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2022 | OriginalPaper | Buchkapitel

2. Die vier Wirkungsebenen der Betrieblichen Gesundheitsförderung

verfasst von : Simon Hahnzog, Melanie Meyer-Tischler, Melanie Faltermeier

Erschienen in: Psychische Gefährdungsbeurteilung

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Eine GBpsych lässt sich als ein Instrument zur Gestaltung der BGF im Unternehmen verstehen. BGF definiert alle „Inhalte und die inhaltliche Gestaltung von Maßnahmen zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit im Unternehmen“ (Hahnzog, 2014a, S. XI). Eine nachhaltige Gestaltung der betrieblichen Gesundheit berücksichtigt vier Wirkungsebenen, die wechselseitigen Einfluss aufeinander haben (Hahnzog, 2014):
  • Auf einer übergeordneten Ebene findet sich die globale Perspektive der Gesellschaft. Das grundlegende Verständnis von Gesundheit, von Arbeit und Wirtschaft wird hier definiert. Eine Wirkungsebene darunter finden sich die zahlreichen Unternehmen und Organisationen. Der Mittelstand nimmt in dieser Ebene eine zentrale Rolle ein: KMU machen in Deutschland 99,3 % aller Unternehmen aus und sind für rund 55 % aller sozialversicherungspflichten Beschäftigten verantwortlich. Im Unternehmen lassen sich die Mitarbeiter*innen in Beschäftigte mit und ohne Führungsfunktion unterscheiden. Auf der Ebene der Führung sind demnach spezifische Anforderungen und Belastungen wirksam, die vor allem aus der Interaktion mit den zugeordneten Mitarbeiter*innen hervorgehen. Auf der basalen Wirkungsebene unserer Betrachtung, der Ebene der Beschäftigten, werden schließlich alle Mitarbeiter*innen und ihr individuelles Erleben und Verhalten in den Fokus genommen.
  • Eine Wirkungsebene darunter finden sich die zahlreichen Unternehmen und Organisationen. Der Mittelstand nimmt in dieser Ebene eine zentrale Rolle ein: KMU machen in Deutschland 99,3 % aller Unternehmen aus und sind für rund 55 % aller sozialversicherungspflichten Beschäftigten verantwortlich.
  • Im Unternehmen lassen sich die Mitarbeiter*innen in Beschäftigte mit und ohne Führungsfunktion unterscheiden. Auf der Ebene der Führung sind demnach spezifische Anforderungen und Belastungen wirksam, die vor allem aus der Interaktion mit den zugeordneten Mitarbeiter*innen hervorgehen.
  • Auf der basalen Wirkungsebene unserer Betrachtung, der Ebene der Beschäftigten, werden schließlich alle Mitarbeiter*innen und ihr individuelles Erleben und Verhalten in den Fokus genommen.
Fußnoten
1
Zahlen für 2021, vgl. Institut für Mittelstandsforschung: www.​ifm-bonn.​org.
 
2
Zur begrifflichen Klärung: Im fachlichen Sprachgebrauch wird bei Erkrankungen der Psyche nicht von Krankheit sondern von Störung gesprochen. Dies ist nicht nur Wortklauberei, sondern hat vor allem den Hintergrund, dass bei der Psyche nicht trennscharf zwischen einem „gesunden“ und einem „kranken“ Zustand unterschieden werden kann. Vielmehr gehen Gesundheit und Krankheit ineinander über und sind vor allem vom subjektiven Leidensempfinden abhängig. Um dieser Besonderheit gerecht zu werden, wurde die Wortwahl „Störung“ getroffen. Diese Haltung ist auch den folgenden Ausführungen zugrunde gelegt. Für einen leichteren Lesefluss werden im Weiteren allerdings die Bezeichnungen Störung, Erkrankung und Krankheit synonym genutzt.
 
Metadaten
Titel
Die vier Wirkungsebenen der Betrieblichen Gesundheitsförderung
verfasst von
Simon Hahnzog
Melanie Meyer-Tischler
Melanie Faltermeier
Copyright-Jahr
2022
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-39279-6_2

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