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Die Zukunft der verantwortungsvollen Managementausbildung

Universitätsführung und die Herausforderung der digitalen Transformation

  • 2025
  • Buch

Über dieses Buch

Business Schools wurden für mehrere Dinge kritisiert, wie etwa mangelnde Relevanz, eine zu schwache Ethikorientierung, veraltete Paradigmen oder Kommerzialisierung. Gleichzeitig gab es viele positive Veränderungen und beschleunigte Dynamiken hin zur Bildung zukunftsfähiger Unternehmen und Absolventen. Dieses Buch beschreibt, wie man die Herausforderung der digitalen Transformation besser verstehen und bewältigen kann. Es ist entscheidend, dass Dekane von Business Schools, Programmleiter und Fakultätsmitglieder neue Chancen ergreifen, um die von der UN unterstützten Prinzipien für verantwortungsvolle Managementausbildung (PRME) erfolgreich zum Leben zu erwecken.

Als Teil der Reihe "Humanismus in der Wirtschaft" stellt dieses Buch eine wertvolle Ressource für Führungskräfte in Universitäten und Business Schools dar, sowie für einzelne Fakultätsmitglieder, die bestrebt sind, ihre Reaktion auf die digitale Transformation zu optimieren. Es kann auch für diejenigen von Nutzen sein, die sich mit verantwortungsvoller Managementausbildung, Führung und Wirtschaftsethik im Allgemeinen beschäftigen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Kapitel 1. Einführung in die Probleme und Möglichkeiten

    Wolfgang Amann, Christian Hauser
    Dieser Fachbeitrag beleuchtet die Herausforderungen und Möglichkeiten der digitalen Transformation für Unternehmen und Wirtschaftsschulen. Er zeigt auf, wie verantwortungsvolle Managementausbildung dabei helfen kann, die digitalen Herausforderungen zu bewältigen und nachhaltige Lösungen zu finden. Der Beitrag beginnt mit einer Einführung in die Problematik und der Motivation für den Band, gefolgt von einer Analyse der aktuellen Situation und der Rolle der Wirtschaftsschulen. Es werden verschiedene Initiativen und Ressourcen vorgestellt, die von der PRME-Bewegung angeboten werden, um die Managementausbildung zu verbessern. Der Beitrag diskutiert auch die Bedeutung der digitalen Transformation für Unternehmen und die Herausforderungen, denen sie sich gegenübersehen. Es wird argumentiert, dass Wirtschaftsschulen eine wichtige Rolle dabei spielen, Führungskräfte und Manager auf die Herausforderungen der digitalen Transformation vorzubereiten. Der Beitrag schließt mit einer Diskussion darüber, wie verantwortungsvolle Managementausbildung dazu beitragen kann, die digitalen Herausforderungen zu bewältigen und nachhaltige Lösungen zu finden. Der Fachbeitrag bietet eine umfassende Analyse der Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation und zeigt auf, wie verantwortungsvolle Managementausbildung dazu beitragen kann, nachhaltige Lösungen zu finden. Er bietet praktische Lösungen und konkrete Beispiele, die für Unternehmen und Wirtschaftsschulen von großer Bedeutung sind.
  3. Kapitel 2. Kreativität und disruptive Technologie

    Gary Evans, Xiao Chen
    In diesem Fachbeitrag wird die Bedeutung von Kreativität und exponentiellem Denken für den Umgang mit disruptiven Technologien untersucht. Der Text beginnt mit einer Einführung in die sich schnell verändernde Welt und die Notwendigkeit, sich an neue Technologien anzupassen. Es wird erklärt, wie exponentielles Denken im Gegensatz zum linearen Denken funktioniert und warum es für den Erfolg von Organisationen entscheidend ist. Der Beitrag diskutiert auch die Rolle von Kreativität in der Problemlösung und wie Organisationen diese fördern können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung von strategischen Werkzeugen und Modellen, die Organisationen dabei helfen, technologische Störungen vorherzusagen und sich darauf vorzubereiten. Der Text bietet auch einen Überblick über verschiedene Bewertungswerkzeuge und -methoden, die von verschiedenen Organisationen und Beratungsfirmen entwickelt wurden. Abschließend wird die Notwendigkeit betont, dass Bildungseinrichtungen und Akademiker eng mit Praktikern zusammenarbeiten müssen, um neue Bewertungstechniken für potenzielle Störungen zu entwickeln und den kreativen Geist der Innovation und Problemlösung zu fördern.
  4. Kapitel 3. Herausforderungen für eine verantwortungsvolle Managementausbildung während der digitalen Transformation

