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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

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Kapitel 1. Das Thema der Kuhnschen Wissenschaftsphilosophie

Zusammenfassung
Der Gegenstand der Kuhnschen Wissenschaftsphilosophie ist die Wissenschaftsentwicklung1. So klar diese Bestimmung ihres Gegenstandes auf den ersten Blick auch scheint, sie bedarf der Präzisierung, und zwar in mehreren Hinsichten. Erstens bedarf der Begriff ‚Wissenschaftsentwicklung ‘näherer Bestimmung: denn zum einen wird der Wissenschaftsbegriff in verschiedener Breite und mit verschiedenen Implikationen verwendet, und zum anderen ist der Begriff Entwicklung nur insofern klar, als mit ihm eine Veränderung in zeitlicher Hinsicht angesprochen ist; wie diese Veränderung gefasst ist, ist offen (Abschnitt 1.1). Zweitens ist zu fragen, auf welche Weise der Gegenstand Wissenschaftsentwicklung zugänglich wird: denn die Wissenschaftsentwicklung, was immer auch darunter genau verstanden wird, ist nicht etwas, was unmittelbar gegeben ist. ‚Gegeben’ sind uns allenfalls gewisse Zeugnisse und sonstige Spuren der Vergangenheit, aus denen die Wissenschaftsentwicklung rekonstruiert werden soll. Zu fragen ist also danach, nach welchen Prinzipien dieser Gegenstand aus den Zeugnissen und sonstigen Spuren rekonstruiert wird — was aus der unumgänglichen Konstruktion eine angemessene Rekonstruktion machen soll (Abschnitt 1.2). Drittens ist schliesslich zu fragen, was die besondere Untersuchungshinsicht ist, die Kuhns Unternehmung leitet: denn die Wissenschaftsentwicklung kann unter sehr verschiedenen Blickwinkeln thematisiert werden. Kuhn geht es um eine allgemeine Theorie der Wissenschaftsentwicklung, die auf deren Struktur zielt; dementsprechend ist zu fragen, was unter der Struktur der Wissenschaftsentwicklung im allgemeinen und der Struktur wissenschaftlicher Revolutionen im besonderen zu verstehen ist (Abschnitt 1.3). Abschliessend werden die Ergebnisse dieses Kapitels zusammengefasst.
Paul Hoyningen-Huene

Das wissenschaftliche Wissen und sein Gegenstand

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Kapitel 2. Der Weltbegriff

Zusammenfassung
Für die Rekonstruktion der Kuhnschen Theorie ergibt sich die Notwendigkeit, zwei Begriffe von Welt bzw. Natur zu unterscheiden. In Abschnitt 2.1 wird analysiert, wie sich in SSR diese Notwendigkeit ergibt. Die Unterscheidung wird von Kuhn erst in einigen 1969 verfassten Arbeiten explizit durchgeführt (Abschnitt 2.2). Schliesslich nimmt Kuhn dieses Thema 1979 mit etwas verschobenen Akzenten wieder auf (Abschnitt 2.3).
Paul Hoyningen-Huene

Kapitel 3. Die Konstitution einer Erscheinungswelt

Zusammenfassung
Die Welt des Wissenschaftlers, d.h. die Welt, deren Objekte für ihn und die anderen Mitglieder seiner Gemeinschaft Forschungsgegenstände sind, ist eine Welt, zu der er durch Wahrnehmung, durch Sprache, durch Instrumente, durch Theorien Zugang hat. Diese Welt, so das Ergebnis von Kapitel 2, ist eine Erscheinungswelt, und das heisst, es ist eine Welt, deren Objekte neben den rein objektseitigen Momenten trotz allem gegenteiligen Anscheins auch originär subjektseitige Momente enthalten.
Paul Hoyningen-Huene

