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Über dieses Buch

Dana Niemann beschäftigt sich mit der Frage, welchen Stellenwert der Partner/die Partnerin bei der Bewältigung von Arbeitsbelastungen einnimmt und wie sich der Prozess der sozialen Unterstützung in der Paarinteraktion gestaltet. Mittels einer quantitativen Studie untersucht sie den Einfluss der partnerschaftlichen Unterstützung auf die Gesundheit. Weiterführende Leitfadeninterviews eruieren die Unterstützungsinteraktion in der Partnerschaft wechselseitig aus Sicht des Unterstützungsempfängers und -gebers. Dabei belegt die Autorin die hohe Bedeutung des Partners/der Partnerin bei der Bewältigung von Arbeitsbelastungen und identifiziert Determinanten für wirksame und unwirksame Unterstützungsprozesse.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Erwerbsarbeit stellt einen zentralen Lebensbereich im Erwachsenenalter dar, dessen positiven Aspekte in Bezug auf eine Existenzsicherung, Sinnstiftung und Alltagsstrukturierung herauszustellen sind (Kroll, Müters & Dragano, 2011). Dennoch haben sich die Arbeitsbedingungen in der modernen Gesellschaft aufgrund einer Verschiebung von produktionsnahen hin zu Dienstleistungs- und wissensbasierten Tätigkeiten (Badura, 2010; Harlfinger, Wenchel, Arning, Angermaier & Panter, 2003) in Kombination mit veränderten sozioökonomischen Rahmenbedingungen in einer Weise verändert, die eine Zunahme von psychischen Arbeitsanforderungen für die Beschäftigten zur Folge hat (Kölbach & Zapf, 2015). Angesichts der branchenübergreifend zunehmenden psychischen Belastungen in der Erwerbsarbeit und der daraus resultierenden Fehlbeanspruchungsfolgen erfahren organisationale und soziale Ressourcen im Umgang mit den steigenden Arbeitsanforderungen eine besondere Bedeutung und finden innerhalb verschiedener Konzepte zu Stress und arbeitsbedingten Belastungen Berücksichtigung.
Dana Niemann

Kapitel 2. Belastung, Beanspruchung und Stress im Arbeitskontext

Zusammenfassung
Die Tätigkeitsstruktur in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts verschiebt sich, bedingt durch die Globalisierung und den technischen Fortschritt, von den produktionsnahen zu den Dienstleistungs- und insbesondere wissensbasierten Tätigkeiten. Durch die zunehmende Bedeutung der dematerialisierten Arbeit, die vorwiegend mentale Leistungsfähigkeit und personenbezogene Interaktionskompetenz erfordert, steigen die kognitiven und sozial-kommunikativen Anforderungen an die Beschäftigten (Badura, 2010; Harlfinger et al., 2003; Kühn et al., 2005).
Dana Niemann

Kapitel 3. Soziale Unterstützung: Standortbestimmung einer externen Ressource

Zusammenfassung
Den Ressourcen kommt innerhalb des Stressprozesses zur Bewältigung der internen wie externen Anforderungen eine immense Bedeutung zu. Schon die dem Konzept der Salutogenese zugrunde liegende Fragestellung, was den Menschen trotz der Vielfalt an belastenden Bedingungen und krankmachenden Lebensumständen gesund erhält, zeigt die Bedeutsamkeit von protektiven Faktoren (Bengel, Strittmatter & Willmann, 2001). Antonovsky (1979) identifizierte verschiedene Faktoren auf individueller, gesellschaftlicher, kultureller und sozialer Ebene, die zu einer erfolgreichen Spannungsbewältigung im Umgang mit Stressoren und damit zur Aufrechterhaltung der Gesundheit beitragen.
Dana Niemann

Kapitel 4. Stand der Forschung zu sozialer Unterstützung bezüglich Arbeit, Geschlecht und Partnerschaft

Zusammenfassung
Die Forschung zu sozialer Unterstützung hat eine Reihe von Studien hervorgebracht, die abhängig beispielsweise von der Unterstützungsquelle oder dem Geschlecht über differenzierte Ergebnisse bezüglich der Wahrnehmung, der Mobilisierung und dem Erhalt von Unterstützung und den verschiedenen Formen berichten. Im Bezugsrahmen der vorliegenden Arbeit sind dabei insbesondere Studien relevant, die den Fokus auf soziale Unterstützung im Arbeitskontext und in Partnerschaften legen sowie Unterstützungsinteraktionen auf Geschlechtsunterschiede untersuchen.
Dana Niemann

