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Über dieses Buch

Nationale Sozialstrukturanalysen machen im Zeitalter der Globalisierung immer weniger Sinn. Daher wird in diesem Buch die Entwicklung der deutschen Sozialstruktur mit der anderer Länder verglichen. Im Mittelpunkt stehen dabei europäische Länder. In vieler Hinsicht werden aber auch außereuropäische, moderne und sich entwickelnde Länder einbezogen. Im Einzelnen werden Strukturen der Bevölkerung, der Haushalte und Familien, der Bildung und der Erwerbstätigkeit, der sozialen Ungleichheit, der sozialen Sicherung und der Lebensweisen einander gegenüber gestellt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Ziel der vorliegenden Veröffentlichung ist es, eine Übersicht zu vermitteln. Gegenstand ist die Sozialstruktur Deutschlands im internationalen Vergleich. Da ein Überblick über eine Sozialstruktur einer Gesellschaft stets ein sehr komplexes und auf einer Vielzahl von Informationen basierendes Unternehmen ist, ist ein Überblick stets mit Vereinfachungen und einer Reduktion von Komplexität verbunden. Experten werden dementsprechend an vielen Stellen weiterführende Informationen vermissen. Weitestgehend unberücksichtigt bleiben etwa methodische Fragen oder wissenschaftliche Dispute.
Christian Steuerwald

2. Der Vergleichsmaßstab: Die Modernisierung der Sozialstruktur

Wer vergleicht, braucht und verwendet stets einen Vergleichsmaßstab („tertium comparationis“). Bei einfachen Vergleichen wie etwa bei einem Vergleich der Körpergröße von zwei Menschen fällt dies in der Regel nicht auf. Der zugrunde gelegte Maßstab bleibt dort oft implizit und wird zumeist intuitiv angewendet. Wenn jedoch so komplexe Gegebenheiten wie die Sozialstrukturentwicklungen mehrerer Gesellschaften miteinander verglichen werden, ist es notwendig, den genauen Gegenstand des Vergleichs und einen Vergleichsmaßstab anzugeben. Ohne Vergleichsmaßstab würde ein Vergleich von Sozialstrukturen sich in unübersichtliche Gegenüberstellungen auflösen, die nur unzureichend über den Gegenstand aufklären.
Christian Steuerwald

3. Die Bevölkerung

Vor dem Hintergrund der angeführten Modernisierungstheorien und den Modellen der Sozialstruktur sollen im Folgenden die einzelnen Bereiche der Sozialstruktur Deutschlands mit den Sozialstrukturen anderer Länder verglichen werden. Für jeden Sozialstrukturbereich ist ein eigenes Kapitel vorgesehen. Hierbei beginnt jedes Kapitel wiederum mit modernisierungstheoretischen Aussagen. Im Unterschied zu den dargestellten weitgehend allgemein formulierten Modernisierungstheorien sind die folgenden Theorien spezielle Modernisierungstheorien. Sie sollen verständlich machen, wieso es zu den jeweiligen sozialstrukturellen Veränderungen zum Beispiel im Bereich der Bevölkerung kommt beziehungsweise erklären sie, zu welchen sozialstrukturellen Veränderungen es aus Sicht der Modernisierungstheorien kommen müsste.
Christian Steuerwald

4. Lebensformen, Haushalte und Familien

In dem folgenden Kapitel geht es darum, wie Menschen im Alltag mit den ihnen am nächsten stehenden Mitmenschen zusammenleben. Wie nachstehend aufgezeigt, ist dies keineswegs nur eine Frage persönlicher Vorlieben. Vielmehr lassen sich bestimmte gesellschaftliche Muster nachweisen, die auch zwischen verschiedenen Gesellschaften variieren können. Daher stellen auch die Formen des Zusammenlebens einen Kernbereich der Sozialstruktur dar. Für das Denken, Verhalten und Wohlergehen der Menschen haben Lebensformen, Haushalte und Familien große Bedeutung.
Christian Steuerwald

