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Über dieses Buch

Wer im Büro arbeitet, verbringt mindestens ein Drittel seiner Lebenszeit in diesen Räumen. Die Planung von Büro- und Verwaltungsgebäuden kann daher viel zur Zufriedenheit und zum Wohlbefinden der zukünftigen Nutzer beitragen. In dem Buch werden die gesundheitsrelevanten Faktoren betrachtet, die in Büro- und Verwaltungsgebäuden auf Menschen wirken und daher in der Planung besonderes Augenmerk verdienen. Dabei orientieren sich die Autoren an einem Gesundheitsbegriff, wie ihn die Weltgesundheitsorganisation definiert: Demnach umfasst Gesundheit sowohl mentales als auch soziales und physisches Wohlbefinden und geht damit weit über die in gesetzlichen Normen und Richtlinien festgeschriebenen Faktoren hinaus.

In dem Band setzen sich Architekten und Designer, Mediziner und Arbeitswissenschaftler mit allen Fragen der Innenraumgestaltung unter gesundheitsrelevanten Aspekten auseinander: Welche Rolle spielt die Farbgestaltung, welche Bedeutung haben Licht, Luft und Geräusche? Wie sieht eine bedarfsgerechte Gebäudetechnik aus und wie wird die Büroeinrichtung adäquat gestaltet? Welche medizinischen und hygienischen Aspekte sind zu beachten? Wie können Büros unter dem Aspekt der Work-Life-Balance gestaltet werden und wie verändert sich das Büro im Zuge der Digitalisierung?

Das Buch dient als Leitfaden, der kapitelweise bei der Planung von gesundheitsförderlichen Büroräumen angewendet werden kann – je nach Interessenlage der Leser. Auftretende Probleme werden anhand von Beispielen diskutiert, Checklisten vereinfachen die Planung und Umsetzung.

Der Leitfaden richtet sich an Bauherren, Architekten, Ingenieure, aber auch Rechtsanwälte, Psychologen und Mediziner sowie an Hochschulangehörige im Bereich Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Gegenseitige Vereinbarung

Kraftvolle Visionen für eine neue Arbeitswelt können einen nachhaltigen und produktivitätssteigernden Wandel für Unternehmen einläuten. Nach der Einführung einer neuen Arbeitswelt bemerken allerdings viele Unternehmen, dass sie zu wenig Mut bei der Umsetzung ihrer Konzepte hatten. Die erwarteten Chancen haben sich erfüllt und viele Befürchtungen sind nicht eingetreten. Häufig löst sich Unzufriedenheit mit einem neuen Bürokonzept nach kurzer Zeit auf und Chancen für einen tiefgreifenden Wandel wurden schlichtweg verpasst. Regelmäßig lässt sich in Beratungsprojekten am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) erleben, dass Projektverläufe zur Umsetzung einer neuen Arbeitsumgebung nicht durch die Vision der Unternehmensleitung, sondern durch Ängste bestimmt werden.

Stephanie Wackernagel, Christine Kohlert

2. Wahrnehmungen

Was bedeutet die Wahrnehmung?Die Wahrnehmung ist das, was man mit den Sinnen spürt oder bemerkt. Dies sind Reize, die von der Außenwelt Einfluss nehmen (vgl. Spath et al. 2011, S. 30). Es werden fünf Sinne definiert:

Werner Seiferlein, Ulrich Pfeiffenberger, Gerd Danner, Torsten Braun, Christine Kohlert

3. Farbe in Theorie und Praxis

Farbe und Beleuchtung üben eine Wechselwirkung miteinander aus. Die Farbigkeit eines Raumes hat vielfältige Rückwirkungen auf die Mitarbeiter. Unterschiedliche Beleuchtung und Farbgebung bewirken auch nachweisbar eine Verbesserung der Motivation, Konzentration und Leistungsfähigkeit.