Kapitel 4. Der Paradigmenbegriff

Zusammenfassung
Im vorangehenden Kapitel war bis zu einem gewissen Grad offen geblieben, wodurch das Netz von Ähnlichkeits- und Unähnlichkeitsrelationen, das für die Konstitution einer Erscheinungswelt erlernt werden muss, seine Fixpunkte erhält. Ich hatte lediglich gesagt, dass in der Kuhnschen Theorie diese Fixpunkte die Gegenstände des Hinweisens sind und dass diese Gegenstände Paradigmen genannt werden1. Nun ist der Begriff Paradigma das Etikett für denjenigen Teil der Kuhnschen Wissenschaftstheorie, der — zumindest dem Namen nach — am bekanntesten geworden ist. In den verschiedensten wissenschaftlichen und weniger wissenschaftlichen Gebieten wird heute von Paradigmen gesprochen bzw. ihre Existenz geleugnet2; wie Margaret Mastermann schon in den 60er Jahren so schön sagt:
„[B]esonders in neuen wissenschaftlichen Gebieten ist ‚Paradigma ‘und nicht ‚Hypothese ‘jetzt das neue ‚O.K.-Wort‘“3.
Paul Hoyningen-Huene

Die Dynamik des wissenschaftlichen Wissens

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Kapitel 5. Normale Wissenschaft

Zusammenfassung
Zunächst werden in diesem Kapitel einige vorläufige Kennzeichnungen der normalen Wissenschaft angegeben (Abschnitt 5.1). Anschliessend wird die fundamentale Metapher entwickelt, mit der Kuhn die Spezifik der Normalwissenschaft beschreibt: das Rätsellösen (Abschnitt 5.2). Dann werden die Forschungsprobleme der Normalwissenschaft klassifiziert (Abschnitt 5.3). Aus alledem lässt sich verstehen, warum es in der Normalwissenschaft kumulativen Erkenntnisfortschritt gibt (Abschnitt 5.4). Schliesslich ist zu diskutieren, unter welchen Bedingungen normale Wissenschaft möglich ist (Abschnitt 5.5). Abschliessend wird nach der Funktionalität des Quasi-Dogmatischen gefragt, das die Normalwissenschaft kennzeichnet (Abschnitt 5.6).
Paul Hoyningen-Huene

Kapitel 6. Der Begriff der wissenschaftlichen Revolution

Zusammenfassung
In seiner Kuhnschen Prägung ist der Begriff der wissenschaftlichen Revolution seinem Umfang nach wesentlich weiter als sonst üblich. In welchem Sinn genau und warum dies der Fall ist, wird in Abschnitt 6.1 diskutiert. Anschliessend werden die zentralen Charakteristika von (Kuhnschen) wissenschaftlichen Revolutionen entwickelt: in Abschnitt 6.2 die Änderung der Welt und in Abschnitt 6.3 die Inkommensurabilität
Paul Hoyningen-Huene

Kapitel 7. Die Dynamik wissenschaftlicher Revolutionen

Zusammenfassung
Wissenschaftliche Revolutionen sind nach Kuhn nicht Ereignisse, die zufällig stattfinden. Vielmehr sind sie in gewissem Sinn notwendiges Resultat der normalen Wissenschaft: Diese produziert nämlich wesentliche Anomalien, die schliesslich der konkrete Ausgangspunkt von Revolution sind (Abschnitt 7.1). Wesentliche Anomalien können zu relativ isolierten unerwarteten Entdeckungen neuer Phänomene oder Entitäten führen (Abschnitt 7.2), oder sie können jene grösseren Revolutionen auslösen, in denen Theorien nicht nur modifiziert, sondern ersetzt werden (Abschnitt 7.3). Dann kommt es zu einer Wahl zwischen zwei (oder mehreren) Theorien, und es ist zu fragen, welche Art die Gründe sind, die hierbei eine Rolle spielen (Abschnitt 7.4). Dabei weist der Diskurs zwischen den Vertretern verschiedener Theorien einige Besonderheiten auf, die dann zu diskutieren sind (Abschnitt 7.5). Abschliessend kann gefragt werden, welcher Art der Fortschritt ist, den revolutionäre wissenschaftliche Entwicklungen erbringen (Abschnitt 7.6).
Paul Hoyningen-Huene

Epilog: Das Wirklichkeitsverständnis der Kuhnschen Wissenschaftsphilosophie

Epilog: Das Wirklichkeitsverständnis der Kuhnschen Wissenschaftsphilosophie

Zusammenfassung
Abschliessend soll nach dem Wirklichkeitsverständnis gefragt werden, das in der Kuhnschen Wissenschaftsphilosophie vorausgesetzt ist bzw. aus ihr folgt.
Paul Hoyningen-Huene

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