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Über dieses Buch

Björn Küllmer untersucht anhand der Fälle Deutschland, Großbritannien und den USA, wie demokratische Staaten die Regulierung von Inhalten im Internet umsetzen. Welchen Einfluss haben die bestehenden Regulierungsregime in den „klassischen Medien“ auf die neu entstehenden Inhaltskontrollen im Internet? Der Autor zeigt, wie die institutionellen Voraussetzungen und Akteurskonstellationen die Möglichkeiten institutionellen Wandels im Bereich der Regulierungsregime der Medieninhaltskontrolle bestimmen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Das Recht auf freie Meinungsäußerung und auf den freien Zugang zu Informationen ist eines der zentralen Grundrechte liberaler, demokratischer Staaten. Die Freiheit der Medien, der Kunst und der Meinung genießt somit in den meisten demokratischen Staaten einen hohen Schutz vor staatlicher Kontrolle und Regulierung. Nichtsdestotrotz schränken demokratische Staaten diese Rechte ein und haben Institutionen und Mechanismen geschaffen, um öffentlich zugängliche Informationsinhalte zu kontrollieren und den Zugriff auf sie zu regulieren.
Björn Küllmer

Kapitel 2. Theoretischer Rahmen

Zusammenfassung
Will man Mediensysteme verschiedener Länder miteinander vergleichen, so lohnt sich ein Blick auf die komparativen Ansätze der Medientheorie. Das über lange Jahre bedeutendste und einflussreichste Modell zur komparativen Kategorisierung der internationalen Medienlandschaft waren die „Four Theories of the Press“ von Siebert/Peterson/Lang. Wie der Name schon sagt, unterscheidet das Modell vier Theorien, nach denen öffentliche Massenmedien kategorisiert werden können: Erstens die „Authoritarian Theory of the Press“, in der ausgehend von der autoritären Staatstheorie Platos und Hobbes eines paternalistischen Staatswesens die Presse unter strenger Kontrolle des Staates steht und als ihre Aufgabe die Stützung dieses Staates wahrnimmt; zweitens die „Libertarian Theory of the Press“, in der die Presse und die Massenmedien unabhängig vom Staat sind, und ihre Aufgabe in der unabhängigen Information der Bevölkerung sowie der Ermöglichung liberaler Freiheitsrechte, wie der Informations- und Meinungsfreiheit liegen; drittens die „Social responsibility Theory of the Press“, die ähnlich der Libertären Theorie von der staatlichen Unabhängigkeit der Presse ausgeht, ihr aber einen aktiveren Part innerhalb des politischen Systems als „aufklärerische“ Macht und Vermittler zwischen Interessen der Öffentlichkeit und Politik zuspricht und viertens „Soviet Communist Theory of the Press“ als spezielle Spielart der autoritären Theorie, in der Massenmedien als Machtorgan die politische „Linie“ der Partei stützen und den Staatsapparat stützen.
Björn Küllmer

Kapitel 3. Medienregulierung im Digitalen Zeitalter

Zusammenfassung
Wie Manuel Puppis feststellt, befindet sich der demokratisch konstituierte Staat in einem grundlegenden Dilemma was sein Verhältnis zu den Medien angeht. Bei jeder medienpolitischen Entscheidung stehen die Entscheidungsträger vor der Gratwanderung die Freiheit der Medien gegen eine Vielzahl von konkurrierenden Rechten, staatlichen Aufsichtspflichten und Akteursinteressen abzuwägen. Die Unabhängigkeit der Medien von staatlichen Eingriffen und Zensur ist dabei eine ebenso konstituierende Grundlage demokratischen Gemeinwesens wie Rechtsstaatlichkeit oder die Wahrung individueller Freiheitsrechte.
Björn Küllmer

Kapitel 4. Die Länderstudien

Zusammenfassung
Nachdem die theoretischen Grundlagen sowie der allgemeine inhaltliche und technische Hintergrund aufgezeigt wurde, sollen nun im Folgenden die Länderstudien in den Fokus rücken. Kern der Untersuchung bildet hierbei die Darstellung der Regulierungsregime im Bereich der Inhaltsregulierung. Es geht folglich um die Bereiche der Regulierung, die direkten Einfluss auf die zu transportierenden Informationen, Daten und Inhalte im jeweiligen Mediensystem haben.
Björn Küllmer

Kapitel 5. Die Regulierungsregime im Vergleich

Zusammenfassung
In den vorhergehenden Kapiteln wurden die Regulierungsregime sowohl der klassischen als auch der neuen Mediensektoren der drei Länder Deutschland, USA und Großbritannien jeweils einzeln untersucht und etwaige Kontinuitäten oder Brüche im Übergang vom analogen zum digitalen Zeitalter dargestellt.
Björn Küllmer

Kapitel 6. Epilog: Medieninhaltsregulierung im Spiegel der sozialen Medien

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit hat versucht, anhand der Untersuchung der drei Fallbeispiele Deutschland, USA und Großbritannien die Entwicklung der Regulierungsregime im Bereich der Internetinhaltsregulierung in die längerwährende Geschichte der Medieninhaltsregulierung in Presse, Rundfunk und Trägermedien einzubetten. Wichtig war vor allem zu zeigen, dass die Regulierung von Medieninhalten in liberalen Demokratien mitnichten eine exotische Ausnahmeerscheinung ist, die direkt die Grundfesten der freien Meinungsäußerung bedroht, sondern dass Medieninhalte auch in demokratischen Systemen schon immer reguliert wurden und auch weiterhin reguliert werden. Das Internet bildet hiervon keine Ausnahme.
Björn Küllmer

Backmatter

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