    Dušan Kučera
    Das Kapitel beleuchtet die Herausforderungen der digitalen Transformation für die Managementausbildung und betont die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Herangehensweise. Es untersucht die historischen und philosophischen Wurzeln der Technologieentwicklung und zeigt auf, wie der unkritische Optimismus gegenüber technologischem Fortschritt zu einer Vernachlässigung sozialer und ethischer Aspekte führen kann. Der Text analysiert die Auswirkungen der Digitalisierung auf die menschliche Identität und die Arbeitswelt und diskutiert die ethischen Implikationen künstlicher Intelligenz. Abschließend wird die Bedeutung einer interdisziplinären und wertebasierten Managementausbildung hervorgehoben, die die komplexen Herausforderungen der digitalen Transformation bewältigen kann. Das Kapitel bietet eine tiefgehende Reflexion über die Zukunft der Managementausbildung und die Rolle der Technologie in der Gesellschaft.
  5. Kapitel 4. PRME-Prinzipien: Ein Rahmenwerk zur Bewältigung der Herausforderungen der digitalen Transformation

    Consuelo García de La Torre, Osmar Arandia
    Das Kapitel beleuchtet die PRME-Prinzipien als Rahmenwerk zur Bewältigung der Herausforderungen der digitalen Transformation. Es wird erläutert, wie die sechs PRME-Prinzipien Wirtschaftsschulen dabei unterstützen können, ethische Implikationen der digitalen Transformation anzugehen und nachhaltige Geschäftsmodelle zu fördern. Ein zentraler Fokus liegt auf der Bedeutung von Partnerschaften zwischen Hochschulen, Unternehmen und Regierungen, um digitale Fähigkeiten zu entwickeln und die digitale Kluft zu verringern. Zudem wird die Rolle der PRME-Prinzipien bei der Förderung der Menschenwürde und der ethischen Reflexion in Unternehmen diskutiert. Das Kapitel schließt mit der Feststellung, dass die PRME-Prinzipien ein wertvolles Werkzeug sind, um die negativen Auswirkungen der digitalen Transformation zu minimieren und eine inklusivere digitale Gesellschaft zu fördern.
  6. Kapitel 5. Verantwortungsvolle Managementausbildung im digitalen Zeitalter: Ein Experiment mit liberaler Kunst- und Wissenschaftsausbildung in China

    Liang Yu
    Das Kapitel beleuchtet die Herausforderungen und Lösungsansätze für verantwortungsvolle Managementausbildung im digitalen Zeitalter. Es beginnt mit einer Einführung in die vierte industrielle Revolution und deren Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft, insbesondere durch die Beschleunigung der digitalen Transformation aufgrund von COVID-19. Ein zentrales Thema ist das „Ausrichtungsproblem“, das die Diskrepanz zwischen menschlicher Absicht und den Ergebnissen digitaler Technologien beschreibt. Beispiele wie das „rassistische Google Foto“ und das fehlerhafte COMPAS-Tool veranschaulichen diese Herausforderungen. Der Text diskutiert drei wesentliche Fähigkeiten für zukünftige Führungskräfte: Expertise in digitaler Technologie, Vermittlung von Zweck und Verantwortung sowie die Fähigkeit, komplexe Systeme zu verstehen und Probleme zu lösen. Die Duke Kunshan University wird als Beispiel für eine innovative Ausbildung in Geistes- und Naturwissenschaften vorgestellt, die auf interdisziplinäre Integration, problemorientiertes Lernen und globale Perspektiven setzt. Das Kapitel schließt mit der Betonung der Notwendigkeit einer grundlegenden Neuausrichtung der Hochschulbildung, um Studierende auf die komplexen Herausforderungen der digitalen Zukunft vorzubereiten.
  7. Kapitel 6. Verantwortungsvolles Management durch verantwortungsvolle Bildung: Die zentrale Rolle der Hochschuldozenten

