefert der Beitrag wertvolle Einblicke für Experten im Bereich des Verfassungsrechts und Datenschutzes.
  5. ABSCHNITT 4 DATENSCHUTZRECHTLICHE RECHTMÄßIGKEIT

    1. Frontmatter

    2. Kapitel 7. Anwendbarkeit des innereuropäischen Datenschutzrechts auf das Web-Monitoring

      Carolin Gilga
      Der Fachbeitrag untersucht die Anwendbarkeit des europäischen Datenschutzrechts, insbesondere der DSGVO, auf das Web-Monitoring. Er beleuchtet die Herausforderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Verarbeitung öffentlicher Daten. Ein zentraler Fokus liegt auf der Identifizierbarkeit von Personen und den technischen Aspekten des Monitorings. Der Text analysiert die sachlichen und räumlichen Anwendungsbereiche der DSGVO und diskutiert die Auswirkungen auf die Praxis des Web-Monitorings. Zudem werden andere datenschutzrechtliche Normen wie das TDDDG und die geplante ePrivacy-Verordnung berücksichtigt. Der Beitrag bietet eine fundierte Grundlage für die rechtliche Bewertung und Umsetzung von Web-Monitoring-Projekten unter Einhaltung der Datenschutzvorschriften.
    3. Kapitel 8. Grundsätzliches zur datenschutzrechtlichen Rechtmäßigkeit

      Carolin Gilga
      Der Fachbeitrag untersucht die datenschutzrechtliche Rechtmäßigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen des Monitorings. Es wird zunächst das grundrechtliche Fundament des Datenschutzes und die Bedeutung des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung hervorgehoben. Der Beitrag analysiert die verschiedenen Rechtsgrundlagen, die eine rechtmäßige Datenverarbeitung ermöglichen, und diskutiert die unterschiedlichen Auslegungen des Begriffs der Rechtmäßigkeit. Besonders relevant sind die Bestimmungen der DSGVO, insbesondere Art. 6 und Art. 9, die spezifische Anforderungen an die Verarbeitung personenbezogener Daten stellen. Der Autor geht auf die verschiedenen Erlaubnistatbestände ein und untersucht, unter welchen Voraussetzungen eine Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten rechtmäßig ist. Dabei wird auch die Rolle des Verarbeitungskontexts und die Bedeutung der Zweckvereinbarkeit berücksichtigt. Der Beitrag schließt mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und betont die zentrale Rolle der DSGVO für die Bewertung der Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung.
    4. Kapitel 9. Web-Monitoring auf Grundlage einer Einwilligung

      Carolin Gilga
      Der Fachbeitrag untersucht die rechtlichen Grundlagen und Herausforderungen der Einwilligung als Rechtsgrundlage für Web-Monitoring. Es wird analysiert, unter welchen Voraussetzungen eine Einwilligung wirksam ist und welche Rolle die Freiwilligkeit, Bestimmtheit, Informiertheit und Unmissverständlichkeit dabei spielen. Der Text beleuchtet die verschiedenen Konstellationen, in denen eine Einwilligung durch Veröffentlichung, durch Veröffentlichung nach Aufforderung oder durch Nutzungsbedingungen eingeholt werden könnte. Dabei werden die rechtlichen Anforderungen an die Einwilligung sowie die praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung detailliert dargestellt. Der Beitrag bietet eine fundierte Analyse der aktuellen Rechtsprechung und Literatur, um ein umfassendes Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen für Web-Monitoring zu vermitteln.
    5. Kapitel 10. Web-Monitoring zur Erfüllung eines Vertrags

