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Die Soft Power der Europäischen Union

Die Sprache der Machtpolitik verstehen und beherrschen

  • 2025
  • Buch
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Über dieses Buch

Dieses Buch beleuchtet die komplexen Einflussmechanismen der Europäischen Union (EU) in einer von globaler Machtpolitik geprägten Welt. Verfasst von einem EU-Diplomaten, wirft es einen differenzierten Blick auf die vielschichtige Wirkungsweise der Soft Power mit besonderem Fokus auf Schlüsselregionen wie den Westbalkan, die Östliche Partnerschaft, die Südliche Nachbarschaft und Subsahara-Afrika. Dabei werden wirtschaftliche, diplomatische und kulturelle Aspekte berücksichtigt, um die Frage zu beantworten, wie wirksam die EU im Wettbewerb der globalen Mächte auf das Verhalten anderer Akteure Einfluss nimmt.

Aus einer einzigartigen Perspektive, geprägt durch praktische Erfahrungen vor Ort im Kosovo, in der Ukraine und in Ruanda, beleuchtet der Autor die Reaktionen der EU auf Herausforderungen wie den Einsatz harter Macht durch Russland. Dieses Buch ist eine unverzichtbare Lektüre für politische Entscheidungsträger und Diplomaten. Es verbindet akademische Analyse mit praxisnahen Einsichten und bietet wertvolle Lektionen sowie Empfehlungen für den souveränen Umgang mit der Sprache der Macht in der heutigen Weltpolitik. Das Buch ist ideal für Studierende und Fachleute und bietet eine umfassende Darstellung der Dynamiken der EU-Außenpolitik.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Einführung
Zusammenfassung
Dieses Kapitel hebt hervor, dass die Europäische Union über eines der stärksten Instrumentarien der Soft Power verfügt, das sich aus umfangreichem Handel, einem bedeutenden Entwicklungshilfeetat und vielfältigen Investitionsmöglichkeiten zusammensetzt. Die aktuelle Phase globaler Machtpolitik setzt die EU jedoch unter Druck, auch Instrumente der Hard Power wie wirtschaftlichen Zwang einzusetzen. Vor diesem Hintergrund identifiziert das Kapitel zentrale Ziele und Forschungsfragen, um die Grundlage für eine weiterführende Analyse der Wirksamkeit der Soft Power der EU bei der Beeinflussung des Verhaltens von Partnerländern in den geopolitisch wichtigsten Regionen für die Union zu legen: dem Westbalkan, der Östlichen Partnerschaft, der Südlichen Nachbarschaft und Subsahara-Afrika. Darüber hinaus schafft dieses Kapitel den Rahmen für die Untersuchung der Fähigkeit der EU, Hard-Power-Instrumente gegen einen Hard-Power-Akteur wie Russland einzusetzen.
Žygimantas Juška
Kapitel 2. Säulen der Soft Power der Europäischen Union: Ein Überblick
Zusammenfassung
Dieses Kapitel stellt den Unterschied zwischen Hard Power und Soft Power dar und erläutert die Rolle der EU innerhalb beider Machtmechanismen. Darüber hinaus werden die sechs Säulen der Soft Power der EU vorgestellt: Entwicklungszusammenarbeit, Außenpolitik, wirtschaftliche Kooperation, Kommunikation, Kultur sowie Wissenschaft und Bildung. Zusammen mit Kap. 3 bildet dieses Kapitel die Grundlage für eine umfassende Analyse der Wirksamkeit der Soft Power der EU in den vier geopolitisch wichtigsten Regionen für die Union: dem Westbalkan, der Östlichen Partnerschaft, der Südlichen Nachbarschaft und Subsahara-Afrika.
Žygimantas Juška
Kapitel 3. Wirksamkeit der Soft-Power-Säulen
Zusammenfassung