    Jorge Gomes, Tania Marques
    Dieses Kapitel beleuchtet die zentrale Rolle von Hochschuldozenten bei der Vermittlung von verantwortungsvollem Management und der Entwicklung von verantwortungsvollen Führungskräften. Es beginnt mit einer Analyse der traditionellen Rollen und Verantwortlichkeiten von Hochschuldozenten, einschließlich Unterrichten, Forschen, Managen und Verwalten. Der Text untersucht verschiedene Lehrmethoden und -techniken, die in der Managementausbildung eingesetzt werden, und diskutiert deren Auswirkungen auf die Lehrleistung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung von verantwortungsvollem Management und verantwortungsvoller Führung in der modernen Wirtschaft und Gesellschaft. Der Autor betont die Notwendigkeit, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung in die Managementausbildung zu integrieren. Abschließend wird die Rolle der Hochschuldozenten als Veränderungsagenten in der Bildung hervorgehoben, insbesondere im Kontext der Prinzipien für verantwortungsvolle Managementausbildung (PRME) und der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs).
  8. Kapitel 7. Marketing und künstliche Intelligenz: Verantwortungsvolle Management- (und Marketing-) Ausbildung an der Schnittstelle von heute und morgen

    Al Rosenboom
    Dieses Kapitel beleuchtet die transformative Kraft der digitalen Transformation auf das Marketing und die zentrale Rolle, die Künstliche Intelligenz (KI) dabei spielt. Es wird aufgezeigt, wie KI das Marketing revolutioniert, von der Personalisierung von Kundeninteraktionen bis hin zur Optimierung von Marketingstrategien. Der Text diskutiert auch die ethischen Implikationen von KI im Marketing und betont die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs mit dieser Technologie. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Integration von Ethik, Nachhaltigkeit und Verantwortung in die Marketingausbildung, um zukünftige Marketingfachleute auf die Herausforderungen und Chancen von KI vorzubereiten. Abschließend wird die Bedeutung von KI für die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und die Rolle von KI im Dienst des Gemeinwohls, bekannt als AI4SG, hervorgehoben. Das Kapitel schließt mit einem Ausblick auf die Zukunft von KI im Marketing und die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Management- und Marketingausbildung.
  9. Kapitel 8. Compliance und IKT als Werkzeug zur Erzeugung von Sicherheit in Ländern mit hohen Korruptionsniveaus: Der Fall Blockchain

    Jose Godinez
    Dieses Kapitel untersucht die Rolle der Blockchain-Technologie bei der Bekämpfung von Korruption im Privatsektor und skizziert, wie Wirtschaftsschulen diese Technologie in ihren Lehrplan integrieren können. Es beginnt mit einer Analyse der Ursachen und Auswirkungen von Korruption, insbesondere in Ländern mit hohem Korruptionsniveau. Anschließend wird die Blockchain-Technologie vorgestellt, ihre Funktionsweise und ihre potenziellen Anwendungen zur Bekämpfung von Korruption. Der Text betont, dass die Blockchain allein nicht ausreicht, um ein robustes Antikorruptionsprogramm zu erstellen, und schlägt einen ganzheitlichen Bildungsansatz vor, der Ethik und Zusammenarbeit mit externen Stakeholdern umfasst. Der pädagogische Ansatz umfasst die Vermittlung von Wirtschaftsethik, die Bedeutung der Zusammenarbeit entlang der Lieferkette und den Umgang mit öffentlichen Beamten. Das Kapitel schließt mit der Feststellung, dass Blockchain-Technologien ein wirksames Instrument zur Bekämpfung von Korruption sein können, wenn sie in einen umfassenden Lehrplan integriert werden, der Ethik und Zusammenarbeit betont.
  10. Kapitel 9. Compliance und Integrität als Kernelemente der Governance im Bildungssektor im digitalen Zeitalter