Werner Seiferlein, Rudolf Kötter, Katrin Trautwein

4. Adäquate Büroeinrichtung

Die Einrichtung eines Büros ist der letzte Schritt in einer langen Prozesskette. Trotzdem ist es der Schritt, der dem Faktor Mensch am nächsten und für das Wohlbefinden und die Motivation von Mitarbeitern entscheidend ist. Die Ausstattung spiegelt die Seele eines Unternehmens wider, ist wichtiger Teil der Corporate Identity und damit der Außenwirkung. Die räumliche Anordnung in Unternehmungen spiegelt die organisatorische Hierarchie und die Abteilungszugehörigkeit wider.

Birgit Fuchs, Thomas Kuk, David Wiechmann

5. Bedarfsgerechte Gebäudetechnik

Gesündere (Verwaltungs-)Gebäude planen und realisieren

Ist Gesundheit messbar? Und welche Faktoren spielen für das Wohlbefinden und Zufriedenheit der Mitarbeitenden wichtige Rollen? Das ist eine der zentralen Fragen, bei der Konzeption von Bürogebäuden und Arbeitsumgebungen.

Peter Bachmann

6. Medizinische Aspekte

Nach aktuellen Erhebungen existieren derzeit in Deutschland etwa 18 Millionen Büroarbeitsplätze, überwiegend als Bildschirmarbeitsplätze. Die Gruppe der Erwerbstätigen, welche in einem Büroumfeld arbeitet, ist mit einem Anteil von etwa 50 % die mit Abstand größte zusammenhängende Population im Arbeitssektor.

Christian Lackner, Karin Burghofer

7. Körperliche Aktivität in der modernen Arbeitswelt

Sport, im richtigen Maß ausgeübt, ist gesund und zwar sowohl für Gesunde als auch für Kranke. Das ist mittlerweile zweifelsfrei belegt (vgl. Pagenstert 2017). Die Zeiten, wo herz-, lungen- oder krebskranken Menschen geraten wurde, sich so weit wie möglich zu schonen, sollten vorbei sein, wenn dies auch noch nicht jedem einzelnen Arzt zur Selbstverständlichkeit geworden ist.

Michael Christmann

8. Ausblick Office 4.0

Dieses letzte Kapitel fasst vor allem den derzeitigen technischen, aber auch den organisationalen Zustand der Büro-Arbeitswelt zusammen, spekuliert ein wenig über deren Weiterentwicklung und will mit einem kleinen Blick in die Glaskugel über die zukünftigen Herausforderungen nachdenken.

Werner Seiferlein

9. Zusammenfassung und Ausblick

Mitarbeiter, wie die meisten Menschen, möchten zu einer Gemeinschaft gehören, sich zugehörig und wohl fühlen und dazu benötigen sie eine stimmige Arbeitsumgebung, die sie bestmöglich und ganzheitlich in ihrer Arbeit unterstützt. Wohlfühlen sowie die richtige Unterstützung am Arbeitsplatz sind in aller Munde und Voraussetzung für eine neue Arbeitswelt, in der Mitarbeiter motiviert sind, gut performen, richtige Entscheidungen schnell und gut treffen können und in der die Kommunikation sowie der Austausch im Team funktionieren. Arbeitgeber stehen dabei in der Pflicht, Sorge zu tragen für ihre Mitarbeiter und diese bei der Erfüllung ihrer Aufgaben bestmöglich zu unterstützen. Ihnen kommt die Rolle eines „Kümmerers“ zu, der sich auch um ihre Gesundheit sowohl in körperlicher als auch in seelischer Hinsicht sorgt und die Mitarbeiter dabei unterstützt, ihre Gesundheit zu erhalten oder gegebenenfalls zu verbessern.

Werner Seiferlein, Christine Kohlert

10. Checklisten, Vorschriften und Anregungen

Spielregeln zum allgemeinen Verhalten werden erstellt und angewendet (s. Abschn. 10.4, Umgang zwischen Kollegen (Spielregeln); Clariant 2015) z. B. zum Telefonieren und zur Nutzung von Rückzugsräumen, aber auch zum Umgang untereinander?

Werner Seiferlein, Christine Kohlert

Backmatter

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