Was ist Closed Loop Emission Control?
- 23.01.2019
- Dieselmotor
- Kompakt erklärt
- Online-Artikel
Aktivieren Sie unsere intelligente Suche, um passende Fachinhalte oder Patente zu finden.
Wählen Sie Textabschnitte aus um mit Künstlicher Intelligenz passenden Patente zu finden. powered by
Markieren Sie Textabschnitte, um KI-gestützt weitere passende Inhalte zu finden. powered by (Link öffnet in neuem Fenster)
Kann eine neue Betriebsmethode den Dieselmotor retten? Ja, glaubt man Dresdner Forschern, und zwar mithilfe der Closed-Loop-Emission-Control-Methode. Was dahinter steckt, haben wir kompakt erklärt.
Um die Stickoxid-Grenzwerte sicher einzuhalten, wurde an der TU Dresden für den Betrieb eines Dieselmotors eine reaktive Betriebsstrategie entwickelt: die Closed-Loop-Emission-Control-Methode.
pitb_1 / stock.adobe.com
Die Closed Loop Emission Control-Methode am Pkw-Dieselmotor ist eine neue Betriebsstrategie. "Diese als Patent angemeldete Methode soll primär die Unterschreitung der zulässigen NOx-Emission sowohl innerhalb gesetzlicher Fahrzyklen als auch im realen Fahrbetrieb unabhängig von äußeren Einflussparametern gewährleisten", erklärt Springer-Autor Robert Walter. Ferner soll sie die Phlegmatisierung des Verbrennungsmotors, die Zunahme des CO2-Ausstoßes und die Gesamtsystemkosten möglichst minimal halten.
Wesentlicher Kernpunkt dieser Methode "ist eine Motorapplikation, die sich adaptiv an die vorherrschenden (Umwelt- und Fahrzeug-) Randbedingungen, an den Fahrer und an verschiedenste andere Störeinflussgrößen anpasst", schreiben Robert Walter, Tilo Roß und Hans Zellbeck von der TU Dresden im Artikel Closed Loop Emission Control am Dieselmotor aus der MTZ 10/2017. Im Gegensatz zur bisherigen Vorgehensweise für die Motorapplikation sollen sich neben gesamtwirtschaftlichen Vorzügen und der Robustheit gegenüber den RDE-Anforderungen weitere Vorteile erzielen lassen – etwa lokal oder zeitlich differierende Emissionsgrenzwerte.
Laut der Autoren sei es denkbar, die neue Methode am Otto- oder Gasmotor beziehungsweise etwaigen Hybridvarianten anzuwenden sowie auf andere Abgaskomponenten auszuweiten. Der Nachweis der Methode mit einer Erprobung im realen Einsatz steht noch aus. Darüber hinaus müsse sondiert werden, inwieweit diese Betriebsstrategie in Bezug auf den Zertifizierungsprozess Akzeptanz bei den Behörden findet.