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Über dieses Buch

Das Werk zeigt, inwiefern ein naives Verständnis von „Welt“ der Komplexität moderner Wissenschaften nicht gerecht wird. Es liefert einen wissenschaftstheoretischen Rahmen, in dem die interdisziplinären Fragestellungen von Psychologie, Neurowissenschaften, Biologie und Quantenphysik verstanden werden können, ohne in Aporien zu führen. Auf diese Weise trägt der Autor dazu bei, dass Grundlagenprobleme wie der Zusammenhang von Körper und Geist, Gehirn und Bewusstsein oder die Lokalisierung physikalischer Objekte in Raum und Zeit angemessen verstanden werden können. Entscheidend ist dabei der jeweilige Bezugsrahmen, der zu beachten ist: Epistemisch verschiedene Welten (Epistemological Different Worlds, abgekürzt EDW's) helfen, hypertrophe Begriffe (Scheinwelten) einer „realen Welt“ ab- bzw. in die jeweiligen Schranken zu verweisen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

0. Einleitung - Die Welt, die größte Illusion des Menschen

Zusammenfassung
In diesem Buch werde ich versuchen, zu beweisen, dass die größte Illusion über das menschliche Wissen seit Menschengedenken der Begriff der Welt, das ‘Universum’ oder, wie ich es nenne, ‘die Einhorn-Welt’ ist. Die Welt (die Einhorn-Welt) ist einfach ein falscher Begriff, weil das menschliche Wesen alle unterschiedlichen Arten von Entitäten in dasselbe System eingeschlossen hat (letztlich in dasselbe raumzeitliche System): Makropartikel (wie Tische, Steine und Planeten), Mikropartikel (Photonen, Elektronen und Quarks) und Wellen, neuronale Aktivitätsmuster, Gehirn, Körper und Geist, mentale Zustände, das Selbst usw.
Gabriel Vacariu

Epistemologisch verschiedene Welten

Frontmatter

1. Prinzipien der Existenz und der Interaktion von Objekten

Zusammenfassung
In diesem Kapitel präsentiere und analysiere ich die Prinzipien für die Existenz von Objekten und deren Interaktionen, indem ich zum Beispiel folgende Fragen beantworte: Wer bestimmt deren Existenz? Wo sind sie? Welche Eigenschaften haben sie und welche Beziehungen bestehen zwischen diesen? Welche Objekte existieren und von welchen Objekten glauben wir, dass sie existieren? usw. Diese Prinzipien gelten für jede Art von nicht-lebenden Objekten (natürliche und künstliche bzw. von Menschen gemachte). Wie ich im vorherigen Abschnitt geschrieben habe, sind die physischen (nicht-lebenden) Objekte (Prozesse) nicht – wie man bisher angenommen hat – in ein und derselben Welt, nämlich der Einhorn-Welt enthalten, sondern in EVW (Epistemologisch Verschiedenen Welten).
Gabriel Vacariu

2. Prinzipien in Bezug auf Gehirn/Körper und das entsprechende Ich (Selbst/Geist)

Zusammenfassung
In diesem Kapitel erkläre ich die Prinzipien in Bezug auf den Körper (den Organismus allgemein, einschließlich des Gehirns) und das entsprechende Ich (d.h. das Selbst oder den Geist). Im Allgemeinen existiert jeder Körper/Organismus in der Makro-EW zusammen mit anderen Makropartikeln. Unser Körper existiert zum Beispiel in derselben Makro-EW wie Tische und Planeten. Wie im vorigen Kapitel gezeigt, sind unsere Körper nicht aus Mikropartikeln zusammengesetzt, sondern sie entsprechen diesen, weil sie zur Mikro-EW gehören. Welche Beziehungen bestehen zwischen einem Körper und seinen Zellen, zwischen einem Organismus und seinem Leben, zwischen einer Zelle und ihrem Leben, zwischen einem menschlichen Körper und dem Geist? Biologen betonen, dass ein Organismus Leben hat und da sie glauben, dass die kleinste lebende Entität die Zelle ist, hat auch die Zelle Leben.
Gabriel Vacariu

3. Epistemologisch Verschiedene Welten (EVW)

Zusammenfassung
Das Hyperversum ist ein abstrakter Begriff, ontologisch-epistemologisch formuliert, und es repräsentiert die Summe aller EVW. Ontologisch – unabhängig von unserer Existenz/Beobachtung – existieren die Entitäten einer bestimmten EW für jene in einer anderen EW nicht. Epistemologisch können menschliche Wesen bei Verwendung eines einzigen Beobachtungssystems zum selben Zeitpunkt nur die Entitäten einer einzigen EW beobachten (indirekt, durch Entsprechung); das gilt für das Wesen der Aufmerksamkeit/des Bewusstseins, das einen Prozessablauf darstellt.
Gabriel Vacariu

