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Über dieses Buch

Im Mittelpunkt dieser Analyse stehen die Redakteure bundesdeutscher Tageszeitungsredaktionen, ihre berufsbezogenen Haltungen und Denkweisen vor dem Hintergrund des digitalen Medienwandels. Die Redaktionsbefragung, eine Vollerhebung aller redaktionellen Einheiten, gibt vor allem Aufschluss über Arbeitszufriedenheit, soziale Verantwortung und die Wertvorstellungen in den betreffenden Zeitungshäusern. Sichtbar wird letztlich das Innovationspotenzial der untersuchten Redaktionen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung: Presse im Aufbruch – das Innovationsdilemma deutscher Zeitungsverlage

Zusammenfassung
Am 20. Februar 2013 trifft Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, pünktlich um kurz vor 16 Uhr im Foyer des Paul-Löbe-Hauses im Berliner Regierungsviertel ein. Monika Grütters (CDU), die damalige Vorsitzende des Bundestagsausschuss für Kultur und Medien und heutige Kulturstaatsministerin im Kabinett Angela Merkel, begrüßt Döpfner aufs Herzlichste. Die anwesenden Pressefotografen nutzen die Gelegenheit zum schnellen Gruppenbild der versammelten Verlagsprominenz: Neben Döpfner sind eigens Julia Jäkel (Vorstandsvorsitzende Gruner+Jahr), Rainer Esser (Geschäftsführer Zeit Verlag), Christian Nienhaus (ehem. Geschäftsführer WAZ-Mediengruppe) und Ulrich Lingnau (Geschäftsführer Chemnitzer Verlag) zu einem Fachgespräch angereist, in dem es laut Tagesordnung um die zukünftige Sicherung des Qualitätsjournalismus gehen solle.
Stephan Weichert, Leif Kramp, Martin Welker

2. Gründe, Kontexte und Antriebe des digitalen Wandels in deutschen Zeitungsredaktionen

Zusammenfassung
Ausgangspunkt der vorliegenden Studie ist der Arbeitskontext in den Redaktionen, der zunehmend dominiert wird von den beiden Narrativen Krise und Aufbruch. Dieses kulturwissenschaftliche Konzept offenbart, dass rahmende Erzählungen jeweils in arbeitsweltlichen, privaten oder gesellschaftlichen Zusammenhängen als sinnstiftende Diskurse intersubjektiv geteilte Wirklichkeiten und Identitäten konstruieren können (vgl. Arnold/Dressel/Viehöver 2012). Es ist anzunehmen, dass Narrative in der Medienpraxis für Prozesse branchen- und organisationsinterner Selbstreflexion, aber auch für politische Regulierungsentscheidungen eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen (Kapitel 2.1).
Stephan Weichert, Leif Kramp, Martin Welker

3. Methode und Hintergrund der Repräsentativbefragung „Die Zeitungsmacher“

Zusammenfassung
Die Untersuchung „Die Zeitungsmacher“ füllt eine Lücke der empirischen Berufsfeldforschung. Sie legt besonderes Gewicht auf Innovationsprozesse in den Redaktionen und nimmt dabei den betrieblichen Kontext der Redaktion in den Fokus. Das beinhaltet vor allem die Erhebung von Arbeitszufriedenheit und Veränderungsbereitschaft von Redakteuren. Diese Variablen bedürfen angesichts tiefgreifender Einschnitte und Herausforderungen im Zeitungsgeschäft in der aktuellen Situation (vgl. Kapitel 2) einer besonderen Aufmerksamkeit. Die vorliegende Studie hat deshalb gerade auf diese Variablen ihr besonderes Augenmerk gerichtet.
Stephan Weichert, Leif Kramp, Martin Welker

4. Einzelbefunde: Arbeitszufriedenheit, soziale Verantwortung und Innovationspotenzial in deutschen Zeitungsredaktionen

Zusammenfassung
Dieses Kapitel präsentiert und diskutiert zentrale Ergebnisse der Studie. Der Schwerpunkt der Auswertungen liegt zunächst auf den individuellen Aussagen der befragten Redakteure im Kontext ihrer jeweiligen Organisationen: Das heißt, die Redakteure wurden als Merkmals- und Rollenträger sowie als Mitglieder ihrer Redaktion befragt, die ‚ihre‘ Zeitungsredaktionen als redaktionelle Einheiten repräsentieren.
Stephan Weichert, Leif Kramp, Martin Welker

5. Fazit: Zusammenfassende Ergebnisse und Handlungsempfehlungen

Zusammenfassung
Die Untersuchungsergebnisse repräsentieren ein aktuelles Stimmungsbild der Lage in Redaktionen von deutschen Tageszeitungen.. Die Studie legt Muster, Mechanismsen und Wirkungszusammenhänge des digitalen Strukturwandels offen, der von gravierenden technologisch-ökonomischen Umwälzungen geprägt und angetrieben wird. Unser wissenschaftlicher Anspruch war es, die globalen Auswirkungen des Medienwandel möglichst konkret in Beziehung zu setzen mit der Arbeitszufriedenheit, der sozialen Verantwortung, dem journalistischen Rollenselbstbild und den Wertevorstellungen sowie dem Innovationspotenzial und der Innovationsbereitschaft der Akteure in den Redaktionen, einschließlich der Identifizierung von Lösungswegen für die Berufspraxis.
Stephan Weichert, Leif Kramp, Martin Welker

Backmatter

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