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Über dieses Buch

Von Dunkler Materie, Gravitationswellen und von der Suche nach einer Theorie für alle fundamentalen Wechselwirkungen lesen wir heutzutage in den Zeitungen und im Internet.

Was ist das für eine Wissenschaft, die zu solchen Begriffen bei Fragen nach der Beschaffenheit der Welt kommt? Welche Geschichte hat diese Wissenschaft und was sind ihre konstitutiven Merkmale? Wie weit kann man überhaupt den Aussagen einer Wissenschaft vertrauen?

Schon in der Zeit vor Sokrates haben im antiken Griechenland Naturforscher und Mathematiker die Grundlagen für das heutige Wissenschaftszeitalter geschaffen. In diesem Sachbuch wird der Weg einer strengen Wissenschaft von den Fragen der Vorsokratiker bis zu heutigen Antworten in der Physik in großen Linien nachgezeichnet.

Der Autor:

Josef Honerkamp hat mehr als 30 Jahre als Professor für Theoretische Physik gelehrt und auf den Gebieten Quantenfeldtheorien, Statistische Mechanik, Nichtlineare Systeme und Stochastische Dynamische Systeme in Bonn und Freiburg geforscht. In seiner Freizeit verfasst er Lehr- und Sachbücher.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung: Das Eine und die einheitliche Theorie

Zusammenfassung
Das europäische Kernforschungszentrum CERN plant, einen neuen Teilchenbeschleuniger zu bauen. In einem ringförmigen Tunnel 500 m unter dem Genfer See und mit einem Umfang von 100 km wollen die Physiker bei weit höheren Energien als bisher die Wechselwirkungen von Elektronen, Positronen oder Protonen studieren. Mit dem heute existierenden Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) hatte man das sogenannte Standardmodell, die vereinheitlichte Theorie der sogenannten starken, schwachen und elektromagnetischen Wechselwirkung testen können.
Josef Honerkamp

Kapitel 2. Die Vorsokratiker

Zusammenfassung
„Die Größe der Vorsokratiker … liegt nicht nur in dem Faktum begründet, dass die Philosophie mit ihnen angefangen hat. Denn darüber lässt sich streiten und ist tatsächlich auch gestritten worden. Sie liegt vielmehr darin, dass viele wesentliche Fragen, Themen und Bedingungen der Wissenschaft und der Philosophie erstmalig in den uns erhaltenen Äußerungen dieser Pioniere aufzufinden sind“.
Josef Honerkamp

Kapitel 3. Das Erbe der Vorsokratiker: Denkwerkzeuge

Zusammenfassung
In dem Abriss der Physik und Philosophie der Vorsokratiker im vorhergehenden Kapitel habe ich mich im Wesentlichen auf jene Gedanken beschränkt, in denen wir heute die Vorboten der Denkweise der modernen Physik, Mathematik und Erkenntnistheorie entdecken können.
Josef Honerkamp

Kapitel 4. Umgang mit sicherem Wissen: Anfänge der Logik

Zusammenfassung
Das Wort λόγοζ, d. h. Logos, bedeutete ja in der altgriechischen Sprache zunächst so etwas wie „Rede“, „Vortrag“. In den 200 Jahren, in denen die Vorsokratiker gewirkt hatten, hatte sich eine Kultur des Redens und Diskutierens entwickelt. In den frühen Demokratien des antiken Griechenlands wurden in der Tat viele Meinungen in Rede und Gegenrede vertreten.
Josef Honerkamp

Kapitel 5. Umgang mit sicherem Wissen: moderne Logik

Zusammenfassung
Die moderne Logik begründete der Mathematiker und Philosoph Gottlob Frege (1848–1925) mit einem Buch, das den Titel trägt: BegriffsschriftEine der arithmetischen nachgebildete Formelsprache des reinen Denkens. Im Vorwort heißt es: In dieser „kleinen Schrift habe ich nun eine Wiederannäherung an den Leibnizschen Gedanken einer lingua characteristica versucht“. Leibniz steht also Pate bei der Erfindung der modernen formalen Logik.
Josef Honerkamp

Kapitel 6. Umgang mit unsicherem Wissen

Zusammenfassung
Seitdem ich in dem Kapitel über die Anfänge der Logik berichtet habe, dass Aristoteles die Schlussfolgerungen in logische und dialektische unterschieden hat, habe ich mich ausschließlich mit dem logischen Schluss, dem Beweis beschäftigt. Ich habe dabei die Grundzüge der Aristotelischen Logik und die der modernen Logik vorgestellt und deren gemeinsame Struktur dargelegt. Nun ist es Zeit, sich auch mit dem dialektischen Schluss zu befassen, begegnet ein solcher uns doch viel eher bei Reden und Diskussionen im täglichen Leben.
Josef Honerkamp

Kapitel 7. Die Entdeckung sicheren Wissens

Zusammenfassung
Der Begriff einer Schlussregel war das beherrschende Thema der vorhergehenden Kapitel dieses Buches. Schon Aristoteles hatte solche Regeln als bestimmende Denkwerkzeuge für Dialoge und Diskurse erkannt. Ein Schluss ist nach ihm „eine Rede, bei welcher Einiges vorausgesetzt wird und dann daraus etwas davon Verschiedenes sich … ergibt“ (Aristoteles 2019b).
Josef Honerkamp

Kapitel 8. Die moderne Physik

Zusammenfassung
Nachdem ich nun geschildert habe, wie die moderne Physik von Galileo Galilei als eine neue Wissenschaft begründet worden ist, will ich im Folgenden dem Weg der Physik folgen und dabei auch zeigen, in welcher Form das Erbe der Vorsokratiker und der antiken Mathematiker Früchte getragen hat. Dass es so lange gedauert hat, etwa 2000 Jahre, bis man nach dem Niedergang der antiken Kultur wieder an diese anknüpfen und darauf aufbauend zu neuen Höhepunkten der Erkenntnis gelangen konnte, mag viele Gründe haben, wenn man überhaupt in der Geschichte von Gründen reden kann. Ich möchte mich an solchen Überlegungen aber nicht beteiligen.
Josef Honerkamp

Kapitel 9. Epilog

Zusammenfassung
Wenn man sich die Ideen der Vorsokratiker über die Beschaffenheit der Welt als Ganzes noch einmal vor Augen führt, dann muss man ein weiteres Mal darüber staunen, wie viele Fährten die Vorsokratiker für die moderne Welt mehr oder weniger deutlich gelegt haben.
Josef Honerkamp

Backmatter

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