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Über dieses Buch

Obwohl die Nutzung von sozialen Medien in der Landschaftsplanungspraxis noch recht neu ist, gewinnen Social-Media-Daten und deren Nutzung im Rahmen der forschenden Landschaftsplanung zunehmend an Bedeutung. Es besteht die Erwartung, dass die in den sozialen Medien von Nutzern bereitgestellten Daten Informationen liefern, die bisher in aufwändigen Beteiligungsprozessen erhoben werden mussten. Ein großes Potenzial liegt insbesondere in der enormen Menge an verfügbaren Fotografien, geographischen Informationen und Textelementen wie Beschreibungen und Kommentaren, die im Rahmen einer landschaftsplanerischen Bewertung der Landschaft genutzt werden können. Ziel dieser Arbeit ist es daher, intersubjektive Aussagen über die Wahrnehmung der Landschaft in Bezug auf einen bestimmten Raum zu generieren. Qualitative Methoden werden zur Auswertung von Fotografien, textlichen und geografischen Daten aus sozialen Medien kombiniert, wodurch Erkenntnisse über die Wahrnehmung von Landschaften erlangt und für landschaftsplanerische Analysen aufbereitet werden können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Warum ist Landschaft schön? Diese Frage beschäftigte nicht nur Burckhardt (2006), sondern auch Planerinnen und Planer Tag für Tag. Die Landschaftsplanung, als vorsorgeorientierte Disziplin, steht vor der Aufgabe, die Schönheit einer Landschaft im Sinne des §1 Bundesnaturschutzgesetzt (BNatSchG) neben ihrer Vielfalt, Eigenart und dem Erholungswert zu erfassen, zu schützen, zu entwickeln und wiederherzustellen. Doch was genau ist eigentlich Landschaft und wie wird diese vom Menschen wahrgenommen?
Lucas Kaußen

Kapitel 2. Grundlagen und Stand der Forschung

Zusammenfassung
Für einen eindeutigen Umgang der verschiedenen Begrifflichkeiten und Themen in dieser Arbeit ist eine genaue Definition notwendig. Daher werden im folgenden Kapitel zunächst die für diese Arbeit geltenden Begriffsbestimmungen und Definitionen dargestellt. Dabei wird das hier zugrunde gelegte Verständnis der Wahrnehmung von Landschaft verdeutlicht.
Lucas Kaußen

Kapitel 3. Konkretisierung der Ziele der Arbeit

Zusammenfassung
Die dargestellte Ausgangslage macht einen Bedarf alternativer Ansätze zur Erhebung einer öffentlichen Meinung und der Berücksichtigung des öffentlichen Diskurses sowie Integration in die Planungspraxis deutlich. In der vorliegenden Arbeit wird ein Ansatz zur Erfassung solcher Informationen vorgestellt, der die Auswertung von Daten aus sozialen Medien beinhaltet. Im Rahmen von Beteiligungsverfahren werden soziale Medien (engl. Social-Media) in der Landschaftsplanung, wie bereits deutlich geworden, zumeist genutzt, um die Öffentlichkeit zu informieren und spielen somit eine eher untergeordnete Rolle.
Lucas Kaußen

Kapitel 4. Untersuchungsgebiet

Zusammenfassung
Für diese Arbeit wurden mit Blick auf die Vergleichbarkeit der Herangehensweise zwei Untersuchungsgebiete gewählt. Dabei handelt es sich um die Kreise Lippe (Nordrhein-Westfalen) und Schwandorf (Bayern-Oberpfalz). Zum einen dient die räumliche Abgrenzung der Begrenzung des Social-Media-Harvesting, zum anderen bietet sich gerade der Kreis Lippe auf Grund seiner Vielgestaltigkeit, aktueller Fragestellungen der Landschaftsplanung und der örtlichen Nähe zur Überprüfbarkeit an.
Lucas Kaußen

Kapitel 5. Herangehensweise

Zusammenfassung
Die für diese Arbeit und die Beantwortung der Forschungsfragen wichtigen Daten sind Landschaftsfotografien inklusive Metadaten, geographischen Daten und Textbeiträgen, da durch diese wie beschrieben einerseits empirisch die Vielfalt und Eigenart einer Landschaft, also die physische Landschaft mit objektiv vorhandenen Landschaftselementen, abgeleitet werden, andererseits durch die Fotografie eine ästhetische Wertigkeit für die Schönheitsbewertung einer Landschaft herangezogen werden kann.
Lucas Kaußen

Kapitel 6. Interpretation und Synthese der Ergebnisse

Zusammenfassung
Die Ergebnisse aus den Abschnitten 5.2 bis 5.6 können Antworten auf die Forschungsfragen geben. Dies gilt in erster Linie für die erste Forschungsfrage: Welche Erkenntnisse kann die Analyse von Fotografien in Verbindung mit geographischen und textlichen Informationen aus sozialen Medien über die Wahrnehmung von Landschaft der Öffentlichkeit in Bezug auf einen bestimmten Raum liefern?. Die zweite Forschungsfrage wird in Kapitel 7 anhand eines konkreten Beispiels beantwortet.
Lucas Kaußen

Kapitel 7. Einbindung der Analyse in die Planungspraxis

Zusammenfassung
Wie in der Forschungsfrage 2 fokussiert (vgl. Abschn. 1.2 Können die gewonnenen Erkenntnisse für die Planungspraxis genutzt werden, um für einen bestimmten Raum eine intersubjektive Landschaftsbewertung durchzuführen?), gilt es nun zu begründen, wie die Erkenntnisse für die Planungspraxis genutzt werden können, um eine intersubjektive Landschaftsbewertung durchzuführen und den Anforderungen des BNatSchG gerecht zu werden.
Lucas Kaußen

Kapitel 8. Diskussion der Ergebnisse und Methodenkritik

Zusammenfassung
Die Kapitel 5 und Kapitel 6 zeigen auf, wie Daten aus sozialen Medien für die Landschaftsplanung analysiert und nutzbar gemacht werden können, um eine Landschaft zu bewerten. Das Anwendungsbeispiel des Kapitel 7 stellt vor, wie diese Erkenntnisse in Planungsprozesse Einbindung finden können und somit zur Beantwortung planerischer Fragestellungen herangezogen werden können.
Lucas Kaußen

Kapitel 9. Weiter Forschungsbedarf und Schlussfolgerung

Zusammenfassung
Warum ist Landschaft schön? Diese Frage stand zu Beginn dieser Arbeit und bleibt auch weiterhin bestehen. Landschaft ist eine Konstruktion, die im Kopf jeden Individuums durch die eigene Wahrnehmung für einen physischen Raum konstruiert wird. Die Konstruktion basiert dabei auf den Sinneseindrücken und eigenen Erfahrungen, unterliegt aber auch gesellschaftlichen Konventionen. So ist Landschaft, zwar stets eine höchst individuelle Konstruktion, weist jedoch in der Gesellschaft wiederkehrende Deutungen auf. Die vorliegende Arbeit zeigt, dass die Beantwortung der in Abschnitt 1.1 und Abschnitt 1.2 zugrunde liegenden Forschungsfragen eine Möglichkeit aufzeigen, wie Daten aus sozialen Medien für die landschaftsplanerische Praxis im Rahmen einer Landschaftsbewertung genutzt werden können, indem wertgebende Elemente einer Landschaft herausgestellt werden.
Lucas Kaußen

Backmatter

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