    Bartosz Makowicz
    In diesem Fachbeitrag wird die Bedeutung von Compliance und Integrität als Kernelemente der Governance im Bildungssektor im digitalen Zeitalter untersucht. Die Digitalisierung hat den Bildungssektor stark verändert und neue Risiken wie Datenschutzverstöße, Fake News und Cyber-Angriffe mit sich gebracht. Der Beitrag analysiert, wie Governance- und Managementkonzepte aus der Privatwirtschaft, insbesondere Compliance-Management und Integrität, auf den Bildungssektor übertragen werden können, um diesen Risiken zu begegnen. Dabei wird auf internationale Standards wie ISO 37301 und ISO 37000 Bezug genommen, die als Leitfaden für die Implementierung dieser Konzepte dienen. Der Autor argumentiert, dass die Einführung eines robusten Compliance-Management-Systems (CMS) und die Förderung von Integrität in Bildungseinrichtungen dazu beitragen können, eine nachhaltige Compliance-Kultur zu schaffen und die neuen Herausforderungen des digitalen Zeitalters zu bewältigen. Besonders hervorgehoben wird die Notwendigkeit, die spezifischen Merkmale und Freiheiten des Bildungssektors zu berücksichtigen, um die individuelle Freiheit von Lehrenden und Forschenden nicht zu beeinträchtigen. Der Beitrag schließt mit der Feststellung, dass die Implementierung dieser Konzepte eine moralische Pflicht ist, um eine sichere und vertrauenswürdige Forschungs- und Lehrumgebung im digitalen Zeitalter zu gewährleisten.
  11. Kapitel 10. Bedarf an Stille, Verlangen nach Kommunikation: Die Dyade digitale Bildung und Soft Skills in einem aufstrebenden Wirtschaftskontext

    Luciana Cezarino, Lara Liboni, Flavio Martins, Alessandro Goulart
    Dieser Fachbeitrag beleuchtet die tiefgreifenden Veränderungen, die die digitale Transformation in der Bildung bewirkt hat, von der frühen Kindheit bis zur Hochschulbildung. Ein zentraler Fokus liegt auf der wachsenden Bedeutung von Soft Skills in technologieorientierten Kursen, insbesondere im Kontext der Pandemie. Der Text untersucht die Herausforderungen und Chancen der digitalen Bildung, einschließlich der digitalen Kluft und sozioökonomischer Ungleichheiten. Durch die Analyse von Forschungstrends und -lücken sowie durch die Einbeziehung von Fallstudien und Umfragedaten wird ein umfassendes Bild der aktuellen Situation gezeichnet. Besonders hervorzuheben ist die detaillierte Betrachtung der Auswirkungen der Pandemie auf die Bildung und die Notwendigkeit, Soft Skills in der digitalen Bildung zu fördern. Der Beitrag schließt mit der Feststellung, dass eine langfristige und bedeutungsvolle Bildung in diskursiven, interaktiven und reflexiven Aktivitäten verankert sein muss, um den Herausforderungen der digitalen Welt gerecht zu werden.
  12. Kapitel 11. Förderung der verantwortungsvollen Managementausbildung (RME) und der Bildung für nachhaltige Entwicklung (ESD) durch Online-Ressourcen

