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01.10.2016 | Sonderheft 2/2016

Österreichische Zeitschrift für Soziologie 2/2016

Die unbekannten Pfade der Migrationspolitik: Historische, methodische und theoretische Wissenslücken in der Analyse migrationspolitischer Transformationsprozesse

Zeitschrift:
Österreichische Zeitschrift für Soziologie > Sonderheft 2/2016
Autor:
Kenneth Horvath

Zusammenfassung

Diagnosen eines fundamentalen Wandels spielen in der sozialwissenschaftlichen Analyse migrationspolitischer Entwicklungen eine zentrale Rolle. Darüber, auf welche Arten diese diagnostizierten Veränderungen mit breiteren gesellschaftlichen Transformationsprozessen zusammenhängen, wissen wir allerdings wenig. Aufbauend auf (i) Foucaults Analytik liberaler Regierungskunst, (ii) Jessops strategisch-relationaler Staatstheorie und (iii) Sassens Heuristik zur Analyse gesellschaftlicher Epochenübergänge illustriert der vorliegende Artikel den potenziellen Mehrwert einer transformationstheoretischen Perspektive. Als Beispiel dient eine Episode aus der Entwicklung des österreichischen Migrationsregimes, konkret der Übergang vom in der Zwischenkriegszeit verabschiedeten Inlandarbeiterschutzgesetz zum Gastarbeitsregime der Nachkriegsjahrzehnte. Der Fokus liegt dabei auf der Ebene des politischen Diskurses in seiner ermöglichenden Rolle für die Entwicklung neuer politischer Technologien. Es zeigt sich ein spannungs- und folgenreiches Wechselspiel aus sekuritisierenden und ökonomisierenden Logiken: In einer als existenzgefährdend inszenierten Ausnahmesituation werden politische Instrumente durchgesetzt, die, einmal etabliert, unter veränderten Rahmenbedingungen zu neuen Zielen genutzt werden können. Die Transformationsperspektive trägt damit nicht nur zur Spezifizierung der Zusammenhänge und Brüche zwischen migrationspolitischen Epochen bei, sondern liefert auch wichtige Einsichten für die Analyse aktueller migrationspolitischer Entwicklungen.

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