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Über dieses Buch

Dieses Buch analysiert die aktuellen Trends, die derzeit in Wissenschaft und Praxis über den Stellenwert von Banknoten und Münzen in Deutschland geführt werden. Dazu bieten die Autoren zunächst eine Bestandsaufnahme zu den Einstellungen der Bevölkerung zum Bargeld, bevor sie dann detailliert auf Charakteristika einzelner Zahlungstransaktionen eingehen. Während etwa in skandinavischen Ländern die Rolle des Bargeld immer geringer wird, steht diese Entwicklung in Deutschland noch am Anfang. In diesem Buch wird untersucht, wie sich insbesondere digitale Bezahlformen künftig entwickeln werden und welche einzel- und gesamtwirtschaftlichen Chancen und Risiken dabei zu beachten sind. Auch rechtliche Aspekte der digitalen Bezahlformen werden untersucht.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Was denken die Deutschen über die Abschaffung des Bargelds?

Ergebnisse einer Meinungsbefragung durch das Meinungsforschungsunternehmen Civey
Das Bargeld ist eines der Deutschen liebsten Kinder. Rund 90 % lehnen die Abschaffung des Bargeldes ab. Aber auch im täglichen Geschäftsgebaren halten die Deutschen am Bargeld als dem wichtigsten Zahlungsmittel fest.
Oliver Serfling

Kapitel 2. Bargeldloses Zahlen – Digitalisierung als Triebfeder für Innovation

Zahlungen über Distanzen hinweg oder über höhere Beträge lassen sich von Konto zu Konto bequemer und sicherer vornehmen als mit Bargeld. Daher erledigen Banken, Unternehmen und Institutionen Zahlungen untereinander heutzutage ganz überwiegend bargeldlos. Regelmäßige Zahlungen von Privatpersonen an Unternehmen werden in der Regel ebenfalls bargeldlos abgewickelt, allein bei Zahlungen von Privatpersonen untereinander und an der Ladenkasse spielen Bargeldzahlungen in Deutschland noch eine große Rolle.
Johannes Klocke, Heike Winter

Kapitel 3. Einführung einer Obergrenze für Bargeldtransaktionen – Rechtliche Grenzen und die Perspektive der Praxis

Die Einführung von Obergrenzen für Bargeldtransaktionen oder gar dessen Abschaffung ist in Deutschland und Europa in der Diskussion. Hintergrund sind Überlegungen, dass Bargeld gerade im Bereich der organisierten Kriminalität, der Korruption oder der Terrorismusfinanzierung eingesetzt wird und man sich von einer Einschränkung des Bargeldverkehrs positive Wirkungen auf die Kriminalitätsbekämpfung erhofft. So hatte die Europäische Kommission in einer Mitteilung an den Rat und das Europäische Parlament am 2. Februar 2016 einen Aktionsplan für ein intensiveres Vorgehen gegen die Terrorismusfinanzierung veröffentlicht.
Frank Rieger

Kapitel 4. Gebühren für Bargeldtransaktionen bei Banken

Die anhaltende Niedrigzinsphase führt zu teilweise dramatisch verschlechterten Betriebsergebnisprognosen der Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Die Institute sind somit gezwungen, ihre bisherigen Geschäftsmodelle auf den Prüfstand zu stellen – sowohl auf der Kostenebene als auch auf der Erlösseite. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Suche nach bisher ungenutzten Erlöspotenzialen.
Thomas Birnstein

Kapitel 5. Bargeld in privaten Geldsystemen

Das Verschwinden des Bargelds kennzeichnet einen tief greifenden Wandel des Geldes in der fortschreitenden Moderne, in dem Geld sich immer weiter ausdifferenziert und privatisiert. Längst liegt der Großteil des Geldes in unbarer Form vor, als von den privaten Geschäftsbanken erzeugtes Giralgeld. Der bargeldlose Zahlungsverkehr wird durch Zahlungsinstrumente wie Überweisung, Lastschrift, Bank- oder Kreditkarten abgewickelt und ersetzt zunehmend die bisherigen monetären Transaktionen mit dem staatlich legitimierten Zahlungsmittel des Bargeldes.
Christian Thiel

Kapitel 6. Bitcoins als Herausforderung in der Finanzsphäre

Bitcoin ist in aller Munde – Bitcoin ist sogar ein wenig Hype. Die Diskussionen gehen in die verschiedensten Richtungen: der CEO einer der größten Banken der Welt (J.P. Morgan Chase) hat Bitcoin auf einer Investorenkonferenz Anfang September 2017 unter generellen Betrugsverdacht gestellt und auch die chinesische Finanzmarktaufsicht hat angedeutet, den Bitcoinhandel stärker einzuschränken.
Harald Meisner

Kapitel 7. Steuerliche Aspekte der Bargeldbewirtschaftung

Registrierkassen als neues Expertengebiet?
Der Bargeldumlauf wird staatlicherseits nicht nur bezogen auf Aspekte wie Geldwäsche mit Argwohn betrachtet, sondern auch aus fiskalischen Aspekten. Schwarzarbeit, fehlende Deklaration von Einnahmen und andere Maßnahmen zur Steuerverkürzung werden häufig durch Bargeldtransaktionen erleichtert, wenn nicht erst ermöglicht. Während unbare Zahlungsvorgänge durch Dritte, insbesondere Banken, dokumentiert sind und inzwischen auch gut überwacht werden können, bestehen bei Bargeldtransaktionen nur die Aufzeichnungen der unmittelbar Beteiligten.
Ralf Klapdor