Kapitel 5. Zusammenführung und Ableitung der zentralen Fragestellung und des Forschungsziels

Zusammenfassung
Vermehrt wird darauf hingewiesen, dass bei arbeitsbezogenen Belastungen soziale Unterstützungsleistungen aus dem beruflichen Umfeld aufgrund des kontextbezogenen Hintergrundwissens und Fachwissens eher als private und familiäre Sozialkontakte den situativen Anforderungen angemessen sind (Badura et al., 2010; Gusy, 1995; Perkonigg, 1993). Vor dem Hintergrund, dass der belastungsreduzierende Effekt sozialer Unterstützung nur bei der Passung der angebotenen Unterstützungsform zu den situativen Anforderungen und den daraus resultierenden Bedürfnissen des Unterstützungssuchenden gegeben ist (Cohen & Wills, 1985; Dormann & Zapf, 1999), würden arbeitsbezogene Netzwerkmitglieder bei Arbeitsbelastungen adäquatere und wirksamere Unterstützungsleistungen anbieten können. Frese (1989) hebt in diesem Zusammenhang hervor, dass Unterstützung von Freunden und Lebenspartner bei arbeitsbezogenen Stressoren eher emotionaler als instrumenteller Art sein würden.
Dana Niemann

Kapitel 6. Methodik

Zusammenfassung
Auf der Basis der zentralen Frage nach der Bedeutsamkeit des Lebenspartners im Kontext von Unterstützungsprozessen zur Bewältigung arbeitsbezogener Belastungen und dem Ziel einer möglichst umfassenden Beschreibung der Unterstützungsinteraktionen im Rahmen von Partnerschaften eignet sich eine stufenweise durchgeführte Untersuchung, bestehend aus einer vorgelagerten quantitativen Studie und einer aufbauenden qualitativen Hauptstudie. Das gewählte Studiendesign wird nachfolgend im Aufbau, dem Vorgehen sowie der Rekrutierung und Zusammensetzung der Stichprobe detailliert vorgestellt (Abschnitt 6.1). Im weiteren Verlauf werden dann die quantitative Vorstudie (Abschnitt 6.2) und die qualitative Hauptstudie (Abschnitt 6.3) in allen Einzelheiten beschrieben.
Dana Niemann

Kapitel 7. Ergebnisse der quantitativen Vorstudie

Zusammenfassung
Nachfolgend werden die wesentlichen Ergebnisse der quantitativen Vorstudie aufgezeigt. Beginnend mit einer Übersicht zu den soziodemographischen Merkmalen der Stichprobe wird nachfolgend die Güte der Befragung hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Messung unter Angabe von Cronbachs Alpha als Maß der internen Konsistenz der verwendeten Skalen aufgezeigt. Im weiteren Verlauf werden dann zunächst die deskriptiven Statistiken zur Belastungs- und Beanspruchungssituation sowie dem Ausmaß der Ressourcen vorgestellt.
Dana Niemann

Kapitel 8. Ergebnisse der qualitativen Hauptstudie

Zusammenfassung
Nachdem die quantitative Vorstudie bereits einen wichtigen Stellenwert des Partners im Kontext der Bewältigung von Arbeitsbelastungen zeigen konnte, stellt die qualitative Hauptstudie die konkrete Rolle des Partners bei der Bewältigung der Arbeitsbelastungen stärker in den Vordergrund. Dabei wird der Fokus auf eine beschreibende Analyse der einzelnen Bestandteile der Unterstützungsinteraktion gelegt. Es erfolgt sowohl eine einzelfallbezogene Auswertung differenziert aus der Sicht als Unterstützungsempfänger und Unterstützungsgeber, als auch eine Integration der einzelnen Bestandteile in einem paarbezogenen Abgleich des Unterstützungsprozesses.
Dana Niemann

Kapitel 9. Diskussion

Zusammenfassung
Die quantitative Vorstudie und die qualitative Hauptstudie haben eine Reihe interessanter Ergebnisse hervorgebracht. Diese gilt es abschließend sowohl im Hinblick auf die aufgestellten Hypothesen und formulierten Forschungsfragen als auch vor dem Hintergrund bisheriger Forschungsergebnisse zu diskutieren.
Dana Niemann

Erratum zu: Die Rolle des Partners und der Partnerin bei der Bewältigung arbeitsbedingter Belastungen

Dana Niemann

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