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2022 | Buch

Die Zukunft des Coaching-Business

Neuausrichtung an der Lebens- und Arbeitswelt des Klienten von morgen

verfasst von: Stefan Stenzel

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

In diesem Fachbuch erfahren Coaches, deren Ausbilder und HR-Verantwortliche wie sich das Coaching verändern muss, um Klienten in ihren sich ständig wandelnden Arbeits- und Lebenswelten auch zukünftig einen attraktiven Service bieten zu können. Auf den Fachtagungen der letzten Jahre wurde die „Zukunft des Coachings“ meist stark auf die Einsatzmöglichkeiten und Wirksamkeit des Online-Coachings eingeengt. Zur Abschätzung der zukünftigen Entwicklungen des Service „Coaching“ sind jedoch neben den zukünftigen technologischen Einflüssen auch die massiven gesellschaftsstrukturellen- und -psychologischen Phänomene des nächsten Jahrzehnts einzubeziehen. Die Transformation hin zur sog. Arbeit 4.0 zeigt sich für den Klienten in neuen Arbeitsformen sowie einem massiven Wandel des Verständnisses von Führung und der eigenen Lebens- und Erwerbsbiografie. Um weiterhin einen Mehrwert für die Klienten zu bieten, muss das Coaching an diese Veränderungen angepasst werden.

Der InhaltTechnologische Veränderungen (z. B. Chatbots, Wearables, Big Data)Der demografische Wandel (z. B. Diversität)Der sozial(psychologische) Wandel (z. B. VUCA, Lernen, Identität, reflexive Lebensführung)Veränderungen in Wirtschaft u. Unternehmen (Plattformen, HR-Systeme, neue Beschäftigungsverhältnisse und Kompetenzen, Karriere, Führung)Ethische Überlegungen im Kontext der Neuerungen