Kapitel 8. Rechtliche Aspekte digitaler Bezahlformen

Die Innovationskraft im Bereich digitaler Bezahlformen stellt nicht nur Anbieter und Verbraucher, sondern auch das Rechtssystem vor nicht unerhebliche Herausforderungen. Bei etablierten rechtlichen Instrumenten stellt sich die Frage, inwieweit sie auf digitale Bezahlformen anwendbar sind. Sie werden ergänzt durch die anlassbezogene Schaffung spezifischer Rechtsvorschriften.
Andreas Neumann, David Wilhelm

Kapitel 9. Bargeld und Kriminalität

Bargeld kann kaum nachverfolgt werden – weshalb seine Nutzung auch für illegale Zwecke attraktiv ist: für Geschäfte in der Schattenwirtschaft, für Bestechung, internationale organisierte Kriminalität, Terrorismusfinanzierung oder zum Unterlaufen wirtschaftlicher Sanktionen. Zwei vorschnelle Schlussfolgerungen sollten jedoch vermieden werden. Zum einen ist Bargeld trotz seiner Verwendung auch für illegale Zwecke zuallererst ein häufiges und weit verbreitetes Zahlungsmittel für legale Transaktionen.
Heike Mai

Kapitel 10. Die Zukunft des 500-€-Scheins

Am 4. Mai 2016 gab die Europäische Zentralbank bekannt, die Produktion und Ausgabe der 500-€-Banknote gegen Ende des Jahres 2018 einzustellen. Damit werden lediglich die 5 €, die 10 €, die 20 €, die 50 €, die 100 € sowie die 200 €-Banknoten der sogenannten Europa-Serie (die seit 2013 schrittweise die erste Serie von Euro-Banknoten ablöst) in Umlauf gebracht.
Martin Keim

Kapitel 11. Abschaffung von Kleinmünzen durch Rundung

Ergebnisse einer Beleganalyse sowie einer Händler- und Kundenbefragung in Kleve zur Rundung auf den nächsten Fünf-Cent-Betrag
Fast die Hälfte aller in Umlauf gebrachten Euro-Münzen in Deutschland sind Ein- oder Zwei-Cent-Münzen und im Durchschnitt verfügt jeder Deutsche über mehr als zweihundert hiervon. Die Deutsche Bundesbank geht zudem davon aus, dass der Anteil der im Umlauf befindlichen Kleinmünzen am gesamten Münzbestand weiter steigt. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank, befanden sich im Jahr 2017 ca. 34,2 Mrd. Ein-Cent-Münzen und 26,3 Zwei-Cent-Münzen im Umlauf.
Jakob Lempp, Thomas Pitz, Jörn Sickmann

Kapitel 12. Die Zukunft der Visualität des Bargelds, oder: Auslaufmodell Banknote?

Auf den ersten Blick scheint die Abschaffung des Bargelds für Handel, Konsumenten, Mediziner und natürlich Banken vor allem Vorteile zu bringen. Für den Verbraucher ist Bargeld mit Unbequemlichkeit verbunden, schließlich muss man stets Münzen und Scheine mit sich führen sowie Wege zum Geldautomaten einplanen; hinzu kommt noch ein gewisses Sicherheitsrisiko in Hinblick auf Diebstahl und Raub. Für Gewerbetreibende ist Bargeld ebenfalls mit einem Sicherheitsrisiko verbunden, zudem können in erheblichem Umfang Finanzmittel gebunden sein.
Stefan Hartmann

Kapitel 13. Kaufentscheidungen, psychologische Preise und der Schmerz des Bezahlens – Erkenntnisse der Verhaltensforschung

Jeden Tag müssen wir eine große Anzahl an Entscheidungen treffen: Sollen wir früh oder spät aufstehen, nehmen wir das Auto oder das Fahrrad zur Arbeit, lesen wir zuerst unsere Emails oder studieren lieber den neuen Quartalsbericht. Grobe Schätzungen reichen von 20.000 bis hin zu 35.000 Entscheidungen, mit denen jeder von uns täglich konfrontiert wird. Nach der traditionellen ökonomischen Theorie werden Entscheidungen durch einen analytischen Prozess der rationalen Entscheidungsfindung getroffen.
Jörn Sickmann, Carina Goldbach, Achiel Fenneman

Kapitel 14. Zahlungsverhalten in den Niederlanden – eine Fallstudie

Mittagszeit an der niederländischen Radboud Universität nahe der Grenze zu Kleve. „Lunch?“ Wir folgen unseren Kollegen zur Mensa. Nebst unserem selbstgeschmierten Butterbrot wollen wir eine leckere Suppe genießen; hier eine übliche Art Mittag zu essen.
Sascha Füllbrunn, Carin van der Cruijsen
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