5. Bildung

In diesem Kapitel geht es um Bildung. Darunter ist die Vermittlung und der Erwerb von Werthaltungen, Einstellungen, Wissensbeständen und Fertigkeiten zu verstehen, die Menschen benötigen, um ihre sozialen Rollen in einer Gesellschaft auszuüben. In diesen Begriff der Bildung ist die Ausbildung für spezifische Berufe und Fertigkeiten eingeschlossen. Es geht in dem nachfolgenden Kapitel um Bildung jedoch nur insoweit, als sie in eigens dafür geschaffenen Bildungseinrichtungen wie zum Beispiel Schulen vermittelt wird. Im Vordergrund stehen dabei die formalen Aspekte institutioneller Bildung. Im Zusammenhang mit der Sozialstruktur einer Gesellschaft interessiert weniger, wie viele und welche Bildungsinhalte Schüler und Studierende aufnehmen, sondern welche Bildungsabschlüsse welcher Bildungseinrichtungen erworben werden.
Christian Steuerwald

6. Erwerbstätigkeit

Modernisierungstheorien und das daran anschließende Modell der Sozialstrukturentwicklung gehen von drei Annahmen hinsichtlich der Entwicklung der Erwerbstätigkeit aus:
Erstens besagen Modernisierungstheorien hinsichtlich der Veränderungen der Erwerbstätigkeit, dass immer größere Anteile der Menschen in das Erwerbsleben einbezogen werden. Dies gilt in nachindustriellen Gesellschaften auch und gerade für Frauen. Dem Modell der Sozialstrukturmodernisierung zufolge werden daher immer mehr Menschen erwerbstätig sein und immer weniger arbeitslos.
Christian Steuerwald

7. Soziale Ungleichheit

In allen menschlichen Gesellschaften gab und gibt es Mächtige und Ohnmächtige, Reiche und Arme, Angesehene und Verachtete, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß und in unterschiedlichen Erscheinungsformen. Um solche und ähnliche Phänomene geht es in diesem Kapitel.
Christian Steuerwald

8. Soziale Sicherung

Die Sozialstruktur einer Gesellschaft und die sozialen Stellungen und Statuslagen der Einzelnen werden in modernen Gesellschaften auch durch sozialstaatliche Einrichtungen und deren Leistungen bestimmt. Zusammen mit den Bildungseinrichtungen zählen die Einrichtungen zur sozialen Sicherung zu den Bereichen, die erst in modernen Gesellschaften sich umfassend auf die Sozialstruktur auswirken.
Christian Steuerwald

9. Kultur und Lebensweise

Das nachfolgende Kapitel befasst sich mit der Kultur von Gesellschaften, mit kulturellen Unterschieden in und zwischen Gesellschaften sowie mit hierauf beruhenden Lebensweisen.
Christian Steuerwald

10. Schlussbemerkung: Eine neue Gesellschaftsstruktur nach der postindustriellen Gesellschaft?

Vor mehr als 40 Jahren wurde eine neue Phase gesellschaftlicher Entwicklung prognostiziert. In Folge gesellschaftsstruktureller Veränderungen beobachteten Daniel Bell (1975) und Alain Touraine (1972), dass sich moderne Industriegesellschaften soweit verändert haben, dass sie in ihrem Kern nicht mehr als Industriegesellschaften zu kennzeichnen sind. Zwar deuteten noch viele Strukturen wie die Bedeutung der industriellen Produktion oder der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung auf industrielle Gesellschaften hin. Dennoch konnten wesentliche Strukturveränderungen vor allem hinsichtlich der Bedeutung von Wissen, Bildung und Dienstleistungen identifiziert werden, die nur unzureichend industriegesellschaftlich klassifiziert werden konnten. Für moderne Gesellschaften wurde dementsprechend diagnostiziert, dass sie auf dem Weg von einer Industriegesellschaft in eine postindustrielle Gesellschaft waren.
Christian Steuerwald

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