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Über dieses Buch

Einen völlig neuen Zugang zu dem komplexen sozialen Phänomen Mafia bietet dieses Buch: Neben Ursprung, Organisation und Vorgehen der Mafia untersucht die Autorin Anita Bestler vor allem die enge Verbindung zwischen der organisierten Kriminalität und der Politik. Dabei erhalten die Leser*innen [außerdem] sowohl einen interessanten Einblick in die komplizierte politische Entwicklung Italiens von der Staatsgründung bis zur Gegenwart als auch eine Antwort, warum die Italiener politisch anders »ticken«.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung

Zusammenfassung
Die Mafia ist der »bewaffnete Arm« der Politik. In dem Moment, in dem die politisch Mächtigen die Dienste Krimineller zu nutzen begannen und sie im Ausgleich beschützten, entstand die Cosa Nostra als besondere Form der Kriminalität. Da sich Politiker nach wie vor der Mafia bedienen, ist ihr Fortbestand weiter gesichert. Auch wenn die Mafia in erster Linie ein wichtiges Instrument der Herrschaft darstellt, so ist sie doch mehr als nur ein Handlanger der Politik: Sie ist auch eine ganz »normale« Verbrecherorganisation, die eigene – von der Politik unabhängige – Ziele verfolgt.
Anita Bestler

Kapitel 2. Von den revolutionären Squadre zu den Corleonesern

Zusammenfassung
Die Mafia entstand im 19. Jh. und entwickelte sich nach der Italienischen Einigung (1860) zum Massenphänomen. Erst während der faschistischen Diktatur wurde gegen sie vorgegangen. Nach Befreiung durch die Alliierten gelang ihr aber sofort die Reorganisation. Aufgrund ökonomischer Entwicklungen verlor die Landmafia ab den 1950er-Jahren ihre Bedeutung zugunsten der Stadtmafia. Verteilungskämpfe führten zu Mafiakriegen und der Machtübernahme der »Corleoneser«. Nach einer beispiellosen Gewaltwelle begann der Staat zurückzuschlagen, woraufhin sich die Cosa Nostra »unsichtbar« machte.
Anita Bestler

Kapitel 3. Mafiose Innenansichten

Zusammenfassung
Die Cosa Nostra ist eine hierarchisch aufgebaute Organisation, deren territoriale Basiseinheiten die »Familien« sind. Sie rekrutieren ihre Mitglieder vornehmlich aus der Unterschicht, wobei Personen aus mafiosen Herkunftsfamilien bevorzugt werden. Neue Mitglieder werden sorgfältig ausgewählt und langsam an die Organisation herangeführt. Nach ihrer Aufnahme haben sich die sogenannten Ehrenmänner an ein ausgefeiltes Regelwerk zu halten. Das Hauptziel der Cosa Nostra besteht in der ökonomischen Bereicherung, wobei ihre »Geschäftszweige« sehr vielfältig sind. Gewalt wird nur im Notfall eingesetzt.
Anita Bestler

Kapitel 4. Italien – eine mafiose Demokratie?

Zusammenfassung
Formal ist Italien ein demokratisch verfasster Staat, faktisch wird seitens der Politik aber immer wieder so gravierend gegen dessen Regeln verstoßen, dass etwas überspitzt von einer »mafiosen Demokratie« gesprochen werden kann. Darunter verstehen wir ein von der Bevölkerung toleriertes, miteinander Verwobensein von der Cosa Nostra mit Politikern unterschiedlicher Ebenen, mit Stadt- und Gemeinderäten bis hin zu Parlamentariern und Regierungsmitgliedern.
Anita Bestler

Backmatter

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