    Florencia Librizzi, Carole Parkes, Ana Simaens
    Dieses Kapitel untersucht, wie Online-Ressourcen die verantwortungsvolle Managementausbildung (RME) und die Bildung für nachhaltige Entwicklung (ESD) fördern können. Es wird die Rolle von offenen Bildungsressourcen (OERs) und Online-Inhalten bei der Verbesserung von RME und ESD diskutiert, wobei der Fokus auf der SDG Academy als Vorzeige-Bildungsinitiative des Sustainable Development Solutions Network (SDSN) liegt. Die COVID-19-Pandemie hat das Lehren und Lernen weltweit beeinflusst, was neue Herausforderungen und Chancen für die Integration von Nachhaltigkeit in die Hochschulbildung mit sich gebracht hat. Das Kapitel bietet Empfehlungen für Dozenten und Praktiker, wie sie Online-Inhalte und -Werkzeuge optimal für das Lehren und Lernen von RME und ESD nutzen können. Es werden verschiedene Ansätze zur Nutzung von Online-Ressourcen in Präsenz-, Fern- und Hybrid-Lernumgebungen vorgestellt, sowie die Bedeutung von sozialem Lernen und erfahrungsbasiertem Lernen für eine transformative Bildungserfahrung betont. Abschließend wird die Notwendigkeit einer fortlaufenden Reflexion über Zweck und Auswirkungen sowie die Integration von Nachhaltigkeit in die Wirtschafts- und Managementausbildung hervorgehoben.
  13. Kapitel 12. Entwicklung von ‚moralischem Bewusstsein‘ und ‚moralischer Durchsetzungsfähigkeit‘ bei zukünftigen Fachleuten mit Hilfe eines digitalen Lernmoduls

    Abiola Makinwa
    In diesem Kapitel wird die Entwicklung und Implementierung des Integrity Digital Learning Module (IntegrityDLM) beschrieben, einem digitalen Lernmodul, das darauf abzielt, bei Studierenden moralisches Bewusstsein und Durchsetzungsfähigkeit zu fördern. Das Modul basiert auf der Erkenntnis, dass viele Fachleute, obwohl sie wissen, was richtig ist, oft nicht entsprechend handeln. Durch die Nutzung von Selbstreflexion und praktischen Übungen hilft das IntegrityDLM den Studierenden, ihre persönlichen Werte zu identifizieren und einen wertebasierten Reaktionsmechanismus zu entwickeln. Der Text beschreibt die theoretischen Grundlagen, die pädagogischen Ansätze und die digitale Plattform, die für das Modul verwendet werden. Zudem werden die Erfahrungen und Erkenntnisse von Studierenden präsentiert, die das Modul durchlaufen haben. Die Ergebnisse zeigen, dass das IntegrityDLM den Studierenden hilft, ihre moralischen Entscheidungsprozesse zu verbessern und sich auf zukünftige ethische Herausforderungen besser vorzubereiten. Das Kapitel schließt mit Empfehlungen für die Integration solcher Module in die berufliche Bildung und betont die Bedeutung der Förderung moralischer Fähigkeiten bei zukünftigen Fachleuten.
  14. Kapitel 13. Verantwortungsvolle Managementausbildung und digitale Transformation jenseits von SDG 12: B.A. Nachhaltiges Beschaffungsmanagement im Bachelor-Programm der Hochschule Heilbronn als Beispiel für die Integration von SDGs und zukünftigen Anforderungen an digitale Fähigkeiten

    Daniela Ludin, Wanja Wellbrock, Erika Mueller, Andrea Herterich Suzana
    Das Kapitel stellt das Bachelor-Programm 'Sustainable Procurement Management' der Hochschule Heilbronn als Best-Practice-Beispiel für die Integration von Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der Managementausbildung vor. Es zeigt, wie die Hochschule durch praxisnahe Lehre, enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und die Verankerung der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zukunftsfähige Fachkräfte ausbildet. Der Studiengang vermittelt umfassende betriebswirtschaftliche Kompetenzen sowie Fachwissen im Beschaffungsmanagement, Nachhaltigkeitsmanagement und digitaler Transformation. Besonders hervorgehoben werden die internationale Ausrichtung, die regelmäßigen Austausche mit der Praxis und die Unterstützung durch einen Beirat aus Wirtschaft und Wissenschaft. Das Programm trägt maßgeblich zu SDG 12 (Verantwortungsvoller Konsum und Produktion), SDG 4 (Qualitativ hochwertige Bildung) und SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) bei. Zudem wird die strategische Verankerung der Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der Hochschulstrategie sowie die Vernetzung mit anderen Studiengängen dargestellt. Der Text bietet wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren einer verantwortungsvollen Managementausbildung im Zeitalter der digitalen Transformation.
  15. Kapitel 14. Anpassung der juristischen Ausbildung an technologische Veränderungen im Geschäftsbereich

