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Über dieses Buch

Dieses Werk dient als praktische Hilfe für den Alltag von HR-Managern und Personalverantwortlichen. Es zeigt, wie Arbeitgeber eine korrekte Abmahnung verfassen.

Der unprofessionelle Umgang mit Abmahnungen als Vorstufe der Kündigung führt häufig zu unschönen Überraschungen im Kündigungsschutzprozess: Oft ist es nicht der Kündigungssachverhalt an sich, der die Kündigung zu Fall bringt, sondern die vorangegangene mangelhafte Abmahnung.

Das Werk zeigt, was für eine ordnungsgemäße, formal und inhaltlich wirksame Abmahnung zu beachten ist und verzichtet dabei bewusst auf Anwaltsdeutsch. Eine Checkliste, über 30 Beispiel-Abmahnungen zu verschiedenen Anlässen sowie zahlreiche rechtliche Hinweise runden den Nutzwert des Buches ab. Die 3. Auflage wurde rechtlich auf den aktuellen Stand gebracht und enthält u. a. aktuelle Informationen zum Beteiligungsrecht der Schwerbehindertenvertretung bei Abmahnungen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Grundlagen

Der Abmahnung kam im Arbeitsrecht der Bundesrepublik Deutschland von Anfang an eine bedeutende Rolle zu. Erstmalig Erwähnung findet die Abmahnung im Rahmen der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes (BAG) in einer Entscheidung vom 03.12.1954.
Pascal Croset, Markus Dobler

Kapitel 2. Führen und Mitarbeiterkommunikation

Die Leistung eines Mitarbeiters hängt von mehreren Voraussetzungen ab. So benötigt ein Mitarbeiter zum Beispiel eine Mindestklarheit über seine Aufgabenstellung. Ebenso braucht er alle Informationen für die Ausführung seiner Aufgabenstellung (Informationsgrad) sowie Arbeitsmittel und einen gewissen Gestaltungsspielraum, der ja über die Organisation definiert wird. Diese Voraussetzungen für die Leistung muss der Arbeitgeber schaffen.
Pascal Croset, Markus Dobler

Kapitel 3. Anforderungen an eine wirksame Abmahnung

Eine Abmahnung ist nur wirksam, wenn sie von einer abmahnungsberechtigten Person erteilt wird. Mit dem Ausspruch einer Abmahnung wird nicht in den Bestand des Arbeitsverhältnisses eingegriffen, vielmehr soll der betroffene Arbeitnehmer zu einer Verhaltensänderung bewegt werden. Daher sind nicht nur kündigungsberechtigte Personen abmahnungsberechtigt, sondern alle Mitarbeiter, die aufgrund ihrer Aufgabenstellung dazu befugt sind, verbindliche Anweisungen bezüglich des Ortes, der Zeit sowie der Art und Weise der arbeitsvertraglich geschuldeten Arbeitsleistung zu erteilen.
Pascal Croset, Markus Dobler

Kapitel 4. Abmahnung und Kündigung

Wie bereits unter 3.2.1.3 ausgeführt, darf eine Abmahnung nur auf Vertragsverletzungen gestützt werden, denen ein steuerbares Verhalten des Arbeitnehmers zugrunde liegt. Spiegelbildlich besteht das Abmahnerfordernis nur bei der verhaltensbedingten Kündigung. Für die Wirksamkeit einer personen- oder betriebsbedingten Kündigung kann eine Abmahnung daher grundsätzlich weder positive noch negative Bedeutung entfalten.
Pascal Croset, Markus Dobler

Kapitel 5. Sonderfall: Korrekturvereinbarung

Wie bereits unter 2.1 ausgeführt, gilt es gut abzuwägen, ob eine Abmahnung zielführend ist oder am Ende mehr Schaden als Nutzen anrichtet.
Nicht selten entwickeln Arbeitnehmer nach Erhalt einer Abmahnung eine Abwehrhaltung gegenüber dem Arbeitgeber und gehen zum „Dienst nach Vorschrift“ über, weil sie die Abmahnung als Vertrauensbruch oder Angriff empfinden. Vor diesem Hintergrund kann als Alternative zu einer klassischen einseitigen Abmahnung mit dem betreffenden Arbeitnehmer eine verbindliche gemeinsame Absprache in Form einer sogenannten Korrekturvereinbarung sinnvoll sein.
Pascal Croset, Markus Dobler

Kapitel 6. Vorgehen des Arbeitnehmers gegen eine ausgesprochene Abmahnung

Nach ständiger Rechtsprechung des BAG haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf Entfernung einer Abmahnung aus der Personalakte, sofern diese rechtswidrig vom Arbeitgeber erteilt wurde. Die Rechtsprechung leitet den Anspruch aus dem Allgemeinen Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers her und stützt diesen auf die §§ 12, 862, 1004 BGB analog.
Pascal Croset, Markus Dobler

Kapitel 7. Checkliste Abmahnung

Ein mangelhaft vorbereitetes Abmahnungsgespräch ist kontraproduktiv!
Pascal Croset, Markus Dobler

Kapitel 8. Musterabmahnungen

Am 27.06.2011 waren Sie im Rahmen des Bauvorhabens Koch AG, Königstraße 6, 12107 Berlin, damit beauftragt, Abwasserleitungen im Einfahrtbereich zu verlegen. Um 10:30 Uhr beobachtete der Baustellenleiter, Herr Wilhelm Fischer, Sie dabei, wie Sie dort aus einer Glasflasche tranken. Als Herr Fischer Sie unmittelbar zur Rede stellte, sah er in Ihrer Hand eine halbleere Flasche der Marke „Südbrand Krongold“, Volumen 0,7 L, Alkoholgehalt 32 %. Als Herr Fischer Sie auf das Alkoholverbot hinwies, antworteten Sie, dass Sie „nur einen kleinen Schluck“ aus der Flasche genommen hätten und durchaus noch in der Lage seien, Ihre Arbeit unbeeinträchtigt auszuführen.
Pascal Croset, Markus Dobler

Backmatter

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