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2022 | Buch

Digital Business kompakt

Grundlagen von Geschäftsmodellen und -prozessen in der Digitalen Wirtschaft mit über 70 Fallbeispielen

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Über dieses Buch

Mit dem Buch „Digital Business kompakt“ kann sich der Leser zielorientiert mit den zentralen Aspekten des Digital Business aus den Bereichen Digital Procurement, Digital Shop, Digital Marketplace, Digital Community und Digital Company und damit der gesamten Digitalen Wirtschaft befassen. Tobias Kollmann bietet damit über ausgewählte Themen einen schnellen und kompakten Zugang zu seinem Gesamtband „Digital Business“, welches als Standardwerk in Forschung, Lehre und Transfer eine breite Verwendung findet. Dieses beschreibt umfassend die theoretischen Grundlagen und praxisbezogenen Implikationen für das Einkaufs-, Verkaufs-, Handels-, Kontakt- und Kooperationsmanagement auf Basis digitaler Netzwerke.

Als Besonderheit bietet „Digital Business kompakt“ zusätzlich zur Erklärung der theoretischen Inhalte mit über 70 Fallbeispielen eine umfangreiche anwendungsorientierte Umsetzung an. Neben zahlreichen herausgehobenen Merksätzen findet der Leser auch viele Medienhinweise zu begleitenden Video- und Audio-Angeboten, welche die Ausführungen aus dem Buch nochmals vertiefen. Studenten, aber insbesondere eben auch Fach- und Führungskräfte, haben so die Möglichkeit, sich schnell und einfach mit den Grundlagen digitaler Geschäftsprozesse auseinanderzusetzen und diese auch anzuwenden.

Neu in der 2. Auflage
In der 2. Auflage wurden alle Kapitel überarbeitet und die Terminologie von „E-Business“ auf „Digital Business“ umgestellt. Aktuelle Themen wie z.B. Metaversum, Live Shopping, Marktortprinzip u.v.m. wurden einbezogen bzw. an neuere Entwicklungen angepasst. Ebenso wurden alle Fallbeispiele und Medienhinweise auf einen neuen Stand gebracht.