    Lauren Traczykowski, Paul Dale
    In diesem Kapitel wird die Notwendigkeit einer Anpassung der juristischen Ausbildung an die technologischen Veränderungen im Geschäftsbereich diskutiert. Der Fokus liegt auf der Integration von KI und Technologie in den Lehrplan, um zukunftsfähige Anwälte auszubilden. Es werden die curricularen Aspekte und Inhalte eines neuen Moduls, 'Die Zukunft des Rechts: Einführung in Technologie und ihre Regulierung', vorgestellt, das im ersten Jahr des LLB-Studiums an der Aston University implementiert wurde. Das Modul zielt darauf ab, Studierende mit den notwendigen Fähigkeiten auszustatten, um die Wechselwirkung von Rechtstheorie, Regulierung und Ethik mit der sich verändernden Natur der Technologie zu verstehen und anzuwenden. Es wird betont, dass die juristische Ausbildung traditionelle Fähigkeiten neben den sozialen, rechtlichen und ethischen Komponenten der KI lehren kann und sollte. Das Kapitel diskutiert auch die Herausforderungen und Möglichkeiten, die sich durch die Entwicklung eines ersten Jahres eines britischen juristischen Grundstudiums über die regulatorischen und ethischen Komponenten von KI & Technologie ergeben. Abschließend wird die Bedeutung der Vorbereitung von Jurastudenten darauf, im Namen ihrer Geschäftskunden zum Thema Technik zu beraten und zu plädieren, hervorgehoben.
  16. Kapitel 15. PRME-Prinzip Drei, 15 Jahre später: Wie exponentielle Technologien die Qualität von wirkungsvoller und bedeutungsvoller betriebswirtschaftlicher Bildung verbessern können

    Walter Baets
    Der Fachbeitrag untersucht, wie exponentielle Technologien die Qualität der betriebswirtschaftlichen Bildung verbessern können. Im Mittelpunkt steht das dritte Prinzip der Prinzipien für verantwortungsvolle Managementausbildung (PRME), das die Bedeutung von Experimentierfreudigkeit, systemischer Sichtweise und Multidisziplinarität betont. Der Text analysiert die Herausforderungen der modernen Bildung, wie den steigenden Bedarf an lebenslangem Lernen und die Notwendigkeit, sich von einem Wissens- zu einem Kompetenzmodell zu bewegen. Es wird argumentiert, dass Technologien wie semantische Analyse und virtuelle Lernplattformen eine bedeutungsvolle und wirkungsvolle Bildung fördern können. Der Beitrag betont die Notwendigkeit einer Transformation der Bildungsansätze, hin zu einem Fokus auf Lernen durch Tun und ko-kreativen Living Labs. Abschließend wird die Vision einer erschwinglichen und global zugänglichen Managementausbildung skizziert, die durch technologische Innovationen ermöglicht wird.
  17. Kapitel 16. Pandemie, MOOCs und verantwortungsvolle Managementausbildung