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Einleitung
Zusammenfassung
Vergeht aktuell scheinbar kein Tag, ohne dass die verschiedensten Medien über Vorfälle berichten, welche die meisten von uns zumindest kurz schlucken oder sogar länger innehalten lassen, könnte dies als ein Indikator dafür gesehen werden, dass wir momentan in einer Art Zeitenwende leben. Um diese sich kurz zu vergegenwärtigen bzw. in ihrer Komprimiertheit wirken zu lassen, nachfolgend eine kurze Zusammenfassung: Auf politischer Ebene ist dies für die meisten von uns der bedrohlich erstarkende Nationalismus und Populismus in den westlichen wie östlichen Regionen des Globus, wie auch die immer wieder aufbrechenden Konflikte in der arabischen Welt, das Desaster in Afghanistan sowie – leider auch im Juni 2022 immer noch aktuell - der Krieg in der Ukraine. Auch die Umwelt präsentiert uns nach und nach in ökologischen Katastrophenmeldungen (wie z. B. die Großbrände in Australien, Brasilien und Kalifornien), aber eben auch Europa (Griechenland, Türkei) oder aber Überschwemmungen im asiatischen Bereich und selbst im Herzen Deutschlands etc. unerbittlich die Rechnung für unsere Versäumnisse, unsere ökologische Ignoranz der letzten Jahrzehnte. Voller Bangen wartet die Menschheit auf eine neue Mutante des Corona-Virus der sich Mitte 2022 abschwächenden Omikron-Variante.
Stefan Stenzel
2. Technologische Veränderungen: Digitalisierung bzw. Big Data
Zusammenfassung
Obgleich es wohl schon immer in der Natur unternehmerischen Handelns liegen musste, sich mit zukünftigen Entwicklungen in den relevanten Märkten, Lebensbereichen bzw. Umwelten zu beschäftigen, war es John Naisbitt, der mit seinem 1982 erschienenen und in mehr als 50 Ländern publizierten Bestseller „Megatrends“ (Naisbitt, 1982) die Beschäftigung mit den großen Trends ab da zum Pflichtprogramm eines jeden Managers machte. Die Nachteile seiner wie auch vieler folgender derartiger Publikationen waren, dass sie sich vermutlich auch aus Komplexitätsgründen auf die drei, sechs oder 10+ Megatrends beschränkten, die gegenseitigen Wechselwirkungen der ausgewählten Megatrends nur mäßig bearbeitet wurden (oder nur wenn ein vertieftes Wissen bei dem oder den Autoren bestand), sie meist von einem Autor oder einem kleinen Autorenkollektiv erstellt wurden und nach der Publikation in den Folgejahren oder -jahrzehnten auf ihre (ausbleibende) Verifizierung warteten.
Stefan Stenzel
3. Demografische und soziologische Gesellschaftsveränderungen: Diversity als Chance und Herausforderung
Zusammenfassung
Wie eingangs schlaglichtartig beleuchtet, ist das Thema „Demografie“ seit den 80er-Jahren in Deutschland (wie in den meisten westlichen Industrieländern) durchgängig mehr oder minder prominent in den Medien vertreten. Jedoch ist es bei all den nach Aufmerksamkeit heischenden Buch-, Magazin- oder Zeitungstiteln zuweilen hilfreich, einfach nur auf die nüchternen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu schauen. So zeigt die dynamische Grafik für die Bevölkerungsvorausberechnung von 2022–2060, wie sich die Alters- und Genderstruktur der deutschen Gesellschaft unter speziellen Bedingungen verändern wird. Startet man mit der Animation 1950 und lässt sie bis 2060 durchlaufen, lassen sich indirekt die Auswirkungen von drei Einflussfaktoren auf ihre Verformung erkennen. Die höhere Lebenserwartung (Schätzungen schwanken hier zwischen 1,5 und 3,5 Jahren pro Jahrzehnt) bzw. geringere Sterberate in der vertikalen Variation bzw. Streckung, in der horizontalen Variation i. S. einer „Bauchigkeit“ in Jahren mit hohen Geburtenraten (genannt Babyboom; am höchsten 1964) und einer „Schnürung“ in Jahren mit abnehmenden Geburtenraten (1965 als „Pillenknick“ bezeichnet). In der Variation der beiden Dimensionen spricht man bei einer volkswirtschaftlich idealtypischen Altersschichtung (= hohe Anzahl an Geburten, eher geringere Personenanzahl mit hohem Alter) von der „Pyramide“. Die Altersschichtung hat sich jedoch über das letzte Jahrhundert von der Pyramide über eine Art „Tannenbaum“ (ca. 2010) entwickelt bzw. wird sich 2040 zu etwas verändern, was eher einem Pilz und 2060 eher einem Dönerspieß ähneln wird.
Stefan Stenzel
4. (Sozial-)Psychologische Gesellschaftsveränderungen: ambidextrisches Handeln in VUCA-Situationen
Zusammenfassung
Beklagen heutzutage immer mehr Menschen, dass früher „alles“ viel einfacher war, spiegelt sich darin im operativen Bereich von (Alltags-)Handlungen zum einen eine subjektiv erlebte Steigerung von Kompetenzanforderungen (mit der Folge erhöhter und/oder neuer Lernansprüche; Abschn. 4.2) wider. Zum anderen die offensichtlich damit einhergehende, intensivere mentale Beanspruchung (mit der Folge der Herausbildung funktionalerer Wahrnehmungsmuster bzw. deren Verarbeitungsprozesse) (Abschn. 4.1). Bestehen diese Notwendigkeiten in immer mehr Lebensbereichen, hat dies vermutlich mittel- bis langfristig auch Folgen für die Identität bzw. Identitätsbildung (Abschn. 4.3) der Individuen.
Stefan Stenzel
5. Veränderungen in Wirtschaft und Unternehmen
Zusammenfassung
Wie alle Bereiche des Lebens unterliegt auch der Wirtschaftsbereich stetem Wandel. Verläufe und Meilensteine dazu liefert die oft sehr aufschlussreiche Betrachtung der Wirtschaftsgeschichte (Walter, 2011) oder der Unternehmensgeschichte (Plumpe, 2018). Wie sehr wir in manchen der entwickelten Industriestaaten mit den Vor- und Nachteilen des von uns gewählten (!) Wirtschaftssystems des Kapitalismus hadern und dabei jedoch immer wieder durch die damit verbundene Wahlentscheidung auf uns selbst zurückgeworfen werden, zeigen die erhellenden Reflexionen von Werner Plumpe (2019). Dieser Detaillierungsgrad wäre im Kontext dieses Buches jedoch nicht zielführend. Ausreichend für unsere Belange ist die Darstellung der Makro- und Mikrophasen der industriellen und technologischen Revolutionen sowie einer eher schlagwortartigen Gegenüberstellung zentraler Merkmale der Old und New Economy. Beides findet sich in den nachfolgenden Abbildungen und erläuternden Kurztexten.
Stefan Stenzel
6. Ethik als Imperativ für die kommenden Veränderungen (im Coaching)
Zusammenfassung
Waren ethische Fragestellungen für weite Teile der Bevölkerung bislang eher uninteressant oder sogar irrelevant, hat sich dies mit COVID-19 bzw. der dadurch bedingten wiederkehrenden Medienpräsenz der Vertreter des Deutschen Ethikrates womöglich etwas geändert. Mit der hier zu erörternden Themenstellung geht es jedoch nicht wie bei COVID-19 um die Klärung der Frage der Priorisierung von Schutzwürdigkeit oder die Diskussion um das Klonen, die Abtreibung, Sterbehilfe, d. h. (ab) wann und wie Menschen in oder aus dem Leben treten und was uns ausmacht, sondern darum, wie wir uns zu völlig künstlichen, potenziell immer menschenähnlicheren und von uns selbst erschaffenen Existenzformen verhalten wollen oder ob bzw. warum und wozu wir diese überhaupt entwickeln. Was denn Ethik überhaupt ist, wird in einem späteren Abschnitt dargelegt.
Stefan Stenzel
7. Statt eines Nachwortes: Vordenken in Szenarien
Zusammenfassung
Die in den vorangegangenen Kapiteln beschriebenen Sachverhalte werden sich nicht im luftleeren Raum abspielen, sondern mit speziellen, situativen Variablen der Gesellschaft, (Welt-)Wirtschaft, des Arbeitsmarktes etc. interagieren und so unser Leben in den kommenden Dekaden bestimmen. „Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse“, d. h. etwaiger „schwarzer Schwäne“ (Taleb, 2018), kann dabei naturgemäß nicht berücksichtigt werden. Wie und was sich in Deutschland auf den (1) Arbeitsmarkt 2030, auf die (2) Zukunft der Arbeit bis 2050 und auf (3) Deutschland als einen Player in einer globalisierten Weltwirtschaft auswirken könnte, beschreiben die drei folgenden (Szenario-)Analysen aus verschiedenen Blickwinkeln und auf verschiedenen, systemischen Ebenen.
Stefan Stenzel
Metadaten
Titel
Die Zukunft des Coaching-Business
verfasst von
Stefan Stenzel
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-64421-8
Print ISBN
978-3-662-64420-1
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-64421-8

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