Kap. 2 hat die wichtigsten Soft-Power-Säulen der Europäischen Union identifiziert und vorgestellt, was die Grundlage dafür bildet, um in diesem Kapitel die Stärken und Schwächen jeder einzelnen Soft-Power-Säule sowie deren jeweilige Fähigkeit zur Beeinflussung des Verhaltens von Partnerländern zu analysieren. Diese Analyse ermöglicht ein Verständnis der relativen Bedeutung jeder Säule, was wiederum die Basis für eine hierarchische Struktur bildet, bei der jede Ebene auf der vorherigen aufbaut, um den Gesamteinfluss und die Attraktivität der EU auf der globalen Bühne zu steigern.
Žygimantas Juška
Kapitel 4. Die Soft Power der Europäischen Union in vier Regionen
Zusammenfassung
Dieses Kapitel analysiert die Wirksamkeit der Soft Power der EU in den vier geopolitisch wichtigsten Regionen für die Europäische Union: dem Westbalkan (WB), der Östlichen Partnerschaft (EaP), der Südlichen Nachbarschaft (SN) und Subsahara-Afrika (SSA). Es wird untersucht, wie die Soft Power der EU an die spezifischen Herausforderungen in jeder Region angepasst wird. Darüber hinaus wird bewertet, inwieweit es der EU gelingt, das Verhalten der Partnerländer in diesen Regionen durch Anziehungskraft und Kooperation zu beeinflussen.
Žygimantas Juška
Kapitel 5. Das Hard-Power-Spiel der EU mit Russland: Die Fallstudie Ukraine
Zusammenfassung
Dieses Kapitel analysiert die Reaktion der EU auf Russlands Hard-Power-Ansatz. Es untersucht das Instrumentarium der EU gegenüber Russland, das erstmals 2014 als Reaktion auf Russlands Vorgehen auf der Krim und im Donbass eingesetzt und anschließend 2022 nach dem umfassenden Einmarsch in die Ukraine erneut angewandt wurde. Ziel ist es, die Position der EU im Hinblick auf den eingesetzten Machtmechanismus zu definieren, der beispiellose Sanktionen und militärische Unterstützung kombinierte.
Žygimantas Juška
Kapitel 6. Machtpolitik: Der europäische Weg
Zusammenfassung
Im gegenwärtigen Zeitalter der Machtpolitik ist die Europäische Union, obwohl sie traditionell als Akteur der Soft Power galt, in ein Spiel der Hard Power hineingezogen worden. Die EU sollte darauf vorbereitet sein, verschiedene Instrumente der Hard Power einzusetzen, wenn die Situation es erfordert, und dabei ihre grundlegenden Prinzipien wahren. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan, und die Umsetzung in die Praxis stellt eine erhebliche Herausforderung dar. Dieses Kapitel widmet sich der wichtigen Aufgabe, Schritte vorzuschlagen, um sich auf diese Herausforderung in Form von Machtpolitik vorzubereiten.
Žygimantas Juška
Kapitel 7. Fazit
Zusammenfassung
Dieses Kapitel kommt zu dem Schluss, dass das Zeitalter der Machtpolitik von der EU verlangt, ihre etablierte Rolle als Akteurin der Soft Power durch den Einsatz von Instrumenten der Hard Power auszugleichen. Daher werden drei politische Handlungsrichtungen vorgeschlagen, um die Position der EU in der globalen Machtpolitik zu stärken: die verstärkte Anwendung des „Zuckerbrot und Peitsche“-Ansatzes, die Förderung der Fähigkeit der EU, mit einer Stimme zu sprechen, sowie die Förderung des Selbstverzichts der Mitgliedstaaten zugunsten des Gemeinwohls. Je näher die EU der Verwirklichung dieser Ziele kommt, desto wettbewerbsfähiger wird sie global sein. Die strategische Autonomie der EU hat das Potenzial, eine dringend benötigte Brücke zu diesen drei politischen Zielen zu schlagen. Diese Autonomie würde es der EU ermöglichen, unabhängiger Entscheidungen zu treffen und Maßnahmen zu ergreifen, insbesondere in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit und Außenpolitik.
Žygimantas Juška
Titel
Die Soft Power der Europäischen Union
Verfasst von
Žygimantas Juška
Copyright-Jahr
2025
Electronic ISBN
978-3-032-07411-9
Print ISBN
978-3-032-07410-2
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-032-07411-9

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