      Carolin Gilga
      Der Fachbeitrag untersucht die rechtlichen Grundlagen der Datenverarbeitung gemäß Art. 6 Abs. 1 UAbs. 1 lit. b DSGVO im Kontext von Web-Monitoring. Es wird analysiert, unter welchen Voraussetzungen die Verarbeitung personenbezogener Daten zur Erfüllung eines Vertrags oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen rechtmäßig ist. Der Text beleuchtet die Bedeutung der autonomen Entscheidung der betroffenen Person und die Erforderlichkeit der Datenverarbeitung. Es wird untersucht, ob Web-Monitoring als rechtmäßige Grundlage für die Datenverarbeitung dienen kann, insbesondere im Rahmen von People Analytics, Pre-Employment-Screening und Reputationsmanagement. Der Beitrag zeigt auf, dass Art. 6 Abs. 1 UAbs. 1 lit. b DSGVO nicht als alleinige Rechtsgrundlage für eine monitoringgestützte Verarbeitung öffentlicher Daten herangezogen werden kann. Es wird betont, dass eine umfassende Legitimation des Monitorings über einen Vertrag oder eine vorvertragliche Maßnahme nicht möglich ist und dass zusätzliche Rechtsgrundlagen erforderlich sein können. Der Text bietet eine detaillierte Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und zeigt auf, welche Besonderheiten und Herausforderungen mit der Anwendung von Web-Monitoring verbunden sind.
    6. Kapitel 11. Web-Monitoring zur Erfüllung einer rechtlichen Pflicht

      Carolin Gilga
      Der Fachbeitrag beleuchtet die rechtlichen Aspekte des Web-Monitorings im Kontext der DSGVO und des BDSG. Es wird untersucht, unter welchen Voraussetzungen das Monitoring zur Erfüllung einer rechtlichen Pflicht als rechtmäßig gilt. Ein zentraler Fokus liegt auf der Analyse der Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit der Datenverarbeitung, wobei sowohl die rechtlichen Grundlagen als auch praktische Anwendungsbeispiele, wie der Einsatz des Xpiders zur umsatzsteuerlichen Kontrolle, betrachtet werden. Der Text geht detailliert auf die Anforderungen an die Legitimationsgrundlage ein und diskutiert die Abgrenzung zwischen Art. 6 Abs. 1 UAbs. 1 lit. c und e DSGVO. Zudem wird die Eingriffsintensität des Monitorings bewertet und mögliche datenschutzfreundlichere Alternativen untersucht. Die Ausführungen basieren auf aktuellen Rechtsprechungen und Literatur, was eine fundierte und praxisnahe Betrachtung ermöglicht.
    7. Kapitel 12. Web-Monitoring zum Schutz lebenswichtiger Interessen

      Carolin Gilga
      Der Fachbeitrag beleuchtet die rechtlichen Grundlagen der Datenverarbeitung zum Schutz lebenswichtiger Interessen gemäß Art. 6 Abs. 1 UAbs. 1 lit. d DSGVO. Es wird untersucht, ob und unter welchen Voraussetzungen eine monitoringgestützte Verarbeitung öffentlicher Daten auf dieser Rechtsgrundlage legitimiert werden kann. Der Text analysiert zunächst den Begriff der lebenswichtigen Interessen und die Erforderlichkeit der Datenverarbeitung. Anschließend wird das Verhältnis zu anderen Rechtsgrundlagen der DSGVO beleuchtet. Praktische Anwendungsfälle, wie das Web-Monitoring im Flüchtlingsmanagement und in Pandemielagen, werden detailliert untersucht. Der Beitrag kommt zu dem Schluss, dass Art. 6 Abs. 1 UAbs. 1 lit. d DSGVO nur in Ausnahmefällen als Rechtsgrundlage für das Web-Monitoring herangezogen werden kann, und dass öffentliche Stellen praktisch keine Möglichkeit haben, Monitoring auf dieser Grundlage datenschutzkonform einzusetzen. Nichtöffentliche Stellen können die Rechtsgrundlage nur dann nutzen, wenn die Verarbeitung dem Schutz der lebenswichtigen Interessen der betroffenen Personen dient. Der Text bietet eine fundierte Analyse und praktische Einblicke in die rechtlichen Herausforderungen des Web-Monitorings zum Schutz lebenswichtiger Interessen.
    8. Kapitel 13. Web-Monitoring zur Wahrnehmung einer Aufgabe im öffentlichen Interesse oder in Ausübung öffentlicher Gewalt