Anwendungen: Philosophie, Kognitive (Neuro-)Wissenschaft, Biologie und Physik

Frontmatter

4. EVW und die Philosophie des Geistes

Zusammenfassung
In diesem Kapitel verwende ich die EVW-Perspektive, um verschiedene Begriffe aus der Philosophie des Geistes zu analysieren, die innerhalb des mächtigsten und dominantesten alten Paradigmas in der Geschichte des menschlichen Denkens produziert wurden, in der ‘Einhorn-Welt’. Aufgrund des Paradigmas der Einhorn- Welt sind die Hauptprobleme der Philosophie des Geistes faktisch Pseudo- Probleme. In Kapitel 1 untersuche ich einige Begriffe (Ebenen vs. Reduktion, Emergenz), die die zentralen Strömungen der Philosophie des Geistes beinhalten: Dualismus, Identitätstheorie, eliminierender Materialismus und nichtreduktionistischer Physikalismus.
Gabriel Vacariu

5. EVW und Kognitionswissenschaft

Zusammenfassung
Kapitel 4 war der Beziehung zwischen der EVW-Perspektive und verschiedenen Begriffen der Philosophie des Geistes gewidmet. In diesem Kapitel werde ich das Verhältnis von meinem EVW-Ansatz und der Kognitionswissenschaft untersuchen, einem Arbeitsgebiet, das Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden ist und Mitarbeiter vereint, die sich mit Neurowissenschaft, Psychologie, Linguistik, Computerwissenschaft, Künstlicher Intelligenz, Robotik, Anthropologie und Philosophie befassen.
Gabriel Vacariu

6. EVW und Kognitive Neurowissenschaft

Zusammenfassung
Meine beiden letzten Bücher (2012, 2014) sind der Forschung in der kognitiven Neurowissenschaft aus den letzten 4-5 Jahren gewidmet. In diesem Kapitel möchte ich einen allgemeinen Überblick zur kognitiven Neurowissenschaft (einer Teildisziplin der Kognitionswissenschaft) geben und im Anschluss daran einige wesentliche Themen in diesem Bereich analysieren: Lokalisierung (Differenzierung – Integration im Gehirn), das Bindungsproblem und die multisensorische Integration sowie die ‘Optimismus vs. Skeptizismus’-Debatte in der kognitiven Neurowissenschaft als Wissenschaft. Im Schlussabschnitt dieses Kapitels wird deutlich werden, dass die kognitive Neurowissenschaft keine wirkliche Wissenschaft, sondern eine Pseudowissenschaft ist.
Gabriel Vacariu

7. EVW und Biologie

Zusammenfassung
In diesem Kapitel analysiere ich das zentrale ungelöste Problem in der Biologie: das Leben und seine Beziehung zu irgendeinem Organismus (oder irgendeiner Zelle). Leben und Geist (die Subjektivität, d.h. das Ich) haben denselben ontologischen Status. Das Ich (Lebewesen) repräsentiert nicht nur den Geist und die Subjektivität, sondern auch das Leben. Wir können nicht wirklich zwischen dem Geist (dem Ich) und dem Leben unterscheiden. Clark 2001 hebt die Analogie von Geist und Leben hervor, die er von Godfrey-Smith (1996a, S. 320) übernimmt, um die starke Kontinuität zwischen ihnen zu betonen:
  • Leben und Geist haben ein gemeinsames abstraktes Muster oder eine Menge von grundlegenden organisatorischen Eigenschaften. Die funktionalen Eigenschaften, die für den Geist charakteristisch sind, umfassen eine reichere Version der funktionalen Eigenschaften, die für das Leben im Allgemeinen grundlegend sind. Der Geist ähnelt ganz und gar dem Leben (Godfrey- Smith 1996 in Clark 2001, S. 118).
Gabriel Vacariu

8. EVW und Physik

Zusammenfassung
Wie ich in meinen vorherigen Büchern verdeutlicht habe, ist die Einhorn-Welt nicht nur für Philosophen, sondern auch für Wissenschaftler, die in verschiedenen Disziplinen forschen (Physik, Biologie, Kognitionswissenschaft) das falsche System. Die Wissenschaftler, die sich mit grundlegenden wissenschaftlichen Problemen beschäftigen, müssen ihr gegenwärtiges Denksystem, die Einhorn-Welt, durch EVW ersetzen. Während der Geschichte des menschlichen Denkens wurde das alte System nur wenig verändert. Ich hoffe, dass sich viele Menschen nach der Lektüre meiner Bücher (2008, 2010, 2011, 2012 und 2014) im Klaren sein werden, dass die Einhorn-Welt durch EVW ersetzt werden muss. Mit meiner EVW-Perspektive biete ich die ontologischen (genauer: die hyperontologischen) Grundlagen für mehrere duale Phänomene an (Makro- und Mikro-Phänomene, geistige und neuronale Phänomene oder Leben und Organismus/Zelle), die von Mitarbeitern in unterschiedlichen Bereichen (Physik, kognitive Neurowissenschaft und Biologie) untersucht werden. Im Allgemeinen habe ich meine Perspektive auf Theorien angewandt, die von vielen Forschern als äußerst problematisch eingestuft werden.
Gabriel Vacariu

Backmatter

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