    Sreerupa Sengupta, Divya Singhal
    Dieses Kapitel untersucht die tiefgreifenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Hochschulbildung und die Rolle von Massive Open Online Courses (MOOCs) als zentrales Werkzeug für verantwortungsvolle Managementausbildung. Es beginnt mit einer Einführung in die Pandemie und ihre globalen Auswirkungen, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Beschleunigung des Online-Lernens und der zunehmenden Bedeutung von MOOCs. Der Text beleuchtet die verschiedenen Typen von MOOCs, darunter cMOOCs, xMOOCs und Move-Me MOOCs, und ihre spezifischen Anwendungen in der Managementausbildung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Integration der Principles for Responsible Management Education (PRME) und der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) in die Managementausbildung durch MOOCs. Der Beitrag diskutiert auch die Rolle von MOOCs bei der Förderung von Inklusion, Empathie und Sensibilität in der Managementausbildung. Abschließend wird ein neuer Rahmen für MOOCs vorgeschlagen, der eine repräsentativere und inklusivere Gestaltung von MOOCs zu SDGs und verantwortungsvoller Managementausbildung fordert. Dieser Fachbeitrag bietet einen umfassenden Überblick über die Entwicklung und Verbreitung von MOOCs im Kontext der Pandemie und der SDGs, sowie deren Potenzial zur Erweiterung der Diskussionen über Nachhaltigkeit, Verantwortung und Inklusion in der Wirtschaftswelt.
  18. Kapitel 17. Transformation der akademischen Zeitschriftenbewertung von „Qualität“ zu „Impact“: Eine Fallstudie des SDG Impact Intensity Academic Journal Rating Artificial Intelligence System

    David Steingard, Simon Linacre
    Dieses Kapitel untersucht die Transformation der akademischen Zeitschriftenbewertung von traditionellen Qualitätskriterien hin zu einem Fokus auf Impact, insbesondere im Kontext der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs). Die Autoren argumentieren, dass herkömmliche Bewertungssysteme, die auf Zitationshäufigkeit und anderen quantitativen Metriken basieren, oft irrelevant sind, um die größeren Ziele der verantwortungsvollen Managementausbildung und der positiven sozialen und ökologischen Veränderungen voranzutreiben. Ein neues KI-basiertes System, das SDG Impact Intensity, wird vorgestellt, das Zeitschriften nach ihrer Auswirkung auf die SDGs bewertet. Dieses System nutzt Textanalyse und Big-Data-Analytik, um den Inhalt von Zeitschriften zu bewerten und ihre Relevanz für die Nachhaltigkeitsziele zu bestimmen. Die Fallstudie zeigt, dass Zeitschriften, die traditionell als hochwertig gelten, oft einen geringen Impact haben, während Zeitschriften mit Fokus auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung höhere Impact-Bewertungen erhalten. Die Autoren diskutieren die Herausforderungen und Möglichkeiten dieser Verschiebung und betonen die Notwendigkeit eines systemischen Wandels in der akademischen Kultur, um den Fokus auf Impact zu verstärken. Sie argumentieren, dass digitale Transformation und verantwortungsvolle Managementausbildung zusammenwirken können, um nachhaltige und ethische Forschung zu fördern. Abschließend wird die Bedeutung eines normativen Rahmens basierend auf den SDGs hervorgehoben, um die Bewertung von akademischer Forschung zu verbessern und ihre Auswirkung auf die Gesellschaft und die Umwelt zu maximieren.
  19. Kapitel 18. Giving Voice to Values als ermöglichende Pädagogik für digitale Ethik

    Adriana Krasniansky, Mary C. Gentile
    In diesem Fachbeitrag wird der innovative pädagogische Ansatz 'Giving Voice to Values' (GVV) vorgestellt, der darauf abzielt, Führungskräfte und Manager auf ethische Herausforderungen im digitalen Zeitalter vorzubereiten. Der Beitrag beginnt mit einer Einführung in die ethischen Fragen, die durch Fortschritte in der künstlichen Intelligenz und Algorithmen aufgeworfen werden, und betont die Notwendigkeit, nicht nur ethische Probleme zu identifizieren, sondern auch effektiv darauf zu reagieren. Der GVV-Ansatz konzentriert sich auf die Umsetzung ethischer Entscheidungen und stellt die Frage: 'Was wäre, wenn ich nach meinen Werten handeln würde? Was würde ich sagen und tun?' Der Beitrag erklärt die vier zentralen Fragen des GVV-Ansatzes: die wertebasierte Position, die auf dem Spiel stehenden Interessen, die erwarteten Einwände und die effektivsten Skripte und Aktionspläne. Ein detailliertes Fallbeispiel zu algorithmischer Voreingenommenheit in der COMPAS-Software von Northpointe veranschaulicht die Anwendung des GVV-Ansatzes. Der Beitrag schließt mit der Betonung, dass digitale Ethik ein kontinuierlicher Prozess ist und dass der GVV-Ansatz Praktikern hilft, Wertekonflikte als Chancen für konstruktiven Dialog und Produktentwicklung zu betrachten. Der Fachbeitrag bietet nicht nur theoretische Einblicke, sondern auch konkrete Strategien und Skripte, die in der Praxis angewendet werden können, um ethische Herausforderungen effektiv zu bewältigen.
  20. Kapitel 19. Gesellschaft, Umwelt, Wert und Einstellung: Eine Studie über die Wirksamkeit digitaler Plattformen zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsperspektiven von Managementstudenten