      Carolin Gilga
      Der Fachbeitrag untersucht die rechtlichen Grundlagen der Datenverarbeitung im öffentlichen Interesse oder bei Ausübung öffentlicher Gewalt gemäß Art. 6 DSGVO. Es wird analysiert, wie Web-Monitoring im Katastrophenschutz rechtmäßig eingesetzt werden kann, insbesondere zur Bewältigung von Katastrophenlagen. Der Text beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen und Herausforderungen, die bei der Datenverarbeitung im öffentlichen Interesse oder bei Ausübung öffentlicher Gewalt zu beachten sind. Dabei wird auf die spezifischen Anforderungen des Art. 6 DSGVO und die damit verbundenen rechtlichen Vorgaben eingegangen. Der Beitrag bietet eine detaillierte und präzise Darstellung der rechtlichen Anforderungen und Herausforderungen, die bei der Datenverarbeitung im öffentlichen Interesse oder bei Ausübung öffentlicher Gewalt zu beachten sind. Es wird untersucht, wie Web-Monitoring im Katastrophenschutz rechtmäßig eingesetzt werden kann, insbesondere zur Bewältigung von Katastrophenlagen. Der Text bietet eine umfassende und präzise Darstellung der rechtlichen Anforderungen und Herausforderungen, die bei der Datenverarbeitung im öffentlichen Interesse oder bei Ausübung öffentlicher Gewalt zu beachten sind.
    9. Kapitel 14. Web-Monitoring zur Wahrung berechtigter Interessen

      Carolin Gilga
      Der Fachbeitrag beleuchtet die rechtlichen Grundlagen der Datenverarbeitung auf Grundlage berechtigter Interessen gemäß Art. 6 Abs. 1 UAbs. 1 lit. f DSGVO. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen diese Rechtsgrundlage als Auffangtatbestand für das Web-Monitoring fungieren kann. Der Text analysiert die dreischrittige Prüfreihenfolge, die zur Beurteilung der Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung erforderlich ist. Dabei werden die Voraussetzungen für das Vorliegen eines berechtigten Interesses, die Erforderlichkeit der Datenverarbeitung sowie die Abwägung der widerstreitenden Interessen detailliert untersucht. Besonders relevant sind die Ausführungen zur Anwendung dieser Rechtsgrundlage in verschiedenen Szenarien, wie dem Pre-Employment-Screening, dem Active Sourcing und der Produktbeobachtung. Der Beitrag zeigt auf, dass die Erforderlichkeit des Monitorings oftmals eine größere Herausforderung darstellt, da es zumeist mildere Mittel gibt. Die Abwägung der Interessen schafft eine weitere Hürde, die eine sorgfältige Prüfung erfordert. Der Fachbeitrag bietet eine fundierte und praxisnahe Analyse, die für Experten im Datenschutzrecht von großer Bedeutung ist.
  6. ABSCHNITT 5 SCHLUSSBETRACHTUNG

    1. Frontmatter

    2. Kapitel 15. Resümee und Ausblick

      Carolin Gilga
      Der Beitrag untersucht die zunehmende Bedeutung öffentlicher personenbezogener Daten aus dem Internet und die damit verbundenen rechtlichen Herausforderungen. Es wird die Notwendigkeit betont, die Verarbeitung dieser Daten durch automatisiertes Monitoring stärker in den datenschutzrechtlichen Fokus zu rücken. Der Text differenziert zwischen einfachen öffentlichen Daten und offensichtlich durch die betroffene Person öffentlich gemachten Daten und analysiert die rechtlichen Grundlagen, die für die Rechtmäßigkeit einer solchen Verarbeitung erforderlich sind. Dabei werden die Grundrechte, insbesondere das Recht auf Schutz personenbezogener Daten und das Recht auf Achtung des Privatlebens, sowie das Gleichbehandlungsgebot und die Menschenwürde berücksichtigt. Der Beitrag zeigt auf, dass die DSGVO keine explizite Rechtsgrundlage für die Verarbeitung öffentlicher personenbezogener Daten bereitstellt, sondern auf allgemeine Erlaubnistatbestände zurückgegriffen werden muss. Diese sind jedoch mit Unsicherheiten behaftet, was eine klare gesetzliche Regelung notwendig macht. Die komplexe Beurteilung der Rechtmäßigkeit und die damit verbundene Rechtsunsicherheit erfordern eine eigenständige wissenschaftliche Untersuchung, um die vielfältigen Möglichkeiten der Datenverarbeitung und die Interessen der betroffenen Personen in einen adäquaten Ausgleich zu bringen.
  7. Backmatter

Titel
Die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung von öffentlichen personenbezogenen Daten aus dem Internet
Verfasst von
Carolin Gilga
Copyright-Jahr
2025
Electronic ISBN
978-3-658-48663-1
Print ISBN
978-3-658-48662-4
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-48663-1

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