Die Zielgruppen
Die Zielgruppe sind Dozierende und Studierende der Studienrichtungen Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik sowie Praktiker, Gründer, Berater und Investoren, die sich mit Geschäftsmodellen bzw. -prozessen in der Digitalen Wirtschaft oder als Fach- und Führungskräfte mit der Digitalen Transformation in den Unternehmen beschäftigen wollen bzw. müssen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Die Grundlagen des Digital Business
Zusammenfassung
Was ist die Basis für das Digital Business? Es sind die digitalen Daten, die über digitale Technologien zwischen ökonomisch Beteiligten ausgetauscht werden! Es sind die Nullen und Einsen als digitale Inhalte, die drei Kernelemente Information, Kommunikation und Transaktion auf einer digitalen Handelsebene repräsentieren (Kollmann 2022a). Um dies zu gewährleisten, müssen eine Reihe von Rahmenbedingungen gegeben sein, damit dasDigital Business bzw. die zugehörige Digitale Wirtschaft funktioniert.
Tobias Kollmann
2. Die Grundlagen des Digital Procuremen
Zusammenfassung
Das Digital Procurement steht allgemein als Begriff für den digitalen Einkauf von Produkten bzw. Dienstleistungen durch ein Unternehmen über digitale Netzwerke (Kollmann 2022a, S. 139 ff.). Damit erfolgt eine Integration innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien zur Unterstützung bzw. Abwicklung von operativen, taktischen und strategischen Aufgaben im Beschaffungsbereich. Das „Digital Procurement“ stellt dabeiim Prinzip einen Sammelbegriff für die digital unterstützte Beschaffung dar, ohne dass jedoch eindeutig definiert werden kann, was alles darunter zu verstehen ist. Einigkeit herrscht in der Literatur allerdings darin, dass der Einsatz von Internettechnologien ein Kernelement von Digital Procurement-Konzepten darstellt (Nekolar 2003; Bogaschewsky 1999). Die Grundidee des digitalen Einkaufs ist also darin zu sehen, dass die Beziehung und die einkaufsrelevanten Abläufe zwischen einem Unternehmen (Einkäufer) und einem Lieferanten (Verkäufer) über die mit Hilfe des Internets vernetzten Computer (s. Kapitel 1.1.1) mit dem zugehörigen digitalen Informationsaustausch abgewickelt werden (s. Abb. 13).
Tobias Kollmann
3. Die Grundlagen des Digital Shop
Zusammenfassung
Der Digital Shop steht allgemein als Begriff für den digitalen Verkauf von Produkten bzw. Dienstleistungen durch ein Unternehmen über digitale Netzwerke. Damit erfolgt eine Integration innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien zur Unterstützung bzw. Abwicklung von operativen, taktischen und strategischen Aufgaben im Absatzbereich. Die zunehmende Akzeptanz digitaler Medien bei den Nachfragern geht mit einemwachsenden Angebot an Produkten und Dienstleistungen einher, die entweder teilweise oder sogar ausschließlich über das Internet durch diese „virtuellen Läden“ vertrieben werden. Ein Digital Shop ist somit ein „eigenständiges System aus Hard- und Software, das einem Händler erlaubt, seine Wirtschaftsgüter über Rechnernetze anzubieten, zu verkaufen und gegebenenfalls zu vertreiben“ (Zwißler 2002, S. 32). Man kann also vereinfacht sagen,dass ein Digital Shop ein virtueller Verkaufsraum eines Unternehmens ist. Die Grundidee des digitalen Verkaufs ist also darin zu sehen, dass die Beziehung und die verkaufsrelevanten Abläufe zwischen einem Unternehmen (Anbieter) und einem Kunden (Nachfrager) über die mit Hilfe des Internets vernetzten Computer (s. Kapitel 1.1.2) und den damit einhergehenden Rahmenbedingungen des digitalen Informationsaustausches (s. Kapitel1.1.4) abgewickelt werden (s. Abb. 28; Kollmann 2022a, S. 259).
Tobias Kollmann
4. Die Grundlagen des Digital Marketplace
Zusammenfassung
Der Digital Marketplace steht allgemein als Begriff für die marktliche Organisation des digitalen Handels von Produkten bzw. Dienstleistungen durch einen Marktplatzbetreiber über digitale Netzwerke (Kollmann 2001b). Damit erfolgt eine Integration innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien zur Unterstützung bzw. Abwicklung von operativen, taktischen und strategischen Aufgaben im Handels- bzw. Marktbereich.Während reale Marktplätze durch örtliche Gegebenheiten (z. B. Messe oder Wochenmarkt) gekennzeichnet sind, setzen digitale Marktplätze als virtuelle Plattformen auf die digitale Vernetzung der Marktteilnehmer (s. Kapitel 1.1.2). Jeder dieser Teilnehmer kann auf digitalem Wege von jedem beliebigen Punkt im Datennetz einen beliebigen Digital Marketplace „betreten“ (z. B. per Mausklick am heimischen Computer), ohne sich real zueinem bestimmten Ort begeben zu müssen. Dieser nicht-reale Zutritt kann dabei zu jedem Zeitpunkt erfolgen (7 Tage die Woche/24 Stunden am Tag/365 Tage im Jahr), da digitale Marktplätze eine permanent vorhandene und durchgehend geöffnete Einrichtung darstellen (s. Kapitel 1.3.1). Anbieter und Nachfrager treffen sich somit nicht mehr persönlich zur Abwicklung einer Transaktion, sondern treten über digitale Datenwege im Internet unter einer spezifischen Adresse (marktplatz-name.de) in Kontakt (Dorfer 2016, S. 342; s. Abb. 38). Unter dem Begriff des Digital Marketplace wird somit „ein konkreter aber nichtrealer Ort der Zusammenkunft von nur über vernetzte [digitale] Datenleitungen miteinander verbundenen Anbietern und Nachfragern zum Zwecke der Durchführung von wirtschaftlichen Transaktionen verstanden, wobei diese von realen Restriktionen losgelösteDurchführung indirekt und unter Hinzunahme einer übergeordneten marktlichen Instanz (Marktplatzbetreiber) vollzogen wird, die die Transaktionsanfragen aktiv koordiniert“ (Kollmann 2001a, S. 39; Kollmann 2022a, S. 495 ff.).
Tobias Kollmann
5. Die Grundlagen der Digital Community
Zusammenfassung
Die Digital Community steht allgemein als Begriff für die organisierte Kommunikation innerhalb eines digitalen Kontaktnetzwerkes und damit für die Bereitstellung einer technischen Plattform für die Zusammenkunft einer Gruppe von Individuen, die in einer bestimmten Beziehung zueinanderstehen bzw. zueinanderstehen wollen (Kollmann 2022a, S. 671 ff.). Diese Beziehung kann thematisch durch die Kommunikationsinhalte, aber auch über den sozialen oder beruflichen Status der Community-Teilnehmer bestimmt werden. Im Mittelpunkt steht dabei jedoch immer die soziale Interaktion und damit der Austausch selbst geschaffener entweder inhaltlich oder personenbezogener Informationen (User-generated Content). Entsprechend weisen die Individuen gemeinsame Bindungen im Hinblick auf Interessen, Ziele oder Aktivitäten auf und besuchen zumindest zeitweise einen gemeinsamen Ort (Mühlenbeck/Skibicki 2008, S. 17). Im Fall einer Digital Community stellt dieser gemeinsame Ort eine digitale Plattform, insbesondere im Internet, aber verstärkt auch im Mobilfunk-Bereich dar, über die die Individuen über einen längeren Zeitraumund wechselseitig miteinander kommunizieren (Tietz 2007, S. 20). Diese Kommunikation ist dabei geprägt von dem asynchronen und ortsunabhängigen Charakter des digitalen Informationsaustausches (Mühlenbeck/Skibicki 2008, S. 18). Die Möglichkeiten hinsichtlich der Form und des Inhalts der Kommunikation sind dabei mehr oder weniger grenzenlos (Markus 2002, S. 26).
Tobias Kollmann
6. Die Grundlagen der Digital Company
Zusammenfassung
Die Digital Company steht allgemein als Begriff für die digitale Kooperation zwischen Unternehmen über digitale Netzwerke (Kollmann 2022a, S. 813). Oftmals wird in diesem Zusammenhang auch von einer gemeinschaftlichen „virtuellen Unternehmung“ bzw. von einem zusammenhängenden „virtuellen Unternehmen“ gesprochen. Damit erfolgteine Integration von innovativen Informations- und Kommunikationstechnologien zur Verknüpfung von einzelnen Unternehmensleistungen im Hinblick auf die Bildung eines virtuellen Unternehmensverbundes mit einem zusammengesetzten Transaktionsangebot in Form einer digitalen Kooperation. Diese Form der mehr oder weniger lose gekoppeltendigitalen Kooperation ermöglicht es rechtlich unabhängigen Unternehmen, eine Leistung auf einer Basis eines gemeinsamen Geschäftsverständnisses zu erbringen und gegenüber Dritten quasi als ein einheitliches Unternehmen aufzutreten.
Tobias Kollmann
Backmatter
Metadaten
Titel
Digital Business kompakt
verfasst von
Tobias Kollmann
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-37258-3
Print ISBN
978-3-658-37257-6
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-37258-3