    Arindam Das, Ishwar Haritas
    In diesem Fachbeitrag wird die Wirksamkeit digitaler Plattformen für die Nachhaltigkeitsbildung von Managementstudenten untersucht. Der Fokus liegt auf dem Kurs 'Gesellschaft, Umwelt, Wert und Einstellung' (SEVA) am T. A. Pai Management Institute, der aufgrund der COVID-19-Pandemie auf digitale Formate umgestellt wurde. Die Studie analysiert die Kompetenzentwicklung der Studierenden in fünf Dimensionen: Systemkompetenz, kritische und normative Kompetenz, zwischenmenschliche und kommunikative Kompetenz, kreative und strategische Kompetenz sowie transdisziplinäre Kompetenz. Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Plattformen die Systemkompetenz und transdisziplinäre Kompetenz der Studierenden verbessern, während die zwischenmenschliche und kommunikative Kompetenz sowie die kreative und strategische Kompetenz beeinträchtigt werden. Die Studie identifiziert drei Schlüsselvorschläge zur Verbesserung der Effektivität digitaler Plattformen: gleichberechtigter Zugang zur digitalen Infrastruktur, Vielfalt der akademischen und sozialen Hintergründe der Studierenden und längere Projektlaufzeiten. Die Schlussfolgerungen betonen die Bedeutung digitaler Plattformen für die Nachhaltigkeitsbildung und die Notwendigkeit eines einheitlichen Rahmens für RME-bezogene Kompetenzen. Dieser Fachbeitrag bietet wertvolle Einblicke für Bildungsinstitutionen und Nachhaltigkeitsmanager, die digitale Lernformate nutzen möchten, um transformative Veränderungen zu fördern.
  21. Kapitel 20. Schlussfolgerungen

    Wolfgang Amann, Christian Hauser
    In diesem Kapitel wird die Komplexität der digitalen Transformation untersucht und die Notwendigkeit unterschiedlicher Ansätze je nach Einfachheit, Komplexität oder Kompliziertheit der Umgebung betont. Es wird hervorgehoben, dass Checklisten und Richtlinien in einfachen Umgebungen hilfreich sind, während Expertenwissen und Anpassungsfähigkeit in komplexeren Situationen entscheidend sind. Der Text diskutiert auch die Rolle der Führung und die Bedeutung kontinuierlichen Lernens für den nachhaltigen Erfolg. Ein zentrales Thema ist die Notwendigkeit, veraltetes Denken zu überwinden und eine reichere Perspektive auf Herausforderungen zu entwickeln. Zudem wird das Addendum-Prinzip der Vereinten Nationen für verantwortungsvolle Managementausbildung eingeführt, das betont, dass Business Schools die vermittelten Werte vorleben sollten. Das Kapitel schließt mit der Feststellung, dass humanistische Managementprinzipien als moralischer Kompass dienen können und dass die digitale Transformation eine ganzheitliche und kontinuierliche Lern- und Anpassungsstrategie erfordert.
Titel
Die Zukunft der verantwortungsvollen Managementausbildung
Herausgegeben von
Christian Hauser
Wolfgang Amann
Copyright-Jahr
2025
Electronic ISBN
978-3-031-82358-9
Print ISBN
978-3-031-82357-2
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-031-82358-9

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