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Über dieses Buch

Franziska S. Roth untersucht, inwiefern politische Talkshows Quellen für die Einstellungsbildung von ZuschauerInnen sein können. Ihr Buch zeigt, dass politische Talkshows von RezipientInnen als Quelle für Spaß wahrgenommen werden, aber auch Anstöße zum Nachdenken und für Anschlusskommunikation bieten – und tatsächlich zur Einstellungsbildung beitragen. Dafür analysiert Franziska S. Roth, wie die Unterhaltungserfahrung während der Rezeption einer politischen Talkshow die Einstellungsbildung zum Thema der Sendung beeinflusst. Aus den Ergebnissen lassen sich konkrete Handlungsempfehlungen für die Produktion der Sendungen ableiten, zum Beispiel hinsichtlich der Themenauswahl.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung und Problemstellung

Zusammenfassung
Politische Talkshows polarisieren: Journalist(inn)en, Wissenschaftler(innen), das Publikum oder, wie im Zitat erkennbar, Politiker(innen). Alle diese gesellschaftlichen Gruppen haben eine (häufig sehr negative) Meinung über das Format, das seit den 1950er Jahren ein zentraler Bestandteil der deutschen Fernsehlandschaft ist, beginnend mit dem Internationalen Frühschoppen (Schultz, 2006). Doch ist die massive Kritik (vor allem seit der ‚Talkshowschwemme‘ der 2010er Jahre) gerechtfertigt? Welche Wirkungen können die Sendungen tatsächlich bei Rezipient( inn)en entfalten? Diesen Fragen will die vorliegende Arbeit nachgehen.
Franziska S. Roth

2. Politische Talkshows im deutschen Fernsehen

Zusammenfassung
Die Geschichte politischer Talkshows im deutschen Fernsehen beginnt in den 1950er Jahren mit dem Internationalen Frühschoppen. Der Begriff politische Talkshow setzt sich dabei aus drei Wörtern zusammen: dem „Politischen“ (was sich auf die behandelten Themen bezieht), dem „Talk“ (also dem Sprechen) und der „Show“ (das Gespräch findet im Rahmen einer Fernsehsendung statt, es wird eine „Schau“ dargeboten). Somit kollidieren bereits im Namen des Formats Aspekte, die eine eher ernsthafte, informierende Konnotation besitzen (Politik), mit solchen, die eher auf Unterhaltung schließen lassen (Show bzw. dt.: Schau).
Franziska S. Roth

3. Zwei-Prozess-Modelle der Unterhaltungsforschung für die Analyse der Rezeption politischer Talkshows

Zusammenfassung
Die Unterhaltungsforschung hat seit den 1990er Jahren ein enormes Wachstum und im Zuge dessen verschiedene definitorische Transformationen und theoretische Weiterentwicklungen erfahren. Zum aktuellen Stand lassen sich zwei zentrale, definitorisch voneinander getrennte, Bereiche identifizieren. Der eine Bereich beschäftigt sich mit der hedonischen Unterhaltungserfahrung (engl.: hedonic entertainment), der andere mit der eudaimonischen Unterhaltungserfahrung (engl.: eudaimonic, z. T. auch non-hedonic entertainment).
Franziska S. Roth

4. Theorien der Informationsverarbeitung für die Analyse der Rezeption politischer Talkshows

Zusammenfassung
Um Informationsverarbeitung und Einstellungsbildung, und somit die primären Einflussziele der Produzent(inn)en der Sendungen (siehe Kapitel 1 und 2), bei der Rezeption politischer Talkshows zu beschreiben, ist eine Berücksichtigung von Affekten unumgänglich. Zum einen hängen diese eng mit der Unterhaltungserfahrung bei der Rezeption zusammen (Vorderer et al., 2004). Zum anderen sind politische Talkshows als Format per definitionem darauf ausgelegt, starke affektive Reaktionen beim Publikum hervorzurufen (z. B. durch die Wahl der Themen und Gäste; Brosda, 2002; Gäbler, 2011).
Franziska S. Roth

5. Forschungsagenda

Zusammenfassung
Auf Basis der theoretischen Ausführungen hat die Autorin 14 Hypothesen und eine Forschungsfrage formuliert. Sie treffen Aussagen zum Unterhaltungserleben, zur Informationsverarbeitung und zur Verbindung von beidem bei der Rezeption politischer Talkshows. Die Überprüfung der Hypothesen und der Forschungsfrage erfolgt in zwei Experimentalstudien, die Ausschnitte politischer Talkshows zu unterschiedlichen Themen einsetzen.
Franziska S. Roth

6. Gesamtdiskussion: Perspektiven und Desiderata

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit beschäftigte sich mit den Fragen, wie sich die Unterhaltungserfahrung während der Rezeption einer politischen Talkshow beschreiben lässt und wie die Unterhaltungserfahrung während der Rezeption einer politischen Talkshow die Informationsverarbeitung und daraus resultierende Einstellungsbildung beeinflusst (siehe Kapitel 1).
Franziska S. Roth

Backmatter

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